Ein KISS von Irving – Zielpfad: 5 auf 20 Mio €

  • Thomas von Finanzfluss hat auch neulich seine BU-Versicherung gekündigt (Quelle: Youtube Interview mit ihm), weil er sie nicht mehr bräuchte, weil er auch ohne Arbeitseinkommen gut versorgt sei. Aber nur weil das für ihn so passt, ist das ja nicht allgemeingültig.

    Ich denke, dass Versicherungen nur für Risiken sinnvoll sind, deren finanzielle Folgen man nicht aus eigenen Mitteln tragen kann. Schäden, die sich problemlos selbst begleichen lassen, sollten nicht versichert werden.

    Wer nicht auf ein laufendes Arbeitseinkommen angewiesen ist, benötigt aus dieser Perspektive keine BU-Versicherung. Wir haben daher ebenfalls keine.

    Insgesamt ist zu beobachten, dass insbesondere in Deutschland häufig Versicherungen abgeschlossen werden, die eher dem subjektiven Sicherheitsgefühl dienen als einer objektiven Risikovorsorge. Letztlich ist der Abschluss dieser ,,Wohlfühl-Versicherungen" eine Wette darauf, dass die Wahrscheinlichkeitsannahmen der Versicherungsgesellschaften nicht aufgehen bzw. dass sehr konzentriert und mehrfach die ungünstigen Fälle bei einem selbst eintreten. Da diese Berechnungen auf umfangreichen Daten beruhen, ist das eher unwahrscheinlich.

  • In den vergangenen Tagen dürfte bei einigen die Frequenz des Konsums von Nachrichten, der Besuche auf News-Webseiten sowie der Blick ins eigene Depot gestiegen sein.

    Vor diesem Hintergrund möchte ich das Buch Die Kunst des digitalen Lebens von Rolf Dobelli empfehlen. Zwar befasst es sich nicht unmittelbar (aber auch) mit Kapitalanlage, beleuchtet jedoch auf sehr lesenswerte Weise den Konsum von Nachrichten und die damit verbundenen negativen Effekte. Darüber hinaus zeigt das Buch konkrete Alternativen für einen bewussteren und produktiveren Umgang mit Informationen auf. Ein Aspekt, der gerade für Anleger von hoher Relevanz ist.

    Das Buch ist in den meisten Bibliotheken verfügbar und kostet gebraucht rund 5 Euro, neu etwa 16 Euro. Es handelt sich m.E. um eine ausgesprochen lohnende Investition.

  • Jetzt wäre es schon ganz gut, wenn man ein USA-Tech-Klumpenrisiko im Depot hätte.

    Zumindest hält sich der MSCI World recht wacker im Vergleich zum Kommer-ETF und zum MSCI ACWI. Bei letzteren fallen jetzt erstmal die EM wie ein Stein.

    Alles ist temporär zu betrachten. 2041 wird man zurückschauen und sagen: „Ach, war da was ?“

  • Ja der Kommer ist echt auf Tauchkurs, noch schlimmer hat es aber meinen neuen L&G Dividenden ETF erwischt. Vielleicht habe ich die Zusammensetzung da auch nicht ganz verstanden, aber der läuft gerade noch schlechter als ein MSCI Momentum und nur unwesentlich besser als die ganzen Emerging Markets….


  • Also ich weiß ja nicht, was bei Euch los ist, aber in meinem Depot sehe ich nur übliche Aktienmarkt-Schwankungen.
    Wenn ich nach dem Gerd Kommer ETF suche, werden mir in der Wochenansicht -0,27% angezeigt. 🤷🏼‍♂️

    Aktuell fällt das für mich noch unter „nothing ever happens“.

    (Kann und wird sich irgendwann natürlich noch ändern).

  • Aber mal im Ernst, ich finde es an Tagen wie heute durchaus spannend, die Kurse von diversen Musterdepots zu vergleichen. Es ist auch überhaupt nicht schlimm, wenn es mal paar Tage oder Wochen mit den Kursen runtergehen sollte. Ich persönlich finde es nur überraschend, wenn mein „defensivster“ ETF im Vergleich am meisten abschmiert.

  • Der Thread soll der verbreiteten Neigung entgegenwirken die Vermögensstruktur unnötig zu verkomplizieren, kurzfristigen Entwicklungen übermäßige Bedeutung beizumessen und sich in Details zu verlieren, die am langfristigen Ergebnis wenig ändern. Stattdessen soll er Orientierung und Einordnung bieten, insbesondere in volatilen Marktphasen.


    1 Monat20261 Jahrseit 6/235 Jahre15 Jahre
    MSCI World+1,2%+2,9%+7,5%+46,6%+81,8%+436,8%
    MSCI ACWI IMI+2,1%+4,6%+10,5%+45,8%+72,2%+388,2%
    Gerd Kommer Multifactor+3,5%+6,7%+12,3%+46,0%--
  • Medien:


    Realität:

    Korrektur seit dem Allzeithoch

    MSCI World-1,8%
    FTSE All-World-2,3%
    Gerd Kommer Multifactor-2,3%

    Anmerkung: Die Aussage „Krieg vertreibt Anleger“ ist irreführend. Jeder Verkaufsorder steht eine Kauforder gegenüber, sodass sich aus einem sinkenden Kurs keine Verringerung der Anzahl der Marktteilnehmer ableiten lässt.

  • Ist halt immer eine Wette auf die Zukunft. Viele Analysten scheinen ist so zu sehen, dass die größte und modernste Armee dieser Welt schnell mit dem Iran fertig wird und dann wieder business as usual stattfindet. Vielleicht neige ich zum Pessimismus. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass dieser Trend, dass man machen kann, was man will, wenn man nur militärischen stark genug ist, auch zu guten wirtschaftlichen Ergebnissen führen wird. Die Globalisierung ist doch dadurch stark geschwächt.

  • Anmerkung: Die Aussage „Krieg vertreibt Anleger“ ist irreführend. Jeder Verkaufsorder steht eine Kauforder gegenüber, sodass sich aus einem sinkenden Kurs keine Verringerung der Anzahl der Marktteilnehmer ableiten lässt.

    Gemeint ist hier eher, dass Privatleute (medienwirksam) aus den Aktien „flüchten“.
    Wenn nun fallende Kurse bei der miserablen Aktienkultur in Deutschland als Argument gebraucht werden, den Aktien den Rücken zu kehren, ist das fast schon klassisch.

    Das war ein langer Satz, der es aber trifft.
    Man ist dann eben komplett raus und die „Finanzberater:in“ hatte doch Recht…

  • Gemeint ist hier eher, dass Privatleute (medienwirksam) aus den Aktien „flüchten“.

    Unabhängig davon, dass es für solche Aussagen in dieser kurzen Zeitspanne überhaupt keine belastbaren Daten gibt, ist der Begriff „vertreibt Anleger“ schlicht falsch.
    Übrigens: Wenn dies zuträfe, müssten die Medien korrekterweise schreiben, dass Privatanleger zu günstigeren Kursen an professionelle Anleger verkaufen. Das wäre jedoch weniger marktschreierisch und medienwirksam, dafür aber sachlich richtiger und einordnender.Für die schwache Aktienkultur in Deutschland sind die Medien daher nicht ganz unschuldig.
    Ich finde es zudem schlicht schäbig, wie Teile der Medien in dieser Situation reagieren.
    Übrigens haben Privatanleger sowohl während des Corona-Crashs als auch während des Zoll-Crashs überwiegend rational agiert und sogar zugekauft.

  • 10 % Geldmarkt-ETF, 10 % Tagesgeld, 10 % Bitcoin und Zockerpapiere, 10 % Gold, 60 % Aktien-ETF, Rebalancing-Regeln,....

    Die Vorschläge von Finanztip werden meiner Meinung nach immer abstruser. Ist es wirklich so schwer, ein einfaches KISS-System aus einem oder zwei ETFs zu propagieren, das der durchschnittliche Privatanleger auch versteht und durchhält? Es müssen ja nicht unbedingt 100 % Aktien sein, aber das Video ist wirklich schwach.

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  • Jetzt sei doch nicht so kritisch. Bei den Kommentaren schreibt ein Mensch:

    Zitat:

    „Top Beitrag. Alle Fragen bezüglich Finanzen, die mir so durch den Kopf schwirrten und von Finanztip noch nicht besprochen wurden, wurden hier beantwortet. Danke!“

  • Jetzt sei doch nicht so kritisch. Bei den Kommentaren schreibt ein Mensch:

    Zitat:

    „Top Beitrag. Alle Fragen bezüglich Finanzen, die mir so durch den Kopf schwirrten und von Finanztip noch nicht besprochen wurden, wurden hier beantwortet. Danke!“

    Unter Gold-Abzocker-Videos stehen in den Kommentaren auch oft Dinge wie „Tolles System!“. Aber nur weil sich Menschen in ihrer Zockerei bestätigt fühlen, ist das noch lange kein Qualitätskriterium.

    Ich halte es für ziemlich fragwürdig, ausgerechnet überwiegend kleinen Privatanlegern zu einer Vielzahl von „Assets“ und Konten zu raten und dabei Zockerei quasi als normalen Bestandteil der Strategie darzustellen. Frühere Videos haben dagegen regelmäßig die Bedeutung von Einfachheit betont und das hatte meines Erachtens auch System.

    ,,Also....wer mehr Geld hat . . .also mehrere Zehntausend Euro....".

    Was bitte? :rolleyes:

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