Geldanlage 60+

  • Alter bei Beginn der Anlage: 63 Jahre:

    60000 € stehen zur Verfügung. Plan: 15000 in Welt ETF wg. 10-15 J. Anlagedauer, dann bin ich 78!!;)!, Rest Aufteilung Festgeld und Tagesgeld. Guter Plan?

  • Anna T. 16. Februar 2026 um 09:35

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Vielen Dank für die Antwort.

    Gibt es u.U. eine clevere Strategie, um evtl. Geld schon nach 10 Jahren entnehmen zu können? 15 Jahre ist in meinem Alter ja sehr lang.

    Sollte ich ggf. mehr Geld in einen weltweiten ETF übertragen, um die Rendite zu erhöhen?

  • Gibt es u.U. eine clevere Strategie, um evtl. Geld schon nach 10 Jahren entnehmen zu können? 15 Jahre ist in meinem Alter ja sehr lang.

    Naja, auch im Welt-ETF ist das Geld ja nicht festgeklebt - Du kannst jederzeit was entnehmen, egal ob in zehn Jahren, Monaten oder Tagen. Kann halt sein, dass es dann gerade nicht mehr 15.000 sind. Kann aber auch sein, dass es bis dahin 20.000 sind. Die 15 Jahre sind bloß der Zeitraum, nach dem es der bisherigen Erfahrung nach deutlich mehr als 15.000 sind.

  • Vielen Dank für die Antwort.

    Gibt es u.U. eine clevere Strategie, um evtl. Geld schon nach 10 Jahren entnehmen zu können? 15 Jahre ist in meinem Alter ja sehr lang.

    Sollte ich ggf. mehr Geld in einen weltweiten ETF übertragen, um die Rendite zu erhöhen?

    1. Niemand zwingt Dich das Geld 10 oder 15 Jahre in dem ETF investiert zu lassen. Du kannst jederzeit Geld entnehmen. Ob nun nach 1 Monat, 1 Jahr oder 5 Jahren. Es besteht nur das Risiko, dass Dein investiertes Geld zwischenzeitlich an Wert verliert. Und so eine Phase hat in der Vergangenheit eben auch mal > 10 Jahre angedauert.
      Daher die Empfehlung, dass man zur Not auch aus das investierte Geld in einen 100% Aktien-ETF 10-15 Jahre verzichten können sollte.
    2. Du kannst ja auch einen Multi-Asset-ETF aus Aktien- und Anleihen wählen. Ein 60/40 Portfolio aus Aktien- und Anleihen hat in der Vergangenheit niemals solch lange Verlustzeiträume gehabt.
      Aber die pot. Rendite ist dadurch natürlich auch geringer.
    3. Du kannst einen ausschüttenden ETF wählen Dann bekommst Du regelmäßige Ausschüttungen aus Deinem investieren Kapital.

    Ich würde erstmal darüber nachdenken, ob und wie viel Geld Du überhaupt regelmäßig aus Deinem Kapital benötigst. Und davon ausgehend, kann man sich dann überlegen wie man diese Rendite möglichst risikoarm erzielen kann.

  • Vielen Dank für Eure Antworten.

    Zu dem Beitrag von monstermania möchte ich ausführen, dass ich grundsätzlich auf mindestens 30 T € über einen längeren Zeitraum verzichten könnte, diese würde ich am liebsten möglichst gewinnbringend und eher risikoarm investieren. Eine Kapitalentnahme könnte ich mir auch erst nach 10 Jahren vorstellen. So lange kann ich auf das Geld verzichten. Die Idee, einen Teil in einen Welt ETF zu stecken und einen anderen Teil in einen Muli-Asset-ETF hört sich für mich als Anfänger ja schon mal gut an. Bei dem geringen Investment sind Ausschüttungen sicherlich nicht besonders hoch, so dass ich momentan eher zu einem thesaurierenden ETF tendiere und diesen auch möglichst lange liegen lassen würde.

    Aber: Was mache ich mit dem Rest? Festgeld? Nicht besonders schlau, oder?


  • Festgeld halte ich persönlich für weniger gut, weil dem Nachteil der Festlegung (also der Nichtverfügbarkeit des Geldes) kein entsprechender Zinsvorteil gegenübersteht. Was du mit einem Festgeld erwirtschaften kannst, bekommst du von der Größenordnung her mit einem Tagesgeld o.ä. auch.

    Du kannst auch mit 60+ Geld in Aktien stecken (also in einen passenden ETF). Die Wahrscheinlichkeit, dass du damit mehr Ertrag erwirtschaftest als mit einer Festzinsanlage, ist hoch. Aber es gibt dabei eben nicht die Sicherheit, die du gern hättest. Es kann auch sein, dass dein Depot in einem Börsenkrach einbricht. Das wäre unpraktisch, wenn du genau in diesem Moment eigentlich hättest Geld abheben wollen.

    "Risikoarm" und gleichzeitig "möglichst ertragreich" geht einfach nicht unter einen Hut.

    Andererseits: Du hast etwa 60 T€ und willst davon lediglich 15 T€ in einen Aktien-ETF stecken. Wenn es dumm kommt und die Börse auf die Hälfte einbricht (Das halte ich für hoch gegriffen!), dann hast du Buchverluste von 7.500 €. Das wäre sicher nicht schön, aber es würde dich nicht gleich ruinieren. Wenn sich andererseits diese 15 T€ verdoppeln würden, hättest du lediglich einen Gewinn von 15 T€. Der wäre erfreulich, aber gemessen beispielsweise an einer Rente von 1500 € auch nicht die Welt.

    Mit 60+ würde ich vorzugsweise aussschüttende ETFs kaufen und keine Thesaurierer.

  • ..., dass ich grundsätzlich auf mindestens 30 T € über einen längeren Zeitraum verzichten könnte, diese würde ich am liebsten möglichst gewinnbringend und eher risikoarm investieren.

    Man muss da einfach realistisch bleiben.
    Gewinnbringend und risikoarm ist nicht möglich. Das risikoärmste dürfte wohl eine 10 jährige deutsche Staatsanleihe sein.
    Da bekommst Du aktuell ca. 2,8% p.a. (vor Steuer)! Das könnte über 10 Jahre gerade so die Inflation ausgleichen.
    Bei 10 jährigem Festgeld bietet aktuell Wüstenrot 3,05 % p.a. an (vor Steuer). Dann kommst Du aber auch garantiert für 10 Jahre nicht an das Geld heran. Ob es das Wert ist? :/
    Mit etwas Glück reicht es um die Inflation auszugleichen.
    Mehr ist aber auch nicht drin, wenn es risikoarm sein soll.

    Warum nicht Alles in einen ausschüttenden Vanguard LS 60 (A2P7TM)?
    Und dann die Ausschüttungen verleben oder ggf. einfach wieder investieren, wenn man Sie denn Partout nicht benötigt?
    Bei 2,4% Ausschüttungsrendite kommst Du bei 60K€ auf 1.440€ im Jahr. Das würde mit Teilfreistellung von 30% gerade für den Sparerfreibetrag reichen.

  • Warum nicht Alles in einen ausschüttenden Vanguard LS 60 (A2P7TM)?
    Und dann die Ausschüttungen verleben oder ggf. einfach wieder investieren, wenn man Sie denn Partout nicht benötigt?
    Bei 2,4% Ausschüttungsrendite kommst Du bei 60K€ auf 1.440€ im Jahr. Das würde mit Teilfreistellung von 30% gerade für den Sparerfreibetrag reichen.

    Ein hervorragender Tipp, da hast du quasi eine Mischung aus allem. Vielleicht auch nur 50.000€ in den LS60 und 10.000€ in Tagesgeld wegen der schnelleren Verfügbarkeit. Je nach Broker könntest die Ausschüttungen auch erst mal automatisch reinvestieren lassen, das geht u.a. bei ING, Flatex und seit Neuestem bei Scalabe Capital.

  • Vielen Dank für Eure Infos. Das gibt mir neue Sichtweisen, großartig.

    Nun muss ich mich aber aber erstmal mit dem Vanguard LS60 (A2P7TM) beschäftigen, da ich momentan noch gar nicht weiss, was das für ein ETF ist.

    Habe gerade etwas darüber gelesen und eine gewisse Vorstellung davon. Er ist ja noch nicht so lange am Markt, wann tritt eigentlich der Fall ein, das ein ETF wieder vom Markt genommen wird. Gibt es so etwas?

    Soweit erst einmal von mir. LG

  • Bei smartbroker kann ich den LS60 nicht finden. Er scheint nicht überall gehandelt zu werden. Da muss ich mir dann ggf. einen anderen broker suchen. Außerdem ist es ein "aktiv gemanagter" ETF. Irgendwie habe ich gelernt, passiv gemanagte, die sich nach einem index richten, sind die "besseren". Sorry für meine "Unkenntnis"

  • Bei smartbroker kann ich den LS60 nicht finden. Er scheint nicht überall gehandelt zu werden. Da muss ich mir dann ggf. einen anderen broker suchen. Außerdem ist es ein "aktiv gemanagter" ETF. Irgendwie habe ich gelernt, passiv gemanagte, die sich nach einem index richten, sind die "besseren". Sorry für meine "Unkenntnis"

    Na ja, das aktive an diesem ETF ist ja eigentlich, dass er dir die Diversifikation, also Streuung über verschiedene Wertpapierarten, konkret Aktien (ca. 60%) und Anleihen (ca. 40%) abnimmt. Konkret hat er aktuell diese Bestandteile, wenn ich richtig sehe, alles (passive) ETFs:

    Aktien
    FTSE Developed World UCITS ETF (USD) Accumulating 19,27 %
    FTSE All-World UCITS ETF (USD) Accumulating 19,24 %
    FTSE North America UCITS ETF (USD) Accumulating 12,68 %
    FTSE Emerging Markets UCITS ETF (USD) Accumulating 4,19 %
    FTSE Developed Europe UCITS ETF (EUR) Accumulating 2,91 %
    FTSE Japan UCITS ETF (USD) Accumulating 1,14 %
    U.K. Gilt UCITS ETF EUR Hedged Accumulating 0,96 %
    FTSE Developed Asia Pacific ex Japan UCITS ETF (USD) Accumulating 0,79 %

    Anleihen
    Global Aggregate Bond UCITS ETF EUR Hedged Accumulating 19,19 %
    USD Treasury Bond UCITS ETF EUR Hedged Accumulating 7,65 %
    EUR Eurozone Government Bond UCITS ETF (EUR) Accumulating 5,03 %
    USD Corporate Bond UCITS ETF EUR Hedged Accumulating 4,97 %
    EUR Corporate Bond UCITS ETF (EUR) Accumulating 1,83 %

  • Irgendwie habe ich gelernt, passiv gemanagte, die sich nach einem index richten, sind die "besseren". Sorry für meine "Unkenntnis"

    Ich würde mal sagen - jein. Ein aktiv gemanagter ETF kann durchaus eine gute Performance liefern und ein Index-basierter also passiver ETF kann auch schlecht laufen. Niemand kann die künftige Entwicklung präzise vorhersagen.

    Dass nicht alle ETFs bei jedem Broker verfügbar sind liegt an der Bezahlung des Brokers, denn gerade die kostengünstigen Smartbroker verdienen ja ihr geld durch den Spread und die Zahlung welcher der Händler dem Broker zahlt, dafür dass du über den Smartbroker ETF Anteile kaufst.
    Manchmal sind es auch die Emittenten selbst, die nicht jeden Smartbroker bedienen - das ist i. Allg. eine relativ undurchsichtige Gemengelage.

    Die TER von dem Vanguard ist mit 0,25% in einem noch relativ erträglichen Rahmen, aber schon ein deutlicher Kostenfaktor.

    Bei der Zusammensetzung des ETFs fiel mir auf, dass dieser teils in ETFs investiert und zusätzlich noch ein paar Technologietitel im Portfolio hat: Zusammensetzung

    Im Grunde könntest du also auch den ETF selbst nachbilden indem du die entsprechenden passiven ETFs selbst in dein Portfolio legst und da die restlichen Einzeltitel nahezu ausnahmslos zu den M7 gehören (Apple, Microsoft, Amazon, usw.) diese mit einem beliebigen MSCI World o.ä. ETF hinzufügen. So könntest du mit insgesamt 6 ETFs in der entsprechenden Gewichtung den Vanguard LS60 (A2P7TM) nahezu 100%ig selbst abbilden - nur eben rein passiv.

  • Bei der Zusammensetzung des ETFs fiel mir auf, dass dieser teils in ETFs investiert und zusätzlich noch ein paar Technologietitel im Portfolio hat: Zusammensetzung

    Im Grunde könntest du also auch den ETF selbst nachbilden indem du die entsprechenden passiven ETFs selbst in dein Portfolio legst und da die restlichen Einzeltitel nahezu ausnahmslos zu den M7 gehören (Apple, Microsoft, Amazon, usw.) diese mit einem beliebigen MSCI World o.ä. ETF hinzufügen. So könntest du mit insgesamt 6 ETFs in der entsprechenden Gewichtung den Vanguard LS60 (A2P7TM) nahezu 100%ig selbst abbilden - nur eben rein passiv.

    Nein, die sind nicht zusätzlich, das sind die Aktien in den ETFs, aus denen er sich zusammensetzt. Die werden bei justetf im Gegensatz zu den Bonds-ETFs in ihre Bestandteile zerlegt. Siehe oben

  • Bei smartbroker kann ich den LS60 nicht finden. Er scheint nicht überall gehandelt zu werden. Da muss ich mir dann ggf. einen anderen broker suchen. Außerdem ist es ein "aktiv gemanagter" ETF. Irgendwie habe ich gelernt, passiv gemanagte, die sich nach einem index richten, sind die "besseren". Sorry für meine "Unkenntnis"

    Es gibt ihn dort, Sparplan und Kauf. Eben nachgesehen.

    A2P7TM

    Du hast das schon richtig aufgefasst. Das ist ein Mischfond, mit weniger Risiko bis Trump kam.


    Ein Europäer wäre das:

    https://www.finanzen.net/etf/amundi-mul…tf-de000etf7029

  • Nein, die sind nicht zusätzlich, das sind die Aktien in den ETFs, aus denen er sich zusammensetzt. Siehe oben

    Na dann wäre es bis auf die Anleihen ja noch einfacher und bei diesen könnte man sich auch durchaus eine andere Gewichtungvorstellen - mir persönlich wäre die Zusammensetzung der Anleihen viel zu US lastig. allein das Währungsrisiko frisst da schon 8-12% und wenn Trump so weiter macht, sind die US Bonds bald nicht mehr das Papier wert, auf dem sie gedruckt sind.

  • Na dann wäre es bis auf die Anleihen ja noch einfacher und bei diesen könnte man sich auch durchaus eine andere Gewichtungvorstellen - mir persönlich wäre die Zusammensetzung der Anleihen viel zu US lastig. allein das Währungsrisiko frisst da schon 8-12% und wenn Trump so weiter macht, sind die US Bonds bald nicht mehr das Papier wert, auf dem sie gedruckt sind.

    Vielleicht ist das bei den Xtrackers-Nachfolgern anders, aber die müssen ja erst mal anlaufen.

  • Vielleicht ist das bei den Xtrackers-Nachfolgern anders, aber die müssen ja erst mal anlaufen.

    Das hier wäre das Pendant zum LifeStrategy:

    1MSCI AC World Screened UCITS ETF 1CIE00BGHQ0G80
    2MSCI World Swap UCITS ETF 1DLU2263803533
    3ESG Global Aggregate Bond UCITS ETF 5C EUR HedgedLU0942970798
    4MSCI World Small Cap UCITS ETF 1CIE000F354Q61
    5Global Government Bond UCITS ETF 1C EUR HedgedLU0378818131
    6MSCI Emerging Markets Swap UCITS ETF 1DLU2675291913
    7MSCI USA Swap UCITS ETF 1DLU2581375073
    8XTRACKERS IE PHYSICAL GOLD ETCDE000A2T0VU5
    9J.P. Morgan USD Emerging Markets Bond UCITS ETF 1C EUR HedgedLU0321462953
    10MSCI World ex USA UCITS ETF 1CIE0006WW1TQ4
    11USD Corporate Bond UCITS ETF 2D EUR HedgedIE00BZ036J45
    12USD High Yield Corporate Bond UCITS ETF 2C EUR HedgedIE00BG04LT92
    13EUR Corporate Bond UCITS ETF 1CLU0478205379
    14EUR High Yield Corporate Bond UCITS ETF 1CLU1109943388
    15EURO CURRENCY_CURRENCYEUR