Austausch Gasheizung - Wärmepumpe, Gasheizung oder Fernwärme

  • Ich glaube schon, dass die Menge an Endverbrauchern einen Effekt hat.

    Im MFH: Nein, glaube ich nicht dran. Die Heizkosten werden über die Nebenkostenabrechnung abgerechnet, oft mit zeitlicher Verzögerung. Im blödesten Fall gibt es nicht einmal die detaillierte Abrechnung des Heizkostenabrechnungsunternehmens dazu, wo man schon etwas genauer hinschauen muss, um den Verbrauchspreis zu sehen. Und dann dürfte die Hälfte der Leser überfordert damit sein, wenn wie bei mir, die Verbrauchspreis in Euro mit MWh angegeben wird.

  • Pumphut Es gibt keinen Anschlusszwang, das Haus liegt sehr nach an dem Gebiet, so dass durch eigenes Investment ein Anschluss möglich wäre, aber kein Anschlusszwang zu erwarten ist.

    Da die Heizung schon älter ist, will ich mich aktuell auf den Tausch vorbereiten, noch läuft die Heizung. Daher Danke für den Hinweis, den ich voll teile. Die Umsetzung erst dann umsetzen, wenn es sein muss - und jedes weitere Jahr ein Gewinn auf mehreren Ebenen ist.

  • Mit der Menge an Endverbrauchern geht es mir um die Anzahl der Haushalte in einer Stadt, Region bzw bundesweit.

    Ab einer kritischen Masse muss selbst ein Monopolist sich an gewisse Regeln halten oder er/sie wird reguliert

  • Ich kann mir nicht vorstellen, dass man WP-Besitzer zur Stillegung ihrer umweltfreundlichen Heizung zwingen kann.

    Zur Stilllegung einer laufenden Heizung nicht. Aber wenn diese irgendwann ersetzt werden muss.

    Letztlich ist der Anschluss- und Nutzungszwang bei Fernwärme ein notwendiges Übel. Die hohen Kosten für den Ausbau machen nur Sinn, wenn möglichst viele ans Netz angeschlossen werden. Egal ob der Nutzer bisher eine Gasheizung oder Wärmepumpe betrieben hat

  • Zur Stilllegung einer laufenden Heizung nicht. Aber wenn diese irgendwann ersetzt werden muss.

    Letztlich ist der Anschluss- und Nutzungszwang bei Fernwärme ein notwendiges Übel. Die hohen Kosten für den Ausbau machen nur Sinn, wenn möglichst viele ans Netz angeschlossen werden. Egal ob der Nutzer bisher eine Gasheizung oder Wärmepumpe betrieben hat

    Ganz so einfach ist das nicht. Es sind Ausnahmen zu gestatten, wenn die eigene Wärmeversorgung nicht klimaschädlicher ist als der Fernwärmeproduzent. Rein ökonomische Gründe gelten dabei nicht. Hierzu hat der BWP ein Rechtsgutachten erstellen lassen.

  • Dass der BWP da anderer Meinung ist, kann ich nachvollziehen. Die wollen WP verkaufen und Anschlusszwang passt da gar nicht ins Geschäft. An der grundlegenden Funktionsweise von Wärmenetzen ändert das aber nichts, die funktionieren nur vernünftig, wenn sich möglichst viele anschließen. Sonst verteilen sich die Fixkosten auf zu wenige Schultern. Wenn Wärmenetze ein Pfeiler der Energiewende sein sollen, braucht es den Anschlusszwang. Ohne Möglichkeit zum Anschlusszwang ist die Einrichtung eines Wärmenetzes für die Kommune bzw. Stadtwerke ein finanzielles Himmelfahrtskommando. Insofern gehe ich davon aus, dass der irgendwann kommt. Auch für Leute, die eine WP betreiben.

    Aber das ist halt wieder ein Paradebeispiel, wie unsere Politik hier rumeiert. Man will die Energiewende, hat auch eine relativ klare Vorstellung davon, wie das aussehen soll. Aber man ist nicht bereit, der Bevölkerung reinen Wein einzuschenken, welche Konsequenzen nötig sind, damit diese Energiewende kommen kann. Egal ob Sanierungspflichten für energetisch schlechte Häuser, Anschlusszwang für Wärmenetze oder WP-Zwang für diejenigen außerhalb der Netze.

  • Warum wohl nicht? Meine These wäre, dass es der Wähler nicht hören bzw. nicht machen/bezahlen will und die Partei dann abgewählt wird. Hier ist dann wohl weniger die Politik als der Wähler schuld ...

    Die Grünen haben Reformen angestoßen (die sich als nützlich erwiesen haben). Gedankt wurde es ihnen nicht.

  • Die Grünen haben Reformen angestoßen (die sich als nützlich erwiesen haben). Gedankt wurde es ihnen nicht.

    Die Gelben wollten diese Reformen mit ihrem Technologieoffenquatsch torpedieren. Die haben die Quittung dafür bekommen. Das haben die Schwatten wohl nicht begriffen und machen diesen Quatsch weiter.

  • Ich gehe davon aus, dass es um Zeitspiel geht. Es der nächsten Regierung überlassen.

    Die Energiewende war angestoßen, ausser dem Heizungsgesetz auch einigermaßen angenommen, und dann kommt eine Lobbyistin und die, die Investitionen planten, lassen diese, weil die Rahmenbedingungen nicht mehr klar sind.

  • Hybride Systeme vereinen häufig die Nachteile beider Welten.

    Deswegen kombiniert man die Systeme? Erklär mal.

    Bitte keine Politikwissenschaftler und kein Marcel Fratzscher mehr im TV.

    Satt 300k+ Neubauwohnungen brauchen wir 300k+ Abschiebungen, um schnellere Arzttermine zu ermöglichen und Stadt- und Gemeindeabgaben zu senken.

  • Warum wohl nicht? Meine These wäre, dass es der Wähler nicht hören bzw. nicht machen/bezahlen will und die Partei dann abgewählt wird.

    Genau das. Die Energiewende kommt uns sehr viel teurer als die Kugel Eis (und das liegt nicht daran, dass die Kugel Eis sich nicht bemühen würde...) und hätte man das damals ehrlich kommuniziert, wäre keine Mehrheit vorhanden gewesen. So wie auch beim Rest


    Deswegen kombiniert man die Systeme? Erklär mal.

    Die WP-Gas-Hybridheizung ist ein 1a Heftpflaster. Man kann sie in Omas unsanierte Bude von 1970 einbauen und sich einreden, dass damit die Probleme gelöst sind. In der Praxis hast du dann aber immer noch ein Haus mit exorbitantem Wärmebedarf (250-300kWh/qm sind für solche Häuser vollkommen normal), mit entsprechend mieser JAZ für die Wärmepumpe und hohen Stromkosten. Dazu hat man weiterhin die Kosten für den Gasanschluss und -vertrag und natürlich die Anschaffungs- und Installationskosten für 2 Heizungen. Dem Schritt der Klimaneutralität in 2045, also weniger als 20 Jahren, kommt man nicht entscheidend näher, da das Haus immer noch grottenschlecht ist und erneuerbarer Strom im Winter absehbar knapp bleiben wird. Da man mit diesem auch noch verschwenderisch umgeht...

    Es ist hier das gleiche Spiel wie bei Plugin-Hybriden. Wer behauptet, dass er den hauptsächlich elektrisch fährt, kommt auch problemlos mit einem Elektroauto hin. Die sind meistens sogar günstiger als der Plugin. Und wer die Hybridheizung hauptsächlich als WP betreibt, kann auch gleich auf WP umsteigen. Es führt realistisch kein Weg daran vorbei, die schlechten Häuser zu sanieren, außer man gibt die Netto-Null auf.

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