Noch wechseln - Private Krankenversicherung

  • Hallo,

    ich bin 55 Jahre alt und freiwillig gesetzlich Krankenversicherung.

    Zudem habe ich eine private Krankenzusatzversicherung.

    Beide Kinder sind seit kurzem selbst krankenversichert.

    Jetzt hat mir ein Arbeitskollege gesagt, es könnte Sinn man, nochmals nachzuschauen, ob man sich nicht noch rein privat krankenversichert.

    Ich dachte immer in diesem Alter ist der Zug abgefahren. Die Krankenversicherung konnten keine Rückstellungen für mich aufbauen. Besondere Krankheiten habe ich nicht, außer dass ich einmal einen Bandscheibenvorfall vor Jahren diagnostiziert bekommen habe.

    Macht es aus Eurer Sicht Sinn, sich Angebote wegen eines möglichen Wechsels einzuholen und weitergehend zu informieren?

    Denn eigentlich kenne ich in Foren nur Fragestellungen, wir komme ich aus der Privaten Krankenversicherung zum Rentenzeitpunkt wieder in die gesetzliche Krankenversicherung?

    Gruß

    B.

  • Hast du dir mal ein Angebot kalkulieren lassen um ein Gefühl für die Beiträge zu bekommen? Du wirst nicht mehr viele Alterungsrückstellungen aufbauen können.

    Die Bandscheiben könnten ggf ein Problem werden oder aber zumindest zu Risikoaufschlägen führen.

    Was motiviert dich denn in die PKv wechseln zu wollen?

  • Was motiviert dich denn in die PKv wechseln zu wollen?

    Möglicherweise, dass wie indirekt angegeben, die Kinder aus der beitragsfreien Familienversicherung ausgeschieden sind, also es unter Beitragsaspekten jetzt nur noch um BeJo alleine geht.

    Aber ohne dass von ihm das klare Signal auf sichere finanzielle Unabhängigkeit auch und gerade im Alter geht, wäre ich dafür, das Thema abzuhaken. Zug abgefahren - da liegt er wohl richtig.

    Auch das kleinere von zwei Übeln kann ein größeres sein.

  • Ja, der Anstoß kommt daher, dass die Kinder nicht mehr bei uns mitversichert sind und von einem Rat eines Kollegen, über eine PKV mal nachzudenken.

    Und, wie ist das "sichere finanzielle Unabhängigkeit" gemeint? Was kann ich hierzu für eine Rückmeldung geben?

  • Macht es aus Eurer Sicht Sinn, sich Angebote wegen eines möglichen Wechsels einzuholen und weitergehend zu informieren?

    Hallo BeJo , sich zu informieren ist meistens sinnvoll, um am Ende eine faktenbasierte Entscheidung zu treffen.

    Ich dachte immer in diesem Alter ist der Zug abgefahren.

    Alter alleine ist kein Hinderungsgrund. Bitte mal nach "Bis zu welchem Alter ist ein Wechsel in die PKV sinnvoll – „lohnt“ sich ein später Wechsel?" googeln und die passende FAQ auf unserer Website nachlesen. Der älteste Kunde, den wir bislang privat krankenversichert haben, war ein 66 jähriger kerngesunder Rentner, der neun Jahre später für bessere PKV Leistungen immer noch weniger bezahlt als in der GKV. Er hätte in der GKV allerdings - anders als "normale" ex-angestellte Rentner, die nicht im Versorgungswerk sind - auch den Höchstbetrag bezahlt!

    Generell gilt: "Je früher, desto besser" bzw. "Je später, desto kritischer prüfen".

    Besondere Krankheiten habe ich nicht, außer dass ich einmal einen Bandscheibenvorfall vor Jahren diagnostiziert bekommen habe.

    Einen Bandscheibenvorfall würde ich schon als "besondere Krankheit" bezeichnen, die ungünstigstenfalls zu einer kompletten Ablehnung oder bestenfalls (länger zurückliegend, beschwerdefreier Verlauf) zu einem Risikozuschlag von 10-15% führt. Vermutlich schlummert bei einem 55-Jährigen in den Krankenakten noch das eine oder andere weitere Wehwehchen, das man landläufig nicht als "besonders" empfindet ("hat doch jeder"), das jedoch zu einem für die PKV erhöhten Kostenrisiko führt.

    Fazit: Nachdenken kann man immer. Ehrlich gesagt bin ich aber skeptisch, ob am Ende der Überlegungen ein Wechsel in die PKV als Lösung herauskommt.

    Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung GmbH
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  • Ja, der Anstoß kommt daher, dass die Kinder nicht mehr bei uns mitversichert sind und von einem Rat eines Kollegen, über eine PKV mal nachzudenken.

    "Bei uns" heißt, dass Deine Frau und Du eine eigene Mitgliedschaft auch im Rentenalter haben werden und eine eventuelle spätere Familienversicherung Deiner Frau über Dich als weiterhin GKV-Versicherten dann nicht in Frage käme?

    Und, wie ist das "sichere finanzielle Unabhängigkeit" gemeint? Was kann ich hierzu für eine Rückmeldung geben?

    Das neben einer deutlich überdurchschnittlichen gesetzlichen Rente zumindest für Dich, besser natürlich auch für die weiterhin gesetzlich versicherte Mutter, auch sicher mit weiteren nennenswerten Alterseinkünften oder entsprechendem Vermögen gerechnet werden kann.

    Auch das kleinere von zwei Übeln kann ein größeres sein.

  • Hallo zusammen,

    um die Beiträge im Alter bezahlen zu können sind Rücklagen erforderlich.

    Als Faustregel dürften die Erträge aus einem 200.000 Euro Welt ETF hilfreich sein.

    LG

    Hallo adrianberg,

    das ist eine interessante Faustregel. Von welchen Daten und Annahmen leitest du diese ab?

    Grüße

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