Ein KISS von Irving – Zielpfad: 5 auf 20 Mio €

  • Der Geldmarkt liegt momentan bei 1,9%. Aggregate Bonds bei 3,7%.

    Du bist wahrscheinlich bei der Euro hedged Variante von Vanguard gelandet. Hier müssen die Hedging-Kosten noch mitberücksichtigt werden.
    Ein Anhaltspunkt für die tatsächliche zu erwartende Rendite liefert der Euro Aggregate Bonds ETF. Der ist mit 3,17% angegeben. TER + laufende Kosten auf Fondsebene belaufen sich bei Vanguard auf 0,2%.
    In der kurzen Zeit seines Bestehens hatte der Vanguard GA bereits einen maximum Drawdown von -19,57%.
    Ist jetzt natürlich aufgrund des kurzen Zeitraums nicht sehr aussagekräftig, aber seit dem 27.02. steht der Vanguard FTSE All World auf -0,8%, der Vanguard Global Aggregate Bonds ETF bei -1,5%, hat also doppelt so viel verloren.
    (Nicht ernst gemeint: In dem kurzen Zeitraum lief der GA dafür deutlich besser als der Kommer ETF. Hier hätte er den Drawdown gedämpft. ;)).

    Eine 1-Jährige Bundesanleihe bietet gerade 2,3%.

  • Für unerfahrene Anleger ist das auf jeden Fall besser, als zwei Produkte, Rebalancing und gezielte Entnahmen im Crash.

    Der LS60 ist für unerfahrene Anleger zu 100% als Risiko zu betrachten, da ist nix sicheres drin.
    Daneben muss noch ein entsprechendes Schwankungsfreies Kapital stehen und selbst dann werden noch einige unruhig wenn es etwas hin und her wackelt.

  • Der LS60 ist für unerfahrene Anleger zu 100% als Risiko zu betrachten, da ist nix sicheres drin.
    Daneben muss noch ein entsprechendes Schwankungsfreies Kapital stehen und selbst dann werden noch einige unruhig wenn es etwas hin und her wackelt.

    Sehe ich auch so. Das gibt „Rappelkiste“ wenn der Markt „taucht“. Wie gefällt der Ausdruck aus dem Schwyzerdütsch.

    Das halten die dann einfach nicht aus.

  • Der LS60 ist für unerfahrene Anleger zu 100% als Risiko zu betrachten, da ist nix sicheres drin.
    Daneben muss noch ein entsprechendes Schwankungsfreies Kapital stehen und selbst dann werden noch einige unruhig wenn es etwas hin und her wackelt.

    Deine Aussage ist so nicht korrekt. Es gibt nicht „das Risiko“ und im Gegensatz „die Risikofreiheit“. Jede Asset-Allokation hat einen eigenen Risikograd. Auf Portfolioebene spielt es mathematisch keine Rolle, ob man z.B. ein 60/40-Portfolio mit dem LS60 fährt oder ein 82/18-Portfolio mit Geldmarktprodukten. Emotional mag das unterschiedlich bewertet werden, aber rechnerisch ist es egal. Ein Austausch von Anleihen bei gleichzeitiger Reduzierung ihres Anteils senkt das SORR nicht.

    Neben einem LS60-Portfolio muss auch nicht zwingend ein Geldmarktprodukt stehen. Selbst bei einem 100 % Aktienportfolio ist das nicht immer notwendig (siehe mein Depot). Entscheidend sind allein die (notwendige) Entnahmerate und die emotionale Stabilität des Anlegers.

    Ein 60/40-Portfolio schwankt weniger als ein reines Aktienportfolio. Punkt. Das SORR ist geringer, weil Drawdowns und die Zeit unter Wasser kleiner sind. Entnahmen werden dadurch planbarer. Wer nicht auf sehr hohe Entnahmeraten angewiesen ist, kann problemlos 100 % in den LS60 investieren und 0 % im Geldmarkt halten. Wer jedes Jahr eine bestimmte Anzahl von Anteilen verkauft, erhält einen deutlich gleichmäßigeren Einkommensstrom, als bei 100% Aktien. Das kann man auch mit einer Mehr-Topf-Strategie erreichen. Aber das Risiko sinkt dadurch nicht.

    Übrigens: Es besteht schon ein Unterschied ob der risikobehaftete Teil um 50-60 % fällt und sieben bis acht Jahre liegen bleibt bzw. 15 Jahre unter Wasser ist oder nur um 20 % fällt und sich nach 4-5 Jahren erholt. Historisch war die nachlaufende 10-Jahres-Rendite eines 60/40-Portfolios immer positiv, selbst wenn man das Jahr 2008 einbezieht. Bei reinen Aktienportfolios sieht das deutlich anders aus.

    Rendite und Risiko müssen immer auf Portfolioebene betrachtet werden (noch besser auf Ebene des Gesamtvermögens). Die Behauptung, man könne das Risiko durch Geldmarktprodukte effizienter steuern, ist schlichtweg falsch. Es ist eine andere Art der Steuerung. Das mag für den einen oder anderen (emotional) besser sein. Rein rechnerisch ist es aber egal. Und für Menschen, die sich nicht auskennen und das Produkt unbeobachtet und ausschüttend im Depot liegen haben, eignet sich ein LS60 m.M.n bedeutend besser.

    Zitat von Tomarcy

    Sehe ich auch so. Das gibt „Rappelkiste“ wenn der Markt „taucht“. Wie gefällt der Ausdruck aus dem Schwyzerdütsch.

    Das halten die dann einfach nicht aus.

    Das sehe ich genauso. Aber davon schützen dich Geldmarkt-Produkte auch nicht. Es sei denn du gewichtest sie so hoch, dass dein Portfolio nur minimal ,,taucht". Das kannst du genauso bis zu einem bestimmten Grad mit den LS-Produkten von Vanguard machen. Es gibt da keinen short-cut. Risiko und Rendite gehen immer Hand in Hand.

  • Wieder einmal sehr gelungene Videos von Capscale und Notgroschen. Diese Kanäle stehen insgesamt für eine konstant hohe inhaltliche Qualität und sind daher uneingeschränkt zu empfehlen.

    Wie hoch ist die Rendite von Aktien?

    • Die Komponenten der Aktienrendite: Eine Zerlegung der Erträge auf Basis des Gordon-Growth-Modells.
    • Inflation und Kaufkraft: Die mathematische Notwendigkeit, nominale von realen Renditen zu differenzieren.
    • Kosten- und Steuereffekte: Warum die Nettorendite die einzige relevante Kennzahl für deine Finanzplanung ist.
    • Strukturelle Optimierung: Die Vorteile steuerlich begünstigter Anlagestrukturen in Deutschland und Österreich

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    ETF-Sparplan vs. Einmalanlage: Wie große Geldsummen investieren?

    • Sofortiges Investment
    • Schrittweises Investieren
    • Regelbasierte Investition gemäß Trendfilter


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  • Danke für die Links. Das mit dem "Regelbasierte Investition gemäß Trendfilter" kannte ich noch nicht. Ob damit der "emotionaler Anleger" besser damit klarkommt, müsste sich erst zeigen...

    Notgroschen verwendet MSCI Daten von 1970 und macht Monte Carlo Simulationen. Er müsste sich mal zusammentun mit Georg von Finanzen-erklärt.de (S&P500 Daten seit ~1900 und historische Simulationen), der aber wohl derzeit mit anderen Dingen beschäftigt ist.


    Dass die all-in Lösung für Einmalanlagen mathematisch am besten ist, gilt auch nur für die Ansparphase, die der Fokus bei Notgroschen ist. Nähe der Entsparphase ist die Situation anders, siehe https://www.finanzen-erklaert.de/500-000-euro-i…oder-auf-raten/

  • S&P500 Daten seit ~1900 und historische Simulationen...

    Ich halte es für problematisch, die historische Entwicklung des S&P 500 als Maßstab zu verwenden. Die Vereinigten Staaten gehörten im 20. Jahrhundert zu den erfolgreichsten Kapitalmärkten überhaupt, hatten in diesem Zeitraum keinen Krieg auf eigenem Boden und entwickelten sich gleichzeitig zur führenden Wirtschaftsmacht der Welt. Dadurch entsteht ein Survivorship- und Selection-Bias, wenn man diese Daten verallgemeinert. Das ist ungefähr so, als würde man die durchschnittliche Laufleistung des Menschen anhand der Zeiten von Usain Bolt bestimmen.

  • Ich halte es für problematisch, die historische Entwicklung des S&P 500 als Maßstab zu verwenden...

    Gewinner-und-Verlierer-ueber-22-jahre

    Warum nimmt man nicht Dänemark oder Finnland als Maßstab?

    Zitat

    Dänemark weist in den letzten 22 Jahren mit einer annualisierten Rendite von 11,2 Prozent die beste Wertentwicklung unter allen entwickelten Märkten auf – überraschend ist dabei, dass Dänemark nur einmal – im Jahr 2015 – die beste Jahresrendite erzielt hat. Finnland hat sich mit fünf ersten und drei letzten Plätzen in der Gesamtwertung einen beachtlichen 2. Platz gesichert (+9,1 %). Die USA, die 2014 Erster waren, erreichten trotz einiger hoher Renditen in den letzten Jahren mit einer annualisierten Rendite von 8,2 Prozent nur den sechsten Platz.

    Zitat

    Nach Sichtung aller Zahlen wird deutlich, dass die Rankings eigentlich nur die Zufälligkeit der globalen Aktienrenditen belegen – und das eindrucksvoll.

  • Ich halte es für problematisch, die historische Entwicklung des S&P 500 als Maßstab zu verwenden.

    Hallo Sovereign,

    Auch hier hat Georg einen Artikel.

    Ich halte seine Argumente pro S&P 500 für stichhaltig. Georg benötigt Daten in historischen Stressperioden, und keine Durchschnittswerte. Da haben die S&P 500 Daten mit den 30er Jahren, 2. Weltkrieg mehr Material als Msci ab 1970. "Im Stressszenario sind Verallgemeinerungen möglich"

  • MSCI World vs. BECK und KOMMER!

    • Andreas Beck – verschenkt der GPO Rendite?
    • Gerd Kommer – wieso so wenig US-Aktien?
    • Moritz Henkel von VanEck – was bringen Themen-ETFs wirklich?

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  • Kurzer Hinweis zum Video. Gleich ab Minute 3 stimmt die Antwort von Beck nicht, was diese Studie betrifft.

    Und ein Kommentar zum Video ist besonders interesssant (ich zitiere peterruwe837):


    “Die beiden genannten Fonds sind eigentlich etwas für Rentner, die die erste Million oder mehr schon geschafft haben und nicht mehr arbeiten. Die können dann mit den Fonds und einem Entnahmeplan (siehe drei Töpfe) ohne Sorgen ihren finanziellen background absichern. Finanzielle Fehler im Alter lassen sich nicht mehr reparieren. Auch wenn die gedanklichen Fähigkeiten abnehmen, ist dies eine Methode, finanziell über die Runden zu kommen und auch nicht von Betrügern abgezockt zu werden.“

  • Kurzer Hinweis zum Video. Gleich ab Minute 3 stimmt die Antwort von Beck nicht, was diese Studie betrifft.

    Bei Beck stimmen aus meiner Sicht viele Aussagen nicht. Das war insgesamt ein sehr schwacher Auftritt. Er scheint die Studie von Cederburg nicht zu kennen. Es werden in der Studie eben nicht nur US-Aktien betrachtet.

    Außerdem vermischt er (bewusst oder unbewusst) zwei unterschiedliche Themen: Zum einen die Frage, ob eine breitere Diversifikation innerhalb des Aktienanteils gegenüber einer Marktkapitalisierungsgewichtung sinnvoll ist und zum anderen, ob eine breitere Diversifikation über verschiedene Assetklassen hinweg, also eine geringere Aktienquote und eine Antizyklik die bessere Strategie darstellt. Es ging um die zu erwartende Rendite. Diese Frage kann man relativ einfach beantworten und die Antwort darauf kennt Beck auch.

    Ehrlicherweise hätte er sagen sollen, dass sein GPO mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Portfolio aus 100 % Aktien bei der reinen Rendite nicht schlagen wird. Allerdings dürfte die risikoadjustierte Rendite durchaus attraktiv sein und als Anleger sollte man nicht ausschließlich auf die Maximierung der Rendite fokussieren. Insbesondere, wenn man nicht mehr so viel Zeit hat oder das Vermögen relativ groß ist.

    In dem Video hat der Verkäufer Beck gesprochen. Nicht der Wissenschaftler Beck.

  • ... und ich habe mir, wie immer, die Zeit gespart diese Filmchen zu konsumieren... :)

    Werde ich wohl zukünftig auch machen.
    Beck:

    schwacher Auftritt in einer Art Verteidigerrolle

    Kommer:

    spult souverän seine Sicht der Dinge ab und macht Werbung für seinen ETF (ist ja legitim).

    Der Mensch von VanEck:

    Sowas höre ich mir jetzt schon nicht an.

    Und dieser „Moderator“ ?

    Wahrscheinlich gehört er zu der Kategorie: entweder man hasst ihn oder man liebt ihn.

  • Warum sollte ich auch... mein Fahrplan steht, die Sparpläne laufen und dabei wird die Verlagerung auf ausschüttende ETF weiter vorangetrieben. :thumbup:

    Ist doch gut, genauso ist es richtig.

    Der Beck ist sowieso kein Marketing Profi sonst würde er schon längst auch eine ausschüttende Variante für seinen ETF anbieten…also seinen Fonds genauer.
    Außerdem würde ich ihn für diese Videos mal eine Stilberatung empfehlen. Sowas kann Wunder wirken.

  • ... und ich habe mir, wie immer, die Zeit gespart diese Filmchen zu konsumieren... :)

    Werde ich wohl zukünftig auch machen.

    Solange ihr euch die Zeit nehmt, hier im Finanztip-Forum zu diskutieren (selbst darüber, was Zeitverschwendung ist) bin ich schon zufrieden. ;)

    Ich habe von Beck und Kommer bisher viel gelernt und halte sie für einen echten Lichtblick in einem Land, in dem finanzielle Bildung nicht unbedingt Hochkonjunktur hat.

  • Solange ihr weiterhin die Zeit habt, hier im Finanztip-Forum zu schreiben und zu kommentieren was Zeitverschwendung ist, bin ich glücklich.

    Das läuft so nebenher. Ich habe zum Beispiel heute bereits für unseren Kochkurs Zwiebeln geschnitten und mir dabei dieses Video angehört.

    Ich sag mal ganz ehrlich: wenn ich jetzt in einer halben Stunde 500.000 € auf einen Schlag in einen ETF/Fonds investieren müsste, wäre der Beck ganz hinten. Kommer geht natürlich auch bei hohen Summen.

  • Ich sag mal ganz ehrlich: wenn ich jetzt in einer halben Stunde 500.000 € auf einen Schlag in einen ETF/Fonds investieren müsste, wäre der Beck ganz hinten. Kommer geht natürlich auch bei hohen Summen.

    Ich denke, du bist bei dem Thema etwas zu streng. Für dich mag das GPO nicht die richtige Wahl sein. Das macht es aber noch lange nicht zu einem schlechten Produkt.

    Insbesondere die Kommunikation von Beck halte ich für einen großen Pluspunkt. Sie hilft vielen Privatanlegern, in Krisen investiert zu bleiben, statt panisch auszusteigen. Meiner Meinung nach ist genau das eines der Hauptprobleme. Selbst bei erfahrenen Anlegern. Er kommuniziert halt über den Lochner, weil der Reichweite hat. Und der Lochner hat Reichweite, weil Marktschreierei (leider) besser bei den Leuten ankommt als sachliche Videos.

    Der Fonds steuert inzwischen auf ein Volumen von einer Milliarde Euro zu. Das ist immerhin Geld, das nicht in teuren und fragwürdigen Bank- oder Versicherungsprodukten gelandet ist. Insofern leistet Beck hierzulande durchaus einen positiven Beitrag.

    Und schlecht läuft der Fonds ja nun wirklich nicht: Rund +50 % in fünf Jahren (ca. +8,5 % p. a.) sind fast doppelt so viel wie der Sektor im Schnitt erreicht hat. Auch den Lifestrategy 80 von Vanguard hat er seit Auflage geschlagen. Seit einem Jahr sogar den MSCI World. Das kann sich sehen lassen.

    Wie es in 10 oder 20 Jahren aussieht, weiß heute natürlich niemand. Aber wenn die Krisen wieder heftiger und länger werden und die Tendenz zur Rückkehr zum Mittelwert greift, könnte sich der Ansatz durchaus (weiter) bewähren.

    100 % in einem Aktien-ETF wird er langfristig vermutlich nicht schlagen. Aber das muss er auch gar nicht. Die meisten Anleger und professionellen Vermögensverwalter schaffen das schließlich auch nicht. Nicht einmal ansatzweise.

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