Habt einen guten Start in die kommende Woche

  • Ich kann mir aber trotzdem nicht vorstellen, dass ein Arbeitgeber so ein dickes Paket freiwillig mitmacht - selbst im Hinblick auf die andere Ausgangslage.

    Weiter im Text heisst es:

    Zitat

    Noch wichtiger sind die Passagen zur Arbeitsplatzsicherheit. Der Vertrag schränkt Outsourcing ein, stärkt das Streikrecht bei Konflikten und enthält Zusagen sowie Absichtserklärungen zu künftigen Produkten für das Werk. Für die Beschäftigten bedeutet das Planungssicherheit. Für Volkswagen bedeutet es weniger Flexibilität – und höhere Kosten.

    In der Überschrift steht ja schon "Kostenproblem"

  • Die gibts auch noch woanders:

    VW: Audi-Werk in USA wegen Trumps Zöllen nicht finanzierbar
    Die Zölle von US-Präsident Trump haben Auswirkungen auf Investitionen. So denkt VW schon lange darüber nach, ein Werk seiner Marke Audi in den USA zu bauen.…
    www.br.de


    Volkswagen: VW-Werk in South Carolina wird um die Hälfte teurer
    Drei statt zwei Milliarden Dollar: Volkswagens Pick-up-Tochter Scout muss nach Handelsblatt-Informationen deutlich mehr investieren. Das dürfte für erneute…
    www.handelsblatt.com
  • Gibt's Zahlen über die bereits erfolgten Investitionen in das Audi Werk in South Carolina?

    Die geschätzten Kosten wurden ja von 2 auf 3 Mrd. erhöht. Und die angekündigten Subventionen wird man vermutlich nicht erhalten bzw. zurückzahlen müssen, falls das Vorhaben gestoppt wird.

  • In Grönland sind sie bei 36 Stunden

    Nach einem Probelauf, der gezeigt hat, dass es den Menschen gut tut und trotzdem/ deshalb sich die Arbeitsproduktivität gesteigert hat. Dazu noch die Möglichkeiten von KI und Technik genutzt. Deutschland wieder mal hinterm Mond mit 48 Stunden.

    Richtlinienkompetenz bei Kanzler Merz - verschenkt. Zukunft kann mann nicht mit Retro bauen. Siehe auch Ministerin Reiche. LobbyistInnen, das bringt keine Lösungen fürs Land.

  • Was ich seltsam finde an der CDU/CSU, ist die Forderung "Lifestyle"Teilzeit abzuschaffen,

    So, wie es im Antrag des CDU-Flügels beschrieben ist, bin ich absolut für diese Änderung. Wohlwissend, dass das nach diesem schon etwas albernen politischen Geplänkel niemals so kommen wird. Leider. Für sehr viele Arbeitnehmer wäre das nämlich bei genauem Hinsehen eine riesengroße Verbesserung.

    Bei meinem Arbeitgeber sind wir Träger von einigen Kitas. Teilzeit ist da bei den Arbeitsverhältnissen quasi Standard, Vollzeitkräfte eher schon was besonderes. Wir haben da als ö.D. allerdings eine zwingende Vorgabe, wieviele Stellen wir da zu besetzen haben, und praktisch auch eine, wieviele maximal besetzt werden dürfen. Das bringt uns in die Situation, wenn eine Erzieherin bei uns Teilzeit beantragt (wie auch Elternzeit o.ä.), wird dieser Stellenanteil natürlich irgendwie versucht auf andere, neue oder vorhandene Kräfte aufzuteilen. Das bedeutet allerdings dann auch: Mitarbeiter/in A hat y1 Wochenstunden Teilzeitvertrag, unbefristet. Dazu y2 Wochenstunden befristet, bis Mitarbeiter/in B aus der Elternzeit ist. Und y3 Wochenstunden befristet für die Dauer der Teilzeit von Mitarbeiter/in C. Und y4 Stunden als Integrationskraft für ein einzelnes Kind, und y5 Stunden als Sprachförderkraft, befristet jeweils solange die bedürftigen Kinder in der Kita sind... Aber Hauptauslöser dieser "Zusatzstundenverträge", und auch ein Hauptauslöser der Befristungen, sind Teilzeitwünsche von Mitarbeiter(meistens -innen), die mit Elternschaft oder Pflege nichts zu tun haben. Sondern eher damit, das wird ganz offen gesagt, was am Ende unterm Strich mit dem Gehalt des Ehepartners zusammengerechnet sich wie aufs eigene Konto und das des Finanzamts aufteilt.

    Es gibt Mitarbeiterinnnen, wenn die morgen bei uns die Erhöhung der Stunden bzw. die Rücknahme der Teilzeitvereinbarung beantragen, beenden wir Teilzeitkontingente bei zwei anderen, und bei einer läuft der Befristungsgrund des Arbeitsvertrages einfach komplett aus.

    Und das soll sozial, oder arbeitnehmerfreundlich sein? Und im ö.D. reden wir über eine Teilzeitquote, die vor kurzem in Statistiken an den 40% gekratzt hat, also nicht über Einzelfälle.

    Wenn die CDU es wirklich durchsetzen sollte, dass - und so war der Antrag ja praktisch, wenn man ihn ohne Schaum vorm Mund mal gelesen hat - das Recht auf Teilzeit zwar nahezu unangetastet bleibt, es aber dann eben kein quasi einseitiges Recht auf Rückkehr daraus mehr gibt, wäre das das arbeitnehmerfreundlichste, was diese Regierung in ihrer Amtszeit auf die Beine stellen könnte. Verdammt viele befristete und teilbefristete Arbeitsverhältnisse würden davon massiv profitieren. Und als Träger von 9 Kitas könnte ich eine nahezu halbe Stelle nur Personalverwaltung für die Teilzeitverhältnisse/Vertragsanpassungen streichen. Wir haben Matrizen aufgestellt, welches Arbeitsverhältnis bei Stundenänderung welche anderen Arbeitsverhältnisse beeinflussen wird, um irgendwie den Überblick zu behalten. Das könnte als abstrakte Kunst durchgehen.

    Schade, das die politische Diskussion sich so an dem Begriff Lifestyle aufgegeilt hat. Darin lag eine Riesenchance, arbeitnehmerfreundlich den Staatsapparat zu verschlanken. Andererseits ist Lifestyle bei näherer Überlegung dann halt auch nur die Überschrift zu einem ganz anderen Thema, das da lautet: Arbeitnehmer haben nur solange Lust zu arbeiten, wie sie sich über die Abgabenquote auf dem Gehaltszettel bzw. dem Steuerbescheid nicht zu sehr ärgern. Denn das steckt i.d.R. dann dahinter, wenn Leute ohne Kinder oder Pflegebedürftige im Umkreis ihr Recht auf Teilzeit beanspruchen. Mit Teilzeit wird die Abgabenquote so eingestellt, wie man es für richtig hält. Aber diesen Gedankensprung oder gar Änderungen diesbezüglich wird die Politik egal welcher Farbe nicht gehen wollen. Da labern wir lieber über den ach so bösen CDU-Begriff daher.

  • Wo gibt es ein einseitiges Recht auf Rückkehr aus der Teilzeit? Die Rückkehrmöglichkeit gibt es für Brückenteilzeit, die die Teilzeit als zeitlich begrenzt angemeldet wird. Zum grossen Teil dürften das auch die begründeten Fälle sein, von denen in den Nachrichten gesprochen wird.

    Für eine unbefristeten Wechsel in die Teilzeit gibt es das Recht auf Rückkehr in die Vollzeit nicht - soweit ich weiss (ich lasse mich da aber gerne korrigieren, falls ich falsch liegen sollte).

  • Wer Stunden aufgibt, bekimmt sie erst wieder, wenn der Stellenplan das hergibt.

    Pfennigbaron weg mit dem Ehegattensplitting. Und die Steuern gerechter. Nicht unverhältnismäßig mehr Abzüge, wenn jemand mehr Stunden hat. Damit wäre viel geholfen.

    Und es wäre weniger spaltend, wenn die Merz-CDU aufhören könnte, sich an Populismus zu versuchen. Schlimm genug, wenn das FW, CSU machen (und jene Partei).

  • Wer Stunden aufgibt, bekimmt sie erst wieder, wenn der Stellenplan das hergibt.

    Pfennigbaron weg mit dem Ehegattensplitting. Und die Steuern gerechter. Nicht unverhältnismäßig mehr Abzüge, wenn jemand mehr Stunden hat. Damit wäre viel geholfen.

    Und es wäre weniger spaltend, wenn die Merz-CDU aufhören könnte, sich an Populismus zu versuchen. Schlimm genug, wenn das FW, CSU machen (und jene Partei).

    Ich bin für das Ehegattensplitting. Die Ehe ist eine Art Wirtschaftsgemeinschaft. Warum sollen die Einkünfte nicht zusammen veranlagt werden? Haben die Ehepartner etwas davon, wenn die Progression beim mehr-verdienenden stärker zuschlägt und sie zusammen dadurch mehr Steuern zahlen müssen?

  • Ich bin für das Ehegattensplitting. Die Ehe ist eine Art Wirtschaftsgemeinschaft. Warum sollen die Einkünfte nicht zusammen veranlagt werden? Haben die Ehepartner etwas davon, wenn die Progression beim mehr-verdienenden stärker zuschlägt und sie zusammen dadurch mehr Steuern zahlen müsse

    Hier eine Einschätzung, es gibt bessere Lösungen:

    https://www.ihk.de/blueprint/servlet/resource/blob/5996860/b6c691a0e5e6a7f0ee3f0c72a2f3bd07/anlage-6-positionspapier-alternativen-zum-ehegatten-data.pdf

  • Hier eine Einschätzung, es gibt bessere Lösungen:

    https://www.ihk.de/blueprint/serv…gatten-data.pdf

    Das überzeugt mich nicht. Interessanter fände ich es, wenn z.B. die Rente betreffend, bereits die Einzahlungen in die GRV hälftig aufgeteilt werden würden. Ich vermute, dass der Versorgungsausgleich ähnlich wirkt. Aber eine Aufteilung der Einzahlung bereits während der Ehe fände ich besser. Zusätzlich könnte man für die Beitragsbemessungsgrenze die Einkommen ebenfalls gemeinsam betrachten. Das würde mehr Geld in die Sozialkassen spülen. Und der Ehepartner mit dem höheren Einkommen - falls es über der BBG liegt - würde damit zusätzlich für mehr Einzahlungen bei seinem Ehepartner sorgen. Mehr Verwaltungsaufwand? Ja, aber sinnvoller Verwaltungsaufwand. Warum soll bei der Steuer etwas gehen, aber bei der GRV nicht möglich sein?

    Da fällt mir ein:

    Wer sorgt denn bei der privaten kapitalgedeckten Altersvorsorge für Gerechtigkeit zwischen den Ehepartnern?

  • "Gerechtigkeit:" ist relativ. Das jetzt zementiert, dass die Ehefrau weniger arbeitet, weil mehr steuerschädlich wäre. Fünfziger Jahre Frauenbild spielt da auch mit, den es sind nunmal meist Männer Besserverdiener, da wo es sich mit dem Ehegattensplitting so richtig lohnt.

  • Ich bin für das Ehegattensplitting. Die Ehe ist eine Art Wirtschaftsgemeinschaft. Warum sollen die Einkünfte nicht zusammen veranlagt werden?

    Warum nur verheiratet? Warum nicht auch bei Paaren ohne Trauschein? Und was ist mit Familien? Das Splitting in heutiger Form ist rational kaum begründbar und viele dafür angeführten Argumente sind bei genauerer Betrachtung an der Realität der 2020er vorbei

  • Warum nur verheiratet? Warum nicht auch bei Paaren ohne Trauschein?

    Weil durch die Ehe manifestiert wird, dass zwei Menschen dauerhaft füreinander Verantwortung übernehmen wollen, wohingegen Paare ohne Trauschein erheblich unverbindlicher sind.

    Oder anders gesagt, ganz persönlich: Während ich schon eine Reihe von Partnerschaften ohne Trauschein aufgelöst habe, habe ich nur eine Ehe wieder aufgelöst.

  • Weil durch die Ehe manifestiert wird, dass zwei Menschen dauerhaft füreinander Verantwortung übernehmen wollen, wohingegen Paare ohne Trauschein erheblich unverbindlicher sind.

    Und ein gemeinsames Kind ist unverbindlich? Eine Ehe kannst du einfach scheiden und dich nie wieder sehen. Mit einem Kind ist man gemeinsam bis zum 18. Geburtstag und darüber hinaus in der Verantwortung. Wo bleibt das Familiensplitting?

  • Gibt's Zahlen über die bereits erfolgten Investitionen in das Audi Werk in South Carolina?

    Die geschätzten Kosten wurden ja von 2 auf 3 Mrd. erhöht. Und die angekündigten Subventionen wird man vermutlich nicht erhalten bzw. zurückzahlen müssen, falls das Vorhaben gestoppt wird.

    "Nicht finanzierbar": VW verwirft US-Pläne für Audi-Werk – wegen Trumps Zollpolitik
    Der Volkswagen-Konzern denkt seit Jahren über ein Audi-Werk in den USA nach. Jetzt macht US-Präsident Trump den Plan des Automobilherstellers zunichte.
    www.t-online.de
    Zitat

    Audi denkt seit 2023 über den Bau eines Werks in den USA nach. Als Grund wurden seinerzeit neue Subventionen in den Vereinigten Staaten genannt, die den Bau eines Werks wirtschaftlich interessant machten. Inzwischen setzt aber die US-Regierung unter Trump europäische Autobauer mit Zöllen unter Druck. Den VW-Konzern belastete das in den ersten neun Monaten 2025 mit 2,1 Milliarden Euro, wie Blume sagte.

  • Was ich seltsam finde an der CDU/CSU, ist die Forderung "Lifestyle"Teilzeit abzuschaffen, mehr Stunden in der Woche zu arbeiten, aber an das Renteneintrittsdatum will man nicht ran ... das passt für mich nicht zusammen.

    Die ganze Debatte passt nicht.

    Angeblich haben wir ja Heerscharen (also mindestens ein paar Milliarden) Arbeitsverweigerer, die alle im Bürgergeld die Füße hochlegen. Warum machen dann nicht alle Lifestyle-Teilzeit, die es wollen und dann passt es? (Schon klar, das ist alles weitgehend faktenfreies Getröte, was bestenfalls Partikularinteressen bedient.)

    Und wie es aussieht, wenn immer mehr KI (oder Automatisierung) die Arbeit macht, ist auch noch nicht berücksichtigt.

  • Ich bin für das Ehegattensplitting. Die Ehe ist eine Art Wirtschaftsgemeinschaft. Warum sollen die Einkünfte nicht zusammen veranlagt werden? Haben die Ehepartner etwas davon, wenn die Progression beim mehr-verdienenden stärker zuschlägt und sie zusammen dadurch mehr Steuern zahlen müssen?

    Ich bin eher gegen das aktuelle Modell des Ehegattensplitting. Woher kommt das Splitting denn? Aus einer Zeit, wo Frauen zu Hause geblieben sind, um sich um die Kinder (ja, Plural!) zu kümmern. Heutzutage heiraten viele, um in den Genuss der Steuererleichterungen zu kommen. "Kinder? Ne, Brauch ich nicht!"

    Also das Splitting davon abhängig machen, ob auch Kinder betreut werden müssen und somit die Familien stärken. Weil für DINKs, die einfach die letzten paar mehr Euro bei der Steuer sparen wollen, fehlen später die Einzahler ins System. Und vor allem auch die Kinderfreibeträge anpassen, nicht das Kindergeld.