Sammelthread Fragen zum Altersvorsorgedepot

  • Der Verbraucherschutz schaut auch aufs Privatdepot. Und rät nicht begeistert vom AV-Depot, zumal noch so vieles offen ist.

    https://www.focus.de/finanzen/rente…d942e4117b.html

    Man wird die ganze Sache einfach abwarten müssen.

    Auch in dem von dir verlinkten Artikel wird tatsächlich auf die fehlende Garantie hingewiesen.

    Da sage ich mal ganz provokant: was will jetzt der Niels Neuhauser eigentlich?

    Bei einem günstigen ETF, der dann ohne Garantie jahrelang im AV-Depot „arbeiten“ kann, wäre logischerweise eine Beitragsgarantie Gift.

  • Grundsätzlich sollen ja auch Wohnriester-Verträge übertragen werden können. Nur wie verhält es sich, wenn das zugehörige Bauspardarlehen aus so einem Vertrag bereits vollständig getilgt wurde? Der Vertrag ist also im Grunde beendet.

    Ich würde durch eine Übertragung, wo es ja kein Guthaben o.ä. zum Übertragen mehr gibt, gerne einen Weg finden das alte verzinste Wohnförderkonto loszuwerden.

  • Für uns (Gutverdiener mit 3 Kindern) hab ich das mal optimiert. Da kommt als Ergebnis raus, dass einer 360€ einzahlt und 3 mal die Kinderförderung mitnimmt und der andere die 1800€ ausreizt.

    Hallo Newb, bei mir ist die Situation ähnlich (aber mit 4 Kindern, und das Thema Wohnförderkonto ist bei mir nicht mehr relevant)

    Was genau ist bei deinem Ansatz optimiert?

    Hast du auch überlegt, ungeförderte Einzahlungen bis max. 6840€ pro Vertrag (max 2 pro Person) zu machen? Nach 12 Jahren Haltedauer und Auszahlung ab 62 (12/62 Regel) wird nach dem Halbeinkünfteverfahren besteuert. Diese ungeförderten Einzahlungen kannst du jederzeit entnehmen (gemäß 12/62; kein zwangsweiser Auszahlungsplan), und steuerlich musst du als Rentner auch schon bei ca 40%+ beim Grenzsteuersatz liegen, dass das Halbeinkünfteverfahren schlechter ist als KeSt+Soli und Teilfreistellung.

    Außerdem hast du den qualitativen Vorteil, dass du steuerneutral im AVD umschichten kannst, was z.b. 5 Jahre vor der Rente bzw Entnahmephase (vielleicht gibt's hier ja auch Privatiers, die ein fat FiRe machen) sinnvoll sein kann.

    Also falls es dann AVD Produkte mit extrem niedrigen Kosten gibt, dann sollte die ungeförderten Einzahlungen ins AVD jedem normalen ETF Depot überlegen sein.(?)

  • Hallo Newb, bei mir ist die Situation ähnlich (aber mit 4 Kindern, und das Thema Wohnförderkonto ist bei mir nicht mehr relevant)

    Was genau ist bei deinem Ansatz optimiert?

    Hast du auch überlegt, ungeförderte Einzahlungen bis max. 6840€ pro Vertrag (max 2 pro Person) zu machen? Nach 12 Jahren Haltedauer und Auszahlung ab 62 (12/62 Regel) wird nach dem Halbeinkünfteverfahren besteuert. Diese ungeförderten Einzahlungen kannst du jederzeit entnehmen (gemäß 12/62; kein zwangsweiser Auszahlungsplan), und steuerlich musst du als Rentner auch schon bei ca 40%+ beim Grenzsteuersatz liegen, dass das Halbeinkünfteverfahren schlechter ist als KeSt+Soli und Teilfreistellung.

    Außerdem hast du den qualitativen Vorteil, dass du steuerneutral im AVD umschichten kannst, was z.b. 5 Jahre vor der Rente bzw Entnahmephase (vielleicht gibt's hier ja auch Privatiers, die ein fat FiRe machen) sinnvoll sein kann.

    Also falls es dann AVD Produkte mit extrem niedrigen Kosten gibt, dann sollte die ungeförderten Einzahlungen ins AVD jedem normalen ETF Depot überlegen sein.(?)

    Bitte korrigiere mich falls ich hier falsch liege. Mein Verständnis ist:

    Für den Betrag zwischen 360 und 1800€ kriegt der Partner mit den Kindern keine Steuerrückerstattung mehr, sondern lediglich 25% Zulage und Kapitalertragsteuerfreiheit.

    Ich gehe mal von 32% Steuern zur Rente aus. Sprich 7% mehr als 25% auf den gesamten Betrag. (Und die 25% selbst werden ja mit besteuert) Dagegen die Kapitalertragsteuer (mit Teilfreistellung) auf die Gewinne geht sich vermutlich+-0 aus. Hängt jetzt von der Höhe der Gewinne ab. Dazu kommen die Depotgebühren, die den Rest vermutlich auffressen.

    Betrag über 1.800 € nach Halbeinkünfteverfahren, wären bei 32% ca. 16% auf die Gewinne. Die Differenz zur Kapitalertragsteuer (inkl. Freistellung und Soli) wird vermutlich wieder durch die Depotgebühren aufgefressen.

    Selbst wenn das AV Depot bei den Modellen besser ist, geht es um 1-2 % über die Gesamte Dauer. Dafür würde ich kein Geld 25 Jahre fest irgendwo parken.

  • Ich bin wirklich mal gespannt welche Angebote es geben wird und wie sich die staatliche Standardlösung gegenüber den privaten Anbietern kostenmäßig schlagen wird.
    Ein Traum wäre eine Entwicklung wie in Schweden, wo der staatliche AP7-Fonds eine echte Konkurrenz für alle privaten Anbieter geworden ist.

    Ja das wäre schonmal ein Anfang, bloß die 2,5% fließen ja vom Bruttogehalt dort automatisch hinein, wenn man keinen anderen Fond wählt. Zumal die TER mit 0,07% und 0,04% auch relativ gering ist (https://www.ap7.se/english/ap7-safa/ )


    Es wäre besser gewesen, wenn es so etwas auch gegeben hätte. Aber man kann nicht all seine Wünsche und Ideen umgesetzt haben. Zumal ich auch nicht glaube, dass bei der Rentenkommission im Sommer irgendetwas besseres bei rumkommt.

    panem et circenses

    "Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh."

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