Ökostrom

Grün ist günstig

Ines Rutschmann
Finanztip-Expertin für Energie
18. August 2021
Das Wichtigste in Kürze
  • Im Schnitt ist Ökostrom nicht teurer als konventioneller Strom.
  • Dass Strom aus erneuerbaren Energien stammt, wird über Herkunftsnachweise belegt. In welchem Land der Strom erzeugt wird, spielt dabei keine Rolle.
  • Gütesiegel und Empfehlungen von Umweltorganisationen geben Orientierung, wie nachhaltig ein Stromanbieter agiert.
So gehst Du vor
  • Vergleiche Tarife am besten mit unserem Stromrechner, der die Angebote von Verivox und Check24 gleichzeitig abfragt und die Ergebnisse nach unseren strengen Finanztip-Kriterien filtert.
  • Die Ergebnisliste enthält Werbelinks, über die Du Deinen Tarif direkt abschließen kannst. Alle Empfehlungen erfolgen rein redaktionell und zu 100 Prozent unabhängig.

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  • Unser Stromrechner zeigt Öko- und Klima-Tarife mit Gütesiegel. 
  • Alternativ kannst Du prüfen, ob in Deinem Wohnhaus Strom erzeugt wird – diesen könntest Du als Mieterstrom beziehen. Wohnst Du im Eigenheim, kannst Du selbst Solarstrom generieren und verbrauchen.

Rund 13 Millionen Haushalte beziehen heute Ökostrom – jeder vierte in Deutschland. Seit 2010 hat sich die Zahl verdreifacht. Kein Wunder: Grüner Strom ist umweltfreundlich und längst nicht mehr teuer. Manche Tarife gehören zu den günstigsten im Markt. Wer einen Liefervertrag für Ökostrom abschließt, kann sicher sein, dass sein Versorger nur Strom aus erneuerbaren Energien einkauft. Ob der Strom in Norwegen oder Österreich erzeugt wird, ist dabei aber egal. Die Energiewende in Deutschland kommt nur voran, wenn hierzulande neue Ökokraftwerke in Betrieb gehen. Dass sie den Ausbau vorantreiben, können Anbieter über Ökostrom-Siegel nachweisen.

Ist Ökostrom teurer als herkömmlicher Strom?

Die Bundesnetzagentur hat Daten von mehr als 1.200 Stromlieferanten auf dem deutschen Markt ausgewertet und ermittelt, wie teuer im Jahr 2020 Strom in unterschiedlichen Tarif-Arten war. Das Ergebnis: Rund zwei Cent pro Kilowattstunde sparte ein Stromkunde im Schnitt, wenn er aus der teuren Grundversorgung in einen Ökostrom-Vertrag wechselte. In anderen Verträgen beim Grundversorger kostete konventioneller Strom so viel wie Ökostrom. Nur herkömmliche Stromtarife anderer Anbieter waren geringfügig günstiger als Ökostrom-Tarife, wenn der Verbrauch jeweils zwischen 2.500 und 5.000 Kilowattstunden im Jahr lag. Ökostrom kann es dabei längst preislich mit konventionellem Strom aufnehmen – die Erzeugungskosten großer Solarstromanlagen und Windparks sind inzwischen günstiger als jene von Kohle- oder Gaskraftwerken.

Durchschnittliche Strompreise für Haushaltskunden 2020

TarifartPreis bei 2.500 bis 5.000 kWh
Verbrauch im Jahr
Grundversorgung33,8 ct/kWh
anderer Tarif beim Grundversorger31,67 ct/kWh
Tarif bei anderem Versorger31,22 ct/kWh
Ökostrom-Tarif31,66 ct/kWh

Angegeben sind die Strompreise, die Stromanbieter 2020 durchschnittlich und mengengewichtet in Rechnung gestellt haben. Die Kosten für Grundpreis und Arbeitspreis wurden zusammengerechnet und durch die gelieferte Strommenge geteilt. Bei den durchschnittlichen Kosten für Ökostrom sind alle Verträge zusammengefasst, also in der Grundversorgung und in alternativen Tarifen zur Grundversorgung.
Quelle: Bundesnetzagentur/Bundeskartellamt (Stand: 27. Januar 2021)

Deutlich günstiger kann Ökostrom sein, wenn Du ihn selbst erzeugst – beispielsweise mit einer Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge auf dem Dach oder Balkon. Dir entstehen dabei lediglich Kosten für die Stromerzeugung und eventuell für Steuern, wenn Du mit dem Strom auch Geld verdienst. 10 bis 15 Cent kostet Dich die Kilowattstunde eigener Strom dann etwa.

Wohnst Du zur Miete, kannst Du auch von günstigem Sonnenstrom profitieren. Entweder pachtest Du das Dach vom Vermieter und betreibst darauf eine Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge. Oder Dein Vermieter oder eine andere Person produzieren auf dem Dach Solarstrom und liefern ihn Dir direkt in die Wohnung. Mieterstrom nennt sich das. Dieser sollte günstiger sein als der Strom aus dem Netz, aber er ist nicht ganz so günstig wie der Strom, den Du selbst erzeugst. Der Vorteil von Mieterstrom ist dafür, dass Dein Strombedarf komplett gedeckt werden kann. Betreibst Du selbst eine Solaranlage, benötigst Du in der Regel noch einen Stromvertrag, um vor allem Deine Versorgung im Winterhalbjahr abzusichern.

Vergleiche Stromtarife mit dem Finanztip-Stromrechner

Wie günstig Ökostrom-Tarife an Deinem Wohnort sind, kannst Du einfach mit einem Preisvergleich herausfinden. Nutze dazu gern unseren Stromrechner. In der Eingabemaske kannst Du angeben, dass Du nur Ökotarife sehen willst. Du kannst Dir aber auch konventionelle und ökologische Stromtarife gemischt anzeigen lassen – sie sind dann nach den Kosten im ersten Vertragsjahr geordnet.

Die Ergebnisliste unseres Vergleichsrechners enthält Werbelinks zu Stromtarifen von Check24 und Verivox. Alle Empfehlungen erfolgen redaktionell unabhängig und erfüllen unsere strengen Finanztip-Kriterien.

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Der Finanztip-Stromrechner basiert auf Daten der Check24 Vergleichsportal Energie GmbH sowie der Verivox GmbH. Diese haben wir mit unseren Parametern so gefiltert, dass Du ein ver­brau­cher­freund­liches Ergebnis nach Finanztip-Kriterien erhältst. Wir übernehmen keine Gewähr für die Richtigkeit und Aktualität der hier bereitgestellten Informationen. Für Schäden aus fehlerhaften Daten oder durch die Nutzung des Rechners übernehmen wir keine Haftung.

Für Daten der Check24 Vergleichsportal Energie GmbH: © 2020 www.check24.de

Für Daten der Verivox GmbH: © Verivox GmbH – www.verivox.de – alle Angaben ohne Gewähr (Stand: 2021). Das Angebot darf nur für den privaten Gebrauch genutzt werden. Eine Vervielfältigung oder Verbreitung des Angebots oder der auf diesen Seiten angezeigten Informationen – ganz oder auszugsweise, gleich in welcher Form – und jede Form der kommerziellen Verwendung ist nicht ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung der Verivox GmbH zulässig.

Willst Du über Verivox oder Check24 den Vertrag abschließen, leiten die Portale den Vertragswechsel ein. Der Abschluss kommt in der Regel erst zustande, wenn Dich der gewählte Versorger anschreibt und den Vertrag bestätigt. Ab dann bleiben 14 Tage Zeit, den Vertrag zu widerrufen.

Unser Stromrechner ist standardmäßig so eingestellt, dass er Dir erst einmal nur Tarife anzeigt, die mit hoher Wahrscheinlichkeit nach dem ersten Vertragsjahr nicht deutlich teurer sein werden. Das bedeutet: Bonuszahlungen bleiben bei den angezeigten Strom­kos­ten unberücksichtigt, werden aber – sofern vorhanden – in den Details aufgeführt. Tarife, die nach unserer Einschätzung nicht kostendeckend oder kaum gewinnbringend sind, enthält unsere Empfehlungsliste nicht. Denn wir gehen davon aus, dass es wahrscheinlich ist, dass die Anbieter solcher Tarife nach dem ersten Vertragsjahr die Preise erhöhen müssen.

Solche Billig-Tarife kannst Du sehen, wenn Du bei der Frage „Wie häufig willst Du wechseln?“ von „einmalig“ auf „jedes Jahr“ klickst. In dieser Ansicht verrechnet unser Rechner auch etwaige Bonuszahlungen mit den Strompreisen in einem Tarif. Ganz oben stehen dann meist die Tarife mit höchsten Boni. Aber Vorsicht: Fallen die Boni nach dem ersten Vertragsjahr weg, ist ein solcher Tarif meist sehr teuer – manchmal sogar teurer als in einem Vertrag der Grundversorgung, haben wir in unserem Test zu Billigstrom 2018 festgestellt.

Woher kommt der Ökostrom?

Die Stromversorger müssen nachweisen, dass sie für Dich wirklich Energie aus erneuerbaren Quellen einkaufen. Dafür benötigen die Unternehmen sogenannte Herkunftsnachweise. Diese belegen, wann und in welchem regenerativen Kraftwerk eine Kilowattstunde Strom erzeugt wurde. Ausgestellt wird ein Herkunftsnachweis von den Stromerzeugern. Das Bundesumweltamt entwertet die Zertifikate, nachdem der Strom verkauft wurde. So kann ein Zertifikat nicht mehrfach verwendet werden. Ob ein Zertifikat aus Deutschland oder einem anderen europäischen Land stammt, ist dabei egal.

Ohne den Einkauf von Ökostrom im Ausland ließe sich die Nachfrage in Deutschland nicht decken. Das erscheint auf dem ersten Blick paradox. Schließlich produzieren erneuerbare Energien mehr als die dreifache Menge, die alle Ökostrom-Kunden zusammen benötigen. Aber nur ein Bruchteil der in Deutschland erzeugten grünen Energie darf als Strom aus erneuerbaren Energien verkauft werden. So stammten im Jahr 2019 nach Angaben des Umweltbundesamts nur rund 13 Prozent des gelieferten Ökostroms aus deutschen Kraftwerken.

Der Grund: Hierzulande darf Strom nur dann als Ökostrom verkauft werden, wenn der Erzeuger dafür keine Förderung über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bekommen hat. Speist hingegen der Betreiber eines Windparks oder einer Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge seine Energie ins öffentliche Stromnetz und nimmt dafür eine gesetzliche Vergütung in Anspruch, kümmert sich der Netzbetreiber um den Verkauf des Stroms an der Börse. Wer auch immer die Energiemenge kauft und einem Verbraucher liefert, weiß zumeist nicht, dass es sich um Ökostrom handelt. Und selbst wenn er es weiß: Es ist verboten, für Strom eine EEG-Förderung einzustreichen und ihn zugleich als "Strom aus erneuerbaren Energien" zu handeln.

So kommt es, dass Stromversorger große Mengen in anderen Ländern einkaufen. Vorwiegend handelt es sich dabei um Wasserstrom. 2019 stammten die Herkunftsnachweise für den an Kunden in Deutschland verkauften Ökostrom zu rund 42 Prozent aus Norwegen. Dahinter folgt Deutschland mit den erwähnten 13 Prozent und auf Platz 3 Schweden mit rund 10 Prozent.

Das beschriebene System führt also dazu, dass nur ein kleiner Teil des in Deutschland erzeugten grünen Stroms mit der Bezeichnung Ökostrom verkauft wird. Es sorgt auf der anderen Seite aber auch dafür, dass alle Stromkunden in Deutschland Energie aus erneuerbaren Kraftwerken erhalten – auch, wenn sie dies nicht ausdrücklich wünschen. Das ist dann der Ökostrom ohne Herkunftsnachweis.

Wie hoch die jeweiligen Anteile sind, kannst Du Deiner Stromrechnung entnehmen. Beziehst Du echten Ökostrom, solltest Du die Angabe von 100 Prozent hinter der Kategorie „sonstige erneuerbare Energien, nicht gefördert nach dem EEG“ finden. Du weißt dann, dass Dein Versorger bei Ökostrom-Produzenten eingekauft hat, die keine gesetzliche Förderung erhalten. Hast Du einen anderen Tarif, sollte sich auch eine Prozentangabe hinter der Kategorie „Erneuerbare Energien, gefördert nach dem EEG“ finden.

Bringst Du als Ökostrom-Kunde die Energiewende voran?

Ob der für Dich eingekaufte Ökostrom tatsächlich bei Dir landet, kann niemand sicherstellen, solange der Strom über das öffentliche Netz fließt. Alle Produzenten speisen ihren Strom gleichermaßen in dieses ein. Da sich die Energie den kürzesten Weg durch die Leitungen zum Verbraucher sucht, erhältst Du Deinen Strom vor allem aus dem Kraftwerk, das am nächsten zu Deinem Wohnhaus liegt.

Trotzdem: Steigt die Nachfrage nach Ökostrom-Tarifen, werden Stromproduzenten immer mehr Erneuerbare-Energien-Anlagen errichten. Und die Betreiber von Kohlekraftwerken bekommen ihren Strom schlechter los. 2020 stammten laut Agora Energiewende bereits 38 Prozent des EU-weit produzierten Stroms aus erneuerbaren Energien.

Für die deutsche Klimabilanz ist es aber wichtig, wenn neue Ökostrom-Kraftwerke hier entstehen. Denn je mehr grüner Strom in die Netze fließt, desto weniger Platz ist für Strom aus heimischen Kohle- oder Gaskraftwerken. Denn Ökostrom genießt den sogenannten Einspeisevorrang – zuerst nehmen die Stromnetze grünen Strom auf, danach kommt konventioneller Strom. Das ist im Erneuerbare-Energien-Gesetz festgeschrieben.

Kraftwerke bauen können auch die Firmen, die Dir Ökostrom anbieten. Ob ein Stromversorger in regenerative Kraftwerke oder andere Klimaschutzprojekte investiert, zeigen Gütesiegel. Während der Einkauf von nachweislich grün erzeugter Energie zu den Pflichten eines Ökostrom-Anbieters gehört, zählen der Bau neuer Kraftwerke oder eine nachhaltige Unternehmenspolitik zur Kür. Wenn Du einen nachhaltigen Ökostrom-Tarif willst, dann achte auf folgende Ökostrom-Gütesiegel: Grüner-Strom-Label, ok Power, TÜV Nord und TÜV Süd.

Wie findest Du den besten Ökostrom-Anbieter?

Mittlerweile haben die meisten Stromlieferanten grünen Strom im Angebot – große Konzerne ebenso wie kleine Stadtwerke und auch Stromdiscounter. Rund 30 Prozent der in Deutschland tätigen Stromlieferanten bieten sogar nur noch Ökostrom an, hat eine Studie im Auftrag der Zeitschrift Energie & Management 2020 ergeben. Viele dieser Tarife tragen ein Gütesiegel. Aber nicht mit jedem Tarif bringst Du Klimaschutz und Energiewende gleichermaßen voran.

Die einzelnen Tarife enthalten beispielsweise unterschiedlich hohe Förderbeiträge, über die das Unternehmen den Ausbau erneuerbare Energien finanziert. Die Ökoenergie kann nur aus Wasserkraft stammen oder auch aus einem Mix aus Wasser-, Wind- und Sonnenstrom. Auch die Anbieter selbst unterscheiden sich in puncto Klimaschutz: Wie ist etwa ein Unternehmen einzuordnen, das Ökostrom anbietet und zugleich Kohlekraftwerke betreibt? Wie nachhaltig Ökostrom-Anbieter selbst und ihre Tarife aufgestellt sind, bewertet die Plattform „Ecotopten“ des Öko-Instituts, die Zeitschrift „Öko-Test“ und die Umweltschutzorganisation Robin Wood.

Ecotopten: Nachhaltige und preiswerte Tarife

Die Plattform „Ecotopten“ des Öko-Instituts listet nachhaltige und preiswerte Ökostrom-Tarife auf, die bundesweit verfügbar sind. Nachhaltig bedeutet dabei, dass die Versorger nicht direkt an Kohle- oder Atomkraftwerken beteiligt sein dürfen. Außerdem müssen sie entweder neue Ökostrom- oder hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen oder andere Umweltschutzprojekte finanziell unterstützen oder aber den gelieferten Strom zu einem bestimmten Teil aus neueren Anlagen oder aus Photovoltaik- und Windkraftanlagen beschaffen. Preiswert wiederum bedeutet, dass der Tarif um höchstens 20 Prozent teurer sein darf als konventioneller Strom im Schnitt.

Im August 2021 empfiehlt die Plattform 45 Tarife, die entweder das Grüner-Strom-Label oder jenes von Ok Poweraufweisen. Ökostrom-Anbieter erhalten beide Label nur, wenn sie nicht direkt oder auch im Unternehmensverbund nicht an Kohle- oder Atomkraftwerken beteiligt sind.

Öko-Test: Wer die Energiewende vorantreibt, ist „sehr gut“

Wie stark ein Anbieter mit einem Ökostrom-Tarif die Energiewende abseits der staatlichen Förderung erneuerbarer Energien voranbringt, prüft die Zeitschrift „Öko-Test“. Sie führt dazu eine eigene Untersuchung durch, zuletzt in Kooperation mit dem Institut für Zukunftsenergie- und Stoffstromsysteme (IZES). Der jüngste Test erschien im Januar 2021.

Von insgesamt mehr als 1.000 Ökostrom-Tarifen bewertet die Zeitschrift in dem Test 69 Tarife, die in mehr als 10.000 Gemeinden angeboten werden. Das Gesamturteil „sehr gut“ haben Tarife von zehn Anbietern erhalten, die aus Sicht von Öko-Test nachweislich in erneuerbare Energien investieren, ohne auf eine Förderung nach dem EEG zurückzugreifen. Zwölf weiteren Tarifen und ihren Anbietern bescheinigt Öko-Test ebenfalls, dass sie den Ausbau erneuerbarer Energien voranbringen oder bald voranbringen werden. Diese erhalten aber eine schlechtere Note als „sehr gut“, weil sie über ihre Ökotarife und die Förderung erneuerbarer Energien nicht transparent genug aufklären.

„Sehr gute“ Ökostrom-Tarife nach Öko-Test

AnbieterTarif
EVH Energieversorgung HalleRegio Öko+
EWS Elektrizitätswerke SchönauGuter Strom – Guter Preis 0,5
GrünpowerGrünpower light
Greenpeace EnergyÖkostrom aktiv
NaturstromNaturstrom Gold

Polarstern

Wirklich Ökostrom
Stadtwerke KleveCleverstrom 2021 Watergreen
Stadtwerke MünsterMein Münster: Strom
Strom von FöhrStrom von Föhr (inkl. 0,5 Sonnencent netto)
WemagÖkostrom Aktiv

Quelle: Zeitschrift „Öko-Test“ (Heft Januar 2021)

In der Vergangenheit bewertete Öko-Test auch, ob ein Ökostromanbieter mit Betreibern von Kohle- oder Atomkraftwerken verbandelt war. Im Test 2021 war dies kein Kriterium mehr.

Robin Wood: Von Kohle- und Atombranche unabhängige Anbieter

Die Kriterien von Ecotopten und Öko-Test mischt die Umweltschutzorganisation Robin Wood für eine eigene Bewertung, nachzulesen im Ökostromreport. Im August 2021 empfiehlt die Organisation zwölf Anbieter, von denen sich die meisten auch auf der Plattform Ecotopten befinden und von Öko-Test mit „sehr gut“ bewertet wurden:

  • Bürgerwerke
  • Elektrizitätswerke Schönau
  • Fairtade Power
  • Green City Power
  • Greenpeace Energy
  • Grünpower
  • Mann Naturenergie
  • Naturstrom
  • Kooperationsprojekt Ökostrom+
  • Polarstern
  • Strom von Föhr
  • Westfalenwind Strom

Bedingung für eine gute Bewertung von Robin Wood ist, dass die Lieferanten den Strom von Unternehmen beziehen müssen, die allenfalls geringfügig mit Kohle- und Atomkraftwerken verbunden sind. Die Anbieter selbst dürfen nicht mit Unternehmen verflochten sein, die Kohle- oder Atomkraftwerke betreiben oder mit Kohle- oder Atomstrom handeln. Der gelieferte Ökostrom muss vollständig aus Erneuerbaren-Energien-Anlagen stammen. Die Kraftwerke dürfen dabei entweder maximal zehn Jahre alt sein, oder aber der Anbieter fördert die Energiewende über seinen Tarif und steckt mindestens einen halben Cent pro Kilowattstunde in den Bau neuer Ökostrom-Kraftwerke.

Wie funktioniert der Stromanbieter-Wechsel?

Nachdem Du Dich für einen Tarif entschieden hast, schließe den Stromvertrag entweder über unseren Vergleichsrechner ab oder direkt beim Stromanbieter Deiner Wahl. Die Tarife der klassischen Ökostrom-Anbieter sind häufig nur bei diesen selbst abzuschließen und nicht über ein Portal. Die Preise sind bei den altgedienten Ökostromlieferanten für Neukunden wie für Bestandskunden häufig gleich.

Hast Du einen neuen Tarif gewählt, kündigt der neue Lieferant in der Regel Deinen alten Vertrag für Dich. Nur im Falle einer Sonderkündigung – etwa nach einer Preiserhöhung oder bei Umzug​​​​​​​ – musst Du Deinen Vertrag selbst kündigen und beauftragst danach einen neuen Lieferanten. Erhältst Du vom Lieferanten die Vertragsbestätigung, ist der Vertrag geschlossen. In dem entsprechenden Schreiben steht auch, an welchem Tag der Ökostrom-Vertrag anläuft. Am Tag davor solltest Du Deinen Stromzähler ablesen und den Wert Deinem Netzbetreiber und sicherheitshalber auch dem neuen Versorger melden.

Der Wechsel sollte in drei Wochen über die Bühne gehen, falls Du Dich für einen anderen Anbieter entschieden hast. Wenn Du lediglich den Tarif bei Deinem bisherigen Anbieter wechselst, kann es noch schneller gehen. Welche Rechte und Pflichten Du und Dein Stromversorger während der Vertragslaufzeit haben, erfährst Du in unserem Ratgeber zum Stromanbieter-Wechsel.

Mehr dazu im Ratgeber Stromanbieterwechsel

  • Den Stromanbieter zu wechseln, zahlt sich häufig aus.
  • Wie Du vorgehen solltest, erfährst Du in unserem Ratgeber.

Zum Ratgeber

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