Ein KISS von Irving – Zielpfad: 5 auf 20 Mio €

  • Gibt es zu dem Ansatz deiner Frau belastbare Datenreihen seit 1970 oder länger, die ihn empirisch stützen?

    Es gibt Probleme hier mit der Datenreihe für die Emerging Markets.
    Deshalb war mein jovialer Einwand eigentlich gegen die steilen Thesen des Videos gerichtet.

    Das Jahr 2026 dürfte für die ETFs mit hohem US-Anteil schwierig werden.

    Also dann wieder zurück zum Video.

  • Ein paar Gedanken von Mr. Kommer zum Thema „Value-Comeback“.


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    Da hier im Forum immer wieder Fragen zu Dividenden-ETFs gestellt werden: Unabhängig davon, wie sinnvoll man diese Strategie findet, würde ich persönlich bei dem Ziel regelmäßiger Ausschüttungen eher einen ausschüttenden Value-ETF einem klassischen Dividenden-ETF vorziehen.

    Der Value-Faktor ist wissenschaftlich gut belegt. Eine hohe Dividendenrendite allein stellt hingegen keine Faktorprämie dar und bietet aus rationaler Sicht keinen systematischen Vorteil. Da Value-Aktien tendenziell ebenfalls höhere Ausschüttungen liefern, halte ich sie für die geeignetere Wahl (Anmerkung: Das wird vom Interviewer im Video vermischt und falsch wiedergegeben).

  • Schön! Wir sind also nicht in einer Blase, sagt Herr Kommer.

    Kann mir mal jemand den Inhalt dieses Videos kurz zusammenfassen?

    Der Typ ist doch der einzige Schreiberling von Börse online, oder ? Täusche ich mich vielleicht? Diese Börsen Zeitschrift hat doch immer reißerische und gruselige Empfehlungen.

    Marian… sowas geht doch gar nicht…

    Und was lese ich in in den Kommentaren?

    Gerd Kommer empfiehlt ETFs ? Welche ?


    https://www.boerse-online.de/nachrichten/ak…n-20374905.html

  • Ausgerechnet Tomarcy wirft anderen „endloses Gerede“ und „sinnloses Geschwätz“ vor.

    Besser wird es heute wohl nicht mehr. :thumbup:

    Apropos „Agnostiker beim Anlegen“.... hast du nicht erst kürzlich hier im Forum in der Bibel nach Rechtfertigungen für Börsenanlagen gesucht ?:/

  • Ausgerechnet Tomarcy wirft anderen „endloses Gerede“ und „sinnloses Geschwätz“ vor.

    Besser wird es heute wohl nicht mehr. :thumbup:

    Apropos „Agnostiker beim Anlegen“.... hast du nicht erst kürzlich hier im Forum in der Bibel nach Rechtfertigungen für Börsenanlagen gesucht ?:/

    Jetzt vermischen wir mal bitte nicht mehrere Dinge.
    Ein Video von fast einer Stunde ohne Inhalt. Sowas produziert hier im Forum niemand.

  • Jetzt vermischen wir mal bitte nicht mehrere Dinge.
    Ein Video von fast einer Stunde ohne Inhalt. Sowas produziert hier im Forum niemand.

    Das Video war qualitativ vielleicht nicht ganz auf dem Niveau deiner etwa 8.400 Beiträge in etwas mehr als einem Jahr, aber ich fand es trotzdem ziemlich gut.

    Gegen Fonds-Wettrennen, Islamic-ETF-Vorstellungen, Yogagruppe-Anlagekonzepte und diverse Verschwörungstheorien über andere User hat Kommer natürlich keine Chance.;)

    Er hatte gute Punkte in dem Video. Vor allem für Anfänger ist einiges dabei. Es wiederholt sich halt, aber das kann man nicht verhindern, wenn man nicht in die Finanzpornografie abdriftet.

  • Ich habe das Video jetzt ungefähr 30 Minuten durchgehalten und dann abgebrochen.
    So ein schreckliches Gerede. Agnostiker beim Anlegen und dann dieses endlose Geschwätz.

    Doppelte Geschwindigkeit ist bei Kommer immer hilfreich.
    Du bist halt sehr monotheistisch unterwegs und hältst dich an das Gebot:

    Du sollst neben Hartmut Walz keinen anderen selbstverliebten Anlagegott haben.

    Joa,ich weiß schon, der Prof. ist Konsumentenschützer und der Gerd Verkäufer….

  • Falls Interesse daran besteht, die Diskussion wieder etwas zu versachlichen, würde ich gerne wieder zu den Themen zurückkehren.

    Vorausgesetzt die Datenlage dieses Videos ist valide, spricht es ein paar grundsätzliche Fragen an, die sich mir ebenfalls stellen.

    Zitat

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    Insbesondere wenn es um die Übergewichtung von Regionen geht.
    Der Verweis, dass stattdessen Faktoren für die Rendite-/Risikoentwicklung ausschlaggebend seien, war mir auch etwas zu dünn. Da bräuchte es mehr dazu, wenn das als Argument verwendet werden soll.

    Aber die Frage nach der grundsätzlichen Strategie bei von MCAP abweichenden Regionengewichtungen stellt sich mir auch.
    Würde Tomacrys Frau an 8% Japan festhalten, wenn Japan in 30 Jahren 40% der Marktkapitalisierung ausmachen würde? Falls ja würde diese Strategie deutlich underperformen.

    Wenn nicht, bräuchte es Kriterien, wann eine Region als "verklumpt" gilt und wie genau man dann die anderen Regionen gewichten sollte. Das wäre dann eine grundsätzlich aktive Strategie, bei der man auf Regionengewichtungen reagiert.
    Im Video wurde allerdings gezeigt, dass zumindest in den letzten 20 Jahres-Zeiträumen (von denen es allerdings seit 1970 nur 2 voneinander unabhängige gibt) selbst eine Regionengleichgewichtung VOR Kosten etc. keine Outperformance gebracht hat.

    Alternativ könnte man auch über andere aktive Strategien nachdenken, wie bspw. die Gewichtung nach KGV/KBV/o.ä. Wenn es die eine langfristig erfolgreiche Strategie gäbe, wäre sie wohl schon als ETF zu haben...

  • Der Verweis, dass stattdessen Faktoren für die Rendite-/Risikoentwicklung ausschlaggebend seien, war mir auch etwas zu dünn. Da bräuchte es mehr dazu, wenn das als Argument verwendet werden soll.

    Dir sind die Studien bzgl. des Fünf-Faktoren-Modells des Nobelpreisträgers Eugene Fama und Kenneth French zu dünn? :/ Hast du das schon Mal gelesen? Also ,,dünn" würde ich das nicht nennen. Eher ,,verdammt kompliziert".

    Zitat von Ariel

    Wenn nicht, bräuchte es Kriterien, wann eine Region als "verklumpt" gilt und wie genau man dann die anderen Regionen gewichten sollte. Das wäre dann eine grundsätzlich aktive Strategie, bei der man auf Regionengewichtungen reagiert.

    Meines Erachtens gibt es zu diesem Thema keine objektiven Kriterien. Vieles ist letztlich willkürlich. Im Rückblick seit 1970 zeigt sich, dass eine regionale „Andersgewichtung“ gegenüber der Marktkapitalisierung keine messbaren Vorteile gebracht hat. Gleichzeitig hat sich im betrachteten Zeitraum das „Black Swan“-Risiko eines „Failed State“ nicht materialisiert: Es gab weder größere Kriege auf dem Boden für den Kapitalmarkt relevanter Länder noch gesellschaftliche bzw. geopolitische Verwerfungen in dem Ausmaß, wie wir sie z. B. in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erlebt haben.

    Ob (und wie!) sich ein derartiges Risiko in den kommenden 20-30 Jahren materialisieren wird, lässt sich heute nicht verlässlich einschätzen. Jede Entscheidung darüber bleibt subjektiv. Eine allein auf Rendite und Risiko (etwa in Form des maximalen Drawdowns) gestützte Analyse für einen relativ friedlichen Zeitraum wie 1970–2026 erscheint mir problematisch.

  • Im Video wurde allerdings gezeigt, dass zumindest in den letzten 20 Jahres-Zeiträumen (von denen es allerdings seit 1970 nur 2 voneinander unabhängige gibt) selbst eine Regionengleichgewichtung VOR Kosten etc. keine Outperformance gebracht hat.

    Alternativ könnte man auch über andere aktive Strategien nachdenken, wie bspw. die Gewichtung nach KGV/KBV/o.ä. Wenn es die eine langfristig erfolgreiche Strategie gäbe, wäre sie wohl schon als ETF zu haben...

    Ich habe das Video nicht vollständig angesehen. Ich gehe aber davon aus, dass es wie üblich um die Betrachtung eines einmaligen Anlagebetrags geht.
    Wie realistisch dieses Szenario auf die eigene Geldanlage zutrifft, kann ja jeder Anleger selbst beurteilen. Wer mit 25 Jahren beginnt einen Sparplan zu besparen, wird die eigentlichen Auswirkungen seiner Anlagestrategie erst im letzten Drittel der Ansparphase wirklich spüren.

    Am Anfang mag man noch allein mit den Sparraten das Depot rebalancen können. Irgendwann klappt das aber nicht mehr, sofern die Sparraten nicht deutlich überproportional anwachsen.
    Und Spätestens dann werden Steuern/Transaktionskosten fällig, wenn zwischen den Regionen umgeschichtet werden muss.

  • Naja, es gibt auch viele Dividenden-ETF, obwohl es sich nicht um eine langfristig erfolgreiche Strategie handelt.

    Ob etwas „erfolgreich“ ist, hängt von der Definition ab. 5 Mio. Euro im FTSE All-World High Dividend Yield liefern rund 10.000 Euro netto im Monat (plus Wertsteigerungen). Einfach, inflationssicher, wachsend und theoretisch ewig. Das kann man durchaus als erfolgreiche Vermögensverwaltung bezeichnen. Auch wenn mit einem FTSE All-World ohne Dividendenfokus die Rendite (vielleicht) besser sein wird. Eines ist sicher: Man katapultiert sich mit der Strategie in die TOP 0,1% aller Kapitalanleger und dürfte so gut wie jeden gut bezahlten Vermögensverwalter, Wealth Management Berater und Selbermacher nach Kosten deutlich schlagen.

  • Ob etwas „erfolgreich“ ist, hängt von der Definition ab. 5 Mio. Euro im FTSE All-World High Dividend Yield liefern rund 10.000 Euro netto im Monat (plus Wertsteigerungen). Einfach, inflationssicher, wachsend und theoretisch ewig. Das kann man durchaus als erfolgreiche Vermögensverwaltung bezeichnen. ...

    Naja, die letzten 10 Jahre hatte das Dividendending 157% ggü. 213% beim normalen All-World. Wenn das erfolgreich ist, was wäre dann Deiner Meinung nach nicht mehr erfolgreich?

    ...Auch wenn mit einem FTSE All-World ohne Dividendenfokus die Rendite (vielleicht) besser sein wird.

    Das wäre zumindest erwartbar, nicht "vielleicht".

    ...Eines ist sicher: Man katapultiert sich mit der Strategie in die TOP 0,1% aller Kapitalanleger und dürfte so gut wie jeden gut bezahlten Vermögensverwalter, Wealth Management Berater und Selbermacher nach Kosten deutlich schlagen.

    Das wage ich zu bezweifeln, jedenfalls bei dem von Dir genannten Produkt. Dass man es im Rückblick weiß, welches das richtig Produkt war und deshalb nun glaubt, es auch für die Zukunft zu wissen, ist mir klar. Das ist die übliche Clusterillusion der privaten Kleinanleger.

  • Naja, die letzten 10 Jahre hatte das Dividendending 157% ggü. 213% beim normalen All-World. Wenn das erfolgreich ist, was wäre dann Deiner Meinung nach nicht mehr erfolgreich?

    Wenn knapp 70 Mio. Deutsche gar nicht am Kapitalmarkt investiert sind und der Rest überwiegend auf strukturierte und aktive Produkte setzt, gibt es auf Anhieb mehr als 75 Mio. Strategien allein in diesem Land, die schlechter abschneiden und unter die Kategorie ,,nicht mehr erfolgreich" fallen. In fast allen Fällen reicht es nicht einmal zum Inflationsausgleich.

    Zitat von Schwachzocker

    Das wage ich zu bezweifeln, jedenfalls bei dem von Dir genannten Produkt.

    Du lebst in einer informierten Blase und unterschätzt wie schlecht ,,dort draußen" angelegt wird.

    Ich korrigiere mich: Der FTSE All-World High Dividend dürfte eher zu den besten 0,01% der Produkte und Strategien gehören.

  • Eine Quelle wäre schon ganz gut.

    Wie schlecht man anlegen kann, weiß ich aus meiner Sparkassenzeit sehr gut. Es war so schlecht, dass ich überhaupt erst auf die Idee gekommen bin, dass etwas falsch läuft. Wäre es etwas weniger schlecht gewesen, hätte ich möglicherweise nichts bemerkt.

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