Auweia ...
Einkommen und Lebensqualität sind in der Schweiz im Vergleich zu Deutschland seit 2002 regelrecht abgestürzt. Das läßt sich leider nicht leugnen ...
Kannst Du diese Behauptung belegen?
Auweia ...
Einkommen und Lebensqualität sind in der Schweiz im Vergleich zu Deutschland seit 2002 regelrecht abgestürzt. Das läßt sich leider nicht leugnen ...
Kannst Du diese Behauptung belegen?
Kannst Du diese Behauptung belegen?
Natürlich nur anekdotische Evidenz und persönliche Empirie:
Aber in der Schweiz - im vergangenen Jahr war ich einige Male in Zürich, Genf und Montreux - sieht man immer mehr Suppenküchen und Tafeln. Und auch bettelnde Schweizer und Schweizerinnen.
Die Mieten und Immobilienpreise sind auch abgestürzt. Zudem geht die Inflation dennoch durch die Decke (um die 0,1% im Dezember 2025).
Konkret belegen kann ich nur das mit dem Wechselkurs. Bereits im Januar des Jahres 2015 hatte die EZB die Stützung des Schweizer Franken gegenüber dem Euro aufgegeben. Seitdem hat sich der Euro gegenüber dem Franken massiv verteuert von einstmals 0,93 auf nunmehr um die 1,67, die die armen Schweizer und Schweizerinnen für den Euro zahlen müssen.
Nur aus Insiderkreisen und auf der informellen Ebene gehört:
Es scheint eine Initiative in der Schweiz zu einer Volksabstimmung zu laufen: Beitritt in die EU, Aufgabe des Schweizer Franken für den Euro und Mithaftung der Schweiz an sämtlichen Euro-Rettungspaketen, Rettungsschirmen, der EZB-Bilanz etc. pp.
Viele Schweizer waren sehr enttäuscht, daß Bulgarien jetzt ab 2026 den Euro hat - aber sie weiterhin sehen müssen, wie sie mit dem Schweizer Franken klar kommen sollen ... Mit verstärkter Migration aus der Schweiz gen Deutschland - insbesondere gen Berlin, NRW und Bremen beispielsweise - muß daher künftig wohl gerechnet werden.
Ich verfolge regelmäßig diverse schweizer Medien. Nicht alles ist da Wolke Sieben, aber Deine Ausführungen kann ich nicht nachvollziehen. Migration Schweiz nach Deutschland? Nee, nicht wirklich. In den deutschen Grenzregionen fehlen heute die Fachkräfte, da sie in die Schweiz gehen. Irgendjemand im Forum, der die Situation vor Ort kennt?
Irgendjemand im Forum, der die Situation vor Ort kennt?
Ja, meine Wenigkeit. Siehe schon Nr. 102. Außerdem habe ich Bekannte in der Bodenseeregion und bin da auch hin und wieder. Von Lindau (Bayern) beispielsweise kann man via Bregenz (Austria) mit dem Rad in die Schweiz gelangen - und die Schweizer kommen am Wochenende nach Lindau, um sich da zu deutschen Spottpreisen (im Vergleich zu Schweizer Preisen) und dem gegenüber dem Euro im Wechselkurs massiv gestiegenen Schweizer Franken super günstig mit Lebensmittel beispielsweise einzudecken.
In den deutschen Grenzregionen fehlen heute die Fachkräfte, da sie in die Schweiz gehen.
Weil da sowohl Bezahlung als auch Arbeitsbedingungen (viel) besser sind als hierzulande.
Migration Schweiz nach Deutschland? Nee, nicht wirklich.
Echt jetzt ... ?
Mein Beitrag Nr. 102 war komplett als Satire zu verstehen ... Dir scheint das aber gar nicht aufgefallen zu sein ... ![]()
Tja, hätten wir damals die D-Mark behalten, dann würde es uns heute so beschissen gehen wie der Schweiz mit dem Franken heute.
Dann könnten wir zum billig Einkaufen nach Österreich oder Frankreich fahren!!!!1111einseinself
In den deutschen Grenzregionen fehlen heute die Fachkräfte, da sie in die Schweiz gehen. Irgendjemand im Forum, der die Situation vor Ort kennt?
Was möchtest du genau wissen?
Ansonsten, da das gerade in den Medien war:
Zitat"Andere grenznahe Krankenhäuser sehen sich trotz der Schweizer Konkurrenz inzwischen gut aufgestellt. Die Uniklinik in Freiburg, (...), berichtet von Pflegekräften, die aus der Schweiz nach Deutschland zurückkehrten. »Ein genereller Pflegekräftemangel besteht am Universitätsklinikum seit vielen Jahren nicht«, sagt der stellvertretende Pflegedirektor André Doherr. (...)
Beschäftigte in Gesundheits- und Pflegeberufen konnten da insgesamt zuletzt sogar deutlich stärker zulegen als viele andere Berufsgruppen. Sie bekommen hierzulande inzwischen gut 40 Prozent mehr Geld als noch vor zehn Jahren. Zudem haben die Kliniken nach einer Verordnung seit 2019 in bestimmten pflegeintensiven Bereichen für eine personelle Mindestausstattung zu sorgen. Hinzu kommen die von vielen Pendlern oder Arbeitsmigranten berichteten Ressentiments unter Schweizern gegenüber Deutschen. So mancher fühlt sich beim kleinen Nachbarn nicht mehr willkommen.
(...)
Auch die Lörracher Kreiskliniken melden die Rückkehr von Pflegekräften aus der Schweiz. »Es gibt keine offenen Stellen«, berichtet der klinische Geschäftsführer Klaus Steinmeyer-Bauer, auch dringliche Operationen müssten nicht verschoben werden."
Migration Schweiz nach Deutschland? Nee, nicht wirklich.
Ich kenne einige Schweizer Rentner, die günstige Mieten und Preise in grenznahen Kurorten auswählen. Ganz zu schweigen von den ganzen Rasern auf den Autobahnen. ![]()
Ich kenne nur drei Auswanderer, denen es da einfach besser gefällt als in D. Ich meine aber das bei denen wirtschaftliche Interessen nicht unbedingt im Vordergrund standen. Glaub einer davon wurde jetzt auch eingebürgert und ein anderer steht kurz davor. Was ich so gesehen/gehört hab ist das schon ziemlich aufwändig da.
Schweizer sind halt einfach fleissigere besser Menschen, daher besser Wirtschaft und reicher. Mir fallen keine anderen Gründe ein
Mir fallen keine anderen Gründe ein
Das kann ich mir vorstellen ...
Mir schon.
Rahmenbedingungen, liberale Wirtschaftsordnung, niedrige Steuern, Anreizsetzung, Standortpolitik, mehr direkte Demokratie (Volksabstimmungen seit 1848 als zentrales Element der direkten Demokratie), stabile Währung, politische Stabilität, traditionell relativ hohe Rechtssicherheit, Achtung und Schutz des Eigentums, Wettbewerb unter den Kantonen usw. - und natürlich teilweise die typische Schweizer Freisinnigkeit.
Statt sich dies zum Vorbild zu nehmen oder dem erfolgreichen Setting wenigstens teilweise nachzueifern hatte da mal (2009) ein deutscher Finanzminister wohl der Schweiz mit der Kavallerie gedroht ("die nicht ausreiten muß, die Indianer müssen nur wissen, daß es sie gibt"). Nach meiner Erinnerung hatte damals die Schweizer Außenministerin den deutschen Botschafter einbestellt, um diesem mitzuteilen wie "inakzeptabel, aggressiv und beleidigend" sich dieser geäußert habe.
Ein Schweizer Setting und eine Melange, die auch auf die weltweit begehrte "qualifizierte Zuwanderung" attraktiv wirken, wie mir diverse Schweizer aber auch viele Protagonisten im Bereich "International Recruiting" seit sehr langen Jahren immer wieder bestätigen.
Andere Länder wirken dagegen (eher, überwiegend oder fast nur noch) über ihren weit ausgebauten Sozialstaat attraktiv - dieser setzt allerdings als Fundament die entsprechende ökonomische Leistungsfähigkeit und Stärke voraus ...
Was hat das noch mit dem Thread-Thema zu tun?![]()
Dann könnten wir zum billig Einkaufen nach Österreich oder Frankreich fahren!!!!1111einseinself
Kaum - Österreich betreffend jedenfalls. Der Schilling zählte zu den klassischen Hartwährungen mit einem stabilen Kurs von 7 zu 1 zu Deutschen Mark (ähnlich wie die andere Hartwährungen Schweizer Franken oder der Niederländische Gulden mit relativ stabilem Wechselkurs zur DM).
Sicherlich - Frankreich betreffend. Der Franc hat gegen die Deutsche Mark in der kurzen Zeit vom Ende des Bretton-Woods Systems (Mitte 70er) bis 1999 (Euroeinführung) um sage und schreibe 53% abgewertet (die italienische Lira um über 80% und die griechische Drachme um 95% ...).
Staatliche Papiergeldwährungen (Fiat-Money-System) bieten bei solider Vorgehensweise einige Vorteile gegenüber einer Goldwährung oder eine zu 100% goldgedeckten Währung (wobei diese natürlich den besten Schutz vor Übergriffen im Verhältnis "Bürger vs Leviathan" darstellt und gewährleistet). Diese Solidität ist bei Staaten, deren Politik und staatlichen Notenbanken aber nicht durchgängig gegeben. Eine noch viel heiklere Angelegenheit (als das Fiat-Money-System im Allgemeinen) sind staatliche Währungsexperimente im Speziellen (innerhalb des Fiat-Money-Systems) wie eine Einheitswährung (Währungsunion) ohne zugehörigen Staat. Die EU-Verträge auf denen der Euro basiert (präziser basieren sollte) haben sich jedenfalls als untaugliches Mittel (auch in Sachen Solidität und Disziplinierung der Beteiligten siehe Eurokrise, Eurorettung, Vorgehen der EZB usw.) erwiesen.
Dagegen kann der einzelne Bürger natürlich nichts machen. Was der einzelne Bürger aber machen kann: Sich gegenüber einer solchen Vorgehensweise möglichst robust und resilient versuchen finanziell aufzustellen.
Was hat das noch mit dem Thread-Thema zu tun?
Ich sehe nur „Lindgrün“….
Ich sehe nur „Lindgrün“….
Du meinst "Mint" 😁
Du meinst "Mint" 😁
Danke. Minzeis schmeckt auch besser als dieser Lindenblütenhonig…
Wie man als erwachsener Mensch so sein kann, dass man vor anderen Meinungen den Kopf in den Sand stecken und eben diese hinter irgendwelchen Farbflächen verstecken muss …
Wie man als erwachsener Mensch so sein kann, dass man vor anderen Meinungen den Kopf in den Sand stecken und eben diese hinter irgendwelchen Farbflächen verstecken muss …
Meine Erfahrung:
Weil man sich zum einen und per se immer inhaltlich auf der einzig "richtigen" Seite verortet und damit (zu glauben) weiß - notfalls auch nur auf der einzig moralisch "richtigen" Seite ... - und zum anderen auf Basis dieser Hybris allein schon die Existenz davon abweichender Meinungen als unerträglich empfunden und wahrgenommen wird. Vielleicht sogar als Zumutung.
Die unvermeidlichen Rendezvous mit der Realität lassen sich selbst mit dieser Vorgehensweise selbstverständlich aber auf Dauer nicht "hinter irgendwelchen Farbflächen" verstecken.
Nur am Rande: Gleiches gilt für ökonomische Gesetzmäßigkeit, die sich - jedenfalls auf Dauer - immer durchsetzen. Auch wenn manche Politiker gerne den Eindruck erwecken, diese aushebeln, aussetzen oder ganz verschwinden lassen zu können.