Hat ein Home Office Vertrag relevante Nachteile?

  • Hallo,

    ich habe aktuell einen normalen Arbeitsvertrag und versteuere meinen Firmenwagen (Plugin-Hybrid) mit 71.000 Euro Bruttolistenpreis ganz normal mit den 0,5% des Bruttolistenpreises plus 0,03% und zusätzlich einen Teil als p.vst.

    Nun habe ich die Möglichkeit einen reinen Home Office Arbeitsvertrag zu bekommen und frage mich gerade ob das steuerliche Nachteile für mich hat die ich nicht bedacht habe.
    Soweit ich informiert bin fallen dadurch die 0,03% ersatzlos weg.

    Vorteil sollte zudem sein, dass ich in dem Fall mein Home Office Büro auch steuerlich komplett als Arbeitszimmer absetzen kann.

    Nachteil wäre nur, dass ich bei der Steuererklärung keine Entfernungspauschale mehr geltend machen kann, das sollte sich aber dennoch deutlich rechnen wenn ich jetzt nichts grundlegendes übersehe.

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  • Wenn du nicht mit dem Auto ins Büro fährst und dir damit Kosten zb. für ÖPNV sparst, würde ich sagen, ist der Home Office Vertrag definitiv besser, da wie gesagt, die 0,03% wegfallen.
    Alternativ könntest du noch gegenrechnen, was es mit der 0,002% tagesgenauen Abrechnung kosten würde.
    Aber selbst da ist meine Einschätzung, dass die Home Office Regelung günstiger ist, da die Entfernungspauschale ja dann auch nur für die Tage angesetzt werden kann, die du tatsächlich im Büro bist.

  • Vorteil sollte zudem sein, dass ich in dem Fall mein Home Office Büro auch steuerlich komplett als Arbeitszimmer absetzen kann.

    Nur kurz dazu: Für die Geltendmachung eines häuslichen Arbeitszimmers braucht es keinen Home-Office Vertrag. Wichtig ist unter anderem, wo der Mittelpunkt der Arbeit liegt.

  • Wirtschaftlich sehe ich nie einen Nachteil von Home Office.
    Aber je nach Firma und Persönlichkeit kann es schon ein Nachteil sein. Persönlicher Austausch, Kaffeeklatsch, Kantine, After Work,…da fehlt schon was. Wir haben 100% mobiles Arbeiten, wer will kommt rein, wer nicht will muss nicht. Die Büros sind bis auf Freitag fast immer voll.

  • Danke für die bisherigen Informationen.

    Bekommst du denn einen echten HomeOffice Vertrag, d. h. der AG ist auch am Heimarbeitsplatz für die Ausstattung verantwortlich oder wird lediglich "mobiles Arbeiten" vereinbart?

    Wirtschaftlich sehe ich nie einen Nachteil von Home Office.
    Aber je nach Firma und Persönlichkeit kann es schon ein Nachteil sein. Persönlicher Austausch, Kaffeeklatsch, Kantine, After Work,…da fehlt schon was. Wir haben 100% mobiles Arbeiten, wer will kommt rein, wer nicht will muss nicht. Die Büros sind bis auf Freitag fast immer voll.

    Sagen wir mal so, in dem Arbeitsvertrag steht nachher das drin was ich gerne hätte.

    Ich trage ganz maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei und habe daher eine gute Stellung und genieße Vertrauen.

    In der Praxis wird es auch so sein, dass ich mich sicherlich auch weiterhin bei Bedarf mal noch im Büro blicken lasse.
    Mir ging es mehr darum, was muss im Arbeitsvertrag stehen, damit die 0,03% Versteuerung für die Pendelstrecke ins Büro entfällt und ob die Regelung für mich nachteilig ist weil ich irgendwas nicht bedacht habe.

    Es geht mir nicht darum meinen Arbeitgeber jetzt dazu zu verdonnern mir hier die Klimaanlage zu bezahlen oder ähnliche Scherze. Ich habe bereits alles in meinem Home Office was ich brauche, und wenn ich noch etwas brauche werde ich das ohne Diskussionen bekommen.

    Sollte im Arbeitsvertrag die Formulierung "Telearbeitsplatz" drin stehen damit die 0,03% Versteuerung des Firmenwagens entfällt oder auf was muss hier im Arbeitsvertrag geachtet werden?

  • dass ich mich sicherlich auch weiterhin bei Bedarf mal noch im Büro blicken lasse.

    und das könnte für das FA der Knackpunkt sein.

    Damit die Wegstrecke nicht versteuert wird, ist es notwendig, dass der Vertrag etwas enthält, wo definiert ist, dass du keine erste Tätigkeitsstätte hast (wie es zb. bei Außendienstlern der Fall ist).

  • Mir ging es mehr darum, was muss im Arbeitsvertrag stehen, damit die 0,03% Versteuerung für die Pendelstrecke ins Büro entfällt und ob die Regelung für mich nachteilig ist weil ich irgendwas nicht bedacht habe.

    Es ist schon einige Jahre her, dass ich in einer ähnlichen Situation war. Damals gab es zwar nicht Home-Office-Regelungen, wie sie heute üblich sind. Ich war nur einige Tage pro Jahr im Büro, ansonsten nur bei Kunden. Da gab es zur Vermeidung der 0,03%-Versteuerung nur eine Methode: Fahrtenbuch.

  • Wirtschaftlich sehe ich nie einen Nachteil von Home Office.
    Aber je nach Firma und Persönlichkeit kann es schon ein Nachteil sein. Persönlicher Austausch, Kaffeeklatsch, Kantine, After Work,…da fehlt schon was. Wir haben 100% mobiles Arbeiten, wer will kommt rein, wer nicht will muss nicht. Die Büros sind bis auf Freitag fast immer voll.

    Ist vor allem eine Frage des Umgangs. Mein Team ist vom Bodensee bis zur Ostsee verstreut. Man muss sich halt dann die Mühe machen, Beziehungen aktiv zu pflegen. Aber das geht schon.

  • Da ich leider nur wenig Erfahrungen mit komplettem Homeoffice habe, weiß ich nur, dass es einen Unterschied zwischen Teleheimarbeit und Alternierender Telearbeit gibt. Zumindest war das mal so und ich glaube, so viel hat sich da nicht geändert. Wenn du sagst, du bist arbeitest nur noch von Zuhause und es ist für dich nicht zwingen nötig ins Büro zu fahren, wird es eher ersteres sein. Ich denke, es schadet nie neue Verträge von geschulten Personen nochmal kontrollieren zu lassen. :)

    Und bezüglich Kontakten im Büro, es gibt ja eventuell immer noch Teambuilding Events oder man kann ja ab und zu vorbeikommen. Ich denke nicht, dass Homeoffice gleich heißt die sozialen Kontakte am Arbeitsplatz zu verlieren, man muss sich eben ein bisschen aktiver darum kümmern.

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