Der Verbraucherschutz schaut auch aufs Privatdepot. Und rät nicht begeistert vom AV-Depot, zumal noch so vieles offen ist.
Sammelthread Fragen zum Altersvorsorgedepot
-
Ovid -
25. März 2026 um 19:48 -
Erledigt
-
-
Der Verbraucherschutz schaut auch aufs Privatdepot. Und rät nicht begeistert vom AV-Depot, zumal noch so vieles offen ist.
Man wird die ganze Sache einfach abwarten müssen.
Auch in dem von dir verlinkten Artikel wird tatsächlich auf die fehlende Garantie hingewiesen.
Da sage ich mal ganz provokant: was will jetzt der Niels Neuhauser eigentlich?Bei einem günstigen ETF, der dann ohne Garantie jahrelang im AV-Depot „arbeiten“ kann, wäre logischerweise eine Beitragsgarantie Gift.
-
Grundsätzlich sollen ja auch Wohnriester-Verträge übertragen werden können. Nur wie verhält es sich, wenn das zugehörige Bauspardarlehen aus so einem Vertrag bereits vollständig getilgt wurde? Der Vertrag ist also im Grunde beendet.
Ich würde durch eine Übertragung, wo es ja kein Guthaben o.ä. zum Übertragen mehr gibt, gerne einen Weg finden das alte verzinste Wohnförderkonto loszuwerden.
-
Ich würde mich sehr freuen, wenn Finanztip das mal sauber aufbereitet und für unterschiedliche Situationen klare, leicht zu vertehende Investitionsempfehlungen ausspricht.
Die beste Übersicht bisher habe ich interessanterweise bei UI gesehen.
-
Für uns (Gutverdiener mit 3 Kindern) hab ich das mal optimiert. Da kommt als Ergebnis raus, dass einer 360€ einzahlt und 3 mal die Kinderförderung mitnimmt und der andere die 1800€ ausreizt.
Hallo Newb, bei mir ist die Situation ähnlich (aber mit 4 Kindern, und das Thema Wohnförderkonto ist bei mir nicht mehr relevant)
Was genau ist bei deinem Ansatz optimiert?
Hast du auch überlegt, ungeförderte Einzahlungen bis max. 6840€ pro Vertrag (max 2 pro Person) zu machen? Nach 12 Jahren Haltedauer und Auszahlung ab 62 (12/62 Regel) wird nach dem Halbeinkünfteverfahren besteuert. Diese ungeförderten Einzahlungen kannst du jederzeit entnehmen (gemäß 12/62; kein zwangsweiser Auszahlungsplan), und steuerlich musst du als Rentner auch schon bei ca 40%+ beim Grenzsteuersatz liegen, dass das Halbeinkünfteverfahren schlechter ist als KeSt+Soli und Teilfreistellung.
Außerdem hast du den qualitativen Vorteil, dass du steuerneutral im AVD umschichten kannst, was z.b. 5 Jahre vor der Rente bzw Entnahmephase (vielleicht gibt's hier ja auch Privatiers, die ein fat FiRe machen) sinnvoll sein kann.
Also falls es dann AVD Produkte mit extrem niedrigen Kosten gibt, dann sollte die ungeförderten Einzahlungen ins AVD jedem normalen ETF Depot überlegen sein.(?)
-
Hallo Newb, bei mir ist die Situation ähnlich (aber mit 4 Kindern, und das Thema Wohnförderkonto ist bei mir nicht mehr relevant)
Was genau ist bei deinem Ansatz optimiert?
Hast du auch überlegt, ungeförderte Einzahlungen bis max. 6840€ pro Vertrag (max 2 pro Person) zu machen? Nach 12 Jahren Haltedauer und Auszahlung ab 62 (12/62 Regel) wird nach dem Halbeinkünfteverfahren besteuert. Diese ungeförderten Einzahlungen kannst du jederzeit entnehmen (gemäß 12/62; kein zwangsweiser Auszahlungsplan), und steuerlich musst du als Rentner auch schon bei ca 40%+ beim Grenzsteuersatz liegen, dass das Halbeinkünfteverfahren schlechter ist als KeSt+Soli und Teilfreistellung.
Außerdem hast du den qualitativen Vorteil, dass du steuerneutral im AVD umschichten kannst, was z.b. 5 Jahre vor der Rente bzw Entnahmephase (vielleicht gibt's hier ja auch Privatiers, die ein fat FiRe machen) sinnvoll sein kann.
Also falls es dann AVD Produkte mit extrem niedrigen Kosten gibt, dann sollte die ungeförderten Einzahlungen ins AVD jedem normalen ETF Depot überlegen sein.(?)
Bitte korrigiere mich falls ich hier falsch liege. Mein Verständnis ist:
Für den Betrag zwischen 360 und 1800€ kriegt der Partner mit den Kindern keine Steuerrückerstattung mehr, sondern lediglich 25% Zulage und Kapitalertragsteuerfreiheit.
Ich gehe mal von 32% Steuern zur Rente aus. Sprich 7% mehr als 25% auf den gesamten Betrag. (Und die 25% selbst werden ja mit besteuert) Dagegen die Kapitalertragsteuer (mit Teilfreistellung) auf die Gewinne geht sich vermutlich+-0 aus. Hängt jetzt von der Höhe der Gewinne ab. Dazu kommen die Depotgebühren, die den Rest vermutlich auffressen.
Betrag über 1.800 € nach Halbeinkünfteverfahren, wären bei 32% ca. 16% auf die Gewinne. Die Differenz zur Kapitalertragsteuer (inkl. Freistellung und Soli) wird vermutlich wieder durch die Depotgebühren aufgefressen.
Selbst wenn das AV Depot bei den Modellen besser ist, geht es um 1-2 % über die Gesamte Dauer. Dafür würde ich kein Geld 25 Jahre fest irgendwo parken.
-
Wie kommst du hier dauernd auf „die Depotgebühren“ ?
-
Ich bin wirklich mal gespannt welche Angebote es geben wird und wie sich die staatliche Standardlösung gegenüber den privaten Anbietern kostenmäßig schlagen wird.
Ein Traum wäre eine Entwicklung wie in Schweden, wo der staatliche AP7-Fonds eine echte Konkurrenz für alle privaten Anbieter geworden ist.Ja das wäre schonmal ein Anfang, bloß die 2,5% fließen ja vom Bruttogehalt dort automatisch hinein, wenn man keinen anderen Fond wählt. Zumal die TER mit 0,07% und 0,04% auch relativ gering ist (https://www.ap7.se/english/ap7-safa/ )
Es wäre besser gewesen, wenn es so etwas auch gegeben hätte. Aber man kann nicht all seine Wünsche und Ideen umgesetzt haben. Zumal ich auch nicht glaube, dass bei der Rentenkommission im Sommer irgendetwas besseres bei rumkommt.
-
Wie kommst du hier dauernd auf „die Depotgebühren“ ?
Was meinst Du? Nutze ich den falschen Begriff? Es wird doch aller Vorraussicht nach Gebühren auf das Depot geben.
-
Was meinst Du? Nutze ich den falschen Begriff? Es wird doch aller Vorraussicht nach Gebühren auf das Depot geben.
Die Neos haben doch schon angekündigt, dass sie das AVD kostenlos / gebührenfrei anbieten werden.
-
Die Neos haben doch schon angekündigt, dass sie das AVD kostenlos / gebührenfrei anbieten werden.
So ist es. Es gibt dann keine klassischen Depotgebühren, wie sie immer noch in einer altbackenen Bankenwelt existieren.
Es wird dann auf die realen Produktkosten ankommen. Bei einem „normalen“ ETF sind diese aber überschaubar. -
Wenn der deutsche die Worte 'Steuern sparen' hört, setzt bei vielen Menschen etwas aus.
Zunächst mal kennen wohl die wenigsten von uns Ihren konkreten Steuersatz in 20 oder gar 30 Jahren.
Fangen wir mal mit dem eigenen Depot an.[...]
PS: Was wirklich 'besser' gewesen wäre wissen wir eh erst, wenn wir den Bären erlegt haben und das Fell verteilen können. Ich schätze an meinem ETF-Depot, dass mich niemand zwingen kann wann und wofür ich das Geld daraus entnehme.Wow, vielen Dank für die ausführliche Antwort! Ich hatte schon geahnt dass es nicht so einfach sein kann wie ich mir das gedacht hatte (was ist schon einfach in D wenn es um Steuern oder andere, gesetzlich geregelte Dinge geht...). Zumal mein Verhältnis zur Mathematik, sagen wir mal, nicht das Beste ist. Mir war zum Beispiel bis dahin auch nicht klar dass in D immer die für den Steuerzahler günstigere Variante der Versteuerung Anwendung findet.
Auch an die anderen, herzlichen Dank. Das hat mich in meinen Überlegungen auf jeden Fall vorangebracht!

-
Es wird dann auf die realen Produktkosten ankommen. Bei einem „normalen“ ETF sind diese aber überschaubar.
Gibt es denn bereits Infos wie die staatliche Lösung aussehen wird? Denn diese sollte kostenseitig die Benchmark für die privaten Anbieter darstellen. In Schweden liegen die Kosten des "staatlichen Standardfonds AP7 Safa" bei 0,04% bis 0,10%. Da das Anlagevolumen in Deutschland potentiell noch deutlich höher ist, sollten wir das doch auch hinbekommen. Und dann müssen selbst die günstigsten ETF Anbieter sich nochmal etwas strecken.
-
Gibt es denn bereits Infos wie die staatliche Lösung aussehen wird?
Bisher ist zumindest offiziell nichts zu finden.
Ich hoffe, dass zumindest die Kosten dieses staatlichen Pridukts sehr schnell kommuniziert werden, damit sich das bei den interessierten Menschen schon mal im Kopf festsetzt.Bevor die Bequatschungswelle der Finanzindustrie losbricht.
-
Die schwedische Lösung besteht im Prinzip aus einem ACWI zu 0,07% Gebühren p.a. und aus kurzlaufenden Anleihen mit max. 3 Jahren Restlaufzeit ohne Währungsrisiken zu 0,04% Gebühren:
-
Die schwedische Lösung besteht im Prinzip aus einem ACWI zu 0,07% Gebühren p.a. und aus kurzlaufenden Anleihen mit max. 3 Jahren Restlaufzeit ohne Währungsrisiken zu 0,04% Gebühren:
Aber Achtung! Der AP7-Aktienfonds wird mit Derivaten gehebelt (bis zu 1,5 Fach).
Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/fin…anlage-100.htmlBei einem langen Anlagehorizont macht das auch durchaus Sinn. Und wer mit 16 in das Arbeitsleben einsteigt hat mind. 40 Jahre in denen man problemlos auch ein hohes Anlagerisiko eingehen kann.
-
Passende Ratgeber für Dich
Altersvorsorgedepot
Riester 2.0: So funktioniert das geförderte ETF-Sparen
Altersvorsorge
Riester, Rürup, ETF – Was lohnt sich für den Ruhestand?
Riester kündigen
Diese Alternativen gibt es zur teuren Riester-Kündigung
Rentenlücke
So viel Geld brauchst Du im Ruhestand jeden Monat
Von Finanztip-Experten fundiert recherchiert
Was Finanztip ausmacht