Bargeldeinzahlung über 10000,- EURO

  • Genau darum geht es - es kann doch bitte nicht sein, dass rechtschaffende Bürger unter Generalverdacht gestellt/ wie ein Mafiamitglied behandelt werden.
    Ich wünsche mir diesbezüglich schon seit längerem eine Art "White Card", in der ich meine Vertrauenswürdigkeit dokumentieren und nachweisen kann (ähnlich einer guten Bewertung in einem Bewertungsportal oder bei der Schufa). Es muss einen Unterschied machen dass ich seit mehreren Dekaden straffrei bin, einen festen Wohnsitz am Ort habe und seit >20 Jahren reibungslos meine Steuer erkläre und bezahle.
    Und wie hier bereits richtig geschrieben- 10k sind gar nicht so viel heutzutage. Wenn mich da einer fragt woher ich das Geld habe finde ich das - um es vorsichtig auszudrücken- befremdlich.

    Das beweist bei Steuerhinterziehung und Geldwäsche leider gar nix.

    Uli Hoeneß und Christian Olearius hätten dieses von dir gewünschte Zertifikat wohl bekommen. Betrogen haben sie den deutschen Staat und die anderen Steuerzahler dennoch (Olearius gar um Milliarden)

  • Ich wünsche mir diesbezüglich schon seit längerem eine Art "White Card", in der ich meine Vertrauenswürdigkeit dokumentieren und nachweisen kann

    Also du möchtest quasi eine "Ich komme aus dem Gefängnis frei!" - Karte?

    Es muss einen Unterschied machen dass ich seit mehreren Dekaden straffrei bin, einen festen Wohnsitz am Ort habe und seit >20 Jahren reibungslos meine Steuer erkläre und bezahle.

    Straffrei heißt auch - nicht erwischt worden zu sein
    Steuern zu erklären und zu bezahlen heißt nicht - keine Steuern zu hinterziehen.8)

  • Ihr denkt mir zu digital. Wenn ich an meinem Wohnort, an dem ich >20 Jahre wohne, arbeite und Steuern zahle eine Einzahlung machen will und die gleichen Restriktionen erfahre wie jemand der 3 Wohnsitze, 8 Firmen und 7 wechselnde Einkommensquellen angibt dann finde ich das nicht angemessen. Eine Gefängnis frei-Karte erwarte ich keinesfalls, aber deutlich höhere Grenzen ab welchen wie hier eine Beweislastumkehr eintritt.

  • Es muss einen Unterschied machen dass ich seit mehreren Dekaden straffrei bin, einen festen Wohnsitz am Ort habe und seit >20 Jahren reibungslos meine Steuer erkläre und bezahle.

    Eine Freundin von uns hat vor einigen Jahren von Ihrem Onkel einen mittleren 5-stelligen Geldbetrag in bar geschenkt bekommen.
    Und obwohl Sie > 35 Jahre lang immer brav Ihre Steuern gezahlt hat, wollte Sie das Geld partout nicht beim Finanzamt angeben und Schenkungssteuer zahlen.:/
    Der Spruch 'Gelegenheit macht Diebe' trifft da wohl zu.

    Das Geld verbrät Sie jetzt so, wobei Sie auch schon feststellen musste, dass manche Dinge sich kaum noch mit Bargeld zahlen lassen (z.B. Flugtickets/Pauschalreisen).

    PS: Ich wüsste auch nicht, wie ich reagieren würde, wenn mir jemand einen größeren Betrag in bar schenken würde.

  • Ein Bekannter von mir hatte das gleiche Problem mit der Postbank. Er hatte vor einigen Jahren einen Betrag von 50000€ von seinem Konto bei der Postbank abgehoben und diesen dann bei sich zu Hause im Tresor aufzubewahren. Die Auszahlung fand damals in 500€ Scheinen am Schalter statt. Als er genau diesen Betrag letztes Jahr wieder bei derselben Zweigstelle einzahlen wollte, wurde dies abgelehnt, da er keinen aktuellen Kontoauszug vorlegen konnte, der die Abhebung dokumentierte. Der vorhandene Kontoauszug von der Abhebung wurde nicht akzeptiert, da er älter als 90 Tage war. Am Ende hat er die Summe in mehrere Einzelbeträge verteilt auf noch andere vorhandene Konten eingezahlt und dann von dort aus auf das Postbankkonto überwiesen.

  • Er hatte vor einigen Jahren einen Betrag von 50000€ von seinem Konto bei der Postbank abgehoben und diesen dann bei sich zu Hause im Tresor aufzubewahren. Die Auszahlung fand damals in 500€ Scheinen am Schalter statt.

    Ich weiß ja nicht wie es vor ein paar Jahren so war, aber normalerweise sollte man doch bei einer Barauszahlung am Schalter einen Beleg bekommen. :/

  • Der vorhandene Kontoauszug von der Abhebung wurde nicht akzeptiert, da er älter als 90 Tage war. Am Ende hat er die Summe in mehrere Einzelbeträge verteilt auf noch andere vorhandene Konten eingezahlt und dann von dort aus auf das Postbankkonto überwiesen.

    Das ist doch der Blödsinn- mit nur etwas Kreativität kann man auch bei den heutigen Regularien einen mittleren 5-stelligen Bargeldbetrag auf sein Konto transferieren. Aber wenn jemand sauber dokumentiert 11k einzahlen will wird er unter Generalverdacht gestellt. Insofern hinken die Vergleiche mit bekannten Steuerhinterziehern.

  • Und obwohl Sie > 35 Jahre lang immer brav Ihre Steuern gezahlt hat, wollte Sie das Geld partout nicht beim Finanzamt angeben und Schenkungssteuer zahlen. :/
    Der Spruch 'Gelegenheit macht Diebe' trifft da wohl zu.

    Das Finanzamt hat in einem solchen Fall doch gar keine Möglichkeit, hier irgendetwas zu tun, solange sich nicht einer Beteiligten meldet. 50.000 EUR vom Konto in bar anzuheben ist weder strafbar noch erfährt das Finanzamt davon. Und selbst wenn es Kenntnis davon erlangen würde, ist bei einer Bargeld-Schenkung der Empfänger nicht zu ermitteln. In einem solchen Szenario würde tatsächlich gelten: "Der Ehrliche ist der Dumme."

  • Das Finanzamt hat in einem solchen Fall doch gar keine Möglichkeit, hier irgendetwas zu tun, solange sich nicht einer Beteiligten meldet. 50.000 EUR vom Konto in bar anzuheben ist weder strafbar noch erfährt das Finanzamt davon. Und selbst wenn es Kenntnis davon erlangen würde, ist bei einer Bargeld-Schenkung der Empfänger nicht zu ermitteln. In einem solchen Szenario würde tatsächlich gelten: "Der Ehrliche ist der Dumme."

    Wir sind hier doch ALLE so etwas von ehrlich, oder?
    Der Ehrliche ist nicht der Dumme, sondern einfach nur ehrlich.
    Ich kenne genug Leute, die jedes Jahr bei der Steuer bescheißen (Zweitwohnung oder Kilometerpauschale), sich aber trotzdem über jeden aufregen der per Schwarzarbeit Steuern hinterzieht.;)
    Und ich nehme mich da ausdrücklich auch nicht aus. Schon häufiger hat uns ein Freund der zufälligerweise Maler ist, beim renovieren geholfen. Was weiß ich denn schon, ob er das Geld was er dafür bekommen hat auch versteuert.

  • ....selbst 12 T in bar lassen sich ganz simpel - durch normalen Einkauf innerhalb eines Jahres - ganz normal 'abtrietscheln' , wie mein bayerischer Steuerberater zu sagen pflegte. :) wenn man das Geld nicht anlegen will.

  • Ich weiß ja nicht wie es vor ein paar Jahren so war, aber normalerweise sollte man doch bei einer Barauszahlung am Schalter einen Beleg bekommen. :/

    ... was für einen Beleg.... ?

    Du gehst zu deiner Filialbank, bei der du einige Tage zuvor angekündigt hast, dass du Bargeld in einer größeren Summe X von deinem Konto abheben möchtest. Den Betrag und die gewünschte Stückelung musst du einige Zeit vorher ankündigen, denn sonst kann (wird) es passieren, dass der Betrag nicht verfügbar ist.

    Du legitimierst dich, unterschreibst eine Quittung (...ganz früher, also damals, konntest du auch einen Barscheck ausstellen...) und dir wird die Summe X in der gewünschten Stückelung ausgehändigt und "gut" ist.

    Jetzt bekommst du im Nachgang einen Kontoauszug, der die Kontobewegung dokumentiert. Mehr gibt es nicht.

  • Ich habe noch nie gehört, dass man beim Abheben eine Bestätigung bekommt, dass man Geld abgehoben hat. Umgekehrt: Ja klar, als Bestätigung für die Bank, dass es okay war auszuzahlen. Und bei Einzahlungen, als Bestätigung, dass man was abgegeben hat. Aber als Beleg bei einer Auszahlung?

  • Ich habe noch nie gehört, dass man beim Abheben eine Bestätigung bekommt, dass man Geld abgehoben hat. Umgekehrt: Ja klar, als Bestätigung für die Bank, dass es okay war auszuzahlen. Und bei Einzahlungen, als Bestätigung, dass man was abgegeben hat. Aber als Beleg bei einer Auszahlung?

    In Zeiten von Nachweispflichten wäre es mir die Frage wert. Keine Ahnung, ob es da eine kostenpflichtige Dienstleistung im PLV gibt.