Ein KISS von Irving – Zielpfad: 5 auf 20 Mio €

  • Wenn ich Deinen ETF aus dem Eingangspost mit dem Produkt von iShares "gehedged" vergleiche, kommt folgendes raus...

    Das ist sehr schön für Anleger, die in dem Zeitraum im ,,iShares gehedged" investiert waren. Hätte sich ein Anleger 2010 nicht für ,,deinen" MSCI World, sondern den NASDAQ 100 entschieden, hätte er heute nicht 540%, sondern 1700% Gewinn.

    Zitat von Warren Buffet

    Hindsight makes it easy to beat the market.

  • ...

    Ich bin sehr gespannt auf die Entwicklung in den kommenden zehn Jahren. Die von mir angenommene Outperformance von 1 % p. a. betrachte ich als Minimalziel (wohl wissend, dass diese Aussage hier im Forum regelmäßig für hohen Blutdruck sorgt ;)).

    Ist das der Grund, warum Du die Aussage beharrlich wiederholst?

    Jeder aktive Anleger nimmt an, dass seine Strategie eine Outperformance bringt. Diejenige, die das nicht annehmen, haben einfach nicht alle Tassen im Schrank.

  • Wechselkursentwicklungen und deren Effekte sind ex ante nicht prognostizierbar und für den langfristigen Vermögensaufbau von untergeordneter Bedeutung.

    Da hast Du Recht. Das war aber nicht die Frage, sondern Du weichst auf einen Nebenschauplatz aus, wenn Dir die eigentliche Frage nicht in den Kram passt. Der Punkt ist, dass Du Deine Schlussfolgerungen aus einer sehr kurzen Phase ziehst, die durch sehr signifikante Wechselkurswirkungen geprägt und mglw. verzerrt ist. Daher ziehst Du - um ein sehr freundliches Wort zu verwenden - sehr kühne Schlussfolgerungen.

    Wer die Faktorprämien (oder die Equity-Prämie) akzeptiert und entsprechend investiert, erzielt langfristig höhere Renditen.

    Du denkst also, dass es eine Wahrscheinlichkeit gibt, dass in Zukunft höheres systematisches Risiko nicht mehr prämiert wird und wir z.B. keine Equity Prämie mehr haben werden?

    Nahezu jeder setzt selbstverständlich auf die Equity-Prämie, während Faktorprämien gleichzeitig angezweifelt oder abgelehnt werden.

    Du ziehst eine absurde Schlussfolgerung, weil Du die finanzwissenschaftliche Debatte nur sehr selektiv wahrnimmst und alles ausblendet, das nicht zu Deiner Ideologie passt. Ich betreibe selbst auch Faktorinvesting, bin also grds. dem ggü. aufgeschlossen. Es ist aber falsch, die Faktorprämien ebenso als gesichert anzusehen wie die Equity-Prämie - das betrifft die Prämie an sich und die Frage, ob sie tatsächlich nutzbar gemacht werden kann.

    Meine herzliche Bitte wäre, dass Du den aktuellen Erkenntnisstand der finanzwissenschaftlichen Forschung zur Kenntnis nimmst und nicht nur die Teile, die Deine Ideologie stützen. Das würde im Übrigen auch Deine Argumentation an den Stellen stützen, an denen Du richtige Punkte hast.

    Es gibt den L&G Gerd Kommer Multifactor Equity Index auch ohne Faktorprämien. Er wird von Solactive im Hintergrund berechnet.

    Davon berichtest Du gelegentlich, bist bislang aber jeden Beleg oder Beweis schuldig geblieben. Eine unbelegte und unbewiesene Behauptung ist aber - nur eine Behauptung und nichts wert.

  • Jeder aktive Anleger nimmt an, dass seine Strategie eine Outperformance bringt. Diejenige, die das nicht annehmen, haben einfach nicht alle Tassen im Schrank.

    Für Risikoprämien liegt eine breite und robuste empirische Evidenz vor. Gleiches gilt für die Erfolgswahrscheinlichkeit aktiven Anlegens. Mit gegenteiligem Ergebnis. Ersteres ist nachweislich erfolgreich, Letzteres nicht. Warum du diese beiden Themen vergleichst, ist unklar. Vermutlich, um eine Argumentation zu retten, die in der Kapitalmarktforschung seit Langem entschieden ist.

  • Ich weiß, dass meine positiven Aussagen zum Gerd Kommer ETF und zu Faktoprämien hier auf viel Ablehnung und eine Verteidigungshaltung stoßen. Das war erwartbar.

    Ich betone noch einmal: Ich berichte hier lediglich, wie es bei uns läuft und wie ich die Lage einschätze. Ich nehme niemandem etwas weg und spreche niemandem seinen ETF ab.

    Hätte ich nicht auf den Gerd Kommer ETF gesetzt und nach Marktkapitailsierung angelegt, hätte ich heute mehr als 200.000 Euro weniger. Jeder, der mit Sparplan den GK-ETF gewählt hatte, würde heute mehr im Depot haben als mit marktkapitalisierendem ETF. Alles nach Kosten. Diese Erwartung habe ich hier im Forum vor der Outperformance mehrfach kommuniziert. Dafür wurde ich hart angegangen. Ich lag bisher richtig. Meine Kritiker nicht. Das sind nun einmal die Fakten. Und die muss man einfach aushalten. Auch als MCAP-Befürworter.

    Ob sich diese Entwicklung in Zukunft fortsetzt, lässt sich allein daraus natürlich nicht ableiten. Persönlich gehe ich jedoch weiterhin von einer deutlichen Outperformance aus. Nicht, weil der ETF bisher besser gelaufen ist, sondern weil sich dies in den langfristigen Daten für mich zeigt und sachlogisch erklärbar ist. Kommt sie nicht, werde dies ebenfalls transparent kommunizieren.

    Wer das anders sieht, kann selbstverständlich anders anlegen.

  • Für Risikoprämien liegt eine breite und robuste empirische Evidenz vor. Gleiches gilt für die Erfolgswahrscheinlichkeit aktiven Anlegens. Mit gegenteiligem Ergebnis. Ersteres ist nachweislich erfolgreich, Letzteres nicht. Warum du diese beiden Themen vergleichst, ist unklar. Vermutlich, um eine Argumentation zu retten, die in der Kapitalmarktforschung seit Langem entschieden ist.

    Auf meine Argumentation gehst Du leider nicht ein. Die lautet:

    Der Kommer-Fonds greift die Faktorprämien nicht vollständig ab; er greift Dir aber die Gebühren mehr als vollständig ab.

  • Auf meine Argumentation gehst Du leider nicht ein. Die lautet:

    Der Kommer-Fonds greift die Faktorprämien nicht vollständig ab; er greift Dir aber die Gebühren mehr als vollständig ab.

    Das habe ich oben bereits mehrfach erklärt. Die Faktoren haben seit Fondsauflage nach Kosten eine Outperformance generiert. Der Index ohne Faktoren wird nicht veröffentlicht. Diese Info wurde mehrfach in Interviews kommuniziert. Wer dem nicht glaubt, dem kann ich leider nicht helfen.

  • Ich betone noch einmal: Ich berichte hier lediglich, wie es bei uns läuft und wie ich die Lage einschätze. Ich nehme niemandem etwas weg und spreche niemandem seinen ETF ab.

    Vor allem versuchst Du die Illusion zu erzeugen, hier extrem wissenschaftsbasiert zu argumentieren, bist dabei aber nicht sehr sattelfest.

    Und wenn Du dann widerlegt wirst und Gegenargumente nicht mehr parieren kannst, schwurbelst Du was von wegen „Das wird man wohl sagen dürfen!“ daher.

  • Und die haben die Outperformance gebracht, ja?

    Nein, haben sie nicht!

    Du hast also Daten zum Gerd Kommer Multifactor Equity Index ohne Faktor-tilt? Wow.8|

    Oder denkst du, dass ich behauptet hätte, dass die Outperformance zu MCAP seit 2023 und insbesondere seit 2025 durch die Faktoren entstand? :/ Das denke ich nicht und habe ich auch nirgends geschrieben. Ich kann es gerne nochmal erklären, wenn Bedarf besteht...

  • Du hast also Daten zum Gerd Kommer Multifactor Equity Index ohne Faktor-tilt? Wow.8|

    Oder denkst du, dass ich behauptet hätte, dass die Outperformance zu MCAP seit 2023 und insbesondere seit 2025 durch die Faktoren entstand? :/ Das denke ich nicht und habe ich auch nirgends geschrieben. Ich kann es gerne nochmal erklären, wenn Bedarf besteht...

    Ja bitte!

  • Ja bitte!

    1. Der Gerd-Kommer-ETF hat auf Sicht von 3, 6 und 12 Monaten den MSCI World, den ACWI IMI und den FTSE All-World deutlich outperformt. Das war gut für uns und für alle, die in diesem Zeitraum investiert waren.

    2. Wer seit der Fondsauflage im Juni 2023 einen Sparplan auf den Gerd-Kommer-ETF hatte, hat heute mehr Vermögen im Depot als mit einem Sparplan auf den MSCI World, ACWI IMI oder FTSE All-World.

    3. Ohne Sparplan, aber mit einem Einmalinvestment zur Fondsauflage, hätte man heute etwas weniger im Depot als mit dem MSCI World und dem FTSE All-World, aber etwas mehr als mit dem ACWI IMI.

    4. Ich hatte diese Outperformance erwartet und im letzten Jahr mehrfach darauf hingewiesen. Das gefiel vielen damals nicht und gefällt auch heute noch vielen nicht.

    5. Ich gehe davon aus, dass diese Outperformance hauptsächlich durch die andere regionale Aufteilung zustande kam.

    6. Der Gerd-Kommer-Multifactor-Equity-Index weist mehrere Besonderheiten auf, darunter eine 50-%-BIP-Gewichtung und ein 1-%-Cap. Zusätzlich enthält er einen integrierten Multifaktor-Tilt.
    Es existiert derselbe Index auch ohne Faktor-Tilt. Dieser wird nicht veröffentlicht, dient jedoch als Vergleichsmaßstab, um zu erkennen, ob die Faktoren tatsächlich zur Outperformance beigetragen haben (GK-INDEX vs. GK-INDEX ex Multifactor). Das war der Fall (Information von Gerd Kommer Invest).

    7. Ich erwarte, dass der GK-Index ex Multifactor langfristig keine Outperformance gegenüber marktkapitalisierungsgewichteten Indizes erzielen wird. Dennoch sehe ich auch für diese Strategie Vorteile, da Bewertungsspitzen reduziert und das Black-Swan-Risiko eines „failed state“ minimiert werden. Das sehen viele Experten ähnlich. Viele hier im Forum nicht.

    8. Ich erwarte, dass der GK-ETF durch den Multifaktor-Tilt langfristig eine Outperformance gegenüber MCAP-ETFs generieren wird.

  • 9. Die Outperformance wird bis zum Ende aller Tage weitergehen. ;)


    Ich glaube schon das irgendwelche Faktoren zeitweise eine höhere Performance erzielen können. Jetzt steigen die Märkte gerade und was machen die Faktoren wenn’s fällt?

    wer Kommer mag soll ihn kaufen, mit meiner breitgestreuten Anlage komme ich schon zurecht und ich heule auch nicht wenn da mal ein halbes Prozent Rendite auf der Strecke bleibt.

    Irgendwie mag ich den Kommer nicht, warum kann ich noch nicht mal sagen.
    Deswegen werde ich aber ohne den weiter sparen und hoffentlich nicht verhungern.,

  • Irgendwie mag ich den Kommer nicht, warum kann ich noch nicht mal sagen.

    Das kann ich verstehen. Ich hab mit seiner Art auch meine Schwierigkeiten. Es gelingt mir meistens das auszublenden und nur die Fakten zu betrachten.

    Ich mochte auch Jack Bogle nicht besonders, weil er gerne damit geprahlt hat wie er erfolgreich Market Timing betrieben habe, von Nicht-US-Aktien abriet und über Jahre Faktorinvesting als Teufelszeug beschrieb (um dann aber selbst Faktor-ETFs aufzulegen). Deswegen ist Vanguard trotzdem eine Top-Firma mit erstklassigen Fonds. Man sollte sich deshalb auf die Produkte und die Fondsgesellschaft fokusieren. Nicht auf die Gesichter.

    Einmal editiert, zuletzt von Irving (26. Februar 2026 um 20:37)

  • Irgendwie mag ich den Kommer nicht, warum kann ich noch nicht mal sagen.

    Das wird dann bei dir so ein Gefühl sein, das du gar nicht beschreiben kannst.

    Ging mir auch so als ich diese Woche das erste Mal Manuel Hagel (CDU, will Ministerpräsident in Baden-Württemberg werden) und Abigail Spanberger reden hörte.


  • Es existiert derselbe Index auch ohne Faktor-Tilt. Dieser wird nicht veröffentlicht, dient jedoch als Vergleichsmaßstab, um zu erkennen, ob die Faktoren tatsächlich zur Outperformance beigetragen haben (GK-INDEX vs. GK-INDEX ex Multifactor). Das war der Fall (Information von Gerd Kommer Invest).

    Bevor die Faktoren einbezogen werden, werden die Länder nach GDP / MCap gewichtet, Verliereraktien ausgeschlossen, Schwellwerte und ESG angewendet, so dass etwa 5000 Aktien im Index sind. Mehr ist das nicht.


    Kleine Anmerkung: Momentum und Investment Faktor werden allerdings auch genutzt, um zu beeinflussen , ob eine Aktie in den Index kommt oder rausfliegt (Kostensenkung). Daher kann es eigentlich keinen GK Vergleichsindex geben, der Faktoren überhaupt nicht berücksichtigt.

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