Wie dokumentiert ihr Beratungsgespräche aktuell?

  • Hallo zusammen,

    mich würde interessieren, wie ihr die Beratungsdokumentation aktuell im Alltag löst.

    Gerade im Versicherungs- und Finanzbereich scheint da oft noch viel über Word-Vorlagen, händisches Ausformulieren, PDF-Erstellung und manuelles Verschicken zu laufen. Funktioniert grundsätzlich, ist aber aus meiner Sicht ziemlich aufwendig.

    Ich beschäftige mich aktuell genau mit diesem Thema und habe dafür eine Web-App entwickelt, mit der sich Beratungsprotokolle digitaler und strukturierter erstellen lassen.

    Bevor ich das Ganze weiter ausrolle, würde mich aber vor allem die Praxissicht interessieren:

    • Wie läuft die Dokumentation bei euch aktuell ab?
    • Was nervt euch am meisten?
    • Wo geht am meisten Zeit verloren?
    • Was müsste eine gute Lösung unbedingt können?

    Falls jemand Lust hat, sich das Ganze mal anzuschauen und ehrliches Feedback zu geben, freue ich mich auch über eine Nachricht.

    Viele Grüße
    Timo

  • Kater.Ka 26. März 2026 um 10:28

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Moin TimoL

    interessantes Thema und Fragestellung.

    Was mir sich aus deinem Post auf den ersten Blick nicht erschliesst: fragst du als Kunde, der beraten werden möchte, oder als (Finanzprodukte-/Versicherungs-/Honorar-/Bank-) Berater.

    Eine Rückmeldung zu diesem Punkt wäre für weitere Beantwortungen und Diskussionen SEHR hilfreich.

    LG Finanzschlumpf

  • Hallo zusammen,

    danke euch erstmal für die schnellen Rückmeldungen.

    Ich frage nicht aus Kundensicht, sondern eher aus der Perspektive eines Entwicklers, der sich gerade mit dem Dokumentationsprozess im Finanz- und Versicherungsbereich beschäftigt. Mich würde einfach interessieren, wie das Ganze aus Sicht eines Finanz- oder Versicherungsberaters im Alltag wahrgenommen wird und wo dabei unnötig Zeit verloren geht.

    Falls das hier thematisch nicht gut reinpasst, tut mir das natürlich leid. ^^

    Viele Grüße
    Timo

  • Alles klar.

    Also als Produktentwickler würde ich mich an den Kunden wenden, um entsprechend den Bedürfnissen eine entsprechende UX zu schaffen.

    Vermutlich sind hier im Forum eher nicht so viele Berater oder Verkäufer unterwegs.

    Vielleicht schreibt dir ja auch eine dieser Personen an deine PN, die inkognito bleiben möchte.

    Tatsächlich kann ich dir bei deiner Fragestellung nicht weiterhelfen. Viel Glück.

  • Mich würde einfach interessieren, wie das Ganze aus Sicht eines Finanz- oder Versicherungsberaters im Alltag wahrgenommen wird und wo dabei unnötig Zeit verloren geht.

    Falls das hier thematisch nicht gut reinpasst, tut mir das natürlich leid. ^^

    Dein Problem ist, dass sich hier im Forum überwiegend finanzielle Selbstentscheider tummeln. Viele von uns haben sich lange von Finanz- oder Versicherungsberaternverkäufern getrennt und machen das heute allein.
    Daher findest Du hier üblicherweise auch nur wenige Mitarbeiter aus diesem Bereich.

  • Es ist schön, dass du das Beratungsprotokoll neu erfinden möchtest.

    Zu diesen Protokollen gibt es jedoch Vorgaben, die grundsätzlich einzuhalten sind.

    Es ist ziemlich genau formuliert, was ein Protokoll für ein Beratungsgespräch enthalten muss und welche Fragen bei einer Beratung gestellt werden müssen, um den Kunden "bedarfsgerecht" zu beraten. Da geht es z.B. um Vorkenntnisse zu den Produkten und Vermögensverhältnisse etc.
    Darüber hinaus gibt es freie Felder, die der Verkäufer (Berater) mit eigenen Anmerkungen füllen kann/sollte.

    Dabei muss er (der Verkäufer) immer aufpassen, dass er nach Möglichkeit nichts schreíbt, was zu einem späteren Zeitpunkt gegen ihn verwendet werden kann, wenn sich der Kunde zu einem späteren Zeitpunkt über die Beratung und/oder das verkaufte Produkt beschwert weil es nicht so funktioniert, wie es sein soll oder es sich der Kunde vorgestellt hat.


  • Darüber hinaus gibt es freie Felder, die der Verkäufer (Berater) mit eigenen Anmerkungen füllen kann/sollte.

    Dabei muss er (der Verkäufer) immer aufpassen, dass er nach Möglichkeit nichts schreíbt, was zu einem späteren Zeitpunkt gegen ihn verwendet werden kann, wenn sich der Kunde zu einem späteren Zeitpunkt über die Beratung und/oder das verkaufte Produkt beschwert weil es nicht so funktioniert, wie es sein soll oder es sich der Kunde vorgestellt hat.

    Aus dem gleichen Grund sollte man als Kunde immer handschriftlich oder elektronisch ergänzen, was man tatsächlich haben möchte und welchen Zweck das Produkt mindestens erfüllen muss, zB

    - „muss auch im Ausland unbeschränkt leisten“,

    - „muss auch bei grober Fahrlässigkeit leisten“,

    - „muss auch (neben-)berufliche Tätigkeit als xyz oder Bergsport abdecken“ etc.

    - „ergänzend verweise ich auf die geführte Email-Korrespondenz / Beratungswunsch vom xx.yy.zz.“

    Andernfalls Unterschrift unter das Protokoll anlehnen.

    Ein Beratungsprotokoll verdient seinen Namen nur, wenn der Kunde (!) eintragen kann, wozu er beraten werden möchte. Der Verkäufer kann dann gerne eintragen, was er zur Lösung des Problems vorschlägt.

    Wenn der Verkäufer alles allein ausfüllen und Ergänzungen ablehnen möchte, war es keine Beratung. Dann besser gar kein Protokoll. Auch keinen Verzicht unterschreiben.

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