Altlast UnionInvestment RiesterDepot

  • Hallo zusammen,

    wenn das neue Altersvorsorgedepot so kommt wie angekündigt, habe ich wohl eine Chance mich von meiner Jugendsünde zu trennen ;)

    Eckdaten:

    UnionInvestment UniProfiRente Select
    Depotvermögen: 10.288,77 EUR (Wertentwicklung -69,11% / konkrekt -7.410,34 EUR ||)
    Aufteilung: 100% UniVorsorge 7 ASP / 0% UniGlobal II A)
    Seit mehreren Jahren beitragsfrei gestellt

    Einzahlungen: 8768,- EUR
    Übertrag aus SV Riesterrenten-Versicherung: 6726,06 EUR (das war kurz bevor der Rentenfond abgestürzt ist X/)
    Zulagen: 2205,05 EUR
    Gewinnsicherung: 1733,75 EUR (ja, der Rentenfond war um Corona rum mal kurz im Plus)
    Garantiert wären demnach in über 20 Jahren: 19.432,86 EUR (+ evtl. Gewinne, falls das Depot den Verlust wieder ausbügelt)

    Das Depot ist seit vielen Jahren im Minus.
    Kündigen kam nicht in Frage, weil Zulagen und Steuerersparnis noch zusätzlich zum starken Verlust weg gewesen wären.
    Liegen lassen ist aber langfristig auch keine Lösung, da nach Inflation der Garantiebetrag nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein wird. Dass das Depot den Verlust wieder rausholt, erachte ich für höchst unwahrscheinlich.

    Jetzt kommt nächstes Jahr das AV-Depot und ich kann voraussichtlich den übrig gebliebenen Rest mit Zulagen "rüberretten" in einen Welt-ETF.
    Ich plane aktuell die 150,- EUR/Monat, die gefördert werden sollen, auch dort einzuzahlen.
    Meinen ETF-Sparplan im ungeförderten Depot lass ich zusätzlich einfach weiterlaufen.

    Habe etwas nicht bedacht oder übersehen?
    Gibt es eine Alternative zu meinem Vorgehen "Lieber Ende mit Schrecken ..." ? ;)

    PS: Den Verlust von knapp 7500,- EUR kann ich mir mit der Zulage und den Steuervorteilen noch ein bisschen schönrechnen und so tun, als gäbe es Opportunitätskosten gar nicht :D


    Grüße
    Christian

  • Liegen lassen ist aber langfristig auch keine Lösung, da nach Inflation der Garantiebetrag nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein wird.

    wann hast du den Riester abgeschlossen? Vor 2012? Dann kannst mit 60 an das Geld.

    Im neuen Altersvorsorge Depot kommst du erst mit 65 wieder dran.

    Rechne dir die Rendite aus die dein jetziges Riester-Kapital bis zur Auszahlung erzielen muss um das Garantiekapital zu erreichen.

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    Ist diese Rendite sicher mit einer anderen Geldanlage zu erzielen?

    Dann eventuell wechseln wenn es denn möglich ist......

    Ansonsten dürftest du dir die 19k€ mit 60 als Kleinstbetragsrente auszahlen lassen können.

  • wann hast du den Riester abgeschlossen? Vor 2012? Dann kannst mit 60 an das Geld.

    Im neuen Altersvorsorge Depot kommst du erst mit 65 wieder dran.

    Eröffnung des Depots war am 21.12.2015

    Übertrag der SV-Riesterrenten-Versicherung war später, die war meiner Erinnerung nach eine zeit lang beitragsfrei, bis ich das Kapital übertragen habe.

    Wann ich an das Geld im AV-Depot komme, ist glaube ich eher zweitrangig.
    Meine Hauptvorsorge läuft über das ungeförderte Depot.

    Das AV-Depot würde ich nur nutzen um eben den Riester-Rest zu "retten" und die Zulage zu nutze zu machen. Evtl. kündige ich das AV-Depot auch wieder noch bevor ich 60 bin, zahle die Zulagen zurück und freue mich trotzdem, dass das kostenlos geliehene Geld Rendite erwirtschaftet hat ;)

    Lasse mir gern alle Optionen offen :)

  • Ansonsten dürftest du dir die 19k€ mit 60 als Kleinstbetragsrente auszahlen lassen können.

    christian13 Wann wirst du 60? Man kann ja abschätzen, wie hoch die garantierte Rente in etwa sein darf, damit die Regelung mit der Kleinbetragsrente greift.

    Aktuell sind es 1% der Bezugsgröße in der Sozialversicherung, also 39,55€. Nächstes Jahr sind es 1,5% der Bezugsgröße, also vermutlich mehr als 59,32€

  • Ich habe auch so eine beitragsfrei gestellte UniProfiRente Select die ich nächstes Jahr ins AV- Depot überführen möchte. Ich überlege dieses Jahr im Dezember noch mal eine Einmalzahlung i.H.v. 1925€ zu machen um die Förderung / Steuerersparnis zu erhalten. Spricht da etwas dagegen bzw. gilt es etwas zu beachten?

  • Ich habe auch so eine beitragsfrei gestellte UniProfiRente Select die ich nächstes Jahr ins AV- Depot überführen möchte. Ich überlege dieses Jahr im Dezember noch mal eine Einmalzahlung i.H.v. 1925€ zu machen um die Förderung / Steuerersparnis zu erhalten. Spricht da etwas dagegen bzw. gilt es etwas zu beachten?

    Soweit ich das als interessierter Laie beurteilen kann, spricht da nichts gegen, aber einiges dafür. Die Förderung für dieses Jahr hat mit dem neuen Depot nichts zu tun. Das sagt das Amt:

    Zitat

    Sie können von einem bestehenden Riester-Vertrag in einen Neuvertrag zu den neuen Konditionen inklusive der neuen steuerlichen Förderung wechseln, ohne Ihre bisherige Förderung zurückzahlen zu müssen. (…) Alternativ können Sie Ihren alten Vertrag behalten und durch Erklärung gegenüber Ihrem Anbieter unter Beibehaltung der sonstigen Konditionen ausschließlich in die neue Fördersystematik wechseln.

  • Ich habe auch so eine beitragsfrei gestellte UniProfiRente Select die ich nächstes Jahr ins AV- Depot überführen möchte. Ich überlege dieses Jahr im Dezember noch mal eine Einmalzahlung i.H.v. 1925€ zu machen um die Förderung / Steuerersparnis zu erhalten. Spricht da etwas dagegen bzw. gilt es etwas zu beachten?

    Natürlich ist das sinnvoll, weil du die Steuerstattung dann 2027 mit der Einkommensteuererklärung kassierst UND dein „Riesterle“ in das AV-Depot „evakuierst“.

    Die Zulage für 2026 bekommst du in 2027 für Riester 2026 gutgeschrieben. Mal sehen, wie das dann läuft, wenn das Geld bereits „verlagert“ ist.

  • Ein bisschen von beiden ;)

    UnionInvestment kündigen - aber förderUNschädlich natürlich.

    Das Kapital ohne Abzug von Zulagen und Rückforderung von Steuererstattung (das wären knapp 5000,- Euro) auf das bis dahin aktive Altersvorsorgedepot umschichten.

  • Ich habe auch so eine beitragsfrei gestellte UniProfiRente Select die ich nächstes Jahr ins AV- Depot überführen möchte. Ich überlege dieses Jahr im Dezember noch mal eine Einmalzahlung i.H.v. 1925€ zu machen um die Förderung / Steuerersparnis zu erhalten.

    Schöne Idee, das muss ich auch mal prüfen, hatte ich noch nicht bedacht. Danke!

  • Ich sehe folgende 2 Vorteile vom AVD gegenüber Uni Profi-Rente:

    - laufende Kosten extrem hoch
    - teure Rentenversicherung (ist ja ein Muss für 70% des Kapitals)

    Könnte mir in 5 Jahren 30% auszahlen lassen (mit 60) macht m.E. aber keinem Sinn… (Entwicklung gut 100% Uni Global) - Rentenfaktor steht überhaupt noch nicht fest…

    Beim Umstieg wird ja der aktuelle Fondswert übertragen, richtig ?

    Habe ich irgendwelche Nachteile vom AVD übersehen?

  • Anscheinend ist bei der Uni Profirente der Rentenfaktor noch gar nicht festgelegt. Aktuell scheint er bei 19,5 zu liegen. Wären dann bei 100T€ Kapital 195€ monatliche Rente vor Steuern. Da erscheint mir ein Entnahmeplan schon besser. Wie funktioniert so ein Entnahmeplan ?

  • Bei den Fondsriestern wird der Rentenfaktor erst zum Rentenbezug auf die dann aktuellen Sterbetafeln berechnet. Das geht meistens nicht gut für den Sparer aus.

    Rentenfaktor von 19,5 ist schon frech. Da braucht man über 42 Jahre Rente um vor Steuern und Inflation sein Kapital wieder raus zu ziehen. Nach Steuern und Inflation dürfte man so circa 150 Jahre alt sein.

    kapaul warte mal auf Angebote des neuen AVD dann kann mal ein bisschen gerechnet werden. Jetzt ist alles stochern im Nebel. In der Ruhe liegt die Kraft.

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