Steuern auf Kapitalerträge

  • Hallo,

    Freunde von mir, verkaufen jährlich ETF Anteile oder Aktien, gerade so, dass 1000€ Freibetrag nicht überschritten wird und investieren es dann später erneut .

    Ich glaube das ist nicht ganz schlüssig, aber wir können uns nicht einigen. Kann da jemand was dazu sagen ?

    Dankeschön

    Claudia

  • Referat Janders 1. Februar 2026 um 12:06

    Hat den Titel des Themas von „Vermögenssteuer“ zu „Steuern auf Kapitalerträge“ geändert.
  • Grundsätzlich ist das schon schlüssig, man sollte aber dabei beachten, ob / wieviel vom Freibetrag ggf. schon anderweitig ausgenutzt wurde (z.B. durch Zinsen auf Tagesgeld, Ausschüttungen oder die Vorabpauschale am Jahresanfang).

    Deshalb würde ich das eher am Jahresende machen, wenn klar ist, ob und wenn ja wieviel überhaupt noch „übrig“ ist vom Freibetrag, und nicht am Jahresanfang. Denn wenn man schon am Jahresanfang durch einen Verkauf den Freibetrag voll ausnutzt, zahlt man auf weitere Kapitalerträge wieder Steuer.

  • Dazu gab es doch mal ein Video von Finanztip, dass dies am Ende quasi nix bringt... leider finde ich es nicht auf die Schnelle...

    Guten Morgen ,

    Vielen Dank für euer Beiträge! Aber dass es Nix bringt habe ich auch im. Kopf, kann aber nicht mehr erklären warum. Vielleicht kann ja Finanztip das Video noch mal reinstellen?

    Noch eine andere Frage: verkauft ihr jetzt alle eure ETFs mit vielen amerikanischen Anteilen, wegen der Neubesetzung des Notenbank Chefs im Mai ?

    Danke

  • Aber dass es Nix bringt habe ich auch im. Kopf, kann aber nicht mehr erklären warum.

    Nach meiner Erinnerung war es wegen der Vorabpauschale, für die man den Pauschbetrag teilweise oder ganz schon braucht.

    Ich hatte das damals kritisch kommentiert, da zum Einen die VAP damals durch niedrige Zinsen und zum anderen durch negative Kursbewegung nicht immer angefallen ist. Insofern ist die Nicht-Ausnutzung des Pauschbetrags mMn ein Verlust in der Geldanlage. Die Verfasser der Beiträge oben #4. #5 und #6 haben die Randbedingungen schon richtig dargelegt.

    Noch eine andere Frage: verkauft ihr jetzt alle eure ETFs mit vielen amerikanischen Anteilen, wegen der Neubesetzung des Notenbank Chefs im Mai ?

    Natürlich nicht weil Finanzmärkte so nicht funktionieren. Nach der Theorie der effizienten Märkte ist mit der Bekanntgabe am Freitag die Besetzung bereits in den Kursen enthalten.

    Man kann sich natürlich jetzt Gedanken machen, wie es auf den Dollarkurs wirkt. Da die bisherige Ausrichtung den Dollar schwächte und damit dem EU-Investor Verluste brachte könnte eine restriktivere Politik eher wieder positiv auf den Wechselkurs wirken.

  • Natürlich bringt es immer etwas den Freistellungsbetrag auch auszuschöpfen. Denn gezahlt werden müssen die Steuern ja so oder so. Später dann eben ohne Freibetrag. Das Spielchen lohnt sich aber maximal ein paar Jahre, bis das Vermögen entsprechend angewachsen ist und der Freibetrag dann sowieso schon im Januar verbraucht ist.

  • Ich verstehe auch nicht, wie man zu der Aussage kommen kann, dass es nichts bringt. Es mag sein, dass es langfristig gesehen nicht viel bringt, aber es bringt etwas.

    Bei einem Freistellungsauftrag von 1000€ lassen sich ca. 260€ Steuern sparen. Durch Verkauf und Neukauf der ETF Anteile fallen noch kosten an, die davon abzuziehen sind. Diese 260€ gehen nicht ans Finanzamt und können somit zusätzlich investiert werden.

    Es lohnt sich finanziell also immer, den Freibetrag voll auszunutzen und nicht verfallen zu lassen.

    Klar, einfacher wird es bei größerem Depot, wo Vorabpauschale und Ausschüttungen den Freibetrag schon voll machen, dann spart man sich das Verkaufen/Kaufen der Anteile.

  • Noch eine andere Frage: verkauft ihr jetzt alle eure ETFs mit vielen amerikanischen Anteilen, wegen der Neubesetzung des Notenbank Chefs im Mai ?

    Nein.
    Ich habe vor meine ETF bis zu meinem Tod zu behalten. Wohlmöglich sind dann die Herren Trump, Putin, Xi oder auch der zukünftige Chef der US Notenbank längst Geschichte.:/
    Nicht umsonst sagt man: "Politische Börsen haben kurze Beine".

  • Noch eine andere Frage: verkauft ihr jetzt alle eure ETFs mit vielen amerikanischen Anteilen, wegen der Neubesetzung des Notenbank Chef

    Nein. Es weiß keiner, wie sich das tatsächlich auf die Kurse auswirkt. Weder auf die von US-Anteilen, noch auf die von Non-US-Anteilen. Alles Spekulation und clickbait. Dazu gehört auch, dass es dann steil ach oben geht mit den Kursen (weil der Herr im Sinne Trumps die Zinsen senkt, "Liebling der Märkte" und so). Ich persönlich halte die Wirkung einer neuen Personalie an der Spitze der FED langfristig für vernachlässigbar, im Vergleich zu Megatrends wie Demografie, Klimawandel, KI, etc.