Depotübertrag von gemanaget zu selber können

  • Moin, habe vor einigen Jahren ein gemanagetes Depot bei einer Privatbank geerbt; z. T. Einzeltitel - Aktien, Anleihen - etw. Gold und div. ETF (alles D, Europa, USA, etw. Asien).

    Jetzt möchte ich das loswerden (Rendite ist nich soo dolle und Kosten ziemlich hoch).

    Aber alles verkaufen kostet zuviel Steuern.

    Ein Depotübertrag könnte die Kosten senken, aber ich kann - und möchte - das dann nicht selber managen/umstellen! Dafür fehlt mir das Wissen.

    Dazu muss ich noch ergänzen, dass mein Berater momentan die Aktien gegen ETF austauschen möchte und dann nur noch Anleihen und ETF im Depot wären.

    Wenn ich dem zustimmen würde, wäre das evtl. auch eine Vereinfachung (für mich, hinterher), allerdings würde seine Umstellung ja auch Kosten/Verluste mit sich bringen, oder?

    Was denkt Ihr, was möglich wäre, wie ich da gut rauskomme und das Geld dann einfacher (für mich) anlegen kann?

  • Stelle Deine Fragen an unsere Finanztip-Experten

    Depot ausmisten und ETFs verkaufen
    Depot ausmisten und ETFs verkaufen
    Expertengespräch am 17.09.2026

    ETF verkaufen? So mistest Du Dein Depot aus

    17.09.2026 - Depot ausmisten und ETFs verkaufen

  • Erst mal herzlich willkommen im Forum.

    Du gibst hier Informationen zu deinem Problem an, mit denen man als „Dritter“ sehr wenig anfangen kann.

    Da stellt sich zuerst die Frage, über welches Volumen wir überhaupt sprechen und wie dieses Volumen insgesamt zu deiner gesamten Vermögenssituation überhaupt steht.

    Wenn du ein Vermögen ohne Immobilie von locker 300.000 € hast und zusätzlich 30.000 € als Erbe bekommst, eine andere Situation, wie wenn du ein Vermögen von 10.000 € hast und ein seltsames Depot in Höhe von 500.000 € plötzlich hast.

    Du solltest hier einfach detaillierter aufschreiben, was du überhaupt hast. Du kannst natürlich auch einfach den Depotauszug hier ANONYMISIERT hochladen.

    Da du offenbar wenig Ahnung von der ganzen Materie hast, solltest du die Finger von Beratern lassen.

    Aber alles verkaufen kostet zuviel Steuern.

    Kein Argument. Die laufenden Kosten dürften hoch sein.

    Dazu muss ich noch ergänzen, dass mein Berater momentan die Aktien gegen ETF austauschen möchte und dann nur noch Anleihen und ETF im Depot wären.

    In was will der „umbetten“ ? Fachbegriff aus der Branche.

  • allerdings würde seine Umstellung ja auch Kosten/Verluste mit sich bringen, oder?

    Ich würde dir raten, zuallererst genau das erst mal in Erfahrung zu bringen. Je nach Resultat könnte es nämlich ein guter Weg sein, erst diese Umschichtung vornehmen zu lassen und dann das Depot zu übernehmen.

    Eventuell kannst du ja auch Wünsche für diese Umbettung anzumelden, z.B. X% Welt-ETF, X% Staatsanleihen-ETF, X% Gold.

    Ansonsten siehe Tomarcy : Eine Übersicht wäre für eine Einschätzung hier im Forum hilfreich.

  • PB_Depotauszug zum 31.12.2025_klein.pdfDanke an tomarcy und fabioso für die Antworten und die Präzisierungen.

    Hänge letzten Jahresend-Depotauszug an, der die Aufteilung zeigt.

    Vermögen bei Übernahme 2019 war 131.675,-, zum 31.03.2026 153.332,-

    Strategie: vorsichtig

    Kosten 1% des JahresendWertes, zzgl. MwSt

    Der Depotwert macht 38 % meines Gesamtvermögens aus, bin 62, monatliche Altersrente sind 810 €

    fabioso : die Einzelaktien sollen verkauft werden, weil Kaufpreis pro Stück inzwische so hoch, dass Neukäufe immer schwieriger werden, weil Bruchstück ja nicht handelbar sind (so wurde es mir erklärt).

    Demnach sollen nur noch Anleihen und ETF ins Depot. Ein Goldzertifikat.

  • die Einzelaktien sollen verkauft werden, weil Kaufpreis pro Stück inzwische so hoch, dass Neukäufe immer schwieriger werden, weil Bruchstück ja nicht handelbar sind (so wurde es mir erklärt).

    Wenn ich das richtig überschlagen habe, hast du die sowieso alle in den ETFs enthalten und damit eine Übergewichtung. Aber der Plan ist ja gefasst und auch vernünftig.

    Ich glaube, ich würde den Menschen noch mal aufräumen lassen und dann übernehmen, vor allem bei der Menge.

  • Naja, immer schwierig die Qualität eines Finanzberaters einzuschätzen. Ich würde mir schon die Zeit nehmen, mich mit den Grundlagen einer Anlage zu beschäftigen, dann hat man wenigstens einen gewissen Überblick was der Berater einem empfiehlt. Dazu eignen sich die Seiten von Finanztip, die passenden Videos von Saidi und sein Buch, ebenfalls von Hartmut Walz das Buch, Ihre Finanzen fest im Griff. Weiterhin ist immer wichtig, wann brauche ich wieviel, danach richtet sich jede Anlage aus. Es ist schon sehr wichtig, ob ich einen Teil in 5,10 oder 20 Jahren brauche.

  • Hier ein strukturierterer Überblick, die richtige Sortierung der Zahlenwerte "wollte" die KI so schnell nicht hinkriegen. Nach Anleihe-ETFs und Aktien-ETFs sollte man aber wohl auch noch mal sortieren.

    AKTIEN (18 Positionen)
    Allianz SE
    Alphabet Inc.
    Amazon.com Inc.
    Bechtle AG
    Berkshire Hathaway Inc.
    BlackRock Inc.
    Chevron Corp.
    Daimler Truck Holding AG
    EssilorLuxottica S.A.
    Hannover Rück SE
    KRONES AG
    Meta Platforms Inc.
    Pernod Ricard S.A.
    Reckitt Benckiser Group
    RTX Corp.
    Siemens AG
    Uber Technologies Inc.
    United Parcel Service Inc.

    ETFs (27 Positionen)
    Amundi MSCI New Energy ETF
    Amundi MSCI Water ETF
    Deka iB.EO L.Sov.D.3-5 U.ETF
    Dimensional Emerg.Mkts Value
    Dimensional Global Small Comp.
    Dimensional Short Fixed Inc
    iSh.ST.Eu.600 Con.&Ma.U.ETF
    iShares Automation&Robot.
    iShares Blockchain Techno.ETF
    iShares Digital Security
    iShares EO Corp Bond 1-5Y
    iShares Global Corp Bd EUR Hgd
    iShares Global Corp Bd USD
    iShares Metaverse ETF
    iShares MSCI India
    iShs iBonds Dec 2027
    iShs iBonds Dec 2029
    iShs iBonds Dec 2030
    iShs iBonds Dec 2031
    SPDR EM Local Bond ETF
    Vanguard FTSE Dev.A.P.ex.J.
    WisdomTree Artif.Intell.
    Xtr.MSCI AC Asia ex Japan ESG
    Xtrackers MSCI China
    Xtrackers MSCI Japan
    Xtrackers MSCI World Health Care
    Xtrackers Switzerland


    ANLEIHEN (14 Positionen)
    Anheuser-Busch InBev 1,5%
    BASF Finance 0,75%
    Bayer AG 4,25%
    BMW Finance 1,5%
    E.ON SE 0,75%
    Fresenius Finance 2,125%
    Goldman Sachs 2,875%
    KfW 0,75%
    KfW 2,75%
    Mercedes-Benz Group 1,5%
    Nestlé Finance 1,125%
    Porsche Automobil 4,5%
    Rentenbank 0,375%
    VW Financial Services 2,25%

    GOLD (1 Position)
    Xetra-Gold

  • Nach Anleihe-ETFs und Aktien-ETFs sollte man aber wohl auch noch mal sortieren.

    AKTIEN-ETFs (17 Positionen)
    Amundi MSCI New Energy ETF
    Amundi MSCI Water ETF
    Dimensional Emerg.Mkts Value
    Dimensional Global Small Comp.
    iSh.ST.Eu.600 Con.&Ma.U.ETF
    iShares Automation&Robot.
    iShares Blockchain Techno.ETF
    iShares Digital Security
    iShares Metaverse ETF
    iShares MSCI India
    Vanguard FTSE Dev.A.P.ex.J.
    WisdomTree Artif.Intell.
    Xtr.MSCI AC Asia ex Japan ESG
    Xtrackers MSCI China
    Xtrackers MSCI Japan
    Xtrackers MSCI World Health Care
    Xtrackers Switzerland

    ANLEIHE-ETFs (10 Positionen)
    Deka iB.EO L.Sov.D.3-5 U.ETF
    Dimensional Short Fixed Inc
    iShares EO Corp Bond 1-5Y
    iShares Global Corp Bd EUR Hgd
    iShares Global Corp Bd USD
    iShs iBonds Dec 2027
    iShs iBonds Dec 2029
    iShs iBonds Dec 2030
    iShs iBonds Dec 2031
    SPDR EM Local Bond ETF

  • Aber alles verkaufen kostet zuviel Steuern.

    Dazu muss ich noch ergänzen, dass mein Berater momentan die Aktien gegen ETF austauschen möchte und dann nur noch Anleihen und ETF im Depot wären.

    Und "austauschen" kostet keine Steuern?

    Wie viele Steuern wären denn zu zahlen?

    Hier im Forum gibt es ein paar Anregungen zur Anlage.

    Auf Anleihen würde ich nicht gehen. Dann lieber Festgeldhopping.

    Bitte keine Politikwissenschaftler und kein Marcel Fratzscher mehr im TV.

    Satt 300k+ Neubauwohnungen brauchen wir 300k+ Abschiebungen, um schnellere Arzttermine zu ermöglichen und Stadt- und Gemeindeabgaben zu senken.

  • 60 Positionen, da wird mir schlecht! Kleinstpositionen würde ich generell auflösen, dann bleibt außer Gold aber nichts mehr übrig.

    Wenn die pauschalen 1%-Kosten Verkaufsgebühren enthalten, dann sofort verkaufen, dann VV kündigen. Eventuell kann man vorher noch prüfen, wie der Gesamtgewinn des aktuellen Depots ist und welche Positionen nennenswert im Verlust sind. Dann kann es ggf. sinnvoll sein, große Verlustpositionen erst zu übertragen und den Verlust im neuen Depot zu realisieren.

  • Naja, immer schwierig die Qualität eines Finanzberaters einzuschätzen. Ich würde mir schon die Zeit nehmen, mich mit den Grundlagen einer Anlage zu beschäftigen, dann hat man wenigstens einen gewissen Überblick was der Berater einem empfiehlt. Dazu eignen sich die Seiten von Finanztip, die passenden Videos von Saidi und sein Buch, ebenfalls von Hartmut Walz das Buch, Ihre Finanzen fest im Griff. Weiterhin ist immer wichtig, wann brauche ich wieviel, danach richtet sich jede Anlage aus. Es ist schon sehr wichtig, ob ich einen Teil in 5,10 oder 20 Jahren brauche.

    Ach, ich finde es schade, hier so belehrt zu werden...

    Wie ich ganz oben schrieb: habe das Depot geerbt.

    Ich gebe zu, dass da bisher auch Emotionen im Spiel waren. Aber JETZT tue ich ja etwas. Nur so kann ich lernen.

    Und warum bin ich wohl hier? Erhalte seit längerem den newsletter, habe Saidis Buch und inzwischen auch einen eigenen Welt-ETF. Ich finde mich schon ganz gut 😉

  • Würde das Depot auf einen für mich geeigneten Broker übertragen.

    Würde Flatex empfehlen, weil steuereinfach, günstig und leistungsfähig.

    Nach dem Depotübertrag sollten die Einstandskurse sichtbar sein und damit auch die ggf. zu zahlende Steuer bei Veräußerung.

    Dann würde ich alles verkaufen, was ich nicht verstehe und was ich nicht haben möchte.

    Bitte keine Politikwissenschaftler und kein Marcel Fratzscher mehr im TV.

    Satt 300k+ Neubauwohnungen brauchen wir 300k+ Abschiebungen, um schnellere Arzttermine zu ermöglichen und Stadt- und Gemeindeabgaben zu senken.

  • Vielen Dank für die Information.

    Jetzt aber mal an die Arbeit.

    Wenn jetzt, wie geplant, alle Aktien komplett verkauft werden ( hoffe mal, das ist von den Gebühren nicht zu teuer) ist der erste Klotz schon mal weg.

    Das würde ich aber nur machen, wenn der Verkauf nicht zu teuer ist.

    Anleihen und ETF jetzt nicht sofort verkaufen. Keinesfalls dort neue ETF kaufen.

    Bei welcher Bank hast du eigentlich deinen eigenen Welt ETF?

    Wenn das eine günstige Bank ist, alles dorthin übertragen und dann zuerst die ganzen Aktien verkaufen.

  • Hallo Rubeltrubel,

    Du schreibst, dass Du bei Veräußerung der Positionen eine große Steuerlast erwartest. - Darüber würde ich mir an Deiner Stelle erstmal versuchen klar zu werden: Wie groß sind die zu erwartenden Gewinne/Verluste? Dazu sollte der Finanzberater auskunftsfähig sein.

    Dann schreibst Du, dass Du 820€ Altersrente beziehst. Mit 62 wird das vermutlich keine Altersrente aus der gesetzlichen Rente sein. Je nachdem welcher Teil dort steuerpflichtig ist, kannst Du noch einiges an Kapitalerträgen mit einem Steuersatz von 0% versteuern. (Stichwort: Grundfreibetrag)

  • 60 Positionen, da wird mir schlecht!

    ...

    Wenn die pauschalen 1%-Kosten Verkaufsgebühren enthalten, dann sofort verkaufen,

    ...

    Dann kann es ggf. sinnvoll sein, große Verlustpositionen erst zu übertragen und den Verlust im neuen Depot zu realisieren.

    Ja, ich finde das auch eine ganz schöne Gemegelage... 🤪

    ...

    Ob die Verkaufsgebühren da enthalten sind, weiß ich nicht, vermutete es aber auch schon. Kann ich das irgendwie der Höhe der bescheinigten Kapitalerträge entnehmen?

    ICH kann nicht verkaufen, kann online nur ansehen, wie es im Depot aussieht... Oder meintest Du, die Aktienpositionen verkaufen lassen, so wie es mir gesagt wurde und dann zu kündigen?

    ...

    Das mit dem "Verlust im neuen Depot realisieren", meint das, weil die Gebühren dort vermutlich niedriger sind als jetzt hier?

    Danke.

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