Steuerprogramm für Steuererklärung 2019

Mit der richtigen Software holen Sie sich Steuern zurück

Udo Reuß Stand: 19. März 2020
Das Wichtigste in Kürze
  • Elster-Formular ist das kostenlose Programm der Finanzverwaltung, Laien tun sich damit jedoch schwer. Und im Gegensatz zu den Kaufprogrammen bietet es keine Steuertipps.
  • Für die meisten Bürger lohnt sich der Kauf einer Software, um die Steuererklärung zu erstellen. Empfehlenswerte Programme kosten regulär zwischen 15 und 35 Euro.
  • Es gibt Desktop-Programme, die Sie jährlich neu auf Ihrem Rechner installieren müssen, und Online-Software, die im Browser läuft. Außerdem gibt es Apps, mit denen Sie eine Steuererklärung auf einem Smartphone oder Tablet erstellen können.
So gehen Sie vor
  • Für die meisten Arbeitnehmer und Rentner empfehlen wir die günstigen Programme Tax 2020 und Quicksteuer 2020 für die Steuererklärung 2019.
  • Etwas mehr ausgeben sollten Selbstständige, Vermieter und Arbeitnehmer mit komplizierteren Fällen. Sie nutzen am besten Wiso Steuer-Sparbuch 2020 oder Steuersparerklärung 2020.
  • Unter den Online-Lösungen empfehlen wir Wiso Steuer-Web und Smartsteuer. Beide sind auch für kompliziertere Fälle geeignet.
  • Achten Sie bei Ihrer Wahl auf die benötigten Funktionen und ob Sie mit der Bedienung zurechtkommen. Sie brauchen jedes Jahr die richtige Version: Für die Steuererklärung 2019 achten Sie darauf, dass 2020 draufsteht.

Das komplizierte Steuerrecht, schwer verständliche Formulare und ungeordnete Belege schrecken so manchen davon ab, eine Steuererklärung auszufüllen. Geschätzt fast jeder vierte von mehr als 40 Millionen Arbeitnehmern gibt keine Erklärung ab.

Falls Sie dazugehören, verschenken Sie vermutlich eine Menge Geld. Denn im Durchschnitt gibt es eine Rückerstattung um die 1.000 Euro. Viele Nutzer einer Steuersoftware können sich sogar über eine noch höhere Summe freuen. Es kann also ein ordentlicher Stundenlohn herausspringen, den Ihnen das Finanzamt auszahlt – besonders, wenn Sie beim Ausfüllen der lästigen Formulare zügig vorankommen. Schneller kann es gehen, wenn Sie Ihre Angaben nicht von Hand in Papierformulare eintragen, sondern Ihre Steuerdaten am Computer eingeben und elektronisch ans Finanzamt übermitteln. Zeit und Geld sparen können Sie mit den von uns empfohlenen Programmen.

Welche unterschiedlichen Lösungen gibt es?

Die elektronischen Steuerhelfer können technisch in drei Gruppen eingeteilt werden:

  1. Desktop-Programme - Dazu zählt Software, die Sie entweder als Download oder CD kaufen und auf Ihrem Rechner installieren müssen.
  2. Online-Programme - Bei Online-Lösungen brauchen Sie keine Software zu installieren. Sie machen Ihre gesamten Eingaben im Browser. Der Marktanteil von Online-Programmen ist zwar deutlich niedriger, wächst jedoch stark.
  3. Apps - Das sind Programme auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets.  

Alle drei Lösungen haben unterschiedliche Stärken, manchmal auch Schwächen:

Online-Programme sparen Zeit. Installation und Updates sind nicht erforderlich. Die Anwendungen nehmen auch keine Festplattenkapazität weg. Sie laufen in Ihrem Internetbrowser und sind daher auf unterschiedlichen internetfähigen Geräten – auch auf dem Tablet – nutzbar.

Als Nutzer solcher Lösungen sollten Sie sich aber bewusst machen, dass sensible Steuerdaten wie das Arbeitseinkommen in der Cloud gespeichert sind. Sie müssen sich auf die datenschutzrechtlichen Versprechen der Anbieter verlassen – sicherlich nicht jedermanns Sache.

Viele Online-Programme können Sie zunächst kostenfrei testen, indem Sie Ihre Daten eingeben und eine mögliche Steuererstattung berechnen lassen. Erst wenn Sie Ihre Erklärung ans Finanzamt übermitteln wollen, müssen Sie dafür zahlen. Sowohl mit Wiso Steuer-Web als auch mit Smartsteuer ist es möglich, bis zu fünf Steuerklärungen für ein Veranlagungsjahr zu erstellen. Bei anderen Anbietern kostet aber jede Erklärung extra. Desktop-Programme sind in der Regel üppiger ausgestattet, etwa mit Videos oder Steuerinfos, doch die Cloud-Lösungen holen auch dort auf.

Eine gute Alternative ist die Online-Steuererklärung, wenn Sie auf Ihrem Computer nicht Windows, sondern beispielsweise Linux als Betriebssystem haben. Denn die meisten Desktop-Programme setzen Windows voraus. Einige Anbieter bieten auch eine Mac-Version an, zum Beispiel Wiso Steuer-Sparbuch und Steuersparerklärung.

Apps für die mobile Steuererklärung

Mit Apps können Sie Ihre Steuererklärung auf einem Ihrer mobilen Geräte wie Tablet oder Smartphone machen. Diese mobilen Lösungen bilden eine dritte Kategorie an Steuerprogrammen. Wobei für Nutzer die Grenzen zwischen Online-Lösungen und Apps nicht unbedingt trennscharf sind. Mehr dazu lesen Sie weiter unten.

Wie finde ich das richtige Steuerprogramm?

Wer in einem größeren Elektronikmarkt oder im Internet gezielt nach Steuerprogrammen Ausschau hält, mag zunächst über die scheinbare Vielfalt staunen. Tatsächlich ist das Angebot aber überschaubar. Es handelt sich nämlich bei ganz vielen Angeboten um etliche spezielle Varianten ein und desselben Programms.

Drei Anbieter beherrschen den Markt:

  • Buhl Data mit seiner Programmreihe Wiso und der abgespeckten Variante Tax – dort gibt es nur wenige Erklärvideos;
  • die Akademische Arbeitsgemeinschaft, die zum Medienkonzern Wolters Kluwer Deutschland gehört, mit der Steuersparerklärung (trägt das Logo „Steuertipps“) und dem Einsteigerprogramm Steuereasy;
  • die Haufe Group mit der Online-Lösung Smartsteuer, der App Steuerbot und den Desktop-Programmen Taxman und Quicksteuer unter der Marke Lexware.

Die elektronische Steuererklärung sorgt für Dynamik im Markt – und neue Akteure. Informationen über weitere Anbieter neben den drei Platzhirschen finden Sie weiter unten im Text.

Von vielen Programmen der großen Anbieter existieren unterschiedliche Versionen. Die gute Nachricht für Sie: Für die meisten Arbeitnehmer, Pensionäre und Rentner reicht die günstige Software-Linie. Zu einer teureren sollten Sie nur greifen, wenn Ihr individueller Steuerfall kompliziert ist. Das kann der Fall sein, wenn Sie  Auslandseinkünfte haben oder wenn Sie beispielsweise gewerbliche oder andere unternehmerische Einnahmen erzielen.

Um zu entscheiden, welche Steuer-Software für Sie die richtige ist, spielt aber nicht nur die Komplexität des eigenen Steuerfalls eine wichtige Rolle. Beantworten Sie sich ehrlich folgende Frage: Wie gut komme ich mit der Bedienung von Computer-Programmen allgemein zurecht? Die meisten Desktop-Programme bieten zwei unterschiedliche Möglichkeiten der Bearbeitung an: die Interview-Form (zum Beispiel: Roter Faden bei Wolters-Kluwer-Lösungen), die sich insbesondere für Laien eignet. Und die zeitsparendere Variante, in der Sie direkt die  Formulare bearbeiten. Letztere eignet sich insbesondere für Nutzer, die bereits Erfahrungen beim Machen ihrer Steuererklärung haben.

Beachten Sie außerdem, dass Sie mit einem Programm immer nur die Steuererklärung für ein bestimmtes Steuerjahr erstellen können. Für die Steuererklärung 2019 trägt es meist „2020“ im Titel. Wollen Sie zum Beispiel Ihre Steuererklärung 2018 bearbeiten, dann benötigen Sie die Version 2019.

Welche Steuersoftware empfiehlt Finanztip?

Je nach Komplexität des Steuerfalls und je nach Zielgruppe bieten sich unterschiedliche Produkte an, die wir im Folgenden erläutern. Wie wir zu unseren Empfehlungen gekommen sind, erfahren Sie weiter unten im Abschnitt So haben wir ausgewählt.

1. Unsere Empfehlungen für einfache Steuerfälle

Für die meisten Arbeitnehmer und Rentner genügt eine Standard-Lösung wie Tax 2020 – ein Programm, das wir Ihnen uneingeschränkt empfehlen können. Insbesondere diejenigen, die sich erstmals eine Steuersoftware kaufen wollen, können getrost zugreifen. Die zweite Empfehlung lautet Quicksteuer 2020. Beide Produkte kosten regulär 15 Euro.

Überblick Finanztip-Empfehlungen Standard-Programme 2020

ProduktFinanztip-
Score
PreisAnbieter
Tax 202096 %14,95 €Buhl 
Quicksteuer 202091 %14,99 €Haufe-Lexware

Quelle: Anbieter-Websites (Stand: 17. März 2020)

Tax ist einfach zu bedienen. Es ist für Arbeitnehmer, Rentner, Pensionäre, Vermieter und Kapitalanleger geeignet und lässt sich für bis zu fünf Steuererklärungen nutzen. Die Software ist für alle Einkunftsarten einsetzbar und unterstützt die vorausgefüllte Steuererklärung.

Vorjahresdaten kann das Programm übernehmen. Zudem lässt sich die Steuererklärung komplett papierlos abgeben, weil die Software die digitale Signatur anbietet. Erfahrene Anwender können ihren Steuerfall zügig bearbeiten. Tax von Buhl ist der Preis-Leistungs-Tipp für die Masse der nicht so komplizierten Steuerfälle.

Tax 2020
Software für einfache Steuererklärungen
  • hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • komplett papierlose Abgabe möglich
  • für bis 5 Steuererklärungen
  • wenige Videos

Von Tax gibt es außerdem zwei weitere, teurere Versionen: „Professional“ richtet sich an Selbstständige und Gewerbetreibende; „Business“ ist eine Profi-Lösung für Steuerberater und Lohnsteuerhilfevereine.

Unsere zweite Empfehlung für einfache Steuerfälle ist Quicksteuer. Laien kommen auch damit ganz gut zurecht. Vorkenntnisse sind nicht zwingend notwendig. Bei steuerrechtlichen Fragen hilft die umfassende Wissens-Datenbank.

Für Arbeitnehmer und Rentner ist das Programm eine solide Lösung – insbesondere aufgrund der Eingabehilfe, die falsche oder unvollständige Einträge verhindern soll. Hinzu kommen umfassende Steuerspar-Tipps, Checklisten, Musterbriefe. Die umfassende Plausibilitätsprüfung weist Sie zudem auf Fehler hin und hilft Ihnen, Sparmöglichkeiten aufzudecken, die Sie bislang gar nicht erkannt hatten. Quittungen können Sie mit dem Belegmanager individuell filtern und kategorisieren. Außerdem können Sie die Schriftgröße individuell einstellen.

Die „Deluxe“-Version für Selbstständige enthält einen Steuerratgeber und das Buch „Konz: 1.000 ganz legale Steuertricks“. Ein Muss ist dieses aber nicht, vor allem, weil viele der Steuertricks nur unter bestimmten Voraussetzungen funktionieren.

Quicksteuer 2020
Software für einfache Steuererklärungen
  • unbegrenzt viele Steuererklärungen
  • kostenlose Hotline
  • Belegmanager
  • keine Videos

2. Unsere Empfehlung für aufwendigere Steuerfälle

Selbstständige und Gewerbetreibende sowie Arbeitnehmer mit komplexeren Steuerfällen sollten zu einem etwas besser ausgestatteten (Premium-)Programm greifen. Das gilt auch für Angestellte mit nebenberuflichen Einkünften aus selbstständiger Tätigkeit.

Finanztip-Empfehlungen für Premium-Programme 2020

ProduktFinanztip-
Score
PreisAnbieter
Wiso Steuer-Sparbuch 2020100 %34,95 €Buhl 
Steuersparerklärung 202094 %29,95 €Wolters Kluwer

Quelle: Anbieter-Websites (Stand: 17. März 2020)

Klarer Spitzenreiter ist das Wiso Steuer-Sparbuch 2020, das bei allen ausgewerteten Tests ganz vorne gelandet ist. Dahinter folgt die Steuersparerklärung 2020. Apple-Nutzer, die ein Desktop-Programm verwenden möchten, haben die Wahl zwischen Wiso Steuer-Mac und der Steuersparerklärung für Mac.

Wiso Steuer-Sparbuch (Buhl)

Das Wiso Steuer-Sparbuch ergattert Jahr für Jahr einen Spitzenplatz in diversen Tests. Mehr als eine Million Steuerzahler nutzen es.

Es unterstützt alle Einkunftsarten für die Einkommensteuererklärung, auch Einkünfte von Grenzpendlern und ausländische Einkünfte. Als Allrounder beherrscht es auch Sonderfälle der Steuererklärung. Eine gesonderte und einheitliche Feststellungserklärung können Sie genauso erstellen wie eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung, eine Umsatz- und Gewerbesteuererklärung oder Umsatzsteuervoranmeldungen. Es enthält zahlreiche Rechner, unter anderem ein Fahrtenbuch, außerdem mehr als 150 Videos und umfassende Fachinformationen.

Das Besondere an den Wiso-Programmen ist das Prinzip „einmal zahlen, alles nutzen“. Das bedeutet, dass Sie immer alle drei Wege der Steuererklärung nutzen können: die Desktop-Anwendung für den PC, die Tablet-App oder über Steuer-Web im Browser. Unabhängig davon, welches Produkt Sie zuerst freischalten (Desktop, App oder Browser), gilt Ihre Lizenz auch für die beiden anderen Nutzungsformen. Eine Erklärung können Sie auf einem Gerät beginnen und auf einem anderen weiterbearbeiten.

Das Programm lässt sich auch auf einem USB-Stick einrichten, sodass Sie es nicht auf dem lokalen Rechner installieren müssen. Wiso-Programme sind somit besonders interessant für diejenigen, die ihre Erklärungen auf verschiedenen Geräten bearbeiten – und für Mac-User, für die es eine spezielle Version gibt: Wiso Steuer-Mac.

Wenn Sie im Laden die Software in der Box kaufen, erhalten Sie dazu auch einen gedruckten, umfassenden Steuerratgeber. In PDF-Form ist er auch in der Download-Version integriert.

Das Programm kürzt die umständliche Prozedur bei der Authentifizierung für den Belegabruf ab und ermöglicht sogar, die Steuererklärung ohne eigenes Elster-Zertifikat komplett papierlos abzugeben. Sie müssen kein unterschriebenes Formular beim Finanzamt einreichen.

Buhl setzt bei seinen Lösungen auf die „Steuer-Automatik“. Möglichst viele elektronisch vorliegende Daten kann der Nutzer für seine Steuererklärung verwenden, sodass er diese teilweise automatisch ausfüllen lassen kann.

So gibt es zum Beispiel eine Verknüpfung mit dem Online-Banking. Dafür bietet Buhl mit finanzblick.de eine geräteübergreifende Kontenverwaltung, die für mehr als 4.000 Banken funktioniert.

Mit einem Buhl-Benutzerkonto und den dort angelegten Girokonten können steuerlich relevante Buchungen erkannt und für die Steuererklärung übernommen werden. So sortiert finanzblick.de bereits während des Jahres etwa Versicherungsbeiträge, Spenden oder Kita-Gebühren in die passende Steuer-Kategorie – und lernt automatisch dazu. Die vorsortierten Buchungen stehen online, also in Wiso Steuer-Web, an der passenden Stelle zur Verfügung. Mit einem Klick lassen sich die Daten für die Steuererklärung direkt übernehmen.

Das Steuer-Banking können viele Anwender jetzt über Kooperationen einfacher nutzen. Kunden der Deutschen Bank und vieler Sparkassen haben eine direkte Anbindung zu Steuer-Web.

Mit der App Steuer-Scan können Sie Belege mit dem Smartphone fotografieren und in der Cloud, in der sogenannten Steuer-Box, aufbewahren. Dort können Sie alle Belege und Dokumente zentral archivieren. Sollte das Finanzamt welche anfordern, können Sie diese dort schnell finden.

Beim Erstkauf kostet das Wiso Steuer-Sparbuch beim Hersteller regulär 35 Euro, für Abonnenten ist es 5 Euro günstiger. Als Download bekommen Sie das Steuer-Sparbuch oft billiger – beispielsweise bei den Download-Plattformen Softwareload oder Mysoftware. Das günstigste Angebot finden Sie mit Vergleichsseiten wie Idealo.

Wiso Steuer-Sparbuch 2020
Software für komplexere Steuererklärungen
  • seit Jahren vielfacher Testsieger
  • mehr als 150 Erklärvideos und Steuerratgeber
  • Steuererklärung lässt sich auf PC, Tablet oder im Browser erstellen
  • Verknüpfung mit Online-Banking möglich
  • komplett papierlose Abgabe möglich
  • mit Steuerbescheid-Prüfer und Einspruchshilfen

Steuersparerklärung (Wolters Kluwer)

Als weitere Premium-Software empfehlen wir die Steuersparerklärung 2020. Am Anfang steht ein Interview, in dem das Programm Ihre persönliche Situation abfragt. In der aktuellen Version wurde dieser Einstieg überarbeitet. Wenn Sie sich mit Steuern nicht so gut auskennen, dann sollten Sie sich am „roten Faden“ entlanghangeln. Damit bearbeiten Sie alle relevanten Themenfelder und erstellen Ihre Steuererklärung Schritt für Schritt. Vorteil: Sie vergessen nichts einzutragen.

Die Benutzerführung wurde zuletzt weiter verbessert. Eine klare Strukturierung zeichnet die Steuersparerklärung aus, die es mittlerweile schon seit 25 Jahren gibt.

Sie können Ihre Belege bereits während des Jahres einscannen und für die Steuererklärung hinterlegen. Mit der kostenlosen Belegmanager-App können Sie das sogar unterwegs mit dem Handy erledigen. Wenn Sie hingegen die Belege einscannen möchten, müssen Sie für die Funktion mindestens 20 Euro extra zahlen.

Überzeugend sind die integrierten Steuerinformationen. Der sehr umfassende und kompetente Steuerratgeber lässt sich digital herunterladen. Nutzer können den gedruckten „Steuerkompass“ kostenlos anfordern – über 900 Seiten geballtes Steuerwissen.

Die Basisversion der Steuersparerklärung 2020 ist in vielen Fällen völlig ausreichend. Spezielle Varianten gibt es für Rentner und Lehrer. Photovoltaik-Besitzer und Selbstständige sollten einer höherwertigeren, etwas teureren Version („für Selbstständige“ oder „plus“) den Vorzug geben.

Steuersparerklärung 2020
Software für komplexere Steuererklärungen
  • „Roter Faden“ als sichere Hilfe für Steuerlaien
  • mit Belegmanager lassen sich Rechnungen digitalisieren und verwalten
  • Musterbriefe, Videos und Ratgeber für spezielle Steuerfälle
  • umfassendes Steuerwissen
  • kostenlose Hotline

3. Unsere Empfehlungen für Online-Steuerprogramme

Bei den Browser-Anwendungen überzeugt wie im Vorjahr am meisten Wiso Steuer-Web.

Finanztip-Empfehlungen für Online-Programme 2020

ProduktFinanztip-
Score
PreisAnbieter
Wiso Steuer-Web98 %34,95 €Buhl 
Smartsteuer86 %34,99 €Haufe-Lexware

Quelle: Anbieter-Websites (Stand: 17. März 2020)

Können Sie sich für eine Online-Steuererklärung begeistern, sollte Ihre erste Wahl Wiso Steuer-Web sein, dies ist die Cloud-Lösung von Buhl. Faktisch steckt das Wiso Steuer-Sparbuch drin – die Online-Fassung kostet genauso viel und ist für ebenso viele Anwendungsfälle einsetzbar. So können Selbstständige damit ihre Einkommen-, Gewerbe- und Umsatzsteuererklärung erstellen. 

Mit Wiso Steuer-Web müssen Sie jedoch keine Software auf Ihrem Computer installieren. Sie können damit auch bis zu fünf Steuererklärungen abgeben. Cloud-Lösungen sind vor allem für diejenigen interessant, die nicht Windows als Betriebssystem haben.

Um die Wiso-Lösung nutzen zu können, benötigen Sie einen gültigen Lizenzschlüssel für ein Wiso-Steuerprogramm. Beim Anbieter Buhl müssen Sie daher ein Konto einrichten. Anschließend können Sie Ihre Daten in der Cloud von Buhl ablegen. So lässt sich die Steuererklärung auch auf unterschiedlichen Geräten – auf dem Computer, Tablet und Handy – bearbeiten.

Ein anonymer Test der Funktionen ist möglich. Bis zur Abgabe der Steuererklärung können Sie das Programm grundsätzlich kostenlos testen; erst wenn Sie die Daten übermitteln, brauchen Sie den gültigen Lizenzschlüssel. Falls Sie diesen erst dann kaufen, müssen Sie mindestens 30 Euro dafür zahlen, ohne Abo-Verpflichtung 5 Euro mehr.

Spartipp: Kaufen Sie sich zuvor – beispielsweise bei Softwareload – einen günstigeren Lizenzschlüssel, den Sie dafür nutzen können.

Wiso Steuer-Web
Online-Software für alle Fälle
  • vielfacher Testsieger
  • gut geeignet auch für komplizierte Fälle
  • umfassende Steuerhilfen
  • kann Buchungen aus Online-Banking übernehmen

Eine Alternative zu Steuer-Web ist Smartsteuer. In den letzten Jahren wurden die Funktionalitäten ständig verbessert, so dass es auch eine Lösung für komplizierte Fälle ist – für Photovoltaik-Besitzer, Selbstständige und Gewerbetreibende. Mit Smartsteuer können Sie auch die Einnahmen-Überschuss-Rechnung, Umsatz- und Gewerbesteuererklärung machen.

2020 hat Smartsteuer damit begonnen, Steuerzahler die nicht Deutsch als Muttersprache haben, zu unterstützen. Derzeit gibt es Startseiten auf Englisch und Polnisch. In der Online-Steuererklärung gibt es für Dutzende von Sprachen eine automatische Übersetzung mithilfe von Google Translator. Eine korrekte Übersetzung ist in der Steuerwelt mit ihren vielen Fachbegriffen nicht einfach. Die Nutzer können das aber jetzt ausprobieren.

Smartsteuer führt Sie per Interview-Modus durch die Steuererklärung. Es unterstützt den Belegabruf und beinhaltet unter anderem die Steuerbescheid-Prüfung.

Smartsteuer wird zwar immer leistungsfähiger, aber auch teurer. Im letzten Jahr lag der Preis für eine abgegebene Steuererklärung noch bei 25 Euro. Jetzt sind es 10 Euro mehr, dafür können Sie bis zu fünf Erklärungen versenden. Im Vergleich zu Steuer-Web gibt es jetzt aber keinen Preisvorteil mehr.

Smartsteuer
Online-Software
  • intuitiv bedienbar
  • unterstützt den Belegabruf
  • kostenloser telefonischer Technik-Service rund um die Uhr
  • kostet mittlerweile 35 Euro

Übrigens: Wir haben für jedes Steuerjahr einen eigenen Steuersoftware-Ratgeber erstellt. Dort empfehlen wir Ihnen Programme für die

Unsere Empfehlungen für die Steuererklärung 2019 stehen in diesem Ratgeber.

Was Selbstständige und Gewerbetreibende beachten sollten

Selbstständige und Gewerbetreibende sollten auf jeden Fall zu einer höherwertigen Software greifen. Sie müssen darauf achten, dass das gewählte Programm alle benötigten Anlagen für die Einkommensteuererklärung verarbeiten kann. Freiberufler müssen die Anlage S und eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) erstellen und auch elektronisch übermitteln. Gewerbetreibende müssen die Anlage G ausfüllen und zusätzlich eine Gewerbe- und Umsatzsteuererklärung ausfüllen. Höherwertige Software hilft außerdem dabei, die Umsatzsteuer-Voranmeldungen zu erstellen.

Auch Hausbesitzer, die mit ihrer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach Strom produzieren und diesen gegen Bezahlung ins Netz einspeisen, sind gewerblich tätig und müssen für die Einkommensteuer die Anlagen G und EÜR ausfüllen und eine Umsatzsteuererklärung abgeben, wenn sie nicht wegen der Kleinunternehmerregelung davon befreit sind; dies geht bei einem Jahresumsatz bis 22.000 (bislang: 17.500 Euro). Bei einem Gewinn von mehr als 24.500 Euro wäre auch Gewerbesteuer fällig.

Von unseren empfohlenen Programmen können Sie dies beispielsweise mit Wiso Steuersparbuch, Wiso Steuer-Web und Smartsteuer erledigen. Bei dem Programm Steuersparerklärung ist dies mit dem Modul Photovoltaik gut zu bewältigen. Doch dieses ist nur in den höherwertigeren Versionen „für Selbstständige“ oder „Plus“ enthalten.

Vermieter sollten ebenfalls genau auf den Funktionsumfang des Programms schauen, damit sie die Anlage V bearbeiten können.

Erbengemeinschaften müssen eine einheitliche und gesonderte Feststellungserklärung beim Finanzamt abgeben. Dies kann beispielsweise Smartsteuer. Und wenn Sie als Steuersparerklärung-Nutzer Kapitalerträge erklären wollen oder als Geschiedener Unterhaltsleistungen gezahlt oder eine Immobilie gekauft haben, sind Sie mit der Variante „Plus“ besser bedient. Die kostet zwar 20 Euro mehr, dafür haben Sie aber auch einen direkten Zugriff auf die umfassende Online-Steuerdatenbank.

Warum überfordert Elster die meisten Steuerzahler?

Falls Sie sich schon in den vergangenen Jahren intensiv mit Ihrer eigenen Steuererklärung beschäftigt haben, sich mit den grundlegenden steuerrechtlichen Begriffen auskennen und sich bereits selbst durch die schwer verständlichen Formulare vom Finanzamt gequält haben, dann kommen Sie als Windows-Nutzer möglicherweise auch gut zurecht mit dem kostenlosen Steuerprogramm der Finanzverwaltung: Elster-Formular.

Das Programm lässt sich von der Elster-Website herunterladen. Damit können Sie Ihre Steuererklärung offline am PC bearbeiten und dann anschließend verschlüsselt über das Internet an die Finanzverwaltung übermitteln. Im Grunde genommen füllen Sie direkt deren Formulare aus. Sie müssen jedoch wissen, an welcher Stelle Sie welche Einnahmen und Ausgaben eintragen müssen. Und anders als bei kostenpflichtiger Software bekommen Sie keine Tipps zum Steuersparen. Lediglich Berechnungen und Plausibilitätsprüfungen helfen Ihnen bei der Erstellung.

Außerdem bietet die Finanzverwaltung das Elster-Formular letztmals für die Steuererklärung 2019 an. Danach stellt sie dieses Angebot ein.

Steuerklärung im Browser erstellen

Alternativ können Sie bereits jetzt ohne Kosten eine Online-Steuererklärung im Browser erstellen. Im Juli 2017 wurde die Elster-Homepage umfassend überarbeitet und benutzerfreundlicher gestaltet. Die Seite versteht sich als zentrales Online-Finanzamt, über das Sie viele Steuerformulare und Online-Leistungen der Finanzverwaltung wie den Bescheid oder Ihre Daten auf der elektronischen Lohnsteuerkarte (Elstam) abrufen können.

Das bisherige Elster-Online-Portal wurde durch „Mein Elster“ abgelöst. Damit können Sie eine Online-Steuererklärung ausfüllen und übermitteln – und zwar im Browser. Sie sparen sich also den Software-Download. Außerdem funktioniert dies unabhängig vom Betriebssystem auf Ihrem Rechner. Sie müssen jedoch zuvor ein Benutzerkonto erstellen und sich registrieren. Neu ist, dass Sie bei Elster jetzt vorab erfahren, wie die elektronische Steuererklärung abläuft. Eine Fortschrittsanzeige informiert Sie, an welcher Stelle im Ausfüllprozess Sie gerade sind. Außerdem können Sie jetzt mittels Tablet und Smartphone zugreifen.

Auf der Elster-Website können Sie zudem nach Software für Ihre persönlichen Zwecke suchen. Sie können dort gezielt Lösungen für Ihr Betriebssystem oder bestimmte Formulare recherchieren. Die Ergebnisse speisen sich aus zwei Listen: eine mit kostenloser Software (Freeware) und eine mit mehr als 500 kommerziellen Lösungen samt Links zu den Herstellern. Bei letzterer handelt es sich um Programme, die eine Elster-Schnittstelle haben. Darüber lassen sich Daten an die Finanzverwaltung elektronisch übermitteln.

Kauf-Software für Laien oft besser

Laien verschenken jedoch oft Geld und Zeit, wenn sie das Elster-Formular oder Mein Elster nutzen, weil sie nicht alle Steuersparmöglichkeiten kennen und in der Regel nicht wissen, was sie wo eintragen können und sollten.

Die meisten sind daher besser beraten, wenn sie für ihre Steuererklärung eine kommerzielle Software verwenden. Diese Angebote bieten umfangreiche Informationen zum Steuerrecht, Steuer-Spar-Tipps, Musterbriefe und manchmal sogar umfassende Bücher.

Die Steuererklärung wird im Hintergrund erstellt, indem der Nutzer eine Reihe von Fragen zu seiner individuellen Situation beantwortet. Die Eingaben prüft das Programm automatisch und berechnet die Steuer vor Abgabe der Erklärung.

Dafür ist jedes Jahr die aktuelle Software erforderlich. Für die Steuererklärung 2019 trägt diese in der Regel die Jahreszahl 2020 im Namen. Deshalb müssen Sie die Software registrieren und können dann kostenlose Updates aufspielen.

Was Sie vor dem Ausfüllen wissen müssen

Auch gekaufte Steuersoftware setzt ein Mindestmaß an Wissen über steuerliche Angelegenheiten voraus. So werden Arbeitnehmer in aller Regel gefragt, ob sie mehr als 1.000 Euro an Werbungskosten haben, weil nur beim Überschreiten der Arbeitnehmerpauschale weitere Einträge bei den Werbungskosten in der Anlage N erforderlich sind. Dabei wissen viele nicht, dass dies ausschließlich beruflich bedingte Ausgaben sind – und was alles darunter fallen kann.

Schließlich gibt es Positionen, die zumindest anteilig Werbungskosten sein können. In unserem Ratgeber Werbungskosten finden Sie ein laufend aktualisiertes A bis Z an absetzbaren Werbungskosten.

Auch die Kosten für Steuersoftware sind absetzbar

Die durchaus überschaubaren Kosten für eine Steuersoftware dürfen Sie übrigens als Steuerberatungskosten komplett absetzen. Denn obwohl der Aufwand sowohl den beruflichen als auch den privaten Bereich berührt, akzeptiert das Finanzamt Mischkosten bis zu 100 Euro in vollem Umfang.

Sind die Kosten höher, so akzeptiert das Finanzamt pauschal die Hälfte als Werbungskosten oder Betriebsausgaben. Heben Sie den Kaufbeleg auf und geben Sie den Betrag bei den Werbungskosten an. Umfassende Hilfe bietet auch unser Steuer-E-Book.

Hier können Sie sich das kostenlose 20-seitige E-Book für die Steuererklärung 2019 herunterladen:

Zum Download

Wie bekomme ich die Software günstiger?

Die neuen Steuerprogramme liegen überwiegend schon ab Ende November eines jeden Jahres in den Läden. In der Regel sind zu Jahresanfang noch einige Aktualisierungen nötig, so dass ein Update eingespielt werden muss. Deshalb müssen Sie die Software registrieren und können dann kostenlose Updates aufspielen.

Der unverbindliche Verkaufspreis von einfacheren Programmen wie Tax, Steuereasy oder Quicksteuer liegt bei 15 Euro; höherwertigere wie die Steuersparerklärung gibt es beim Hersteller beim Einmalkauf ab rund 30 Euro. Manche Anbieter wie Haufe-Lexware und Wolters Kluwer verlangen fürs Verschicken der CD eine Versandpauschale. Die Versandkosten können Sie sparen, wenn Sie sich für den Download von der Website des Herstellers entscheiden.

Schnäppchen sind möglich

Je näher der für viele Steuererklärungen geltende gesetzliche Abgabetermin rückt, desto eher lässt sich online ein Schnäppchen machen. Auf Amazon, Idealo, Softwareload oder auch für Kunden von GMX oder web.de gibt es immer wieder Sonderangebote.

Hinzu kommen umetikettierte Versionen: Hinter der etwas abgespeckten Steuersoftware, die etwa Tchibo, Aldi oder Lidl verkaufen, stecken die drei großen Anbieter. Die Produkte von Tchibo oder Penny stammen beispielsweise von Wolters Kluwer. Solche Aktionssoftware wird meistens im Januar oder Februar für zwischen 5 und 10 Euro angeboten – allerdings ist sie oft auch nach wenigen Tagen ausverkauft.

Treue kann sich auszahlen

Unsere Empfehlungen der vergangenen Jahre sind weitgehend stabil. Herstellern, die im Vorjahr gute Software produziert haben und diese immer weiterentwickeln, kann man eine gewisse Kontinuität in ihrer Leistung unterstellen. Das ist wichtig, denn wir empfehlen, dass Sie der einmal gewählten Software treu bleiben, wenn diese gute Dienste leistet.

Unser Rat: Investieren Sie etwas Zeit, um herauszufinden, mit welcher Bedienungsoberfläche Sie am besten klarkommen und entscheiden sich dann endgültig für die Software Ihrer Wahl. Diese können Sie abonnieren, dann sparen Sie über die Jahre Zeit und Geld. Zudem können Sie die Vorjahresdaten in die neue Programmversion importieren und diese dort überarbeiten. Die meisten Programme erlauben es hingegen nicht, Daten aus einem Konkurrenzprodukt zu übernehmen. 

Treue zahlt sich auch bei den Kosten aus, weil etliche Anbieter ihren Abonnenten einen Rabatt gewähren. So bekommen Sie die Folgeversion automatisch zugeschickt – bei Buhl und Wolters Kluwer zahlen Sie dafür ein paar Euro weniger.

Bei Buhl heißt das Abo „Steuer-Spar-Vertrag“. Darin enthalten ist unter anderem die versandkostenfreie Lieferung, die kostenlose Zeitschrift „Steuer-Spar-Magazin“, monatliche Newsletter und ein frei auswählbares Webinar.

Bei Wolters Kluwer bekommen Abonnenten ebenfalls einen Preisnachlass, eine Preisgarantie für die Folgeversion und einige weitere Vergünstigungen.

Dieser Anbieter hat noch ein interessantes Angebot: Auszubildende, Studenten und Berufseinsteiger bis 28 Jahre und einem Jahresverdienst bis 25.000 Euro können unter steuerhelden.de das Programm Steuersparerklärung für Berufseinsteiger herunterladen und damit ihre Steuererklärung sogar kostenlos erstellen. Es handelt sich hierbei um eine etwas abgespeckte Version der Steuersparerklärung.

Wie muss ich die Steuererklärung abgeben?

Als Steuerpflichtiger ohne unternehmerische Einkünfte können Sie die Steuererklärung auf folgenden Wegen abgeben:

  1. Sie können die Erklärung auf Papier ausdrucken und beim Finanzamt abgeben.
  2. Sie können die Steuererklärung elektronisch erstellen und über das Internet an Ihr Finanzamt übertragen – ohne Registrierung bei Elster. Das Elster-Modul ist in der Software integriert. Wenn Sie nicht im Elster-Portal registriert sind, dann müssen Sie jedoch eine komprimierte Steuererklärung ausdrucken, unterschreiben und beim Finanzamt abgeben.
  3. Es geht auch komplett papierlos. Sie registrieren sich einmalig bei Elster und nutzen für die Abgabe ein Elster-Zertifikat (zum Beispiel eine Datei mit der Endung pfx); dann ist die Erklärung vollelektronisch und Sie müssen überhaupt kein Papierstück abgeben (authentifizierte Übermittlung).

Mit der Zertifikatsdatei unterschreiben Sie Ihre Steuererklärung digital. Das ist auch möglich mit dem neuen Personalausweis und der „Ausweis-App 2“.

Wichtig: Erzielen Sie unternehmerische Einkünfte, dann haben Sie keine Wahl. Sie müssen Ihre Steuererklärung elektronisch einreichen.

Das gilt nahezu ausnahmslos seit der Steuererklärung 2017 für Selbstständige, Gewerbetreibende, Landwirte, für nebenberuflich selbstständig tätige Arbeitnehmer und auch Privatleute, die gewerbliche Einnahmen aus dem Stromverkauf von ihrer Photovoltaik-Anlage haben. Sie müssen ihre unternehmerischen Steuererklärungen und Gewinnermittlungen elektronisch authentifiziert einreichen.

Einnahmen-Überschuss-Rechnungen und Umsatzsteuererklärungen zählen zu den unternehmerischen Steuererklärungen, die zwingend elektronisch unterschrieben, also mit einem Elster-Zertifikat, ans Finanzamt übermittelt werden müssen. Das Zertifikat ist nötig, um den Steuerpflichtigen als Berechtigten auszuweisen. Es ist durch Registrierung bei „Mein Elster“ unter www.elster.de erhältlich. Steuersoftware hilft sowohl bei der Erstellung als auch bei der elektronischen Übermittlung der Steuererklärung.

So können Buhl-Kunden statt mit dem eigenen Elster-Zertifikat das Anbieter-Zertifikat nutzen, um die Steuererklärung zu versenden. Eine authentifizierte Abgabe ohne Elster-Zertifikat geht beispielsweise auch bei Lohnsteuer kompakt und Steuergo Plus. Bei Smartsteuer funktioniert dies über eine Video-Identifizierung (Web-ID).

Bis wann Sie die Steuererklärung abgeben müssen

Falls Sie eine Steuererklärung abgeben müssen, gilt für Sie die gesetzliche Abgabefrist. Ihre Steuererklärung 2019 muss dann bis zum 31. Juli 2020 beim Finanzamt sein.

Erstellen Sie diese hingegen freiwillig, dann muss sie erst bis zum 31. Dezember 2023 dort eintreffen.

Alle Programme, die Ihnen Finanztip empfiehlt, arbeiten sorgfältig. Einen kritischen Blick auf die von der Software vorgeschlagenen Formularangaben sollten Sie dennoch haben, denn Fehler sind nie ausgeschlossen. Haben Sie beispielsweise einen Laptop privat gekauft, den Sie zur Hälfte als Arbeitsmittel beruflich nutzen, dann können Sie die Hälfte der Anschaffungskosten als Werbungskosten absetzen. Dafür müssen Sie jedoch selbst den beruflichen Anteil eintragen. In vielen Programmen voreingestellt sind 100 Prozent, doch dies geht beim Finanzamt in aller Regel nicht durch.

Was sollte ich noch zum Thema Steuersoftware wissen?

2019 erhielten die Finanzämter bereits fast 24 Millionen Einkommensteuererklärungen übers Internet, heißt es auf elster.de. Die elektronische Steuererklärung hat die Papierformulare bei Weitem überholt.

Warum es sich lohnt, jedes Jahr das gleiche Programm zu nehmen

Erfahrene Anwender wissen, dass sie mit der aktuellen Version ihrer Software auch Daten ihrer Vorjahreserklärung übernehmen und überschreiben können und so eine Menge Zeit sparen. Das funktioniert auf jeden Fall, wenn Sie Ihrem Programm treu bleiben.

Falls Sie hingegen den Anbieter wechseln, müssen Sie sich darauf einstellen, dass Sie viele Daten neu eingeben müssen. Dies kann sogar dann passieren, wenn Sie ein günstigeres Programm desselben Anbieters nutzen möchten.

Die Programme werden immer komfortabler

Das Ausfüllen wird zunehmend einfacher: Mit mancher Steuersoftware können Sie Belege einscannen und verwalten. Bei der Steuersparerklärung klappt dies komfortabel mit dem Belegmanager via Scanner oder Handy. Die Unterlagen lassen sich dann bereits während des Jahres speichern. Beim Erstellen der Steuererklärung können Sie die Belegwerte übernehmen. Das ist sehr hilfreich, denn gerade das Suchen und Verwalten von Quittungen ist ein großer Zeitfresser.

Und es geht noch mehr: Mit der sogenannten vorausgefüllten Steuererklärung (das Finanzamt nennt den Service Abruf von Bescheinigungen, früher: Belegabruf) können Steuerzahler bereits elektronisch gemeldete Daten mit einem Klick in die eigene Steuererklärung übernehmen. Neben den Stammdaten wie Adresse und Geburtsdaten sind dies beispielsweise die vom Arbeitgeber beim Lohnsteuerabzug gemeldeten Gehälter, die ans Finanzamt abgeführte Lohnsteuer, die einbehaltene Kirchensteuer und der Solidaritätszuschlag. Auch die überwiesenen Sozialversicherungsbeiträge (aufgesplittet nach Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteilen), erhaltene Renten und Lohnersatzleistungen wie das Arbeitslosengeld lassen sich per Klick übernehmen.

Zuvor müssen Sie den Abruf von Bescheinigungen beantragen und im Programm einrichten. Das funktioniert auf zwei Wegen:

  1. Entweder Sie registrieren sich im Elster-Portal und speichern eine Zertifikatsdatei ab. Mit dieser können Sie manuell die beim Finanzamt gespeicherten Belege abrufen.
  2. Einfacher: Immer mehr Programme, zum Beispiel das Wiso Steuer-Sparbuch, vereinfachen die mühselige Anmeldung für den Belegabruf, weil sich diese innerhalb des Programms starten lässt. Dafür müssen Sie ein Kundenkonto erstellen. Über dieses „Buhl-Konto“ können Sie den Belegabruf freischalten. Das geht auch für die Daten von Familienmitgliedern. Die Finanzverwaltung schickt Ihnen einen Zugangscode, den Sie im Programm eingeben müssen. Einen Tag später können Sie dann die beim Finanzamt gemeldeten Belegdaten über den „Steuer-Abrufservice“ herunterladen und für die Erklärung übernehmen.

Die Entwickler der ausgereiftesten Programme setzen darauf, dass Schnittstellen einen Großteil der Erklärung automatisch ausfüllen. Marktführer Buhl bezeichnet dies als „Steuer-Automatik“. Dies fängt beim Import der Daten an. Vorjahresdaten werden übernommen und die Werte intelligent fortgeschrieben. Die per Belegabruf übermittelten Zahlen werden an der richtigen Stelle in den Formularen eingetragen.

2019 führt Buhl mit „Wiso Steuer-Scan“ eine App ein, mit der Sie Belege und Dokumente mit dem Smartphone fotografieren oder vorhandene Dateien hochladen können. Dieser Belegmanager ist mit der „Steuer-Box“ verbunden. Dort können die Belege ausgelesen und für die Steuererklärung zentral gespeichert werden.

Des Weiteren lassen sich auch Daten vom Girokonto auslesen, kategorisieren und für die Steuererklärung übernehmen. Steuerrelevante Ausgaben können Sie mit der von Buhl angebotenen Online-Banking-Lösung finanzblick.de markieren und der richtigen Abzugsposition in der Steuererklärung zuordnen. Kunden einer Sparkasse und der Deutschen Bank haben sogar eine direkte Anbindung zu Steuer-Web, dem Online-Steuerprogramm. Mitbewerber Smartsteuer kooperiert mit der ING.

Der vorerst letzte Schritt ist schließlich der elektronische Versand der Steuererklärung. Das funktioniert auch papierlos.

Finanzämter setzen auf Digitalisierung

Nach Angaben des hessischen Finanzministeriums reichen bereits rund 60 Prozent der Steuerbürger ihre Erklärung auf elektronischem Weg ein. Von Jahr zu Jahr werden immer weniger Papierformulare ausgefüllt.

Auch die Finanzverwaltung setzt auf die elektronische Erklärung. Das Steuermodernisierungsgesetz erlaubt nun sogar offiziell eine vollautomatische Bearbeitung – der Bescheid kann also rein maschinell erstellt werden. Zudem können Sie Ihren Bescheid elektronisch im Elster-Portal abholen.

Ein Einspruch ist ebenfalls elektronisch möglich. Ein gutes Steuerprogramm unterstützen Sie auch dabei. Schließlich ist entscheidend, welche Ausgaben das Finanzamt akzeptiert.

Hilfreich dafür ist der Steuerbescheid-Prüfer, den etliche Programme enthalten. Wählen Sie die Funktion, die etwa „Bescheidrückübermittlung und automatische Bescheidprüfung“ heißt. Über die Elster-Schnittstelle gleicht die Software dann die abgegebene Erklärung mit dem Steuerbescheid ab. Das Programm zeigt Abweichungen bei den verschiedenen Ausgabekategorien an, beispielsweise bei den Fahrtkosten.

Sie können dann entscheiden, ob Sie die Abweichung akzeptieren oder dagegen Einspruch einlegen. Dafür haben Sie einen Monat Zeit. Einige Programme stellen Musterschreiben zur Verfügung, die Sie individuell anpassen können.

Weitere Anbieter neben den drei Platzhirschen

Neben den drei großen, weiter vorn im Text bereits genannten Steuersoftware-Anbietern Buhl, Akademische Arbeitsgemeinschaft und Haufe-Lexware gibt es noch weitere kleinere, die sich auf Online-Programme beschränken: Forium zum Beispiel gilt als Pionier bei der Online-Steuererklärung und bietet die Programme Lohnsteuer kompakt, Steuergo, Steuererklärung-Rentner, Steuererklärung-Polizei und Steuererklärung-Student an.

Steuergo Plus wirkt klar strukturiert und aufgeräumt, so dass insbesondere Steuerpflichtige mit eher einfachen Sachverhalten ihre Steuererklärung damit schnell und zielführend erstellen können. Sie werden per Interview navigiert. Haben Sie im vorigen Jahr die Steuererklärung mit Elster-Formular erstellt? Dann sollten Sie die Daten aus der komprimierten Steuererklärung importieren. Erzeugen Sie davon eine PDF-Datei. Steuergo Plus kann die Daten auslesen und für die aktuelle Steuererklärung übernehmen. Wenn Sie vorher eine andere Software genutzt haben, können Sie die Daten aus einer früheren Steuererklärung importieren.

Ein Vorteil ist die Mehrsprachigkeit. Die Software steht in den Sprachversionen Englisch, Polnisch, Kroatisch, Serbisch, Bosnisch,  Türkisch und Russisch zur Verfügung. Die Formulare, Ratgeber und Steuertipps sind dementsprechend übersetzt worden. Und der Kundenservice beantwortet Anfragen per E-Mail in diesen Sprachen. Deshalb ist die Lösung vor allem denjenigen zu empfehlen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist.

Recht umfangreich sind die Hilfestellungen beim anderen Forium-Online-Programm Lohnsteuer kompakt. Dieses beinhaltet zahlreiche Musterbriefe, Steuerrechner und Hilfevideos. Bei der Dateneingabe liefert es passende Steuertipps. Geeignet ist es für Arbeitnehmer und Rentner ohne unternehmerische Einkünfte.

Auch schon länger auf dem Markt ist Hartwerk mit Steuerfuchs. Für fundierte Steuerinformationen sorgt der Kooperationspartner Steuerrat24. Das Ticket für die Abgabe einer Steuererklärung kostet mit 15 Euro weniger als bei den meisten Mitbewerbern.

Bei Tests in Fachzeitschriften bleiben die kleineren Anbieter oft unerwähnt. Falls sie doch untersucht werden – wie im Mai 2019 in der Zeitschrift „Finanztest“ –, schneiden sie meist schlechter ab als die Programme der drei großen Anbieter.

Seit einigen Jahren treten kontinuierlich neue Akteure auf. Das Berliner Start-up Wundertax startete Ende 2015 mit der Studentensteuererklärung. Mittlerweile adressiert es unter steuererklaerung.de weitere Zielgruppen wie Arbeitnehmer, Polizisten, Soldaten, Lehrer und Expats mit einer Online-Steuererklärung für 35 Euro.

Welche Apps es mittlerweile gibt

Beim Marktführer Buhl können Sie bereits seit einigen Jahren mit dem Online-Programm Wiso Steuer-Web geräteübergreifend eine Steuererklärung erstellen. Seit April  2019 bietet er mit Ilovetax zusätzlich eine speziell für Smartphones entwickelte App an. Eine einfache Steuererklärung kann damit für 15 Euro übers Handy versendet werden.

Die umfassende Steuererklärung auf dem Tablet oder Smartphone soll ab Mitte 2020 mit einer nativen App für Android und iPad OS funktionieren, genannt Steuer-Phone.

Und auch der Wettbewerber Smartsteuer bietet Apps für iOS und Android an. Mit der App sollen Sie dank Chat-basierter Dialogführung Fragen beantworten und einen einfachen Steuerfall auf dem Smartphone oder Tablet erledigen können. Liegen beispielsweise Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen vor, wird es schon etwas komplizierter und es sind deutlich mehr Angaben zu machen. Das lässt sich aber auf dem Rechner viel komfortabler bewerkstelligen. Die reinen Apps sind daher aktuell nur für recht einfache Steuerfälle eine sinnvolle Lösung. Zudem sind die meisten Apps derzeit in der Funktionalität eingeschränkt.

Einige neue Anbieter konzentrieren sich auf mobile Lösungen. Im Oktober 2016 hat etwa Taxbutler eine Steuererklärung per App gestartet. Der Ansatz: Sie als Nutzer fotografieren Ihre Belege mit dem Smartphone. Die App soll sich dann via Texterkennung die nötigen Daten ziehen und daraus eigenständig Ihre Steuererklärung erstellen. Eine Elster-Registrierung ist nicht erforderlich, weil die App ein zentrales Zertifikat hat.

Die weitgehend automatisch erstellte Steuererklärung wird aus der App heraus an das Finanzamt gesendet. Die Lösung richtet sich in erster Linie an Studenten und Berufsanfänger mit einfachen steuerlichen Sachverhalten. Sie kostet 29 Euro.

Hinter Taxbutler steckte ein Start-up namens Pareton. Für dieses wurde Ende Juni 2018 ein vorläufiges Insolvenzverfahren eröffnet. Danach hat Billomat, ein Anbieter von Buchhaltungssoftware, die Lösung übernommen und überarbeitet. Unter dem Namen Steuer2Go ist die neue App seit Anfang 2020 wieder auf dem Markt.

Taxbutler-Gründer Matthias Raisch war hingegen „Geburtshelfer“ beim Start einer weiteren konkurrierenden App: Steuergott.

Eine wichtige Rolle bei den App-Anbietern nimmt Taxfix ein. Diese Lösung gibt es bereits seit 2017. Das Berliner Startup konnte 40 Millionen Euro Investorengelder einsammeln – darunter auch vom deutsch-amerikanischen Milliardär Peter Thiel. Die Steuererklärung lässt sich im Web-Browser oder auf dem Smartphone erstellen. Die Steuer-App richtet sich vor allem an die rund sechs Millionen steuerpflichtigen Arbeitnehmer, deren Steuer relativ einfach zu machen wäre, die aber trotzdem keine Steuererklärung abgeben. Die Erklärung entsteht nach dem Einscannen der Lohnsteuerbescheinigung und dem Beantworten einfacher Fragen per App und lässt sich direkt an das Finanzamt senden.

Der Pauschalpreis liegt bei 35 Euro und entfällt komplett, falls Sie weniger als 50 Euro Steuererstattung erhalten. Es gibt jedoch derzeit noch viele Einschränkungen. So funktioniert die App noch nicht für die Vermietung oder bei Einkünften aus einer selbstständigen Tätigkeit. Die Zusammenveranlagung und die Rentenbesteuerung unterstützt sie mittlerweile.

Dominierender Marktführer bei Programmen, die Steuerberater verwenden, ist die Datev. Die Steuerberater-Genossenschaft hat Anfang 2020 mit Klartax ein App- und Web-Angebot für die Erstellung einfacher, privater Einkommensteuererklärungen gestartet. Die Lösung befindet sich aber noch in einem frühen Entwicklungsstadium.

Die Apps zeigen einen Trend bei den Entwicklern von Steuersoftware auf: Immer stärker setzen die Anbieter künstliche Intelligenz ein. Vorhandene Daten und das Auslesen von Belegen sollen helfen, dass die Steuererklärung zunehmend automatisch erstellt wird.

Eine weitere App für die Steuererklärung per Smartphone ist Steuerbot. Das Start-up wurde 2017 gegründet und im September 2018 von Haufe übernommen. Steuerbot richtet sich insbesondere an Auszubildende, Studenten und Berufseinsteiger.

Sie beantworten Fragen zur persönlichen Situation im Chat; die Antworten befüllen im Hintergrund die entsprechenden Felder in den Steuerformularen. Steuerbot ist kostenlos und für einfache Steuerfälle geeignet. Beispielsweise können Sie damit keine Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit bearbeiten. Steuerbot soll dauerhaft kostenlos bleiben. Einnahmen erhoffen sich die Anbieter daraus, dass Nutzer ihre Steuererstattung in einem Online-Shop ausgeben werden.

Wolters Kluwer bietet seit Juli 2019 mit Steuerkäpt‘n ebenfalls eine kostenlose App an, mit der Sie aber nur eine vereinfachte Steuererklärung erstellen und ausdrucken können. Hilfreich ist sie für Steuerzahler mit niedrigem Einkommen, die Kirchensteuer gezahlt haben. Die können sie als Sonderausgaben absetzen und sich so eine Steuererstattung sichern. Berufliche Ausgaben oberhalb der Werbungskostenpauschale von 1.000 Euro können Sie mit dieser kostenlosen Lösung jedoch nicht abrechnen.

So haben wir ausgewählt

Vergleich Steuersoftware 2020

Der Aufwand, der für einen gründlichen Software-Test nötig ist, ist extrem hoch. Zunächst müssen verschiedene Programme installiert werden. Idealerweise erstellt die fachkundige Redaktion zusammen mit einem Steuer-Experten mindestens einen anspruchsvolleren Steuerfall und gibt diesen in den diversen Programmen ein. Daraus lässt sich am besten schlussfolgern, ob die Nutzerführung zielführend ist und die Software korrekt rechnet. Abweichungen müssen daraufhin auf ihre Ursache analysiert werden.

Computer- und Wirtschaftsmagazine veröffentlichen regelmäßig Tests des aktuellen Steuersoftware-Jahrgangs. Allerdings betreiben die Redaktionen dafür unterschiedlich viel Aufwand.

Finanztip beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit Steuersoftware, macht jedoch keine eigenen umfangreichen Tests mit Steuerfällen. Stattdessen recherchieren wir im Markt, machen Plausibilitätsprüfungen und werten seriöse Tests aus.

Liegen uns genügend Testberichte vor, dann analysieren und aggregieren wir diese. Hierfür benötigen wir nachvollziehbare und mathematisch verwertbare Testergebnisse. Die Steuerberechnung, Steuerhilfen, Benutzerführung und weitere Funktionalitäten müssen die Tester in Noten oder Punkten quantifizieren, damit wir sie auswerten können. Wir nennen unser Verfahren Meta-Test.

So sind wir bereits für jeden Software-Jahrgang in den letzten drei Jahren vorgegangen. Für die Programme des Jahrgangs 2020, die Sie für die Steuererklärung 2019 einsetzen können, lagen uns bis Mitte März Tests aus den folgenden Zeitschriften vor, die wir für unseren Meta-Test 2020 berücksichtigen können:

  • „Chip“ (4/2020)
  • „Euro“ (2/2020) und
  • „Focus-Money“ (8/2020)

Mit weiteren Publikationen ist zu rechnen. Damit wir Ihnen zu einem möglichst frühen Zeitpunkt unsere Bewertung der aktuellen Programme geben können, gehen wir zweistufig vor.

Bei den sechs von uns empfohlenen Programmen handelt es sich um die aktuellen Versionen der Lösungen, die wir auch schon nach den drei letzten Meta-Tests empfehlen konnten. Diese schneiden auch bei den in diesem Jahr bislang veröffentlichten Tests am besten ab, sodass wir diese Programme vorläufig empfehlen können.

Wenn uns noch mehr Tests vorliegen, können wir unseren Meta-Test 2020 abschließen. Hier fließen dann alle bis Mai 2020 erschienene Tests sowie unser Vorjahresergebnis ein. Alle vorliegenden Werte werden wir gleich gewichten. Um die unterschiedlichen Notenskalen der einzelnen Tests anzugleichen, geben wir dem jeweiligen Testsieger einen Score von 100 Prozent. Der „Finanztip-Score“ stellt unsere Wertung für jedes Steuerprogramm dar, die wir aus unterschiedlichen Testberichten ermittelt haben.

Die untersuchten Programme haben wir in drei Gruppen eingeteilt:

  1. Desktop-Software für die Erstellung einfacher und durchschnittlich schwerer Steuerfälle, also relevant für die meisten Arbeitnehmer und Rentner, manchmal auch passend für Kleinunternehmer (Produktkategorie Standard);
  2. zu installierende Programme für kompliziertere Sachverhalte, zum Beispiel für Selbstständige und Gewerbetreibende inklusive Umsatzsteuererklärung und Gewerbesteuererklärung, Vermieter und Anleger mit komplexeren Kapitaleinkünften (Produktkategorie Premium) und
  3. Online-Programme.

Die beiden Programme, die pro Kategorie insgesamt den höchsten Finanztip-Score erreicht haben, empfehlen wir. 

Autor
Udo Reuß

Stand: 19. März 2020


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