Aktuelle BU nur bis 60

  • Hierzu kann man ganz einfach höflich konkret nachfragen, was theoretisch passieren würde, wenn die Ehefrau nun bei ihrer aktuellen Situation berufsunfähig würde.

    Kann man machen, um beruhigt zu sein. Angesichts der oben beschriebenen klaren rechtlichen Rahmenbedingungen steht die richtige Antwort allerdings schon fest. :)

    Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung GmbH
    Von Finanztip empfohlene Spezialisten für Berufsunfähigkeit und private Krankenversicherung | Angaben gem. § 11 VersVermV, § 12 FinVermV: https://schlemann.com/erstinformationen | Beiträge in der Finanztip Community erstelle ich mit größtmöglicher Sorgfalt, jedoch ohne Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität. Deren Nutzung erfolgt auf eigene Gefahr.

  • Ich habe auch schon BUs gesehen die nur bis zum 55igsten Lebensjahr gehen, da stand der Abschluss der Versicherung ganz klar im Vordergrund.

    Ich habe mich damals ganz bewusst "nur" für eine Laufzeit bis zum 55. Lebensjahr entschieden, weil ich mir bis dahin eine Ruhegehaltshöhe erdient habe, die mich auch so gut über die Runden kommen lässt und finanziell bis dahin die Schäfchen ziemlich im Trockenen sein sollten.

  • Ich habe mich damals ganz bewusst "nur" für eine Laufzeit bis zum 55. Lebensjahr entschieden, weil ich mir bis dahin eine Ruhegehaltshöhe erdient habe, die mich auch so gut über die Runden kommen lässt und finanziell bis dahin die Schäfchen ziemlich im Trockenen sein sollten.

    Das klingt aber jetzt eher nach verbeamtet und wäre damit eine etwas andere Risikostruktur.

  • Eine kurze Laufzeit kann Sinn machen, wenn man sich eine lange nicht leisten kann. Im Sinne von "lieber eine kurze Laufzeit als gar keine". Bei uns war es eine Überlegung "solange die Hypothek läuft". Aber die Frage stellt sich hier meiner Einschätzung nach nicht. Tatsächlich wurde hier die Prämie in den risikoarmen Jahren bereits geleistet und es wäre eher dumm, davon jetzt Abstand zu nehmen, sofern man sich die Prämie leisten kann. Es folgen jetzt die Jahre wo es durchaus noch teuer wird, wenn sie BU wird, denn es sind noch viele Jahre bis zur Rente. Wenn man dann ca. 1-3 Jahre vor dem Ruhestand steht, kann man sicher noch mal drüber nachdenken, ob man das Restrisiko dann selbst übernehmen will.

  • Das klingt aber jetzt eher nach verbeamtet und wäre damit eine etwas andere Risikostruktur.

    Ja natürlich ist das eine andere Risikostruktur, das muss aber eben jeder für sich selbst abwägen.

    Ich persönlich wollte keine Unsummen ausgeben, weil eben klar war, dass je länger ich durchhalte, desto weicher fallen werde. Ich habe auch nur 1.000€ abgesichert, das war am Anfag sogar etwas hoch (da es ein sog. Mindestruhegehalt gibt), aber entspricht jetzt etwa dem Abstand meiner derzeitgen Besoldung zur Besoldung bei sofortigem Ruhestandseintritt.

    Wie auch 90 Prozent Aktien schrieb ist es aber auch generell für Viele wohl deutlich besser eine kürzere Laufzeit zu haben als garkeine Absicherung.

    Eine BU kann ja durchaus ein Kostenfaktor sein. Da wirkt sich denke ich jedes Jahr früher aus.

    Ich zahle zum Beispiel für die 1.000er BU nur 34,00€ im Monat bis zum 55. LJ. Meine Frau zahlt nur ca. 80,00€ im VIerteljahr für 2.400€ Absicherung ebenfalls bis zum 55. LJ (nicht verbeamtet, aber über die BVK zusatzversichert), wobei das aber auch eine Nettopolice ist.

  • Ist richtig, dass es rechtlich keine Überversicherung in der BU gibt.

    Die Versicherer versichern in der Praxis ohne Nachweise aber auch nicht jedes Gehalt und wollen gerne wissen, ob es noch andere Versicherungen gibt. Man kann also leider nicht 10x3k versichern und dann wegen Champagnersucht BU werden.

    Ich finde bis 60 reicht, danach werden die Versicherungen auch richtig teuer, wenn man bis 67 versichert. Man kann sich mit Krankengeld, Arbeitslosengeld und ggf. EM-Rente oder Altersrente wegen Schwerbehinderung noch ins Ziel retten. Bis dahin hat man hoffentlich auch genug Ersparnisse, dass man ohnehin Sorgenfrei leben kann.

  • Alles Richtig, und für dieses Beispiel hier passt ja das mit den 60 Jahren wenn bereits ein Polster besteht.

    60 reicht aber eben nicht wenn du mit 30 oder 40 BU wirst. Denn dann wirst du mit 60 in die Röhre schauen weil du gar keine Möglichkeit hattest ein vernünftiges Polster für den Übergang zu bilden oder mit Krankengeld, Arbeitslosengeld zu puffern.

  • Alles Richtig, und für dieses Beispiel hier passt ja das mit den 60 Jahren wenn bereits ein Polster besteht.

    60 reicht aber eben nicht wenn du mit 30 oder 40 BU wirst. Denn dann wirst du mit 60 in die Röhre schauen weil du gar keine Möglichkeit hattest ein vernünftiges Polster für den Übergang zu bilden oder mit Krankengeld, Arbeitslosengeld zu puffern.

    Warum genau sollte man in die Röhre schauen, wenn man eine BU in der Höhe des aktuellen Nettos hat? dann kann man doch weiterhin Rücklagen aufbauen, auch wenn man BU ist, weil der Lebensstandard nicht groß anders ist.

  • Ist richtig, dass es rechtlich keine Überversicherung in der BU gibt.

    Die Versicherer versichern in der Praxis ohne Nachweise aber auch nicht jedes Gehalt und wollen gerne wissen, ob es noch andere Versicherungen gibt. Man kann also leider nicht 10x3k versichern und dann wegen Champagnersucht BU werden.

    Ich finde bis 60 reicht, danach werden die Versicherungen auch richtig teuer, wenn man bis 67 versichert. Man kann sich mit Krankengeld, Arbeitslosengeld und ggf. EM-Rente oder Altersrente wegen Schwerbehinderung noch ins Ziel retten. Bis dahin hat man hoffentlich auch genug Ersparnisse, dass man ohnehin Sorgenfrei leben kann.

    Natürlich sind Versicherungen bis 67 teurer, da ältere Menschen mit höherer Wahrscheinlichkeit BU werden. Das heißt aber umgekehrt, dass der Bedarf in diesen Jahren besonders hoch ist!

    "Hoffentlich" ist m.E. eine unglückliche Planungsgrundlage für ein ziemlich relevantes Risiko. Bei BU mit 30 ist "hoffentlich" dann leider krass in die Hose gegangen.

    Die vernünftigste Lösung für alle, die hoffen, bis 60 ihr Schäfchen im Trockenen zu haben lautet: Jetzt BU bis 67 abschließen und wenn alles geklappt hat mit 60 kündigen! Außer man möchte sie dann trotzdem fortführen, weil das für den Versicherten die "lohnendsten" Jahre sind.

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  • Warum genau sollte man in die Röhre schauen, wenn man eine BU in der Höhe des aktuellen Nettos hat? dann kann man doch weiterhin Rücklagen aufbauen, auch wenn man BU ist, weil der Lebensstandard nicht groß anders ist.

    Bei den meisten Menschen liegt der korrekt berechnete BU Bedarf über ihrem Nettoeinkommen!

    • Ausgaben (fix + variabel)
    • + Krankenversicherung (21,7% der BU Rente, ohne Arbeitgeberanteil)
    • + Altersvorsorge (für Versorgung ab 67, mind. in Höhe der BU Rente, ohne weitere Einzahlungen in GRV) - das sind schnell mal um die 1.000 EUR!
    • + Steuern

    Mehr als das Nettoeinkommen lässt sich leider i.d.R. nicht versichern bzw. nur mit etwas geschickter Kreativität.

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  • 60 ihr Schäfchen im Trockenen zu haben lautet: Jetzt BU bis 67 abschließen und wenn alles geklappt hat mit 60 kündigen! Außer man möchte sie dann trotzdem fortführen, weil das für den Versicherten die "lohnendsten" Jahre sind.

    Keine schlechte Idee, an die Option zu kündigen habe ich tatsächlich nicht gedacht.

    Gerade dann, wenn man absehen könnte, dass man die Zeit bis zur Verrentung ohne Probleme überbrücken könnte.

    Muenchner Ich bin bei dir mit dem Punkt zum Nettolohn. In deinem Fall (BU= Nettolohn) ist es tatsächlich nicht so kritisch. Ich habe aber die Erfahrungen gemacht, dass die Höhe der BU leider nicht so hoch wie das Nettogehalt ist.

  • Keine schlechte Idee, an die Option zu kündigen habe ich tatsächlich nicht gedacht.

    Gerade dann, wenn man absehen könnte, dass man die Zeit bis zur Verrentung ohne Probleme überbrücken könnte.

    Muenchner Ich bin bei dir mit dem Punkt zum Nettolohn. In deinem Fall (BU= Nettolohn) ist es tatsächlich nicht so kritisch. Ich habe aber die Erfahrungen gemacht, dass die Höhe der BU leider nicht so hoch wie das Nettogehalt ist.

    Ja bei nicht Beamten kann sich das durchaus anders darstellen, was man aber auch da nicht vergessen darf ist, dass eine evtl. Erwerbsminderungsrente noch on top kommt. Klar ist das nicht mit einem Ruhegehalt vergleichbar, aber es paar hundert Euro sind es sicher auch.