Wieviel "Geld" in einem Depot / beim Neobroker

  • Inspiriert von diesem Beitrag im Forum bin ich mit meinen Überlegungen nun noch einen Schritt weiter gekommen:


    Scalable:

    - Geldmarktfonds zur Codi "verschoben". (Xtrackers durch DWS ersetzt)

    - Verrechnungskonto wird weiterhin als Tagesgeld/Notgroschen verwendet

    - Sparplan auf den MSCI World gestoppt. Bleibt aber bei Scalable im Bestand.

    - Auch unterwegs per Push-Tan verfügbar. Damit als Tagesgeld gut geeignet.

    + Inkl Notgroschen ca 1/4 meines Wertpapier-Vermögens, Tagesgeld und die ETFs der Kinder. (Aus guten Gründen in keinem Kinder Depot)


    Codi:

    - Ist sowieso schon über TAN-Generator geschützt. Keine TAN-App auf dem Smartphone. Zugriff wird unterwegs nicht benötigt.

    - Hält mit den aktuellen Umschichtung dann ca 3/4 meines (Wertpapier-) Vermögens im noch 6-stelligen Bereich.

    - Sparplan auf den ACWI gestoppt.

    - Kleinen Geldmarkt Sparplan eingerichtet.


    Genobroker:

    - Da ich früher schon Mal Kunde war, konnte ich das Depot ohne neuen Identitätsnachweis wieder eröffnen.

    - Aktuell noch auf Push-Tan. Smart-Tan mit einem Tan-Generator ist allerdings grundsätzlich möglich. Kostet aber 12 € in Jahr.

    - ETF-Sparplan auf den Kommer-ETF (mit dem ich schon länger geliebäugelt habe) eingerichtet. Dieser ersetzt die bisherigen Sparpläne bei SC und der Codi. Mit einem aktiven Sparplan ist das Depot kostenlos.

    - Wenn in 1-2 Jahren eine signifikante Summe zusammengekommen sein sollte, werde ich die 12€ pro Jahr für die Smart Tan opfern. Weiteres Sicherheitsfeatures: Das Referenzkonto kann durch den Kunden nicht online geändert werden. Und auch sonst kann es nur ein Konto bei einer Genobank sein.

    Damit habe ich eine für mich aktuell ganz gute Aufteilung in die drei Depots mit einem guten Kompromiss aus Verfügbarkeit (Push-Tan), Konditionen (alle Depots kostenlos) und Sicherheit (überschaubare Summe bei Scalable und Genobroker, gute Sicherheit bei Codi).

  • Da warst du ja sehr fleißig! Ich persönlich würde wie gesagt die ETFs (zumindest "deine") in einem Depot sammeln. Vielleicht legst du deine Paranoia ja doch noch ab ;)

  • Bin Kunde bei verschiedenen (Neo-)Brokern und mein Girokonto ist bei einer Direktbank. Zum Service habe ich nirgends eine Erfahrung, obwohl ich teilweise schon viele Jahre Kunde bin. Einfach aus dem Grund, weil es für mich nie die Notwendigkeit gab, den Service zu kontaktieren. Es funktioniert einfach...

    Ich bin weder Finanzprofi noch gebe ich Anlageberatungen.
    Meine Beiträge sind als Impulse zu verstehen, um sich selbst zu informieren.

  • Bin Kunde bei verschiedenen (Neo-)Brokern und mein Girokonto ist bei einer Direktbank. Zum Service habe ich nirgends eine Erfahrung, obwohl ich teilweise schon viele Jahre Kunde bin. Einfach aus dem Grund, weil es für mich nie die Notwendigkeit gab, den Service zu kontaktieren. Es funktioniert einfach...

    Das funktioniert eben nur, solange es auch wirklich funktioniert.

    Bei mir kam es bei TR zu schwerwiegenden Steuerfehler, die erst nach BaFin Beschwerdeverfahren angepasst worden sind. Daher halte ich nun alles bei meiner Direktbank, denn dort war die Fehlerkultur stets anders. Grundsätzlich kann es immer zu Fehlern kommen, aber der Umgang mit diesen, das ist für mich das Entscheidende.

  • Das funktioniert eben nur, solange es auch wirklich funktioniert.

    Bei mir kam es bei TR zu schwerwiegenden Steuerfehler, die erst nach BaFin Beschwerdeverfahren angepasst worden sind. Daher halte ich nun alles bei meiner Direktbank, denn dort war die Fehlerkultur stets anders. Grundsätzlich kann es immer zu Fehlern kommen, aber der Umgang mit diesen, das ist für mich das Entscheidende.

    Same here.

    Versuche seit ca. 1 Jahr (!) bei Finanzen.net zero Fehler korrigieren zu lassen, die sie beim Depotübertrag gemacht haben und der Service dort ist wirklich das schlimmste was ich je gesehen habe! (Unnötig zu sagen, dass ich vorhabe diesen Broker zu verlassen sobald die Probleme gelöst sind)

    Bei Scalable z.B. hab ich den Support auch schon gebraucht, war nicht so schnell wie bei DKB oder ING, aber immerhin einigermaßen brauchbar und man bekommt Antworten als Mail und nicht nur in einem Ticketsystem von dem man keine Screenshots machen kann.

    Die ganzen Aussagen von wegen 'ich mache nichts wofür ich den Support brauche' sind BS, ich brauchte den Support bisher fast immer weil die Bank irgendwas falsch gemacht hat (Depotübertrag, Steuerabzug etc.), also lauter Dinge, die ich mir ja nicht aussuchen kann...

  • Bzgl Support sehe ich es ähnlich. Ich habe bisher nie/kaum Support gebraucht. Genauso, wie ich noch nie die Filiale meiner Hausbank gebraucht habe. Aber wenn es eben mal schlecht läuft, dann ist jemand da. Deshalb hat mich hier die allgemeine Meinung interessiert. Leider wird das Thema Support in Tests nie abgedeckt.

    Bzgl. Vertrauen (und auch Support) kommt es bei mir durchaus auch auf die Summe an. Deshalb auch hier die Frage. Ich trage z.B. auch nicht mehr als 500 € im Geldbeutel mit mir rum. Ich habe ein grundsätzliches Vertrauen, dass ich den Geldbeutel schon nicht verliere oder er geklaut wird. Aber ab 500 € wird mir das Risiko dann doch irgendwann zu groß.

    Mit den Diskussionen hier und im anderen verlinkten Thread bin ich für mich zu dem Schluss gekommen:

    Neo Broker (Scalable): ~ 200.000 €

    Direkt(Bank): ~ 1 Mio Euro (kein Push Tan)

    Danach wird ein neues Depot eröffnet bis dieses wieder bei 1 Mio ist. So oft kommt das leider nicht vor.

  • Ist das was ich hier gerade lese Angeberei oder Realität?

    Unabhängig von der hier genannten konkreten Summe bin ich im Team Paranoia. Also viele Depots, ETF unterschiedlicher Fondsgesellschaften, zwei Girokonten unterschiedlicher Bankengruppen, daran geknüpft zwei Tagesgeldkonten wiederum mit anderen, unterschiedlichen Einlagesicherungssystemen.

  • ... und überall sind Vollachten, etc. hinterlegt? Ich war ehrlich gesagt ziemlich froh, dass meine Eltern ihre Finanzen nur bei zwei Instituten hatten und es maximal entspannt war das zu regeln.

    Es ist fast wie im richtigen Leben, deswegen heißt das hier auch Erde und nicht Paradies.

  • Also viele Depots, ETF unterschiedlicher Fondsgesellschaften, zwei Girokonten unterschiedlicher Bankengruppen, daran geknüpft zwei Tagesgeldkonten

    Das ist gar nicht so dumm.
    Ich nutze auch mehrere Banken und Depots.
    Auch bei Kreditkarten bin ich weltweit mit 2 verschiedenen von seriösen Banken unterwegs. Die Erfahrung lehrt, dass dies gut ist.

  • Mit den Diskussionen hier und im anderen verlinkten Thread bin ich für mich zu dem Schluss gekommen:

    Neo Broker (Scalable): ~ 200.000 €

    Direkt(Bank): ~ 1 Mio Euro (kein Push Tan)

    Danach wird ein neues Depot eröffnet bis dieses wieder bei 1 Mio ist. So oft kommt das leider nicht vor.

    Die Werte sind natürlich völlig subjektiv. Ich z.B. würde einem Neo-Broker genau 0 EUR überlassen, bei Direktbanken auch nur soviel, dass ich kein schlechtes Gefühl dabei bekomme.

    Warum betonst du "kein Push-TAN" bei Direktbanken? Soweit ich weiß, bieten das alle Direktbanken an, da die Kunden es ja "so schön bequem" haben wollen. Auch wenn du selbst die Schwachstelle Push-TAN nicht nutzt, sondern z.B. ChipTAN oder PhotoTAN, stehst du im Risiko. Das liegt eben daran, dass allein die Möglichkeit, Push-TAN zu nutzen, die sehr gute Sicherheit hardware-basierter Verfahren aushebelt.

  • Bei der Comdirect habe ich nur SmartTAN aktiviert. PushTAN ist deaktiviert.

    Bei Scalable geht ja nichts anderes als PushTan. Deshalb die reduzierte Gesamtsumme.

    Beim Genobroker ist aktuell (noch) nur PushTan aktiv, da hier noch kein signifikanter Bestand vorhanen ist. Wird aber auf SmartTan only umgestellt, wenn sich das ändert.

  • Bin Kunde bei verschiedenen (Neo-)Brokern und mein Girokonto ist bei einer Direktbank. Zum Service habe ich nirgends eine Erfahrung, obwohl ich teilweise schon viele Jahre Kunde bin. Einfach aus dem Grund, weil es für mich nie die Notwendigkeit gab, den Service zu kontaktieren. Es funktioniert einfach...

    Man zahlt eben für ein bestimmtes Maß an Service, in der Hoffnung, ihn niemals zu benötigen. Das ist so ähnlich wie bei Versicherungen. Wenn es dann tatsächlich irgendwann Probleme gibt, ist man froh, dass jemand da ist, der dabei hilft, das Problem zu lösen, anstatt sich von einem Chatbot zur Weißglut treiben zu lassen.

    Ich gebe dir zwei Beispiele von Problemen, die mir selbst untergekommen sind. Mein Girokonto habe ich bei der örtlichen Sparkasse, das eben nicht "kostenlos" ist.

    Vor zwei Jahren rief mich eine Mitarbeiterin besagter Sparkasse an, da mein Konto bei einer automatisierten Prüfung auf Geldwäsche aufgefallen war. Natürlich Unsinn, den ich im Gespräch sofort ausräumen konnte. Kostenlos-Anbieter hätten in einem solchen Fall wohl einfach das Konto gesperrt.

    In der letzten Woche musste ich Geld nach Indien überweisen (nur dieser Weg war möglich, nichts mit Paypal oder Wise oder ähnlichen Anbietern). Obwohl mir die vollständigen Daten des Empfängers vorlagen, zeigte sich, dass ein SWIFT-Transfer für Privatpersonen alles andere als trivial ist. Zweimal hatte ich versucht, den Transfer online zu beauftragen, jedes Mal blieb er hängen. Nach meinem Anruf bei der Sparkasse kümmerte sich ein Mitarbeiter aus der Auslandsabteilung direkt darum und löste das Problem.

    Eigentlich ist es ganz einfach. Wer sich über die gesparten Gebühren bei einem der Kostenlos-Anbieter freut, geht eine Wette ein, dass er niemals in die Situation kommt, Support zu benötigen. Wenn dann doch mal etwas schiefläuft, ist das Geschrei groß und man weint sich in social media aus. Wer dieses Risiko begrenzen möchte, muss dafür bezahlen.

  • Ich habe ein kostenloses Depot bei Flatex mit 2 via kostenlosen Sparplänen besparten Aktien-ETF + 1 kostenlosen Sparplan besparter 1 GM-ETF und 2 gehaltenen Aktien-ETF; TG und FG bei der kostenlosen Volkswagenbank und ein Girokonto bei der kostenpflichtigen PSD Bank vor Ort, 2 Kreditkarten (1 kostenpflichtig bei der LBBW und 1 kostenlose bei der Norwegian Bank). Support, soweit genutzt, immer problemlos. VW-Bank und Giro via jeweilige SecureApps zugänglich.