Sicherheitsbaustein Renten ETF

  • Dass das viele verschreckt hat, ist nachvollziehbar, oder?

    Ja klar ist das nachvollziehbar. Dafür habe ich mindestens genauso viel Verständnis, wie für Aussagen der Art: "Ich hatte mal auf Empfehlung von Manfred Klug Telekom-Aktien. Nie wieder. Heute weiß ich, dass Aktien Teufelszeug sind!"

    Was spricht gegen Sicherheitsteine mit Tagesgeld, Festgeldtreppe z.B. GEFA-Bank oder Raisin, wenn das mit den Anleihen nicht vertraut ist?

    Klar, kann man auch machen. Die Renditen sind halt merklich geringer und gleichzeitig kommt man an das Geld vor Fälligkeit nicht mehr dran. Es ist halt die Frage, ob man in einem "Sicherheitsbaustein" illiquide Produkte haben will.

    Hinzu kommt das Kontrahentenrisiko, wenn man nicht ausreichend über verschiedene Anbieter streut.

    Der Anleihenmarkt wird von Profis dominiert. Der Aktienmarkt ist deutlich einfacher.

    Satz 1 stimmt. Für den Aktienmarkt gilt aber das Gleiche. Oder meinst Du, dass das bisschen Gedaddel von Kleinanlegern die Kurse beeinflusst?

  • Clueless66 Ich versuche mich mal an einer Antwort auf deine Frage: Es sind im Grunde zwei unterschiedliche Konzepte. Das, nachdem du fragst ist nicht mehr "Sicherheitsbaustein" im engeren Sinn.

    Das risikoreich:risikoarm Modell will im Grunde gar keine positive Realrendite im Sicherheitsbaustein erzielen. Deshalb nennt dieser sich auch so. Daher nutzt man dort üblicherweise Anlagen bzw. Anleihen ohne Risiken bzw. risikoarme Anlagen, insbesondere ohne bzw. sehr geringen Währungs- und Ausfallrisiken. Lediglich beim Zinsänderungsrisiko kann man moderat in leicht höhere Laufzeiten von bis zu drei Jahren gehen. Man hat dabei eine Unkorreliertheit zwischen den beiden Anlageklassen, nicht jedoch jeweils innerhalb dieser. Vorteil dieses Konzeptes ist eine maximale Einfachheit bei gleichzeitig hoher risikoadjustierter Rendite. Das Risiko steuert man dabei ganz simpel über die Höhe der Aktienquote. Das ist intuitiv verständlich.

    Deine Frage zielt hingegen eher auf einen Multi-Asset-Ansatz ab, bei dem der Anleihenteil selbst als Mix aus Anleihen mit unterschiedlichen Risiken gestaltet wird, also Währungsrisiken, Ausfallrisiken und Zinsänderungsrisiken. Das gibt es auch in ETFs die diese bündeln, sog. Aggregate Bond ETF. Damit sind die Anleihen aber zu einem großen Teil nicht mehr Sicherheits- sondern Risikobaustein. Die Vanguard Lifestrategy ETF sind bspw. nach diesem Konzept konstruiert. Lediglich das Währungsrisiko ist dort auf der Anleiheseite gehedged.

  • Hornie Tagesgeld über Raisin z.B., Zuwachssparen, kurzfristige Festgeldtreppe haben den Vorteil, dass nicht groß gerechnet werden muss und auch nichts schiefläuft. Kein Emittendenrisiko, kein Währungsrisiko. Inflationsausgleich. Bei manch Sicherheitsbaustein in Depots bleibt auch nicht viel mehr, mit mehr Mühe.

  • Angenommen, man hätte im Sicherheitsbaustein einen Geldmarktfond und einen Rentenfonds mit Anleihen gemischter Laufzeit, und angenommen, dieser wäre jahrelang gut gelaufen, sagen wir mal mit 4%. Dann passiert eine plötzliche Anhebung der Zinsen, und dieser Rentenfonds rutscht ab, so ist es ja vor ein paar Jahren passiert. In diesem Fall weiß man oder kann man zumindest vermuten, dass es Jahre dauern wird, bis sich so ein Fonds mit unterschiedlich langen Laufzeiten wieder erholt hat, er wird mehrere Jahre im Minus sein. Wie würde man dann im Sicherheitsbaustein reagieren, würde man sich von diesem Fond trennen und ihn in einen Fond mit Anleihen kurzer Laufzeit umschichten? Im renditebaustein würde man ja antizyklisch vorgehen und bei sinkenden Kursen nachkaufen im Sinne eines rebalancings, würde man sich bei verschiedenen Anleihenklassen im Sicherheitsbaustein anders verhalten, und versuchen, die Anleihenzusammensetzung so zu variieren, dass man immer eine möglichst rentable etf-Auswahl dort liegen hat? Oder würde man im Falle einer Zinswende die Verlierer trotzdem liegen lassen, weil sie in einem Jahr einigen Jahren wieder rentabel sein dürften?

    Die generell richtige Antwort gibt es auf Deine Frage nicht. Du kannst es wie bei Aktien-ETFs machen und einen Rentenfonds ebenfalls einfach liegen lassen. Der erholt sich wieder. Zum Einen, da die enthaltenen Anleihen bis zur Fälligkeit wieder auf 100% erholen. Zum Anderen, da es dort ständig Umschichtungen gibt, um die Duration (=etwa durchschnittliche Restlaufzeit) einigermaßen konstant zu halten. Dabei werden ständig neue Anleihen mit den aktuellen, höheren Renditen gekauft. Schaue Dir einfach ein paar Charts dazu an, wobei ich die Nullzinsphase nicht überbewerten würde.

    Du kannst natürlich auch aktiv Deine Meinung traden, wenn Du es Dir zutraust. Ich bin nach dem scharfen Zinsanstieg 2022 bewusst stark in länger laufende Anleihen wieder eingestiegen, nachdem ich in der Nullzinsphase praktisch gar keine länger laufende Anleihen hatte. Heute bin ich wieder bei kürzeren und mittleren Laufzeiten. Aber immer noch mit besseren Renditen, als am Geldmarkt.

  • Clueless66 Ich versuche mich mal an einer Antwort auf deine Frage: Es sind im Grunde zwei unterschiedliche Konzepte. Das, nachdem du fragst ist nicht mehr "Sicherheitsbaustein" im engeren Sinn.

    Das risikoreich:risikoarm Modell will im Grunde gar keine positive Realrendite im Sicherheitsbaustein erzielen. Deshalb nennt dieser sich auch so. Daher nutzt man dort üblicherweise Anlagen bzw. Anleihen ohne Risiken bzw. risikoarme Anlagen, insbesondere ohne bzw. sehr geringen Währungs- und Ausfallrisiken. Lediglich beim Zinsänderungsrisiko kann man moderat in leicht höhere Laufzeiten von bis zu drei Jahren gehen. Man hat dabei eine Unkorreliertheit zwischen den beiden Anlageklassen, nicht jedoch jeweils innerhalb dieser. Vorteil dieses Konzeptes ist eine maximale Einfachheit bei gleichzeitig hoher risikoadjustierter Rendite. Das Risiko steuert man dabei ganz simpel über die Höhe der Aktienquote. Das ist intuitiv verständlich.

    Deine Frage zielt hingegen eher auf einen Multi-Asset-Ansatz ab, bei dem der Anleihenteil selbst als Mix aus Anleihen mit unterschiedlichen Risiken gestaltet wird, also Währungsrisiken, Ausfallrisiken und Zinsänderungsrisiken. Das gibt es auch in ETFs die diese bündeln, sog. Aggregate Bond ETF. Damit sind die Anleihen aber zu einem großen Teil nicht mehr Sicherheits- sondern Risikobaustein. Die Vanguard Lifestrategy ETF sind bspw. nach diesem Konzept konstruiert. Lediglich das Währungsrisiko ist dort auf der Anleiheseite gehedged.

    Danke für deine ausführliche Erläuterung, das leuchtet mir ein! Wenn du also nun Rentenfonds, die Anleihen unterschiedlicher Länge beinhalten und damit eine höhere Volatilität, aber auch höhere Gewinnchancen bieten, dem Risiko Baustein zuordnest, bleibt für mich immer noch die Frage, wie man sich dann verhält, wenn diese Anleihe aufgrund einer plötzlichen Zinsänderung über Jahre absehbar abrutscht. Die Strategie bei Aktienfonds ist ja dann das antizyklische kaufen von Anteilen, um das prozentuale Verhältnis zum Sicherheitsbaustein wieder herzustellen, oder auch das aktienfondsverhältnis innerhalb des renditebausteins selber wieder anzugleichen. Würde man das tatsächlich bei einem Rentenfond genauso machen, das heißt man würde nach der Zinswende Anteile dieses abgerutschten Fonds nachgekauft haben? Also man würde ihn im Prinzip genauso behandeln wie einen Aktienfonds? Was das rebalancing angeht? Genau das ist meine Frage

  • Meine Meinung:

    Sogenannter Sicherheitsbaustein mit Geldmarkt-ETF , kurzlaufenden Anleihen bester Bonität, Tagesgeld und Festgeld realisieren.

    Renten-Anlage nur mit kürzeren und mittleren Anleihen, die man selbst über einen günstigen Broker kauft

    Spezialitäten wie High-Yield, High-Yield und nicht Euro-Anlagen über ETF.

  • Die generell richtige Antwort gibt es auf Deine Frage nicht. Du kannst es wie bei Aktien-ETFs machen und einen Rentenfonds ebenfalls einfach liegen lassen. Der erholt sich wieder. Zum Einen, da die enthaltenen Anleihen bis zur Fälligkeit wieder auf 100% erholen. Zum Anderen, da es dort ständig Umschichtungen gibt, um die Duration (=etwa durchschnittliche Restlaufzeit) einigermaßen konstant zu halten. Dabei werden ständig neue Anleihen mit den aktuellen, höheren Renditen gekauft. Schaue Dir einfach ein paar Charts dazu an, wobei ich die Nullzinsphase nicht überbewerten würde.

    Du kannst natürlich auch aktiv Deine Meinung traden, wenn Du es Dir zutraust. Ich bin nach dem scharfen Zinsanstieg 2022 bewusst stark in länger laufende Anleihen wieder eingestiegen, nachdem ich in der Nullzinsphase praktisch gar keine länger laufende Anleihen hatte. Heute bin ich wieder bei kürzeren und mittleren Laufzeiten. Aber immer noch mit besseren Renditen, als am Geldmarkt.

    Danke! Einen Aktienfond würde man ja im Falle eines Abrutschen ja sogar unter Umständen nicht nur liegen lassen, sondern günstig nachkaufen.

    Ich habe gar nicht vor, fonds mit länger laufenden Anleihen zu kaufen, dadurch, dass ich einen Teil der Anlage in den vanguard-life strategy 60% stecke, habe ich ja bereits Staats- und Unternehmensanleihen unterschiedlicher Laufzeiten aus Europa und Euro gehedgede Anleihen aus den USA mit drin, in meinem Pantoffel Portfolio können dann Geldmarktnahe fonds liegen oder eben auch ibonds die zwei bis vier Jahre laufen, und ein teil tagesgeldhopping.

  • Die Anleihewelt hingegen ist komplex und überfordert die große Masse der Anleger, insbesondere Anfänger.

    Wer sich nicht mit Einzelanleihen beschäftigen möchte, kann ja einfach einen Anleihen-ETF nehmen, z.B. Xtrackers II EUR Corporate Bond. Das ist m.E. nicht komplex und überfordernd.

    Na ja. Das entspricht in etwa den alten Ratschlägen der Stiftung Warentest. Wer dem folgte und sich nicht weiter drum kümmerte, stand 2022/23 mit minus 20 Prozent da. Dass das viele verschreckt hat, ist nachvollziehbar, oder?

    Mathe ist schon immer schwierig gewesen. Bereits das kleine Einmaleins bleibt vielen Menschen verschlossen.

    Ein großer Teil der Rentenwelt ist ziemlich trivial. Aber man muß halt in der Prozentrechnung firm sein, und bereits da hapert es bei den vielen. Dazu kommt die stete Angst des deutschen Anlegers, ein böser Mensch könnte kommen und ihm sein Geld wegnehmen. Nur zu gern trägt er sein Geld zum Bankbeamten, dort liegt es sicher.

    Bei Licht besehen hat das Festgeld den gleichen Kursverlauf wie eine Rente mit gleichen Eckdaten. Aber man verheimlicht ihm diesen Kurs zu seinem Schutz. Er kann das Festgeld ja ohnehin nicht verkaufen, selbst im Notfall nicht.

    Angenommen, man habe eine 10jährige Rente zu 3% und der Zins steigt in 1 Jahr auf 4%, so muß sich dieses Papier dann messen mit 9jährigen Papieren zu 4%. Wenn man beide Papiere liegen läßt bis zur Fälligkeit, dann bekommt der eine 9 mal 3% und der andere 9 mal 4%. Welches Papier würdest Du wohl wählen, wenn Du die Wahl hättest? Klar: das zweite. Der Eigentümer des ersten will das Papier aber verkaufen.

    Du sagst: Da mußt Du mir aber mit dem Preis entgegenkommen!

    Das macht er: Wieviel billiger soll es denn sein?

    Du antwortest: Na ja, um 9 mal die Zinsdifferenz von 1%, also 9%!

    So einigt Ihr Euch, das ist ein faires Geschäft. Der vorherige Eigentümer bekommt allerdings nicht sein Geld zurück, sondern eben nur 9.100 € für 10.000 €. Dafür bekommt er überhaupt etwas. Wäre das Papier ein Festgeld, würde die Sparkasse nur mit den Schultern zucken.

    Wenn es sich anfänglich nicht um ein 10jähriges Papier gehandelt hat, sondern nur um ein 5jähriges, dann beträgt bei sonst gleicher Sachlage der Kursverlust nur 4%, der ehemalige Eigentümer bekommt dann 9.600 € für 10.000 €.

    Wer den Kursverlust nicht tragen möchte, behält das Papier einfach. Der bekommt dann 9 bzw. 4 Jahre lang einen Zins, der um 1% unter dem Marktniveau liegt, und am Ende bekommt er sein Geld ungeschmälert zurück. Das ist für viele Privatanleger leichter zu ertragen, aber finanziell kein Unterschied*.

    [*Doch, ist es. Die Rechnungen sind in Wirklichkeit komplizierter, aber als Näherung geht das, was ich geschrieben habe, allemal durch.]

    Die Geschichte geht auch andersherum: Einer hat ein 10jähriges Papier zu 3%, der Zins ist nach einem Jahr aber auf 2% gesunken. Dann steht das Papier über pari, also über 100%. Wenn der Eigentümer es verkauft, kann er 109% Erlös erwarten, also 10.900 € für 10.000 €. Darüber beklagt er sich nicht - aber wenn er dieses Geld weitere 9 Jahre anlegen will, bekommt er nicht mehr die schönen 3% Zins, sondern nur noch 2%.

    Der Rentenmarkt ist effizient und hochliquide - der Handel funktioniert in der Wirklichkeit wie beschrieben.

    Eine wesentliche Kennzahl von Zinspapieren ist die Rendite. Wie diese zustandekommt, ob über den Zins oder über den Kurs, ist momentan uninteressant. Es gibt Zinspapiere, für die man überhaupt keinen Zins bekommt. Das sind sog. Zero-Bonds, Papiere mit Zins 0. Der Laie denkt: Das ist aber ein schlechtes Geschäft! Ich bekomme ja überhaupt keinen Zins! Dafür steht der Kurs passend niedrig. Beträgt der 10-Jahres-Zins aktuell 3%, so steht das Papier auf 70%*, ein Käufer muß also 7.000 € bezahlen für ein Papier, für das er in 10 Jahren 10.000 € zurückbekommt. Das bekommt er ja sogar noch mehr zurück als nur sein Geld!

    Wenn man die Wahl hat zwischen einer normalen Rente (eines guten Schuldners!) und einem Festgeld, so prüfe man, ob man die Option des vorherigen Verkaufs braucht, und schaue, ob das einen Renditeunterschied macht. Für die gleiche Rendite würde ich immer die Rente nehmen. Nach meinem Dafürhalten muß das Festgeld dafür, daß ich mich einschränke, eine höhere Rendite bieten.

    Ein Hexenwerk ist das alles nicht. Ich halte die Rentenanlage für viel einfacher als die Anlage in Aktien (und auch für weniger riskant, trotz der Tatsache, daß Rentenkurse sinken können). ETFs haben den Zugang zu Aktien wesentlich vereinfacht (und auch das Risiko reduziert). Trotzdem bleibt das Risiko eines Aktien-ETFs größer als das einer Rentenanlage (meinetwegen auch eines Renten-ETFs).

    Aber in letzter Konsequenz legt jeder sein Geld selber an.

    :)

  • Danke für deine ausführliche Erläuterung, das leuchtet mir ein! Wenn du also nun Rentenfonds, die Anleihen unterschiedlicher Länge beinhalten und damit eine höhere Volatilität, aber auch höhere Gewinnchancen bieten, dem Risiko Baustein zuordnest, bleibt für mich immer noch die Frage, wie man sich dann verhält, wenn diese Anleihe aufgrund einer plötzlichen Zinsänderung über Jahre absehbar abrutscht. Die Strategie bei Aktienfonds ist ja dann das antizyklische kaufen von Anteilen, um das prozentuale Verhältnis zum Sicherheitsbaustein wieder herzustellen, oder auch das aktienfondsverhältnis innerhalb des renditebausteins selber wieder anzugleichen. Würde man das tatsächlich bei einem Rentenfond genauso machen, das heißt man würde nach der Zinswende Anteile dieses abgerutschten Fonds nachgekauft haben? Also man würde ihn im Prinzip genauso behandeln wie einen Aktienfonds? Was das rebalancing angeht? Genau das ist meine Frage

    Angenommen du definierst eine bestimmte Kombination aus Aktien plus Anleihen unterschiedlicher Schuldner, Laufzeiten und Währungen. Dann kann man diese nach einem bestimmten Regelwerk beibehalten bzw. wiederherstellen, also rebalancen. Und gleichzeitig auch die Relation zu den Aktien wieder auf das gewünschte Level bringen. Kompliziert wird es, wenn man dann auf der Anleiheseite versucht, den Markt zu timen, bspw. Zinsänderungen zu antizipieren. Das funktioniert genauso wenig wie bei Aktien. Man ist dann schnell geneigt, den passiven buy-and-hold Ansatz zu verlassen und die Grenze zum aktiven Management zu überschreiten.

  • Geh mal spaßeshalber auf finanztip.de in die Suchfunktion, suche nach "Geldmarktfonds" und lies Dir den dann zuerst angezeigten Beitrag vom 17.10.2025 durch.

    ?? Wenn ich nach Geldmarktfonds suche, erscheinen die 3 Beiträge vom 17.10.2025 auf der vierten Seite. Besser, man gibt den Link direkt an oder nennt wenigstens den Autor.

    Mich hat er davon überzeugt, dass ich auch nach mehreren Jahren mal guter, mal schlechter Erfahrung immer noch zu clueless für Anleihen bin, egal ob einzeln oder als aktive Fonds oder als ETF.

    Die Bundesschuldenverwaltung hat leider den Vertrieb an Privatleute in der Zinsbaisse eingestellt. Ich halte das für bedauerlich, das war ein niedrigschwelliges Angebot. Wer sich etwas auskennt, für den ist eine Rentendirektanlage aber auch kein Hexenwerk. Die Börse Stuttgart ist vermutlich eine gute Anlaufstelle.

  • Nur am Rande aber in dem Kontext

    Ich fände es übrigens auch wünschenswert wenn Du diesen anklagenden Ton bleiben lässt. Wenn Du unbeantwortete Fragen hast, dann präzisiere sie.

    Ist mir hier (eher) schon mal an anderer Stelle aufgefallen. Finde ich generell (Stichwort: Erwartungshaltung) etwas ungewöhnlich, da in einem solchen Forum wie diesem - in aller Regel jedenfalls - ja Leute ohne entsprechende Ausbildung oder sogar nur Finanz-Laien (wie beispielsweise meine Wenigkeit) sich hilfsbereit und unentgeltlich an Hinweisen, Ratschlägen oder Antworten versuchen.

    Wird das Ganze konkreter, individueller, verbindlicher und insbesondere professioneller gewünscht, bietet sich beispielsweise eine von Provisionen unabhängige sprich objektive und professionelle Honorarberatung an.

    Die Preise sind meiner bescheidenen Kenntnis nach überschaubar (aus der Erinnerung heraus: Ganzheitliche Anlageplanung bis 250k ab 1.590 €, ab 250k ab 1.890 €; Vermögensverwaltung (VV) bis 250k mind. 1.590 € mit, wie üblich im Bereich VV, sukzessive zur steigenden Anlagesumme dann sinkendem Honorar; z. B. ab schon 2 Mio. € aufwärts dann nur noch 0,5%). Oder eben auf Stundenbasis; ab 200 oder 300 € die Stunde (aufwärts) kann da - in der Regel jedenfalls - kompetenter und konkreter Rat erwartet werden. Kundigere mögen das bzw. auch die Preise gerne korrigieren.


  • Achim Weiss

    Danke für Deine Infos dazu,was es mit deinem Interesse an Flugunfällen auf sich hat. Die Faszination für das Lösen der kritischen Situationen verstehe ich.

    Ich habe hier 200.000 €, wie soll ich die am sinnvollsten anlegen? ist aber dennoch viel zu wenig Information. Wie soll man nur anhand dessen sinnvoll beraten können?


    Du hast recht, der Ratgeber muss vieles wissen, wenn die Eingangsfrage tatsächlich so gestellt wurde. Und alle deine Gegenfragen sind selbstverständlich bestens geeignet die notwendigen Infos zu erlangen, um eine solche Frage dann verantwortungsvoll beantworten zu können.

    Diese TE hat aber andere Fragen gestellt und bat nicht um eine umfassende Beratung.

    Gute Berater drängen m.E. Beratung nicht auf. Auch nicht, wenn sie wissen oder zu wissen meinen, dass jemand besser andere Fragen stellen sollte. Diesfalls wecken gute Berater beim Gegenüber Interesse daran, weiter nachzufragen.
    Der Post ist u.a. auch deshalb schon so lang, weil manche Antworten dies hier auch bewirkt haben.

  • Du hast recht, der Ratgeber muss vieles wissen, wenn die Eingangsfrage tatsächlich so gestellt wurde. Und alle deine Gegenfragen sind selbstverständlich bestens geeignet die notwendigen Infos zu erlangen, um eine solche Frage dann verantwortungsvoll beantworten zu können.

    Diese TE hat aber andere Fragen gestellt und bat nicht um eine umfassende Beratung.

    Das ist kein Argument. :)

    Kennzeichen eines clueless Anfragers ist, daß er das eigentliche Problem oftmals überhaupt nicht erkennt, siehe die Dame, die ETFs für ihren Sohn gerollt hat mit dem Grundfreibetrag im Blick und dabei übersehen hat, daß die Einkommensgrenze für die Krankenversicherung entscheidend tiefer liegt.

    Und ansonsten gilt natürlich: In einem Forum zu fragen heißt nicht, die Antwort zu bekommen, die man gern hören möchte.

    :)

  • Angenommen du definierst eine bestimmte Kombination aus Aktien plus Anleihen unterschiedlicher Schuldner, Laufzeiten und Währungen. Dann kann man diese nach einem bestimmten Regelwerk beibehalten bzw. wiederherstellen, also rebalancen. Und gleichzeitig auch die Relation zu den Aktien wieder auf das gewünschte Level bringen. Kompliziert wird es, wenn man dann auf der Anleiheseite versucht, den Markt zu timen, bspw. Zinsänderungen zu antizipieren. Das funktioniert genauso wenig wie bei Aktien. Man ist dann schnell geneigt, den passiven buy-and-hold Ansatz zu verlasen und die Grenze zum aktiven Management zu überschreiten.

    Okay, verstehe, vielen Dank! Ist für mich wie gesagt konkret nicht relevant, hat mich aber tatsächlich interessiert, da ich mir ja verschiedene Indexe und ETFs zu Rentenfonds mit Anleihen verschiedener Laufzeit im Vorfeld angeguckt hatte und deshalb über diese Thematik nachgedacht hatte. Ich Folge aber in der Praxis strikt dem finanztest/warentest Konzept mit einem sicheren Sicherheitsbaustein.

    Man muss da allerdings tatsächlich sagen, dass die Informationen bei Stiftung Warentest widersprüchlich sind, im Fondsfinder werden z.B als basisanlage für das Pantoffel Portfolio noch Rentenfonds mit Anleihen unterschiedlicher Laufzeit empfohlen, während in den Büchern und auch in den Artikeln im Netz von Stiftung Warentest nun eher von Tagesgeld oder Festgeld oder Geldmarktfonds die Rede ist. Vermutlich sind die Infos zu unterschiedlichen Zeiten entstanden.

  • Nur am Rande aber in dem Kontext

    Ist mir hier (eher) schon mal an anderer Stelle aufgefallen. Finde ich generell (Stichwort: Erwartungshaltung) etwas ungewöhnlich, da in einem solchen Forum wie diesem - in aller Regel jedenfalls - ja Leute ohne entsprechende Ausbildung oder sogar nur Finanz-Laien (wie beispielsweise meine Wenigkeit) sich hilfsbereit und unentgeltlich an Hinweisen, Ratschlägen oder Antworten versuchen.

    Wird das Ganze konkreter, individueller, verbindlicher und insbesondere professioneller gewünscht, bietet sich beispielsweise eine von Provisionen unabhängige sprich objektive und professionelle Honorarberatung an.

    Die Preise sind meiner bescheidenen Kenntnis nach überschaubar (aus der Erinnerung heraus: Ganzheitliche Anlageplanung bis 250k ab 1.590 €, ab 250k ab 1.890 €; Vermögensverwaltung (VV) bis 250k mind. 1.590 € mit, wie üblich im Bereich VV, sukzessive zur steigenden Anlagesumme dann sinkendem Honorar; z. B. ab schon 2 Mio. € aufwärts dann nur noch 0,5%). Oder eben auf Stundenbasis; ab 200 oder 300 € die Stunde (aufwärts) kann da - in der Regel jedenfalls - kompetenter und konkreter Rat erwartet werden. Kundigere mögen das bzw. auch die Preise gerne korrigieren.

    Ich weiß nicht ob du dir alle Beiträge mal durchgelesen hast, ich hatte drei konkrete Fragen gestellt, natürlich habe ich keinerlei Anspruch, dass diese Fragen beantwortet werden. Ich finde es aber höchst seltsam, dass sich dreiviertel der Beiträge hier damit beschäftigen, dass ich vermutlich mit diesem oder jenem überfordert bin und ich mich mit diesen oder jenen Fragen ja überhaupt nicht beschäftigen sollte, dass ich grundsätzliche Probleme nicht erkenne etc.

    Ich bin sehr dankbar für die konstruktiven Ratschläge, die mir viele gegeben haben, auch für die ungefragten, denn auch die waren teilweise gut, aber die ganzen Kommentare über mangelndes Wissen etc tun nichts zur Sache, denn meine Fragen hätten ganz einfach vollkommen wertfrei und simpel beantwortet werden können, dazu hätte es noch nicht mal weiterer Rückfragen bedurft. Diejenigen die geschrieben haben das es zu viele ETFs im sicherheits Baustein sind und dass ich mich auf wenige konzentrieren soll, haben die erste Frage beantwortet und danach habe ich mich gerichtet. Jetzt zum Schluss wurde meine zweite Frage beantwortet, sehr ausführlich, vielen Dank dafür, und zwischendurch bekam ich auch noch einen Hinweis bezüglich meiner dritten Frage, die den order-prozess betraf. Mehr wollte ich nicht wissen!

    Dass jetzt hier eine Finanzberatung ins Spiel gebracht wird zeigt auch wieder, dass meine Intention nicht verstanden wurde, ich wollte in keiner Weise eine umfassende Beratung, ich hatte ganz konkrete Fragen, und wenn ich darauf keine Antwort bekomme ist es auch gut, aber irgendwelche herablassenden Äußerungen zu meiner Person oder meiner Motivation sind übergriffig und unnötig gewesen. Leider sind die sehr netten und hilfreichen Kommentare teilweise in diesem Wust aus Antworten etwas untergegangen, und das tut mir leid, ich glaube ich habe ein paar vergessen zu kommentieren, dafür entschuldige ich mich, und würde dann die Diskussion hiermit beenden, vielen Dank!

  • Dass jetzt hier eine Finanzberatung ins Spiel gebracht wird zeigt auch wieder, dass meine Intention nicht verstanden wurde

    Da liegst du richtig….

    Dass hier einer eine teure Finanzberatung mit konkreten Beträgen und Gebühren gerade in einem Forum der Selbermacherinnen vorschlägt, ist ja wohl nicht mehr nur grenzwertig sondern kontraproduktiv.