Portfolio Umbau

  • Wie wärs mit einem Depot für den globalen FTSE oder ACWI und ein Zweitdepot für die kleinen, 10 % der Sparsumme. Und letzteres nicht als Dauereinrichtung, nur solange bis es dir mit Gestaltung reicht;)

    Es klingt für mich so, dass du (erstmal) mit der 1-ETF-Lösung nicht glücklich bist. Kenn das von mir^^

  • Frage nur: Wenn das so ist, warum geht man dann nicht all in in diese Beimischung, statt daß man sie nur beimischt? Dann verzehnfacht sich ja das ganze Portfolio!

    Portfoliotheorie geht anders, und das weißt du auch.

    Wenn jemand am Jahresanfang 2025 95 % im MSCI-World-ETF und 5 % in Gold gehabt hätte, wäre seine Jahresrendite statt 7,5 % bei 9,6%.
    Ist aber alles egal, weil die Nachschau immer leicht ist.

  • Das Lieblingswort jedes Gestalters lautet Beimischung. Ich rechne gern, daher treibt mir dieses Wort immer die Falten auf die Stirn. Was erwarten sich die Gestalter eigentlich an Mehrertrag von diesen Beimischungen?

    Das verstehe ich jetzt nicht. Wieso sind Small Caps eine "Beimischung" oder "Gestaltung"? Sie nicht zu nehmen ist doch vielmehr eine "Weglassung". Passiv in den Welt-Aktienmarkt zu investieren, bedeutet ganz banal "keine Auswahl vorzunehmen". Also einfach alle zu kaufen die ich kaufen kann, sprich die börsennotiert und für mich als Investor zugänglich sind. Und dies beinhaltet nunmal auch Kleinunternehmen. Das sind sogar sehr viele auf der Welt. Warum sollte ich ausgerechnet dieses Segment weglassen?

  • Beimischungen haben ganz unterschiedliche Gründe. Aktuell bin ich am überlegen, ob ich einen Teil meiner Zielallokation in EM in einen EM ex-China investiere. Da geht es nicht um eine Überrendite oder gar den heißen Börsentipp sondern darum, dass ich das Risiko durch eine starke China Gewichtung nicht so hoch haben will. Jetzt will ich China nicht dadurch reduzieren, dass ich alle EM-Länder reduziere sondern nur gezielt China. Klar ist das ein Zock und in zehn oder zwanzig Jahren würde man die Situation anders bewerten. Das ist ja auch nicht schlimm und dann wird der Posten als nächstes entnommen aus dem Depot. Ich sehe aber aktuell ein Risiko für mein Geld in China, weil mir die Rechtssicherheit fehlt. Im Gegensatz zu kleineren Ländern aus den Emerging Markets hat China die Macht, ein "basta" zu sagen wenn es ihnen danach ist. Indonesien oder Brasilien täten sich da ungleich schwerer. Dies als Beispiel für eine aktuelle Überlegung.

    Ein anderes Beispiel aus meinem Depot ist der RAFI, der 2022 mit einer ersten Teilposition ins Depot kam. Mit mittlerweile 2,5 % Depotanteil für Dich sicherlich zu klein. Für mich aber ein ausgleichendes Element. Es ist lustig zu beobachten wie sich der Rafi mit dem FTSE All World ein Rennen liefert, bei dem an jedem Tag ein anderer die Nase vorne hat. Natürlich kann keiner garantieren, dass zukünftige Krisen ähnlich ablaufen wie vergangene aber mich haben sie mitgeprägt. Ich war damals vorsichtig mit der Depotausrichtung und bin es heute. Und wenn die Börsen um 60 % nach unten krachen, bin ich dankbar, wenn meines nur um 58 % in die Knie geht. Klingt harmlos der Unterschied, ist er aber nicht.

    Als drittes Beispiel Gold, was ich 2021/22 als kleine Position ins Depot geholt habe. Es ist mittlerweile auf 3,5 % Depotanteil gewachsen und hat seine Aufgabe erfüllt!

    Small Caps habe ich bereits seit 2008 als Beimischung im Depot und da sehe ich genau das gleiche. Unterschiedliche Schwerpunkte gleichen sich oft aus bei der Wertentwicklung.

  • Das verstehe ich jetzt nicht. Wieso sind Small Caps eine "Beimischung" oder "Gestaltung"?

    Achim hat(te) lange Jahre im ETF-Bereich wohl aus alter Zeit den Ishares MSCI World-ETF. Also deckt man ca. 85% der Marktkapitalisierung der jeweiligen Industrieländer ab.

    Deckt man das Segment der Small-Caps auch ab, hat das nichts mit „Beimischung“ zu tun.

    Oder für einen Finsnztip-Artikel fiktiv formuliert:

    Ein MSCI World ETF bildet nicht den gesamten Aktienmarkt der Industrieländer ab. Die Ergänzung um Small Caps ist keine Stil- oder Faktorwette, sondern eine bewusste Entscheidung zur breiteren Marktabdeckung. Ob man das möchte, ist eine Frage von Einfachheit vs. Vollständigkeit – nicht von „Gestaltungsdrang“.

  • Ich habe im Oktober diesen Jahres mit meinem ETF Portfolio gestartet und bespare monatlich 1.500 Euro.

    Da ich mir sehr unsicher war, ob wirklich ein einziger ETF reicht, ... habe ich mich beraten lassen und folgendes Portfolio vorgeschlagen bekommen:

    SPDR MSCI World (A2N6CW) 850,00 €
    Xtrackers MSCI Europe (WKN: DBX1ME) 225,00 €
    iShares MSCI Emerging Markets (WKN: A0RPWJ) 225,00 €
    iShares MSCI World Small Cap (A2DWBY) 200,00 €

    Jetzt habe ich mir die Frage gestellt, ob ich mir damit wirklich einen Gefallen getan habe. Klar, mein Portfolio wird aufgrund meines Alters (30 aktuell) und der Sparrate hoffentlich noch sehr groß, aber braucht es wirklich 4 ETFs?

    Wieso sind Small Caps eine "Beimischung" oder "Gestaltung"? Sie nicht zu nehmen ist doch vielmehr eine "Weglassung". Passiv in den Welt-Aktienmarkt zu investieren, bedeutet ganz banal "keine Auswahl vorzunehmen". Also einfach alle zu kaufen, die ich kaufen kann, sprich die börsennotiert und für mich als Investor zugänglich sind. Und dies beinhaltet nunmal auch Kleinunternehmen. Das sind sogar sehr viele auf der Welt. Warum sollte ich ausgerechnet dieses Segment weglassen?

    Der TE ist 30 Jahre. Für jemanden, der mit 30 das Sparen anfangen will, ist das tatsächlich schon ziemlich alt. Mit Kleinigkeiten hält er sich aber nicht auf, sondern steigt mit 1500 € monatlicher Sparrate gleich ziemlich hoch ein. Ich habe nicht jeden Monat 1500 € für Sparpläne übrig, wollte mir somit einen Sparzwang in dieser Höhe nicht auferlegen. Auch aus diesem Grund wären Sparpläne als Automatismus nicht mein Ding.

    Der TE erzählt nichts von bisherigen Sparbemühungen, somit hat es den Anschein, daß er jetzt von 0 auf 100 will, und gleich alles an die Börse. Das halte ich für sportlich.

    Irgendjemand habe ihn zu den oben dargestellten 4 Sparplänen in der beschriebenen Gewichtung beraten. Ich fände es interessant zu wissen, wer das war und in welchem Umfeld diese Beratung stattgefunden hat.

    Das mache er seit Oktober. Nun ist es Dezember, und der TE wird seiner Sache offensichtlich bereits nach dieser kurzen Zeit ohne besondere Vorkommnisse an der Börse unsicher, sonst würde er ja nicht fragen. Das halte ich für ungut. Man sollte seine Sparbemühungen so anlegen, daß man ihrer - bei aller notwendigen Selbstkritik - grundsätzlich mal sicher ist.

    Mein Ansatz ist ein anderer: Ich plädiere für die ruhige Hand und dazu, daß man sich vorinformieren möge, bevor man loslegt. Wenn man tatendurstig ist, mag man mit einem kleinen Betrag anfangen (vielleicht 200 € im Monat), parallel dazu sich aber schlaulesen. Zum Sparen braucht man Geduld und Disziplin, letztere vorwiegend dazu, den Gestaltungsdrang im Zaum zu halten, den einem jedes Blättchen der Investmentpornographie suggeriert.

    Ob man small caps mitnimmt oder nicht, ist erstmal überhaupt nicht die Frage. Die primäre Frage ist, daß der TE erstmal einen sicheren Stand bekommt und nicht alle Leute fragen muß, ob er nicht vielleicht etwas anderes ausprobieren sollte, könnte oder müßte.

    Wenn Du meinst, Du müssest small caps dabei haben, ich aber meine, ich müsse das nicht, ist das zunächst einmal jedem seine eigene Sache. Solange Du sagen kannst: Ich will das und das dabei haben, also kaufe ich das, basta!, solange ist das ok. Das ist beim TE aber nicht der Fall. Der ist nicht davon überzeugt, daß das, was er macht, richtig ist, und geht jetzt vom einen zum anderen und fragt, was er machen soll. Das halte ich für ungut.

  • Wenn man den Rat von Achim Weiss befolgt und erst investiert, wenn man sich ganz sicher ist, wartet möglicherweise sehr lange. Ich jedenfalls habe Leute kennengelernt, die vor lauter Unsicherheit ewig an der Seitenlinie stehen geblieben sind. Da ist mir der TO hier lieber, der nach Diskussion mit einem Freund (?) zu einem Entwurf gekommen ist, mit dem er startet. Dass er sich weiter mit dem Thema beschäftigt und die gefundene Lösung in Frage stellt, begrüße ich ausdrücklich. Es gibt kaum etwas dümmeres als bei einer Idee zu bleiben, ganz gleich was man mittlerweile zu dem Thema gelernt hat. Und das hat reinweg nichts mit irgendeiner Beimischung zu tun. Es ist normal, dass man nicht perfekt ist, wenn man mit dem Thema anfängt. Neugier und Lernbereitschaft sind gute Voraussetzungen eines guten Anlegerlebens. Disziplin und Frustrationstoleranz sind am Ende aber fast noch wichtiger.

    Das man mittelfristig zu einer ruhigen Hand finden soll bei seinen Geldanlagen, sehe ich genauso. Aber man muss jedem die Zeit geben, seine Lernkurven zu drehen.

    Was der TO bisher mit seinem Geld gemacht hat ist mir auch kurz durch den Kopf gegangen als ich den Eingangspost gelesen habe. Aber wenn er/sie es nicht selbst thematisiert, geht es mich nichts an. Es gibt viele gute Gründe, warum er nicht bereits ein fettes Bankkonto hat, was also soll so eine Stichelei?

  • Wenn man den Rat von Achim Weiss befolgt und erst investiert, wenn man sich ganz sicher ist, wartet möglicherweise sehr lange.

    Richtig.
    Auch habe ich hier schon oft den Rat gelesen, mal anzufangen der konkrete etf sei nicht so wichtig, wie endlich loszulegen.
    Ich meine, das auch von Achim selbst schon gelesen zu haben und mich über die anscheinend (oder bloß scheinbar?)nicht stringente Haltung gewundert zu haben.

    Time in the market mit den gewählten etfs ist sicher nicht falsch gewesen.
    Sich zum derzeitigen Zeitpunkt nun noch ein wenig umzuentscheiden ist auch kein großes Drama, nur eine 180 Grad Kehrtwende wäre verkehrt.

  • Man muss auch nicht jede einfache Frage unnötig verkomplizieren. Der TE hat derzeit ein Portfolio, welches nicht völlig falsch ist. Kann man so machen. Er fragt sich nun jedoch, ob es auch einfacher geht und bittet um Meinungen dazu. Die hat er bekommen und sich für die Umstellung auf ein 1-ETF-Portfolio entschieden. Anschließend fragt er zurück ob ACWI oder ACWI IMI, also mit oder ohne Small Caps. Auch dazu hat er Meinungen erhalten. Jetzt kann er final entscheiden. Warum soll man nun auch noch Fragen beantworten die er nicht gestellt hat?

  • Meine Ratschläge:


    1.) Fasse einen Entschluss und hinterfrage dann nicht mehr.

    2.) Mache eine prozentuale Aufteilung. Eine Aufteilung in absoluten Zahlen ergibt keinen Sinn, weil die Wertentwicklung der einzelnen ETF sehr unterschiedlich sein kann. Du wirst die Aufteilung der Sparraten anpassen müssen.

    3.) Teile Dein Vermögen prozentual in einen riskanten und einen sicheren Anteil auf und halte die einmal beschlossene Gewichtung.

    Das ist das wichtigste überhaupt, nicht wieviele ETFs Du hast.

  • Wenn man den Rat von Achim Weiss befolgt und erst investiert, wenn man sich ganz sicher ist, wartet möglicherweise sehr lange. Ich jedenfalls habe Leute kennengelernt, die vor lauter Unsicherheit ewig an der Seitenlinie stehen geblieben sind.

    Wenn man allerdings das Vorposting dieses Achim Weiss liest, dann steht da etwas ganz anderes:

    Ich plädiere für die ruhige Hand und dazu, daß man sich vorinformieren möge, bevor man loslegt. Wenn man tatendurstig ist, mag man mit einem kleinen Betrag anfangen (vielleicht 200 € im Monat), parallel dazu sich aber schlaulesen.

    Im vorliegenden Fall haben wir einen TE, der lange Zeit offenbar überhaupt nichts gespart hat und nun mit 30 ruckartig anfangen will. Wenn dieser noch wenige Monate ins Land gehen läßt (und in dieser Zeit vielleicht schonmal seine Liquiditätsreserve aufbaut, um niedrigschwellig zu prüfen, ob er tatsächlich mit 1500 € weniger leben mag, dann ist nicht viel verloren, wenn überhaupt.

    Ich darf daran erinnern, daß dieser Thread zum Thema hat, daß der TE bereits nach 2 Monaten unsicher ist, ob er auf der rechten Spur ist.

    Das neue Jahr kommt. Zum Jahreswechsel fassen viele Leute gewisse Vorsätze. In vielen Fällen sind diese zu ambitioniert, so daß sie nach kurzer Zeit wieder aufgegeben werden. Ein realistischer Vorsatz, der tatsächlich durchgezogen wird, führt die meisten Menschen weiter als ambitionierte Vorsätze, die sich nach kurzer Zeit als zu schwer erweisen und die daher bald aufgegeben werden.

    Da ist mir der TO hier lieber, der nach Diskussion mit einem Freund (?) zu einem Entwurf gekommen ist, mit dem er startet. Dass er sich weiter mit dem Thema beschäftigt und die gefundene Lösung in Frage stellt, begrüße ich ausdrücklich. Es gibt kaum etwas Dümmeres, als bei einer Idee zu bleiben, ganz gleich was man mittlerweile zu dem Thema gelernt hat. Und das hat reinweg nichts mit irgendeiner Beimischung zu tun. Es ist normal, dass man nicht perfekt ist, wenn man mit dem Thema anfängt. Neugier und Lernbereitschaft sind gute Voraussetzungen eines guten Anlegerlebens. Disziplin und Frustrationstoleranz sind am Ende aber fast noch wichtiger.

    Jou. Aber wenn man nach bereits nach 2 Ausführungen seines Sparplans schon alles umwerfen will, zeugt das halt nicht eben von Disziplin.

  • Ich danke euch allen für eure Kommentare. Kurz noch zu den Eckdaten, da diese hier gewünscht wurden.

    30 Jahre alt, Nettoeinkommen von 4.000 €, die 1.500 € mtl. können problemlos gespart werden. Anlagehorizont bis zur Rente.

    Ja, ich habe bisher keine wirkliche Erfahrung, das ist richtig. Ich habe mich aber schon wie verrückt eingelesen, monatelang. Und trotzdem bleiben immer kleine Unsicherheiten, was denn der richtige Weg ist, also wie das Portfolio aussehen soll. Weil es eben zu viele Kommentare, Meinung etc. gibt, von Prof Walz mit seinem nachwürzen bis sonst was. Dass ich das anpacken will ist klar, aber das WIE verunsichert mich eben.

    Deswegen auch der Gang zum Honorarberater, wobei ich jetzt einfach denke, ob ich damit nicht noch viel mehr verleitet werde immer rumzuspielen, wenn es 4 ETFs sind?

    Ich denke selbst bei großen Summen ist es vielleicht einfach entspannter, wenn ich nicht mehrere, auch nicht zwei etc. habe, sondern einen einzigen ETF. Dann muss ich mich einfach um absolut gar nichts kümmenr. Bei 1.500 € kommt schnell eine große Summe zustande und dann schaffe ich das Rebelancing nicht, wenn ich ETFs "auffüllen" muss um sie auszugleichen.

    Ich tendiere jetzt zwischen dem FTSE AllWorld und dem ACWI IMI. Mir ist nur noch nicht ganz klar, ob der IMI wirklich mehr Sinn macht. Klar habe ich eine breitere Streuung, aber wie kommt man auf die rund 10% usw.? Gibt es dafür eine Erklärung? Oder wurde das einfach willkürlich vom ETF-Anbieter entschieden?

  • Ich tendiere jetzt zwischen dem FTSE AllWorld und dem ACWI IMI. Mir ist nur noch nicht ganz klar, ob der IMI wirklich mehr Sinn macht. Klar habe ich eine breitere Streuung, aber wie kommt man auf die rund 10% usw.? Gibt es dafür eine Erklärung? Oder wurde das einfach willkürlich vom ETF-Anbieter entschieden?

    Es macht kaum Unterschied. Das nehmen, was einem sympathischer ist.

    MSCI ACWI oder FTSE All World – welcher ist besser?
    Die ganze Welt in einem Index. Das bieten der MSCI ACWI und der FTSE All World. Beide enthalten die Aktien der größten börsengehandelten Unternehmen weltweit.…
    www.finanztip.de
  • Ich finde die Kombination absolut OK und durchdacht. 4 ETF sind auch nicht übermäßig kompliziert und fürs rebalancing relativ einfach zu handeln über die Zuflüsse

    Wenn dir jedoch eine ein ETF Lösung lieber ist, dann ist jetzt die Zeit das zu ändern, da du bisher kaum aufgelaufene Gewinne hast. In ein paar Jahren kostet der Umbau potenziell heftig Steuern.

  • wobei ich jetzt einfach denke, ob ich damit nicht noch viel mehr verleitet werde immer rumzuspielen, wenn es 4 ETFs sind?

    Du suchst emotionale Ruhe. Die bekommst du am ehesten, wenn du einfach alle Aktien der Welt in einem Produkt nimmst und die Gewichtung dem Markt überlässt. Also ohne irgendetwas wegzulassen, über- oder unterzugewichten, zu rebalancen oder sonst irgendetwas aktiv zu tun. Das spricht in meine Augen klar für den SPDR MSCI ACWI IMI. Dann hast du einfach alles mit dabei, niemals viel zu viel, aber auch niemals viel zu wenig.

  • Ich habe jetzt erst die prozentuale Verteilung der ETF entdeckt. Auf dem IPhone sah ich die nicht gleich, sondern nur die Namen der ETF.

    Der Honorarberater hat eben etwas fürs Geld gemacht.
    Die Aufteilung kann man theoretisch machen, wir kennen die geäußerten Vorgaben des Threaderstellers nicht.

    Kritisch ist jedoch die Redundanz: MSCI World enthält Europa bereits, zusätzliches MSCI Europe führt zu einer unbegründeten Übergewichtung Europas. Zudem entsteht unnötige Komplexität ohne klaren Mehrwert.

  • Ich halte die Kritik an dem 4-ETF Portfolio für übertrieben. Es ist einfach irgendeine der zig Varianten eines "nachgewürzten" Portfolios, alle mit dem Ziel den USA-Anteil zu senken. Dabei stellt man sich zwangsläufig in irgendeiner form gegen den Markt. Ja, vielleicht gibt es bessere Varianten als diese. Aber für alle gibt es immer eine mögliche Begründung, die sich logisch anhört. Aber das entscheidende ist, dass man mit jedem Ereignis auf der Welt, mit jeder Zeitungsmeldung oder Forumsmeinung aufs Neue zu grübeln beginnt, und womöglich am Portfolio rumschraubt. Mit einem 1-ETF Portfolio löst man dieses Problem.

  • Lieber Fragesteller

    hier in diesem Forum hast Du doch schon die beste Honorarberatung, jedoch kostet sie KEIN HONORAR, sie ist völloig kostenlos.

    Honorarberater sind nicht besser oder klüger als die meisten Forumsfreunde hier.

    26.12.2025 um 22 uHR

    Das kannst Du Dir wirklich sparen.

    Mit Deinen 4 ETFs bist Du bestens aufgestellt, da brauchst Du nix ändern.

    Welcher ETF im Laufe der Jahre die Nase vorn hat, weiß Du ohnehin erst im Nachhinein,

    Das weiß auch kein Honorarberater.

    Ich selbst habe 9 verschiedene ETFs. Mit teilweise erheblichen Untrerschieden.

    Mein Spitzenreiter ist ein NASDAQ ETF bei dem ich weit über 300% im Plus liege und mein "schlechtester" ETF ist eine Health-Care, also ein ETF mit Pharmakonzernen, da liege ich gerade mal in ähnlichem Zeitraum 20% im Plus

    Wenn ich alle meine ETFs zusammenzähle und den Durchschnitt nehme, komme ich am Ende auf dieselbe Rendite wie wenn ich gleich nur einen einzigen Welt-ETF gekauft hätte.

    In meinem Fall kommt jedoch hinzu, dass ich bei den meisten ETFs solche mit Auszahlung der Dividenden bevorzuge. Es ist immer wieder erfreulich, wenn alle 3 Monate eine Überweisung aus heiterem Himmel auf dem Konto landet. Das gilt jedoch nicht für Anleger mit Sparplan, da machen Auszahlunten in der Tat keinen Sinn.

    Viele Grüße McProfit