Neuer ETF Sparplan (Neuling)

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  • den Sparplan von 600 auf 700 oder 800 Euro im Monat aufzustocken. Und da wollte ich mithilfe des Rechners mal schauen, was das im Ergebnis ausmachen würde.

    Da braucht man gar keinen komplexen Rechner. 700 Euro sind 17% mehr Einzahlung, 800 Euro sind 33% mehr Einzahlung. Also wird am Ende auch 17 bzw 33 Prozent mehr Endkapital sein

  • Freibetrag 1000€ (Ertrag)

    Steuern darauf 25% = 250€

    Habe ich jetzt nicht verstanden. Ist aber kein Problem. Werde ja Anfang 2027 sehen, was so ansteht bei der Vorabpauschale.

    Ich bin doch so kompromissfreudig: 1 oder zwei Hunnis sind gemittelt 150 Euro => Sparplan + 50 Euro, Dauerauftrag aufs Tagesgeldkonto (hoffentlich nicht bei der ING - die verzinst lausig) 50 Euro - und die restlichen 50 Euro bewusst zum Verjubeln reservieren.
    Ich hab extra einen Posten "verjubeln" in meiner monatlichen Finanzplanung, um nicht in Sparhysterie zu verfallen. Wird zwar oft kaum genutzt, aber wenn doch, hab ich überhaupt kein mieses Gefühl dabei.

    Ja, das ist ein salomonischer Vorschlag. ^^ Da ist an alles gedacht.

    Tagesgeld natürlich nicht bei der ING, hatte bei denen auch schon länger ein (nicht genutztes) Tagesgeldkonto, deshalb fallen die 3,75% für 4 Monate dort aus und es gibt nur 0,75% ;(

    Postbank hat gerade 2,7% 8 Monate oder 3,2% 6 Monate, wobei Letzteres einige Haken hat.

    Bank of Scotland 3% 12 Monate, Chase 4% glaube 4 Monate usw.

    30% mehr Investition soll nicht viel ausmachen? Zinseszins nochmal nachschlagen.

    Habe diesen schönen ETF-Rechner jetzt wiedergefunden.

    https://www.etf-rechner-sparplan.de/ (So viel Grün ist da doch nicht drin ^^)

    Habe für den ACWI IMI mal 10% p. a. Rendite angenommen und dann 100k Einmalanlage + 600 Euro Sparplan vs. 800 Euro Sparplan pro Monat bei 10 Jahren Laufzeit verglichen.

    Bei 600 Euro sprudeln nach 10 Jahren: 339.684 € (netto)

    Bei 800 Euro sprudeln nach 10 Jahren: 376.645 € (netto)

    Also 37k mehr bei 800 Euro. Davon wurden aber auch 24k mehr eingezahlt, also unterm Strich 13k mehr. Also schon etwas mehr, aber nicht weltbewegend ;). Möchte mich aber auch nicht beschweren. Für 13k sind schon eine Menge Eisbecher drin. ^^

    Da braucht man gar keinen komplexen Rechner. 700 Euro sind 17% mehr Einzahlung, 800 Euro sind 33% mehr Einzahlung. Also wird am Ende auch 17 bzw 33 Prozent mehr Endkapital sein

    Bei diesem Rechner kamen bei 800 Euro Sparplan aber nur ca. 10% mehr Endkapital raus im Vergleich zu 600 Euro. Möglicherweise ist das ein Spezialrechner :D

  • Habe ich jetzt nicht verstanden

    % Rechnung an sich oder was genau?

    Bei diesem Rechner kamen bei 800 Euro Sparplan aber nur ca. 10% mehr Endkapital raus im Vergleich zu 600 Euro.

    Wenn du einen Sockelbetrag von 100k drin hast... Mathe ist nicht deine Stärke?

  • % Rechnung an sich oder was genau?

    Wenn du einen Sockelbetrag von 100k drin hast... Mathe ist nicht deine Stärke?

    Nee, habe generell nicht verstanden, wie sich die Vorabpauschale berechnet. Die ist doch vom ETF-Volumen abhängig und nicht immer 25% vom maximalen Freistellungsbetrag 1000 Euro = 250 Euro. :/

    Mathe mit einem exorbitanten Cortisolspiegel...:?:Das geht leider nicht zusammen ;)

  • Freibetrag 1000€ (Ertrag)

    Steuern darauf 25% = 250€

    Kann man ja auch so nicht verstehen. Um die Steuer geht es ja auch noch gar nicht.

    Das ist aber auch das Verwirrende im Finanztip-Artikel: Die 36€ pro 10.000€ Depotvolumen gelten, wenn ein Steuerabzug erfolgt. Um den Freistellungsauftrag geht es erst direkt darunter.

    Zitat

    Mit einem Freistellungsauftrag kannst Du den Steuerabzug vermeiden. Pro 10.000 Euro ETF bist Du mit 178 Euro Freistellungsauftrag in jedem Fall vor einer Steuerabbuchung geschützt. Bei einem Aktien-ETF genügen 124 Euro pro 10.000 Euro Fondsvolumen.

    Da kommen die 80.600€ Depotvolumen her:

    124 * 8,06 = 999,44 (≈ 1000€)

  • Kann man ja auch so nicht verstehen. Um die Steuer geht es ja auch noch gar nicht.

    Das ist aber auch das Verwirrende im Finanztip-Artikel: Die 36€ pro 10.000€ Depotvolumen gelten, wenn ein Steuerabzug erfolgt. Um den Freistellungsauftrag geht es erst direkt darunter.

    Da kommen die 80.600€ Depotvolumen her:

    124 * 8,06 = 999,44 (≈ 1000€)

    Ah, jetzt, ja! :) Langsam wird es etwa heller ^^

    Diese Passage

    "Mit einem Freistellungsauftrag kannst Du den Steuerabzug vermeiden. Pro 10.000 Euro ETF bist Du mit 178 Euro Freistellungsauftrag in jedem Fall vor einer Steuerabbuchung geschützt. Bei einem Aktien-ETF genügen 124 Euro pro 10.000 Euro Fondsvolumen."

    steht in dem Finanztip-Artikel, den ich gelesen habe, allerdings gar nicht drin und sie war mir davor auch gänzlich unbekannt.

    Wenn man 2025 80,6 K Aktien-ETF-Depotvolumen haben konnte, ohne Vorabpauschale zu zahlen, wobei der Freibetrag von 1.000 Euro komplett verbraten wurde, dann dürfte das für 2026 mögliche "vorabpauschalenfreie" Aktien-ETF-Depotvolumen etwas niedriger ausfallen, weil der Basiszins ja auf 3,2 % angehoben wurde.

    Mit meinem am Jahresende ca. 105k Aktien-ETF-Depotvolumen würde dann in jedem Fall trotz voller Ausschöpfung des kompletten Freibetrages eine Vorabpauschale fällig zur sofortigen Zahlung, sofern der ACWI IMI im Plus ist.

    Wäre das eine mathematisch korrekte Aussage? :/

  • Wenn man 2025 80,6 K Aktien-ETF-Depotvolumen haben konnte, ohne Steuer auf die Vorabpauschale zu zahlen, wobei der Freibetrag von 1.000 Euro komplett verbraten wurde, dann dürfte das für 2026 mögliche "vorabpauschalen-steuerfreie" Aktien-ETF-Depotvolumen etwas niedriger ausfallen, weil der Basiszins ja auf 3,2 % angehoben wurde.

    so ja.8)
    die 80.600€ aus 2025 sind dann ungefähr 63.700€ in 2026.

  • ohne Vorabpauschale zu zahlen,

    würde dann in jedem Fall trotz voller Ausschöpfung des kompletten Freibetrages eine Vorabpauschale fällig zur sofortigen Zahlung,

    Du hast es leider bisher immer noch nicht ganz genau verstanden. Du zahlst nie eine Vorabpauschale..

    Die Vorabpauschale ist nur ein fiktiver Gewinn, der besteuert wird.
    Entweder wird diese Besteuerung mittels Zahlung einer Steuer gelöst oder eben dadurch, dass dein Sparerfreibetrag belastet wird.

    Weil du die ETFs erst im Juli gekauft hast, wird dir auch noch die Vorabpauschale exakt für die Monate reduziert, in denen du den ETF nicht besessen hast.

  • Wenn man 2025 80,6 K Aktien-ETF-Depotvolumen haben konnte, ohne Vorabpauschale zu zahlen, wobei der Freibetrag von 1.000 Euro komplett verbraten wurde, dann dürfte das für 2026 mögliche "vorabpauschalenfreie" Aktien-ETF-Depotvolumen etwas niedriger ausfallen, weil der Basiszins ja auf 3,2 % angehoben wurde.

    Das ist etwas ungenau. Die Vorabpauschale zahlt man nicht, die wird vom Freistellungsauftrag abgezogen (wie ein Gewinn). Wenn es keinen FSA gibt, zahlt man Abgeltungssteuer auf die Vorabpauschale (bzw. auf den Gewinn).

    Das wären die 250€ aus Michas Post weiter oben (bzw. 263,75€ mit Soli).

    Mit meinem am Jahresende ca. 105k Aktien-ETF-Depotvolumen würde dann in jedem Fall trotz voller Ausschöpfung des kompletten Freibetrages eine Vorabpauschale fällig zur sofortigen Zahlung, sofern der ACWI IMI im Plus ist.

    Wäre das eine mathematisch korrekte Aussage? :/

    Kann man so sagen. Und bei 105k müsstest du, wenn ich mich nicht irre, 79,65€ Steuern auf die Vorabpauschale (= 302€) zahlen.

    Schau doch einfach im Dezember bei Finanztip rein und rechne neu, mit deinem dann aktuellen Depotvolumen. Dann legst du den Betrag mit einem Sicherheitsaufschlag aufs Verrechnungskonto und hast erst mal wieder deine Ruhe.

  • So, habe jetzt nochmal zur Vorabpauschale und der darauf anfallenden Steuer recherchiert und gelesen. Vermutlich habe ich jetzt mehr verstanden als vorher.

    Würde jetzt mal selbst meine Vorabpauschale hier Schritt für Schritt berechnen und dann die Steuer darauf. Falls sich wer berufen fühlt, das zu kommentieren: immer gerne;)

    Also, angenommen der Fondswert (hier = Depotwert) des ACWI IMI beträgt Anfang 2027 108k und der Basisertrag ist niedriger als die tatsächliche Wertsteigerung. Basiszins beträgt 3,2%

    Dann ergibt sich daraus folgender Basisertrag:

    108.000 x 0,032 x 0,7 = 2.419,20 Euro


    Da es sich beim ACWI IMI um einen Aktien-ETF handelt, bleiben 30% steuerfrei. Als Vorabpauschale ergibt sich daher

    2419,20 x 0,7 = 1.693,44 Euro


    Von dieser Vorabpauschale wären dann 25% Kapitalertragssteuer fällig und davon wiederum 5,5% Soli.

    Da aber ein Freistellungsauftrag in Maximalhöhe (hier: 1.000 Euro) besteht, reduziert sich die steuerpflichtige Vorabpauschale wie folgt:

    1.693,44 - 1.000 = 693,44 Euro.


    Diese 693,44 Euro sind steuerpflichtig. Die Steuerlast beträgt:

    693,44 Euro x 0,25 = 173,36 Euro (Kapitalertragssteuer)

    173,36 x 0,055 = 9,53 Euro (Soli)


    Die Gesamtsteuerlast, die Anfang 2027 vom Verrechnungskonto abgebucht wird, beläuft sich somit auf

    173,36 + 9,53 = 182,89 Euro.

    Der Freistellungsbetrag von 1.000 Euro wurde dabei komplett ausgeschöpft und kann entsprechend nicht mehr anderswo (z. B. Tagesgeld) eingesetzt werden.

    Die obige Berechnung gilt natürlich nur, wenn der ETF die vollen 12 Monate im Depot gewesen wäre.

    Im hiesigen Fall ist es aber anders:!:

    Der ACWI IMI wurde erst Ende Juli gekauft. Deshalb reduziert sich die Vorabpauschale für 2026 auf Juli-Dezember, also 6 Monate.

    Die Vorabpauschale für 2026 beträgt demnach

    1.693,44 / 2 = 846,72 Euro


    Wäre nun ein Freistellungsauftrag in maximaler Höhe 1.000 Euro eingerichtet, würde für 2026 keine Steuer aus der Vorabpauschale anfallen. Denn

    1.000 - 846,72 = 153,28 Euro

    Das Depot bliebe demnach Anfang 2027 für 2026 vorabpauschalensteuerfrei und es könnte für 2027 zusätzlich z. B. für´s Tagesgeld noch ein Freistellungsauftrag über 153,28 Euro eingerichtet werden.


    Angenommen nun, es wäre aber kein Freistellungsauftrag für´s Depot erteilt. Dann würde die Steuerlast so aussehen:

    846,72 x 0,25 = 211,68 Euro (Kapitalertragssteuer)

    211,68 x 0,055 = 11,64 Euro (Soli)

    Die Gesamtsteuerlast für die Vorabpauschale würde demnach betragen:

    211,68 + 11,64 = 233,32 Euro


    Hoffe, dass ich da alles richtig verstanden und gerechnet habe. :) Falls das so ist, frage ich mich bloß noch, ob der unterjährige Ankauf von Fonds monatsgenau erst auf Ebene der Vorabpauschale in die Berechnung einbezogen wird oder bereits auf der Vorebene des zu errechnenden Basisertrages:?::/

  • Deine Rechnung sieht ganz gut aus. Du hast dich nur in einem Punkt der Daten versehen:

    Also, angenommen der Fondswert (hier = Depotwert) des ACWI IMI beträgt Anfang 2027 2026 108k und der Basisertrag ist niedriger als die tatsächliche Wertsteigerung. Basiszins beträgt 3,2%

    Für die Berechnung der Vorabpauschale 2026, die am 2.1.2027 zur Berechnung der Steuer gilt, musst du den Fondswert vom 2.1.2026 verwenden (nicht 31.12.2026) genauso wie den Basiszinssatz zum Jahresanfang 2026.

    Hoffe, dass ich da alles richtig verstanden und gerechnet habe. :) Falls das so ist, frage ich mich bloß noch, ob der unterjährige Ankauf von Fonds monatsgenau erst auf Ebene der Vorabpauschale in die Berechnung einbezogen wird oder bereits auf der Vorebene des zu errechnenden Basisertrages :?: :/

    Kaufst du unterjährig, mußt du rückwirkend den Kurs pro Anteil zum 2.1.2026 ermitteln.
    Mit diesem Wert und dem Basiszinssatz errechnest du die Vorabpauschale pro Anteil.
    geteilt durch 12 hast du die Vorabpauschale pro Anteil und Monat.

    Diesen Wert (Vorabpauschale pro Anteil und Monat) * Zahl der Anteile * gehaltene Monate.

  • Fred_

    Vielen Dank.

    Den ETF hatte ich am 02.01.26 noch nicht, sondern habe ihn als ersten und einzigen Depotbestandteil Ende Juli, also vor 3 Tagen, gekauft.

    Nun weiß ich nicht, ob der Anfangs-Fondswert auch dann herangezogen wird, wenn man unterjährig kauft. Dann wäre ja der Fondswert direkt beim Kauf vor 3 Tagen maßgeblich für die Vorabpauschalen- und die Steuerberechnung und nicht erst der durch zukünftige Einzahlungen bis dahin (hoffentlich) noch erheblich höhere Fondswert am Jahresende bzw. am Jahresanfang 2027. Das wäre dann natürlich noch besser für die Steuerhöhe :)

    Als Basiszins gilt meines Wissens doch 2026 3,2%. Davon war ich ausgegangen und hatte deshalb 3,2% in die Berechnung einfließen lassen.

  • Den ETF hatte ich am 02.01.26 noch nicht, sondern habe ihn als ersten und einzigen Depotbestandteil Ende Juli, also vor 3 Tagen, gekauft.

    Nun weiß ich nicht, ob der Anfangs-Fondswert auch dann herangezogen wird, wenn man unterjährig kauft. Dann wäre ja der Fondswert direkt beim Kauf vor 3 Tagen maßgeblich für die Vorabpauschalen- und die Steuerberechnung und nicht erst der durch zukünftige Einzahlungen bis dahin (hoffentlich) noch erheblich höhere Fondswert am Jahresende bzw. am Jahresanfang 2027.

    Alle diese Dinge sind in sehr guten Threads zur Vorabpauschale hier im Forum gut erklärt worden.

    Es ist nicht so wie DU denkst. Siehe die ausführlichen Erläuterungen.

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