Balkonkraftwerk-Förderung 2023

Zuschüsse: Hier wird Dein Balkonkraftwerk günstiger

Benjamin Weigl
Finanztip-Experte für Energie

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit einer Mini-Solaranlage kannst Du eigenen Strom produzieren und so Deine Stromrechnung um 50 bis 200 Euro pro Jahr senken, auch als Mieter.
  • Bundesweit sind Balkonkraftwerke ab 2023 von der Mehrwertsteuer befreit.
  • Immer mehr Städte zahlen Dir einen Zuschuss, wenn Du eine Balkon-Solaranlage kaufst. Förderprogramme gibt es auch von einzelnen Bundesländern.

So gehst Du vor

  • Prüfe mithilfe unserer Liste, ob es in Deinem Bundesland oder Deiner Kommune Förderprogramme für Balkonkraftwerke gibt.
  • Wichtig: Bei einigen Programmen musst Du bereits vor dem Kauf den Antrag stellen, um einen Zuschuss zu bekommen. Bei anderen wiederum reichst Du nach dem Kauf die Rechnung ein, um Geld zurückzubekommen.

Strom wird immer teurer. Viele Menschen denken deshalb darüber nach, ihren eigenen Strom zu produzieren. Das geht am einfachsten, indem Du selbst Sonnenenergie produzierst – doch nicht jeder hat Platz für eine große Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge auf dem Dach. Die Alternative für Mieter und Wohnungsbesitzer: ein Balkonkraftwerk! Sie werden auch Mini-PV oder Stecker-Solaranlage genannt. Hier zeigen wir Dir, wie Du beim Kauf eines Balkonkraftwerks richtig viel Geld sparen kannst.

2023 lohnt sich ein Balkonkraftwerk besonders

Eine Mini-PV-Anlage zu kaufen, rechnet sich in den meisten Fällen schon nach weniger als zehn Jahren. Ein Balkonkraftwerk steckst Du einfach in eine Steckdose in Deiner Wohnung. Sobald Sonnenlicht auf die ein bis zwei Solarmodule trifft, erzeugen sie Strom, den Du sofort verbrauchen kannst. Je höher der Preis für den Strom aus dem Netz ist, desto mehr kannst Du durch Deinen selbst erzeugten Strom sparen: In der Regel sind 50 bis 200 Euro pro Jahr drin.

Wenn Du mehr über die Funktionsweise und Tipps zum Kauf eines Balkonkraftwerks erfahren möchtest, empfehlen wir Dir unseren ausführlichen Ratgeber zum Thema.

Mehr dazu im Ratgeber Balkonkraftwerk

  • Strom aus einer Balkon-Solaranlage senkt Deine Stromrechnung in der Regel um 50 bis 200 Euro im Jahr.

  • Für Balkon, Dach oder Garten: Die Module werden per Steckdose mit dem Stromnetz verbunden. Eine Mini-PV-Anlage kannst Du ohne komplizierte gesetzliche Vorgaben und technische Voraussetzungen betreiben.

  • 300 Watt oder 600 Watt Balkonkraftwerk? Finde heraus, welche Leistung sich für Deinen Haushalt lohnt.

Zum Ratgeber

2023 lohnt sich der Kauf eines Balkonkraftwerks gleich aus mehreren Gründen. Erstens sind die Strompreise hoch – und werden es vermutlich noch eine Zeit lang bleiben. Die Strompreisbremse deckelt die Kosten für Haushalte, die sonst noch mehr zahlen müssten, auf 40 Cent pro Kilowattstunde für einen Basisverbrauch. Je höher die Strompreise, desto schneller hast Du die An­schaf­fungs­kos­ten für eine Mini-PV-Anlage wieder hereingeholt.

Zweitens macht die Politik Balkonkraftwerke 2023 attraktiver: Die Geräte sind seit 1. Januar faktisch von der Umsatzsteuer befreit. Es gilt ein Mehrwertsteuersatz von 0 statt bisher 19 Prozent. Viele Händler geben diesen Rabatt auch an ihre Kunden weiter, dadurch dürften Balkonkraftwerke 2023 in der Regel günstiger als zuvor sein.

Und drittens: Es gibt immer mehr Förderprogramme für den Kauf von Stecker-Solaranlagen. Zahlreiche Kommunen bezahlen Dir einen Teil der An­schaf­fungs­kos­ten. Auch einzelne Bundesländer haben 2023 Förderprogramme aufgelegt. Suche in den Listen unten nach passenden Zuschüssen – so kannst Du oft Hundert Euro beim Kauf eines Balkonkraftwerks sparen.

Bundesländer: Förderungen für Balkonkraftwerke

Die uns bekannten Förderprogramme von Bundesländern für Balkonkraftwerke haben wir hier in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Du hast ein Förderprogramm gefunden, das wir nicht auflisten? Oder ein Programm wurde zwischenzeitlich beendet? Dann schreib uns gerne und hilf mit, die Liste möglichst aktuell zu halten. Schick Deinen Hinweis bitte per E-Mail an redaktion@finanztip.de.

Ausführlichere Informationen zu den einzelnen Programmen erhältst Du jeweils durch einen Klick auf den Namen des jeweiligen Bundeslandes. Wichtig: Bei einigen Programmen musst Du bereits vor dem Kauf den Antrag stellen, um einen Zuschuss zu bekommen. Bei anderen wiederum reichst Du nach dem Kauf die Rechnung ein, um Geld zurückzubekommen.

Mecklenburg-Vorpommern gibt 500 Euro dazu

Das Land Mecklenburg-Vorpommern fördert Mini-PV-Anlagen mit Kaufdatum ab 7.11.2022 pauschal mit bis zu 500 Euro. Sowohl Eigentümer als auch Mieter, die ihren Erstwohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern haben, können profitieren. Anträge nimmt das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt entgegen – erst nach Kauf und Installation der Anlage.

Schleswig-Holstein zahlt 200 Euro dazu

Im Rahmen des Förderprogramms „Klimaschutz für Bürgerinnen und Bürger“ bezuschusst das Land Schleswig-Holstein seit 16. Januar 2023 Balkonkraftwerke mit 50 Prozent der Anschaffungs- und Installationskosten. Maximal werden 200 Euro pro Mini-Solaranlage ausgezahlt. Voraussetzung: Laut der Förderrichtlinie muss das Balkonkraftwerk per Wieland-Stecker angeschlossen werden. Das Land bezieht sich dabei auf eine Norm des Verbands der Elektrotechnik (VDE) – allerdings hat der VDE selbst zum Jahresbeginn angekündigt, künftig keine Wieland-Steckdose mehr fordern zu wollen.

Diese Städte und Landkreise bezuschussen Mini-PV-Anlagen

Immer mehr Kommunen zahlen Zuschüsse zu Balkonkraftwerken. Die uns bekannten Förderprogramme haben wir hier in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt – ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Fehlt Deine Stadt, Gemeinde oder Dein Landkreis, dann informiere Dich, ob es auch dort Unterstützung gibt. Neben Kommunen zahlen auch manche Stadtwerke Zuschüsse.

Du hast ein Förderprogramm gefunden, das wir nicht auflisten? Oder ein Programm wurde zwischenzeitlich beendet? Dann schreib uns gerne und hilf mit, die Liste möglichst aktuell zu halten. Schick Deinen Hinweis bitte per E-Mail an redaktion@finanztip.de.

Ausführlichere Informationen zu den einzelnen Programmen erhältst Du jeweils durch einen Klick auf den Namen der jeweiligen Kommune. Wichtig: Bei einigen Programmen musst Du bereits vor dem Kauf den Antrag stellen, um einen Zuschuss zu bekommen. Bei anderen wiederum reichst Du nach dem Kauf die Rechnung ein, um Geld zurückzubekommen. Außerdem verlangen einzelne Kommunen, dass Du das Balkonkraftwerk per spezieller Energiesteckdose (Wieland-Stecker) anschließt. Achte deshalb immer genau auf die jeweiligen Förderbedingungen.

  • Aachen: Pauschal 300 Euro zahlt die Stadt, wenn Du eine Stecker-Solar-Anlage mit 150 bis 600 Watt anschaffst. Den Antrag musst Du stellen, bevor Du die Anlage kaufst.

  • Bonn: Hier erhöhen sich die Förderbeträge 2023 noch einmal deutlich. Mieterinnen und Mieter erhalten für Stecker-Solargeräte bis 600 Watt Einspeiseleistung eine Förderung von bis zu 600 Euro, Bonn-Ausweis-Inhaber sogar bis zu 800 Euro. Wer selbst ein Haus besitzt, erhält einen Zuschuss von bis zu 300 Euro.

  • Braunschweig fördert steckerfertige PV-Anlagen zwischen 250 und 600 Watt Leistung mit bis zu 400 Euro. Als Mieter benötigst Du die Zustimmung Deines Vermieters. Beim Anschluss der Anlage sind die Bestimmungen des Netzbetreibers einzuhalten. Wie die Stadt mitteilt, wird eine Antragsstellung voraussichtlich wieder ab April 2023 möglich sein.

  • Darmstadt: 50 Prozent der An­schaf­fungs­kos­ten von bis zu 600 Watt starken Balkonanlagen übernimmt die Stadt. Maximal können es 600 Euro sein. Die Förderung erhältst Du für eine Anlage mit Rechnungsdatum ab dem 29. Juni 2022.

  • Düsseldorf fördert in seinem Programm „Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten in Düsseldorf“ steckerfertige PV-Anlagen bis 600 Watt Leistung mit 50 Prozent der An­schaf­fungs­kos­ten, maximal 600 Euro. Bedingung ist, dass die Module nach IEC-Norm zertifiziert sind und dass Du die Vorgaben des Netzbetreibers hinsichtlich des Stromzählers einhältst.

  • Erlangen fördert die Anschaffung von Balkonkraftwerken mit 50 Euro pro 100 Watt Leistung, maximal sind 300 Euro drin.

  • Erlangen-Höchstadt: In diesem Landkreis gibt es mehrere Gemeinden, die den Kauf von Mini-PV-Anlagen unterschiedlich fördern. Erkundige Dich nach den jeweils geltenden Richtlinien.

  • Freiburg: Hier gibt die Stadt pauschal 200 Euro für den Anschluss einer Stecker-Solaranlage dazu.

  • Fürth: Der Energieversorger Infa Fürth spendiert 110 Euro für die Installation eines Zweirichtungszählers – diesen verlangt der Netzbetreiber in Fürth, wenn Du eine Balkonanlage an Dein Hausnetz schließt. Voraussetzung ist, dass die steckfertige PV-Anlage höchstens 600 Watt Leistung hat.

  • Gelsenkirchen: Die Stadt gibt pauschal 100 Euro für den Kauf einer steckerfertigen PV-Anlage dazu, wenn die Sicherheitsanforderungen an die Anlage erfüllt sind.

  • Günzburg: 100 Euro beträgt die Förderung der Stadt für eine Photovoltaik-Kleinstanlage. Der Antrag auf den Zuschuss ist vor Kauf des Systems zu stellen.

  • Heidelberg: Hier übernimmt die Stadt 50 Prozent der An­schaf­fungs­kos­ten für eine Balkon-Solaranlage, maximal werden 750 Euro ausgezahlt. Wichtig: Der Antrag ist vor dem Kauf zu stellen.

  • Ingolstadt: Die bayerische Stadt bezuschusst Mini-Solaranlagen mit einer Leistung zwischen 300 und 600 Watt ab dem 1. Januar 2023 mit 200 Euro. Im Jahr 2023 bauen die Stadtwerke den erforderlichen Zweirichtungszähler zudem kostenfrei ein. Der Antrag kann online ausgefüllt werden.

  • Jena unterstützt seit November 2022 die Anschaffung einer steckerfertigen PV-Anlage mit 25 Prozent des Anschaffungspreises, maximal 200 Euro. Für Wohngeld-, Bafög-Empfänger und Jenabonus-Berechtigte beträgt die Förderquote 75 Prozent, maximal 600 Euro. Das Programm läuft vorerst bis zum 31.12.2023.

  • Kiel: Die Anschlusskosten für steckerfertige PV-Anlagen bezuschusst die Stadt mit 100 Euro pro Anlage. Den Antrag stellst Du vor Kauf der Anlage. Als Mieter brauchst Du eine Einverständniserklärung des Vermieters.

  • Köln: Steckersolargeräte bis 600 Watt sind hier förderfähig, wenn eine fachgerechte Montage der Einzelmodule und ein fachgerechter Anschluss an die Hausstromanlage bestätigt wird. Es gibt 200 Euro pro Anlage.

  • München zahlt pro installiertem Watt Leistung 40 Cent, also maximal 240 Euro für ein 600W-Balkonkraftwerk. Höchstens 50 Prozent der Investitionskosten sind förderfähig.

  • Oldenburg: Die Stadt spendiert 300 Euro, wenn Du eine Balkonsolaranlage kaufst. Die Anlage muss entweder über eine feste Kabelverbindung oder über eine sogenannte Energiesteckdose (Wieland) angeschlossen werden.

  • Der Rheinisch-Bergische Kreis übernimmt 10 Prozent der Investitionskosten einer Stecker-Solar-Anlage oder auch einer kleinen netzgekoppelten Anlage. Mieter benötigen eine Einverständniserklärung des Hauseigentümers bei Antragstellung.

  • Stuttgart bezuschusst den Anschluss von Kleinstanlagen pauschal mit 100 Euro, wenn sie den Anforderungen des städtischen Netzbetreibers entsprechen.

  • Ulm: Die Stadt unterstützt die Anschaffung einer Mini-Solaranlage mit 50 Prozent der An­schaf­fungs­kos­ten, maximal 250 Euro pro Wohneinheit.

  • Unterschleißheim: Hier erhältst Du bis zu 200 Euro Zuschuss, wenn Du eine Balkonsolaranlage anschaffst. Den Förderantrag kannst Du bis zu drei Monate nach Inbetriebnahme des Systems stellen.

  • Wiesbaden: 300 Euro gibt es für die Anschaffung einer Mini-Solaranlage. In den Förderbedingungen steht, dass ein Elektriker Dein Balkonkraftwerk an eine spezielle Energiesteckdose anschließen muss.

Autor
Benjamin Weigl

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