Weltmärkte mit 5 ETF erfolgreich und günstig abdecken

  • So sehe ich das auch.
    Dazu ein Beispiel. Der Anteil des Japan-ETF im bisher angesparten Depot liegt nur noch bei 7,8 %. Die vier anderen ETF haben sich gut entwickelt, Japan ist sogar 0,5 % im Minus. In der Sparrate wird aber weiterhin ein Anteil von 8 % zugeführt.

    Und wenn Japan irgendwann mal 6% oder 10% ausmacht, geht die Welt auch nicht unter. Einfach den kompletten Sparbetrag reinlaufen lassen bzw. aussetzen und dann wird das schon. Bei fast 2% Ausschüttungen im Jahr aufs Gesamtportfolio, Spar- oder Entnahmeplan usw. muss man da gar nix umschichten. Wie gesagt: Im schlimmsten Fall laufen die Anteile halt auseinander. Aber nie so stark wie bei einem reinen MCAP-Index. Und so einer ist ja auch okay. Zumindest für viele hier im Forum. :rolleyes:

  • So sehe ich das auch.
    Dazu ein Beispiel. Der Anteil des Japan-ETF im bisher angesparten Depot liegt nur noch bei 7,8 %. Die vier anderen ETF haben sich gut entwickelt, Japan ist sogar 0,5 % im Minus. In der Sparrate wird aber weiterhin ein Anteil von 8 % zugeführt.

    Man rebalanced ja auch nicht auf Mikroebene, sondern regelbasiert wenn die Gewichtungen einen gewissen Anteilsbereich verlassen. :rolleyes:

    Mit Rebalancing langfristig die Rendite steigern – Finanzen? Erklärt!

    Das sollten die Studenten Deiner Frau aber doch wissen, wenn Sie sich schon so ein Regionenportfolio ausarbeiten.:huh:

  • Und wenn Japan irgendwann mal 6% oder 10% ausmacht, geht die Welt auch nicht unter. Einfach den kompletten Sparbetrag reinlaufen lassen bzw. aussetzen und dann wird das schon. Bei fast 2% Ausschüttungen im Jahr aufs Gesamtportfolio, Spar- oder Entnahmeplan usw. muss man da gar nix umschichten. Wie gesagt: Im schlimmsten Fall laufen die Anteile halt auseinander. Aber nie so stark wie bei einem reinen MCAP-Index. Und so einer ist ja auch okay. Zumindest für viele hier im Forum. :rolleyes:

    Exakt. Du beschreibst das sehr gut. Auch temporäre Erhöhungen der Sparrate führen dann zu einer Annäherung an die gewünschte Aufteilung. Das ist bei einem Sparplan auf den Vanguard FTSE All-World NICHT so. Es werden also Übertreibungen nicht mit frischem Geld noch zusätzlich riskant bezahlt,

  • Exakt. Du beschreibst das sehr gut. Auch temporäre Erhöhungen der Sparrate führen dann zu einer Annäherung an die gewünschte Aufteilung. Das ist bei einem Sparplan auf den Vanguard FTSE All-World NICHT so. Es werden also Übertreibungen nicht mit frischem Geld noch zusätzlich riskant bezahlt,

    Seit 2019 habe ich aber 'Untertreibungen' in den EM auch dauernd mit frischem Geld bezahlt.
    Und Hurra, in diesem Jahr laufen die EM endlich mal besser als der MSCI World (bisher jedenfalls).
    Nur habe ich jetzt seit 2019 einen netten 5-stelligen Betrag in den EM liegen lassen.
    Aber ich gebe gern Bescheid, wenn ich irgendwann diese Renditen wieder aufgeholt habe. Muss ja so kommen, wegen 'Regression zur Mitte' und so. :evil:

  • Seit 2019 habe ich aber 'Untertreibungen' in den EM auch dauernd mit frischem Geld bezahlt.
    Und Hurra, in diesem Jahr laufen die EM endlich mal besser als der MSCI World (bisher jedenfalls).
    Nur habe ich jetzt seit 2019 einen netten 5-stelligen Betrag in den EM liegen lassen.
    Aber ich gebe gern Bescheid, wenn ich irgendwann diese Renditen wieder aufgeholt habe. Muss ja so kommen, wegen 'Regression zur Mitte' und so. :evil:

    Du beschreibst sehr gut den Hauptfehler vieler Privatanleger: Rezenzeffekt. Man betrachtet wenige Jahre als relevant, obwohl das Investment viele Jahzehnte läuft.

  • Du beschreibst sehr gut den Hauptfehler vieler Privatanleger: Rezenzeffekt. Man betrachtet wenige Jahre als relevant, obwohl das Investment viele Jahzehnte läuft.

    Ich beschreibe es so wie es aktuell ist.
    Nur werde ich jetzt nicht aktiv! Gruß an alle 'Nachwürzer' :evil:, sondern schaue einfach nur wie es sich weiter entwickelt. Schön passiv.

  • Hallo zusammen,

    wer in einen Welt-ETF investiert, trifft in der Regel eine langfristige Entscheidung – und genau darin liegt die eigentliche Herausforderung: die Füße stillzuhalten.

    Es klingt einfach, aber in der Praxis ist es oft schwer, nicht nervös zu werden, wenn die Märkte schwanken. Emotionen wie Angst bei Kursrückgängen oder Gier bei starken Anstiegen können dazu führen, dass man unüberlegte Entscheidungen trifft – und genau das sollte man beim Investieren vermeiden.

    Ein Welt-ETF streut das Investment global über viele Länder und Branchen. Diese breite Diversifikation reduziert Risiken und bietet langfristig solide Renditechancen. Aber um davon wirklich zu profitieren, braucht es vor allem eines: Geduld und Vertrauen in den langfristigen Plan.

    Also: Nicht bei jedem Auf und Ab nervös werden. Wer langfristig denkt, lässt sein Investment für sich arbeiten – ganz ohne Stress.

    LG

  • dann willst Du ja ganz bewusst genau diese Aufteilung und nicht zufällig! :rolleyes:
    Also musst Du regelmäßig (regelbasiert) rebalancen, damit die Aufteilung noch passt.

    man wählt die Aufteilung ja aus einem Grund, z.B. auf Basis der Verteilung der Wirtschaftsleistung der Region und nicht auf Basis der Marktkapitalisierung und die Basis der gewählten Gewichtung kann und wird sich ja auch ändern. Wenn man rebalanced, dann also sinnvollerweise daran orientierend oder man lässt es eben einfach laufen bzw. gibt neues Kapital eben so in den Markt, dass man wieder näher an die Zielgewichtung (z.B. BIP) kommt. Verkaufen/Umschichten um z.B. jährlich wieder genau auf die ursprüngliche Verteilung zu kommen halt ich aber auch für dogmatisch und nicht wirklich nötig bzw. hat größere Nachteile als Vorteile.

    Ich handhabe das so, neues Geld wird da investiert, wo es auseinander gelaufen ist, wenn das nicht reicht, bleibt es halt so. Später im Alter kann man das Gleiche über die Entnahmen steuern und so rebalancen.

  • Verkaufen/Umschichten um z.B. jährlich wieder genau auf die ursprüngliche Verteilung zu kommen halt ich aber auch für dogmatisch und nicht wirklich nötig bzw. hat größere Nachteile als Vorteile.

    Von jährlich hat niemand etwas geschrieben.:rolleyes:
    Rebalancen sollte man nach festen Regeln (siehe z.B. hier: https://www.finanzen-erklaert.de/mit-rebalancin…ndite-steigern/).
    Ob ein Rebalancing dann nach 1, 3 oder 6,2 Jahren erforderlich wird, entscheidet allein die Marktenwicklung. Nur irgendwann muss man halt rebalancen, wenn es den ursprünglich angedachten Sinn ergeben soll. Und wenn man dann dafür Anteile verkaufen muss, zahlt man halt Steuern.
    Hat Georg ja in seinem Blogbeitrag wunderbar dargestellt und vorgerechnet.

  • Von jährlich hat niemand etwas geschrieben.:rolleyes:
    Rebalancen sollte man nach festen Regeln (siehe z.B. hier: https://www.finanzen-erklaert.de/mit-rebalancin…ndite-steigern/).
    Ob ein Rebalancing dann nach 1, 3 oder 6,2 Jahren erforderlich wird, entscheidet allein die Marktenwicklung. Nur irgendwann muss man halt rebalancen, wenn es den ursprünglich angedachten Sinn ergeben soll. Und wenn man dann dafür Anteile verkaufen muss, zahlt man halt Steuern.
    Hat Georg ja in seinem Blogbeitrag wunderbar dargestellt und vorgerechnet.

    sich an dem BIP der Welt zu orientieren bzw. zu halten ist auch eine feste Regel, aber das kann halt heißen, dass man mit z.B. 20% (oder was diese Länder halt zum Welt BIP beitragen) EM startet sich das BIP aber auf 25% erhöht hat nach x Jahren. Wenn dann der EM ETF auch 25% Anteil bekommen hat, macht es keinen Sinn wieder auf 20% zu reduzieren, denn es entspricht ja weiterhin dem ursprünglich angedachten Sinn.


    edit: übrigens Georg schreibt im Fazit einen schönen Satz:

    Die Regression zum Mittelwert stellt eines der fundamentalen Gesetze des Aktienmarktes dar. Durch diesen Effekt erhält jeder Investor unabhängig vom Zeitpunkt des Einstiegs langfristig immer die durchschnittliche Aktienmarktrendite (in diesem Artikel beschreibe ich den Effekt ausführlicher). Mit einer Rebalancing Strategie lässt sich die Regression zum Mittelwert fortlaufend nutzen, und die Rendite dadurch steigern (sell high & buy low).

    Was macht EW? Sell High Buy Low vielleicht? Vorteil EW ETF: es löst keine Steuern aus wie beim hier besprochenen Rebalancing...bei 17,5 Steuern ist übrigens der 5/25 Vorteil verschwunden...das ist ziemlich genau das was man zahlt bei uns beim Umschichten...

  • Dann stellt sich allerdings die Frage, warum man eine solche Aufteilung auf 5 ETF, wie hier vorgeschlagen, überhaupt macht?

    weil man eben Klumpenrisiken reduziert/vermeidet, auch wenn Du das nicht akzeptieren willst:

    Hartmut Walz zu Klumpenrisiken:

    Klumpenrisiken sind Risiken, die durch freiwilligen Verzicht auf Streuung entstehen. Sie sind das wichtigste Beispiel solch unsystematischer, unbezahlter Risiken.

    Klumpenrisiken (engl. Concentration Risks) bezeichnen somit Verlustrisiken, die dadurch entstehen, dass Investoren ihr Kapital (unnötig) stark auf eine bestimmte Anlageklasse, Region, Branche oder sogar Einzelwerte konzentrieren.

    Diese vom Kapitalmarkt nicht durch zusätzliche Risikoprämien vergütete Risikoerhöhung bewirkt, dass der Gesamtwert des Anlage-Portfolios ohne Not zu stark von der Entwicklung einzelner Positionen abhängt – und somit stärker schwankt als bei einer maximalen Risikostreuung (Diversifikation).

    Kurzum: zusätzliches Risiko ohne Risikoprämie – keine gute Idee!

  • Dann stellt sich allerdings die Frage, warum man eine solche Aufteilung auf 5 ETF, wie hier vorgeschlagen, überhaupt macht?

    weil man eben Klumpenrisiken reduziert/vermeidet, auch wenn Du das nicht akzeptieren willst:...

    Nein, wenn man kein Rebalancing macht, dann kann es ja gerade doch zu Klumpenbildung kommen. Daher die Frage, warum man solch eine Aufteilung auf 5 ETF dann überhaupt macht?

  • Nein, wenn man kein Rebalancing macht, dann kann es ja gerade doch zu Klumpenbildung kommen. Daher die Frage, warum man solch eine Aufteilung auf 5 ETF dann überhaupt macht?

    während der Ansparphase kann man aber idR rebalancing über die Sparrate machen und wenn selbst das nicht reicht um wirklich immer genau wieder auf die Ausgangsgewichtung zu kommen ist das nicht dramatisch, weil es eben idR länger dauert bis sich ggf wieder Klumpen wo anders bilden.

    Das gleiche gilt bei der Entnahme, da kann man auch entsprechend darüber rebalancen (bis zu einem gewissen Grad).

    Aber erst mal hat man mit den 5ETF´s das aktuelle Klumpenrisiko schon mal wegdiversifiziert und ist viel breiter aufgestellt, ob ein neues kommt oder ob es sich erstmal wieder lange gleichmäßig verteilt weiß man nicht.

    Anders schaut das aus, wenn man mit größeren Einmalsummen einsteigt und dann nicht oder nur mit kleineren Summen nachinvestieren kann. Da hat man tatsächlich das Risiko, dass sich dann halt wo anders wieder ein Klumpen bilden kann den man ohne Verkäufe/Umschichten nicht wegbekommt wenn er denn zu groß werden würde. Aber genau das ist ja eins meiner Argumente für den World EW statt nur auf mehrere MCAP ETFs aufzuteilen, weil sich da eben keine solchen Klumpen bilden können, da wird intern ohne steuerschädliches Rebalancing immer wieder zum Ursprung gewichtet.

  • Dann stellt sich allerdings die Frage, warum man eine solche Aufteilung auf 5 ETF, wie hier vorgeschlagen, überhaupt macht?

    Na um fast 50% der TER im Vergleich zum FTSE-All World zu sparen.;)

    Oder . . . weil man einen großen Betrag anlegen und den nicht zu fast 70% in US-Unternehmen investieren will.

    Oder . . . weil man eine andere Aufteilung möchte und erkannt hat, dass man mit fast 2% Ausschüttungen und Sparplan diese immer ohne Umschichtungen aufrechterhalten kann...

    Oder . . . weil es einem nicht so wichtig ist, wenn die Aufteilung mal ein paar Prozent abweicht . .

    Jeder denkt da wohl anders. Ich habe nur einen ETF, aber die Idee vom TE finde ich okay.

  • Tomarcy Gab es eigentlich einen Grund weshalb deine Frau mit den Studierenden den Vanguard genommen haben? Wäre doch ein nettes Folgeprojekt ein noch breiteres Portfolio mit mehreren ETFs erstellen zu lassen. Bei Vanguard ist ohne ESG bei ca. 4200 Aktien Schluss. Mit MSCI könnte man mehr als 8000 physisch abbilden. Auch merklich abbilden (nicht so wie beim ACWI IMI) . Also wirklich den gesamten Markt.

  • Tomarcy Gab es eigentlich einen Grund weshalb deine Frau mit den Studierenden den Vanguard genommen haben? Wäre doch ein nettes Folgeprojekt ein noch breiteres Portfolio mit mehreren ETFs erstellen zu lassen. Bei Vanguard ist ohne ESG bei ca. 4200 Aktien Schluss. Mit MSCI könnte man mehr als 8000 physisch abbilden. Auch merklich abbilden (nicht so wie beim ACWI IMI) . Also wirklich den gesamten Markt.

    Vanguard wurde aus den Reihen der Studierenden vorgeschlagen.

    Das nächste Projekt findet erst wieder im nächsten Sommersemester statt. Glaube, es soll dann eventuell um den Norwegischen Staatsfonds gehen.

    Deine Idee finde ich persönlich gut. Danke für den Input.
    Hast du eine Aufteilungsidee? 20 % Small Caps weltweit sind glaube ich gesetzt bei dir.

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