Ich habe für alle Banken, bei denen ich ein Konto habe, diese Plastikkarten incl. Lesegerät.
... die Du auch brav in den Urlaub mitnimmst.
Ich brauche an meinem Wohnort keine Bank in der Hosentasche, aber wenn ich mehrere Wochen weg bin, könnte sich schon die Notwendigkeit ergeben, vom Urlaubsort aus auf mein Konto zu schauen.
Unabhängig davon setzt sich bei Zahlungen in der letzten Zeit auch die Sicherheitsmanie durch. Plastik-Kreditkarte werden immer wertloser, ohne Handy kann man heutzutage damit kaum mehr bezahlen.
Für Authentifizierung und Autorisierung verwende ich ein Tablet ohne Mobilfunk, auf dem ausschließlich dieses Banking-Gedöns installiert ist.
Das habe ich auch mal für eine gute Idee gehalten und nennenswert Banking-Apps auf einem Tablet ohne SIM installiert. Eigentlich ist das in einem WLAN kein Problem. Aber dann sagte mir eine Bankschnittstelle: Wir haben Ihnen gerade eine Einmal-TAN per SMS geschickt ...
Transaktionen mache ich ausschließlich über den PC. Auf meinem Smartphone gibt es aus Sicherheitsgründen kein Banking.
Du brauchst es trotzdem dafür, siehe oben. Das war super-sicheres Banking: Die tatsächliche Bedienung erfolgte am PC, die Autorisierung via Tablet, und für die SMS brauchte ich mein Mobiltelephon. So war was von den Leuten, die das Bankinginterface gebastelt haben, natürlich nicht gedacht. Die konnten sich nur im Traum nicht vorstellen, daß einer ihre tolle App nicht auf dem Smartphone nutzt.
Damit sollte eine hinreichende Verfügbarkeit bei Ausfall einer Komponente gegeben sein. Und sollte tatsächlich eine Situation eintreten, die nicht abgedeckt ist, kann ich immer noch einen Überweisungsträger ausfüllen und in der 2 km entfernten Filiale der Sparkasse abgeben.
Wenn Du in Bangkok bist, geht das eben nicht.
Du brauchst einen Haufen Gedöns für Deinen Zugang. Wenn nur eine der benötigten drei Komponenten nicht spielt, stehst Du vor der Wand.
Du kennst ja Murphy's law: Es geht nur schief, wenn Du dadurch in Not kommst, dann aber so richtig.
Natürlich ist meine Lösung teurer als die gerne genommene "Kostenlos"-Variante bei der Neobank für den Sparfuchs. Verfügbarkeit kostet eben, das war schon immer so.
Vielleicht hast Du einen telephonischen Ansprechpartner vor Ort, der auch tatsächlich die Kompetenz hat, Dir aus der Patsche zu helfen. Sicher ist das aber nicht. Es ist nicht ausgeschlossen, daß auch Deine Sparkasse vor Ort hinter den Kulissen so rationalisiert, daß Du es a) erstmal nicht merkst, b) irgendwann mal in der Patsche sitzt und dann erkennst, daß sie Dir nicht heraushelfen. Die Unterschiede zwischen Geldinstituten sind nur relativ, nicht absolut.
Man sollte sich nicht in falscher Sicherheit wiegen.