Ein KISS von Irving – Zielpfad: 5 auf 20 Mio €

  • 11.2.2026

    Hallo Depotfee

    ich weiß nicht ob Du schon mal den eienn oder anderen Designe-TEmpel in Paris besucht hast und Dich dort mal neu eingekleidet hast.

    Geh mal zu Chancel oder Alaja dann stellst Du fest, dass Du dort den hier zitierten Ehemann mit seiner Ausgabe für einen "neuen Schlitten" leicht übertreffen kannst.

    Vor allem dann wenn Du Du dabei noch den Restwert der beiden Investitionen nach ein paar Jahren anschaust....

    Viele Grüße McProfit,

    (ab morgen in Frankreich...):)

  • Genau. Es soll bald ein ETF kommen:

    – inklusive EM
    – extrem breit gestreut (Sampling über >13.000 Aktien)
    – Multi-Factor
    – deutlich günstiger als der Gerd-Kommer-ETF, auf Vanguard-Niveau oder knapp darüber
    – 45 Jahre Track Record mit Outperformance in den USA

    Wenn das so kommt, ist das eigentlich die eierlegende Wollmilchsau.

    Ich werde dann einen Thread aufmachen und schreiben, dass ich den Gerd-Kommer-ETF steuerschädlich verkauft habe und jetzt im Dimensional bin. Popcorn steht bereit.;)

    Das hört sich doch super an. Das Problem dürfte nur sein, dass die Depotsumme anfangs sehr klein sein dürfte.

  • Und ihr verlasst eure Großstadt nie?

    Nie wäre etwas übertrieben. Ich jedenfalls nicht oft.

    Es gibt Carsharing und Fahrräder für die nähere Umgebung. Außerdem hat meine Behörde einen Fuhrpark, den ich gelegentlich zweckentfremde. Wenn man andauernd seine Stadt verlassen will, ist ein eigenes Auto natürlich besser.

    Carsharing nutze ich ca. 6-10 mal im Jahr.

    Als ich noch ein Auto hatte, kamen da ca. 2000 km pro Jahr auf die Uhr. Und davon waren noch einige Fahrten nicht wirklich notwendig. Als ich noch etwas außerhalb wohnte, waren es ca. 15.000 km im Jahr.

  • Mein Wunsch wäre ja noch eine Gewichtung weg von der Marktkapitalisierung mehr hin zum BIP, ähnlich wie Kommer, RAFI oder Arero, gerne mit USA Anteil unter 50%. Aber ob sich Dimensional so etwas traut? Nicht dass es am Ende doch nur ein etwas komplizierter aufgebauter Klon eines ACWI IMI mit 60 oder 70% USA wird…

  • Hört sich zumindest gut an. Schlecht sind die nicht und vor allem werden die nicht mit einem einzigen Namen in Verbindung gebracht.

    Die Benennung von Produkten nach Personen ist weit verbreitet. Weltweit existieren über eine Milliarde Kraftfahrzeuge, von denen ein Großteil nach Personen benannt ist, die heute bereits verstorben sind. Ebenso tragen Millionen anderer Unternehmen und Produkte die Namen ihrer ehemaligen Gründer oder Inhaber.

    Gibt es in diesem Fall einen sachlichen Grund?:/

  • Die Befürchtung könnte sein, dass der ETF nach einem Ausstieg von Hr. Kommer nicht mehr optimal betreut wird. Real besteht diese Gefahr zwar nicht, da sich dieser ETF auf ein fest definierten Index bezieht, der von L&G herausgegeben wird.

    Genau. Der ETF wird von L&G verwaltet. Das ist eines der größten Finanzunternehmens Europas mit 10.000 Mitarbeitern und einer Geschichte bis 1836. Der Index kommt von Solactive. Der größte Indexanbieter Deutschlands. Die Gerd Kommer Invest GmbH macht nur das Marketing. Aus dem operativen Geschäft dieser Firma hat sich Gerd Kommer übrigens weitestgehend zurückgezogen. Sie gehört den Mitarbeitern.

    Ich sehe da kein Problem.

  • Real besteht diese Gefahr zwar nicht, da sich dieser ETF auf ein fest definierten Index bezieht, der von L&G herausgegeben wird.

    Der ETF kommt von L&G. Der Index kommt von Solactive.
    https://www.solactive.com/indices%20/?index=DE000SL0G219

    Die Frage ist natürlich wie die Verträge zwischen L&G, Herrn Kommer und Solactive konkret aussehen. Ich könnte mir aber sehr gut vorstellen, dass solche Dinge wie z.B. Unfalltod des Namensgebers auch in den Verträgen bedacht wurden.:/
    So oder so. Der ETF könnte auch ohne Herrn Kommer oder Solactive von L&G weiter geführt werden.
    Ich erinnere da nur an diverse ETF von Xtrackers, die einfach so den Index gewechselt haben. Dagegen bist Du als Anleger machtlos und kannst dann nur verkaufen, wenn Dir der neue Index nicht mehr passt.

  • Ich erinnere da nur an diverse ETF von Xtrackers, die einfach so den Index gewechselt haben. Dagegen bist Du als Anleger machtlos und kannst dann nur verkaufen, wenn Dir der neue Index nicht mehr passt.

    iShares und Xtrackers fallen regelmäßig negativ auf. Ishares senkt die Kosten auch gerne mal, indem sie einen neuen(günstigeren) ETF auf denselben Index auflegen. Wohl wissend, dass viele Bestandsanleger nicht wechseln wollen wegen der Steuer. Und xtrackers schließt deutlich häufiger Fonds als viele andere.

    Es gab dazu einmal ein gutes Video, in dem bewertet wurde, wie kundenfreundlich die einzelnen ETF-Anbieter sind. Leider finde ich es nicht mehr. Vielleicht kam Post vom Anwalt...:/

    Amundi lag (wen überrascht es) mit großem Abstand auf dem letzten Platz. Xtrackers und iShares schnitten ebenfalls nicht besonders gut ab. Vanguard und SPDR dagegen wurden ziemlich positiv bewertet. Ein gutes Beispiel sind die Kostensenkungen von Vanguard vor ein paar Monaten. So etwas schafft Vertrauen.

    Beim Kommer-ETF sehe ich die Wahrscheinlichkeit gering, dass er mit einem anderen ETF fusioniert wird und die kürzliche Mini-Kostensenkung zeigt zumindest mal in die richtige Richtung. Das Fondsvolumen passt auch.

    Sicher sein kann man sich natürlich bei keiner Gesellschaft, aber es besteht m.E. schon ein Unterschied, ob das Produkt hauptsächlich für Privatanleger oder für Institutionelle aufgelegt wird. Letztere haben z.B. keine Probleme mit der Steuer und somit auch keine mit einer Schließung oder Zusammenlegung.

  • Der Kommer ETF ist ja noch ziemlich neu und auf die aktuelle Situation und Historie zugeschnitten. Das ist einerseits gut andererseits auch die Achillesferse. Wenn Kommer irgendwann in der Zukunft nicht mehr auf der Höhe der Zeit ist, dann werden andere den Index und damit indirekt den ETF betreuen. Wer weiß welchen Einfluss beispielsweise KIs auf eine gute Zusammensetzung von Indices haben werden. Ich denke nicht, dass wir heute schon das Ende der Entwicklung sehen.

    Beim Kommer ETF habe ich Zweifel an der Dauerhaftigkeit genauso wie beim GPO. Der Arero wurde dagegen schon frühzeitig abgekoppelt, dafür ist er aber auch eher nicht so optimal konstruiert.

  • Zum Thema KISS: Habe dieses schöne Negativbeispiel gefunden: 115000€ verteilt auf 200 Positionen verteilt auf drei Depots. 🤢

    Wie man das verwaltet? So:

    Ganz schön wild.

    Aha…

    „Ich lebe sehr sparsam und versuche alles, was an Geld übrig bleibt, ins Depot zu stecken. Ich gönne mir allerdings zwei- bis dreimal eine Fernreise nach Südostasien im Jahr. Ansonsten lebe ich hier zu Lande eigentlich nur vom Supermarkt…..“

    Die Logik sagt: Junggeselle, mehrfach im Jahr in Südostasien, öffentlicher Dienst…30 Tage Jahresurlaub..

    Wird knapp ohne Schwerbehinderung.
    Da hätte Sherlock Holmes seine Freude daran…

    Spaß muss sein..,,

    KISS…..sieht anders aus.

  • Warum wir mit einem Multifaktor-Ansatz investieren und warum ich langfristig eine Mehrrendite von 1 % p. a. nach Kosten erwarte (Teil 3)


    Was ist eine Faktorprämie?

    Eine Faktorprämie bezeichnet den systematischen Mehrertrag, den Aktien mit einer bestimmten Charakteristik im langfristigen Durchschnitt gegenüber dem Gesamtmarkt erzielen. Dieser Mehrertrag wird in der Kapitalmarktforschung als Kompensation für zusätzliches Risiko oder für dauerhafte Marktineffizienzen interpretiert.

    Die wichtigsten Faktorprämien

    • Small Size: Aktien kleinerer Unternehmen erzielen im Durchschnitt häufiger höhere Renditen als Aktien großer Unternehmen.
    • Value: Niedrig bewertete Unternehmen, sogenannte Substanzwertaktien (beurteilt anhand von Kennzahlen wie dem Kurs-Gewinn-Verhältnis) weisen tendenziell höhere Renditen auf als hoch bewertete Wachstumsunternehmen („Growth-Aktien“).
    • Quality bzw. Profitability: Unternehmen mit hoher Qualität, gemessen etwa an ihrer Profitabilität oder soliden Verschuldungskennzahlen, haben im Schnitt bessere Renditeaussichten als Firmen mit geringerer Qualität.
    • Momentum: Aktien, die in jüngerer Vergangenheit eine überdurchschnittliche Wertentwicklung gezeigt haben, tendieren auch kurzfristig zu höheren Renditen. Und umgekehrt.
    • Political Risk: Aktien mit stärkerer politischer Unsicherheit, insbesondere aus Schwellenländern, bieten tendenziell höhere Renditen als Titel mit geringerem politischen Risiko.
    • Low Investment bzw. Asset Growth: Unternehmen mit vergleichsweise niedrigem Wachstum der Bilanzsumme erzielen über begrenzte Zeiträume hinweg häufig höhere Renditen als solche mit starkem Bilanzsummenwachstum.


    Mehrrendite der einzelnen Faktoren (Daten von MSCI, Dimensional, GK Invest)


    Faktor-Tilt des L&G Gerd Kommer Multifactor Equity ETF im Vergleich zum MSCI World, MSCI ACWI IMI und einem MCAP/BIP-Index:


    Was ist Multifaktor-Investing?

    Ein Multifaktor-Ansatz bezeichnet eine Anlagestrategie, bei der mehrere Faktoren gleichzeitig (in einem Produkt) berücksichtigt werden, statt sich nur auf einen einzelnen Faktor zu konzentrieren. Einzelne Faktoren liefern ihre Prämie nicht konstant, sondern schwanken stark über die Zeit.

    Durch die Kombination mehrerer Faktoren sollen

    • Renditen stabiler werden,
    • Durststrecken einzelner Faktoren abgefedert werden,
    • Klumpenrisiken reduziert werden.

    Ein Multifaktor-Portfolio versucht, mehrere systematische Faktorprämien, die unvollkommen miteinander korrelieren gleichzeitig zu vereinnahmen.

    Alternative zu Multifaktor-Investing: Übergewichtung einzelner Faktoren (Beispiel: Small Caps)

    Als Alternative zum Multifaktor-Investing kann ein Privatanleger einzelne Faktoren gezielt über Einzel-ETFs in seinem Portfolio übergewichten. Für nahezu jeden Faktor existieren entsprechende Einzel-ETFs. Dadurch steigen sowohl die erwartete Rendite als auch die Diversifikation. Zudem sind die Kosten von Einzel-ETFs in der Regel geringer als die eines Multifaktor-ETFs.

    Ich habe mich bewusst gegen diesen Ansatz entschieden, da ich nicht davon ausgehe, dass ein Privatanleger Faktorinvesting über mehrere Einzel-ETFs langfristig und nachhaltig umsetzen kann. Meiner Einschätzung nach führt dies über kurz oder lang eher zu einem schlechteren Ergebnis nach Kosten und Steuern.

    Dennoch möchte ich hier eine Möglichkeit aufzeigen, wie ein Privatanleger, der bereits einen marktkapitalisierungsgewichteten ETF hält, relativ einfach mithilfe eines Small-Cap-ETFs einen Small-Cap-Tilt in sein Portfolio implementieren kann:

    Vergleich MSCI World Small Cap Index mit MSCI World:


    Durch eine höhere Gewichtung kleiner Unternehmen steigt auch die Diversifikation: