Hallo zusammen,
ich bin gerade bei einem unabhängigen Berater zum Abschluss einer BU. Eigentlich wollte ich nur eine einfache BU ohne Zusätze (SBU). Der Berater legt mir aber nahe, dass es viel sinnvoller ist eine BUZ also BU mit Basisrente abzuschließen um mir die Steuervorteile zu sichern.
Allerdings bin ich mir sehr unsicher ob es das richtige ist. Mit den aktuellen Daten und Rahmenbedingungen sieht es durchaus sinnvoll aus, nur es ist noch ein sehr langer Zeitraum über die gesamte Laufzeit. Wer weiß schon was dem Staat noch alles einfällt und man dauerhaft Steuervorteile hat?
Außerdem die Frage ob es vielleicht besser wäre eine normale BU abzuschließen und dann ab 2027 das Altersvorsorgedepot zu nutzen?
Zu meinen Daten:
- 36 Jahre, ledig, keine Kinder
- 67.000€ Brutto im Jahr (ca. 3150€ Netto mtl.)
- ETF Depot bei 26.000€ mit Sparrate 750€
- EFH Kredit 800€ mtl. bis 2030
Mein Wunsch, so früh wie möglich in Rente zu gehen, bzw. auf Teilzeit Arbeit zu wechseln.
Allgemeine Daten zur SBU und BUZ:
- 5% Beitragsdynamik, bei SBU beliebig oft aussetzbar, bei BUZ nur einmal alle 2 Jahre aussetzbar
- 3% Leistungsdynamik
- ohne AU-Klausel
Konditionen SBU:
- 3000€ BU-Rente
- 100€ Beitragskosten
oder
- 2500€ BU-Rente
- 83€ Beitragskosten
Konditionen BUZ mit Basisrente:
- 44,5% Steuersatz aktuell / warum nimmt man den Grenzsteuersatz und nicht den Durchschnitt der Einkommenssteuer?
- 24% Annahme Steuersatz bei Auszahlung mit 67 als Rente
- 3000€ BU-Rente, soll bei Auszahlung nach Steuern ca. 2500€ ergeben / das sind nur 20% weniger, wie kommt man darauf?
- 205€ Beitragskosten
- Steuererstattung 92€
- 113€ effektive Beitragskosten
- ohne BU: lebenslange monatliche Rente ab 67 von 788€ (nach Abzug von 24% Steuern und bei Annahme von 6% Fondsperformance, vor Fondskosten???)
- Fonds Auswahl an ETF's verfügbar (MSCI World etc.)
Fazit:
Wenn ich die jeweiligen Konditionen bei 2500€ Rente vergleiche, bezahle ich bei der BUZ monatlich 30€ mehr und erhalte dafür ca. 788€ Rente. Bei 2% Inflation über die Laufzeit von 31 Jahre bleibt davon ca. 426€ übrig. Immerhin.
Was bei der Berechnung nicht berücksichtigt wurde, dass die Beiträge jährlich um die Dynamik ansteigen. Was auch immer das für einen Effekt hat?
Die Rente kann auch schon ab 62 ausgezahlt werden, dann mit geringerem, mir unbekannten Betrag.
Würde mich über eure Gedanken dazu freuen. Vielleicht habe ich noch etwas gar nicht bedacht.