PV-Anlage mit 70+

KI-Zusammenfassung

: Lohnt sich eine Photovoltaikanlage für Tante und Onkel mit 70 und 73 Jahren, rund 3.000 kWh Stromverbrauch und bis zu 20.000 € Budget? Das Dach ist groß und nach Ost-West ausgerichtet, Wärmepumpe und E-Auto sind derzeit nicht geplant.

Lohnt sich eine Photovoltaikanlage für Tante und Onkel mit 70 und 73 Jahren, rund 3.000 kWh Stromverbrauch und bis zu 20.000 € Budget? Das Dach ist groß und nach Ost-West ausgerichtet, Wärmepumpe und E-Auto sind derzeit nicht geplant.

  • Mehrere Beiträge sehen eine große PV-Anlage wegen niedrigem Eigenverbrauch und langer Amortisation finanziell eher kritisch, andere beziehen Ökologie und Immobilienwert ein.
  • In der Community wird ein Balkonkraftwerk ohne Speicher oft als günstigere Alternative genannt, während das konkrete Angebot wegen Preis, 750 € Anmeldung und 50 % Anzahlung kritisch gesehen wird.
  • Frage: Lohnt sich die Investition?

    Tante (70) und Onkel (73), keine Kinder, ca. 3.000 kWh Stromverbrauch pro Jahr, Gasheizung (von 2016, ca. 15.000 kWh/Jahr), keine Wärmepumpe, kein E-Auto. Bungalow von 1995, Dach ca. 200 m², neu gedeckt 2020, Ausrichtung Ost-West.

    Sie wurden von einer PV-Firma wegen einer möglichen PV-Installation angesprochen.

    Finanziell wäre eine Investition von bis zu 20.000 € für eine PV-Anlage kein Problem.

    Was meint ihr? Lohnt sich die Investition in diesem Fall?

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  • Hallo Amigo,

    Lohnt sich die Investition in diesem Fall?

    Mit zwei Personen im Haus hat man üblicherweise einen Stromverbrauch, der den Zeitpunkt des Gewinns weit nach hinten schiebt. Es ist mehr als zweifelhaft, ob zu Zeiten, wo mindestens einer der heutigen Bewohner noch im Haus lebt, ein Gewinn herausspringt.

    Eine Milchmädchenrechnung: 20k Investitionskosten und bösartig 50ct/kWh gerechnet; 2.000 kWh pro Jahr Einsparung ergibt als Untergrenze 20 Jahre bis zum Erreichen der Gewinnschwelle.

    Dazu kommen noch Umbaustress und wenn es nur das Kabel vom Dach in den Keller ist. Will man sich den antun?

    Ich war in ähnlicher Situation und technisch begeistert. Meine Finanzministerin hat mir aber vorgerechnet, lohnt sich nicht.

    Etwas anders kann die Situation sein, wenn der Erbe für das Haus definitiv feststeht und der auch an einer PV- Anlage interessiert sein sollte.

    Gruß Pumphut

  • Tante (70) und Onkel (73), keine Kinder, ca. 3.000 kWh Stromverbrauch pro Jahr, Gasheizung (von 2016, ca. 15.000 kWh/Jahr), keine Wärmepumpe, kein E-Auto. Bungalow von 1995, Dach ca. 200 m², neu gedeckt 2020, Ausrichtung Ost-West.

    In dieser Konstellation ist es unwahrscheinlich, dass die Investition sich rechnet. Ich würde in dem Fall eher, wie bereits von Uwe62 vorgeschlagen, ein Balkonkraftwerk mit 2.000 Watt (WP) Modulleistung und einem auf die maximal zulässigen 800 Watt gedrosselten Wechselrichter nehmen. Ein solches Balkonkraftwerk amortisiert sich dann bereits nach ganz wenigen Jahren und ist nahezu wartungsfrei. Mit Speicher dauert die Amortisation meist einige Jahre länger als ohne. So etwas kann man je nach baulicher Situation mit etwas Interesse und handwerklichem Geschick selbst installieren. Wirtschaftlich schwierig wird es natürlich wenn man auch dazu eine Fachfirma zur Planung und Installation benötigt.

  • Ich würde da eher auf eine gutes Balkonkraftwerk mit Speicher gehen.

    4x 500 w Module , dahinter einen 3-5kw Speicher und dann 800w ins Haus.

    Kostet viel weniger und reicht für den Verbrauch vollkommen aus.

    Sehe ich auch so. Für rund 2.000 Euro bekommt man da schon richtig viel für sein Geld und kann den Netzbezug deutlich reduzieren.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Den Breakeaven werden sie vermutlich nicht erreichen. Wobei wir alle ihnen ein langes Leben wüschen.
    Es stellen sich trotzdem verschiedene Fragen. Wer erbt das Haus? Der oder die könnten sich freuen. Wird nach Haus nach dem Erben verkauft? Dann ist das Geld wirklich rausgeworfen.
    Haben sie das Geld "übrig" und möchten sie trotzdem was für die Umwelt tun? Drauf machen.
    Gibt es günstigere Installationsangebote?? Das aktuelle Angebot muss nicht das günstigste sein. Vielleicht doch noch ein E-Auto oder eine Wärmepumpe??

  • Neben der reinen Amortisation, stellt sich auch die Frage, wie wirkt sich eine solche Investition auf den Wert der Immobilie aus. Oder noch etwas weitergedacht, wenn schon am Dach gearbeitet wird, dann gleich das ganze Dach, Dämmung etc., je nach Zustand, modernisieren.

  • Mich wundert der hohe Strom Verbrauch für 2 alte Leute.

    Aber ich würde da auch eher ein BKW installieren. Das lohnt immer binnen 5 Jahren. Mit oder ohne Speicher. Um es einfach zu halten würde ich hier auf Speicher verzichten.

    Wenn die Kinder und Enkel anpacken ist das an einem halben Tag installiert. Eventuell kommt auch Garagen Dach oder so in Frage.

  • Mit Speicher dauert die Amortisation meist einige Jahre länger als ohne. So etwas kann man je nach baulicher Situation mit etwas Interesse und handwerklichem Geschick selbst installieren.

    Der Speicher macht aber erst Sinn, wein ein Elektriker ein smartMeter in den Zählerschrank einbaut, um den akuten Strombedarf zu erkennen. Und das kostet dann wiederum ne Ecke mehr.

    Ohne den Speicher kann man das BKW in der Tat selber (aber nicht alleine) installieren.

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