VdK beitreten?

  • Guten Tag,

    ich habe seit mehreren Jahren einen Grad der Behinderung von 40. Aufgrund einer Verschlechterung habe ich einen Antrag auf Neufeststellung gestellt, dieser wurde aber abgelehnt, trotz jetzt schwerer satt zuvor mittelschweren Depressionen.

    Nun wurde mir im Bekanntenkreis geraten dem VdK beizutreten. Dieser möchte mich allerdings nur beraten sobald ich zahlendes Mitglied bin.

    Lohnt sich das? Kann mir der VdK wirklich helfen einen höheren GdB durchzusetzen?

  • Kater.Ka 22. April 2026 um 13:42

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Hallo.

    An den Tatsachen kann der VdK auch nichts ändern, wohl aber bei der Kommunikation mit den Behörden. Die Vertretung im Rechtsmittelverfahren (Widerspruch, Klage...) kann aber Gold wert sein. Im Zweifel kann man ja auch wieder austreten, wenn man nicht zufrieden ist.

  • Der VdK weiß, worauf es beim Antrag ankommt, und kann entsprechen beim Antragsteller abfragen, was bei ihm zutrifft. Z.B. ist es hilfreich, nichts nur eine Beeinträchtigung anzugeben, sondern verschiedene.

    Ich habe meine Mitgliedschaft nicht bereut.

  • Guten Tag,

    ich habe seit mehreren Jahren einen Grad der Behinderung von 40. Aufgrund einer Verschlechterung habe ich einen Antrag auf Neufeststellung gestellt, dieser wurde aber abgelehnt, trotz jetzt schwerer satt zuvor mittelschweren Depressionen.

    Nun wurde mir im Bekanntenkreis geraten dem VdK beizutreten. Dieser möchte mich allerdings nur beraten sobald ich zahlendes Mitglied bin.

    Lohnt sich das? Kann mir der VdK wirklich helfen einen höheren GdB durchzusetzen?

    Moin,

    mein Fall war ähnlich: GdB selbst beantragt und Entscheidung hingenommen bis mich die Betriebsärztin verwundert aufgefordert hatte, den Antrag nochmal mit Hilfe des SoVD zu stellen. Der Beitritt kostete 60,00 € Jahresbeitrag, war aber gut investiertes Geld. Was so ein Briefbogen mit offiziellem Briefkopf doch ausmachen kann...^^

  • Lohnt sich das? Kann mir der VdK wirklich helfen einen höheren GdB durchzusetzen?

    Ja das kann sich durchaus lohnen. Allerdings ist ein kompetenter VdKler von Nöten. Findest du diesen nicht in deinem Ortsverband so wende dich an den Kreisverband.
    Da sitzen bestimmt Menschen die sich im Sozialrecht gut auskennen.
    Du hast bestimmt schon Geld schlechter ausgegeben als für den Mitgliedsbeitrag bei der VdK .

    Viel Erfolg.

  • Das System des VdK und SoVD beruht auf Solidarität. Die, die momentan die Beratungstätigkeit nicht benötigen, lassen ihre Mitgliedschaft derweil laufen. Und die, die es nötig haben, profitieren von dem günstigen System. (Übrigens kommen beim VdK nach Beitritt gleich die Jahreskosten auf einen zu, wenn man direkt beraten werden will).

    Die meisten bedienen sich leider den Sozialverbänden, indem sie eintreten, Fall klären, und wieder austreten. Das ist nicht Sinn des Systems und macht viel Orgaaufwand. Später kommt man - zumindest beim VdK - nicht wieder rein, sollte dann ein neuer Beitritt gewollt werden. Einmal raus, aus die Maus.

    Und der VdK ist auch kein Allheilmittel, erhöhten GdB zu erhalten. Meiner wurde zweinmal erhöht (von 20->30->40), der nächste Grad abgelehnt (obwohl einiges dazukam). Widerspruch auch abgelehnt. Klagen wollte ich nicht. Derzeit läuft wieder Änderungsantrag.

    Das Ausfüllen des Vordrucks ist kein Hexenwerk und es sitzen Ehrenamtler in der Sozialberatung. Nicht alle kennen sich perfekt aus, das ist wie im Leben. Genauso auf seiten der Ämter - habe das Gefühl in Großstädten wird lange nicht so schnell durchgwunken wie in kleineren Orten. Da hat es mich schon manches Mal gewundert, für was man dort ordentliche GdB erhielt.

  • Okay ich würde beitreten, weiss aber nicht wie ich das mit meinem gerade abgelehnt Antraf auf Neufeststellung handhaben soll.

    Sollte ich jetzt Widerspruch einreichen bis ich ich VdK Mitglied bin und dann beim Termin mit jemandem über meine Sache gesprochen habe? Das dauert sicher mehr als 4 Wochen.

  • Ich kann auch nur positiv von meinem Beitritt zum VdK vor ca. 15 Jahren im Alter von 52 Jahren berichten...

    Hatte damals einen Rechtsstreit mit meiner Krankenkasse. Nachdem ich dem VdK beigetreten und für zwei Jahre rückwirkend den Beitrag von damals 60 Euro p.a. entrichtet habe, wurde ich sofort von einer kompetenen Juristin einer für mich zuständigen Bezirksstelle des VdK beraten und juristisch vertreten. Der Erfolg war grandios und der für mich erzielte Gewinn wird durch meine noch zu zahlenden Beiträge zum VdK bis zu meinem Lebensende nur um einen Bruchteil abschmelzen.

    Ein zweiter Einsatz der Juristin vor ca. 5 Jahren führte dann ebenfalls zu einem sehr guten Erfolg.

    Die Sozialverbände, in meinem Fall der VdK, sind aufgrund ihrer Aufgabe sehr stark auf das Sozialrecht fokussiert und besitzen dadurch auch eine enorme Kompetenz. Diese gewonnene Sicherheit, nämlich einen starken Partner "im Rücken" zu haben übersteigt den doch eher sehr geringen jährlichen Beitrag um ein wesentliches.

  • Lohnt sich das? Kann mir der VdK wirklich helfen einen höheren GdB durchzusetzen?

    Der VdK ist eine super Institution für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen und insbesondere einem GdB.

    Ich denke, du kannst hier allerdings "nur" eine Beratung und Hilfestellung erwarten. Was ich aber vollkommen ausreichend erachte.

    Den GdB "durchboxen" wird der VdK für dich nicht.

    Am Ende geht es ja hier um medizinische Gutachten und Ansichten. Wenn du mit der Entscheidung nicht einverstanden bis, kannst du Widerspruch einlegen, eine erneute Begutachtung erbeten und final vors Sozialgericht ziehen. Der Erfolg ist ungewiss.

    Das Wichtigste: Gute Besserung und alles Gute für deine Gesundheit

  • Hallo,

    ich bin unzufrieden mit meiner Mitgliedschaft im SovD.

    Es ging um eine Beantragung des GdB.

    Ich habe mich eingelesen und alle Unterlagen zusammen gestellt und dann 4 Wochen auf einen Termin beim SovD gewartet.

    Die Anwältin hat sich nicht für die Unterlagen interessiert, sondern mir nur einen sehr allgemeinen Vortrag zum Thema gehalten. Ich hatte das Gefühl, dass sie nicht mehr wusste, als man überall nachlesen kann und ihr Wissen nicht für individuelle Fragen reichte.

    Für einen Blick in meine Unterlagen hätte ich einen weiteren Termin benötigt, wieder 4 Wochen später.

    Ich habe dann alles selbst abgeschickt und 4 Wochen später hatte ich meinen Behindertenausweis.

    Also die Dame kann ich nicht empfehlen, sie hat am Bedarf vorbei beraten.

    Mir waren meine Urlaubstage dann zu schade für so eine Beratung.

    Heißt aber nicht, dass andere Berater hilfreicher sind.

    Ich werde die Mitgliedschaft kündigen und lieber einen Fachanwalt in Anspruch nehmen, wenn ich Unterstützung benötige.

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