Photovoltaik-Förderung

Das Geld scheint vom Himmel: Zuschüsse und günstige Kredite für PV-Anlage und Speicher

Ines Rutschmann
Finanztip-Expertin für Energie
08. April 2022
Das Wichtigste in Kürze
  • Die Vergütung für Solarstrom aus neuen PV-Anlagen soll Mitte 2022 steigen - für Eigenverbraucher als auch Volleinspeiser.
  • Wenn Du eine Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge und einen Batteriespeicher kaufen willst, bekommst Du zinsgünstige Kredite und Zuschüsse.
  • Förderprogramme für Batteriespeicher sind auf Bundesländer oder Kommunen beschränkt.
  • Eine Förderung ist meist an Bedingungen geknüpft, beispielsweise bei der Betriebsdauer, Leistung oder Stromeinspeisung ins öffentliche Netz.
So gehst Du vor
  • Prüfe, welche Förderprogramme für Dich in Frage kommen 
  • Beachte: Den Antrag auf Zuschuss für eine Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge oder einen Batteriespeicher musst Du in aller Regel stellen, bevor Du die Anlage kaufst. Auch um den von uns empfohlenen Kredit bei der KfW musst Du Dich vor dem Kauf kümmern.
  • Sobald Du einen Bescheid erhältst, dass Dein Antrag eingegangen oder bewilligt ist, kannst Du den Kaufvertrag über die Anlage in der Regel abschließen.

Willst Du Dich selbst mit Solarstrom versorgen oder ihn verkaufen, musst Du mehrere Tausend Euro in eine Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge investieren. Für einen Batteriespeicher zur Eigenversorgung ist ebenfalls ein vierstelliger Betrag einzuplanen. Der Staat hilft Dir aber bei der Finanzierung: Er gibt zinsgünstige Kredite und Tilgungszuschüsse.

So viel sparst Du mit einer Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge

Eine kleine Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge rechnet sich auf den meisten Hausdächern: Entweder, weil DU den Strom gewinnbringend ins öffentliche Stromnetz einspeist oder weil Du Deinen Strom teilweise selbst nutzt und so Kosten sparst. Eine Kilowattstunde Solarstrom aus einer preiswerten neuen Anlage kostet Dich nur 10 bis 14 Cent – für Strom aus der Steckdose zahlst Du das Dreifache.

Rund 30 Prozent des Stroms kannst Du direkt verbrauchen. Angenommen, Du benötigst jedes Jahr 4.000 Kilowattstunden, kann Dir die eigene Solarstromanlage locker 1.200 davon liefern. Ersparnis: Etwa 400 Euro pro Jahr, je nachdem, wieviel Du für den Strom aus dem öffentlichen Netz zahlst. Weil die Sonnenstunden über das Jahr stark schwanken, wirst Du nur schwer das ganze Jahr Deinen eigenen Strom vollständig verbrauchen können. Im Sommer wirst Du mehr Strom ins öffentliche Netz einspeisen als im Winter. 

Den Solarstrom, den Du selbst nicht selbst verbrauchst, kannst Du ins Stromnetz einspeisen. Rund 180 Euro zahlt Dir der Netzbetreiber für die 2.800 Kilowattstunden. Gibst Du den gesamten Solarstrom ins Netz ab, erhältst Du 260 Euro. Die sogenannte Einspeisevergütung gilt 20 Jahre lang. Wichtig: Voraussichtlich Mitte 2022 gilt für Volleinspeiser ein eigener Vergütungssatz. Für 4.000 Kilowattstunden einer 4-kW-Anlage würdest Du dann 552 Euro erhalten. Das sieht ein Gesetzentwurf der Bundesregierung vor. Noch im Frühling dürfte er im Bundestag beraten werden. 

Um von eigenem Solarstrom zu profitieren, musst Du aber zuerst investieren: Mindestens 1.000 Euro pro Kilowatt Leistung (netto) sind einzuplanen, wenn Du eine PV-Anlage kaufst. Dabei gilt: Je kleiner die Anlage ist, desto höher sind die Kosten. Ab 10 Kilowatt Leistung können die Anlagen 1.000 Euro pro Kilowatt Leistung kosten. Sind sie kleiner, ist es eher mehr.

Mehr als 1.600 Euro pro Kilowatt solltest Du aber für eine Anlage zur Eigenversorgung nicht zahlen. Die Anlage im Beispiel sollte 4 Kilowatt Leistung haben – das beragen die Invesitionskosten 4.800 Euro bis 6.400 Euro Investitionskosten. Ein kleiner Batteriespeicher kostet zusätzlich mehrere Tausend Euro. Er sorgt dafür, dass Du mindestens 50 Prozent Deines Solarstroms selbst nutzen kannst. 

Willst Du Deinen Strom komplett einspeisen, machst Du umso mehr Gewinn, je günstiger Du kaufst und je niedriger Deine Betriebskosten sind.

Mehr dazu im Ratgeber PV-Anlage kaufen

  • Hole mehrere Angebote für eine PV-Anlage ein und vergleiche diese 
  • Über eine Portalabfrage erhältst Du Kontakt zu mehreren Installationsfirmen gleichzeitig. Wir empfehlen selfmade-energy und photovoltaik-angebotsvergleich
  • Prüfe, ob ein Angebot für dich wirtschaftlich ist. Wie Du dazu vorgehst, erfährst Du im Ratgeber
  • Liegt Dir nach einer Portalabfrage kein wirtschaftliches Angebot vor, hole weitere Angebote ein

Zum Ratgeber

Staatliche Förderprogramme helfen Dir, die Investition zu schultern. Unser Ratgeber informiert Dich über bundesweite Programme und solche, die auf einzelne Bundesländer oder einzelne Kommunen beschränkt sind. Nutzt Du den Fördermittel-Check des gemeinnützigen Online-Portals CO2online, erhältst Du auch Hinweise zu Zuschüssen beim Heizungsumbau oder bei der energetischen Sanierung Deines Hauses.

Welche Förderung gibt es bundesweit für Solaranlagen?

Bundesweit hast Du Anspruch auf die Einspeisevergütung für Solarstrom, den Du ins öffentliche Netz speist. Für Anlagen bis 10 Kilowatt Leistung, die im April 2022 in Betrieb gehen, liegt sie bei 6,53 Cent pro Kilowattstunde. Der Netzbetreiber vergütet Dir den Strom 20 Jahre lang entsprechend.

Die Vergütung fällt bislang Monat um Monat ein Stückchen. Die Bundesregierung plant, die Vergütung bis Mitte 2022 wieder auf 6,93 Cent pro Kilowattstunde für kleine Systeme bis 10 Kilowatt Leistung zu erhöhen (bis 40 Kilowatt auf 6,85 Cent und bis 750 Kilowatt auf 5,36 Cent pro Kilowattstunde) und die Absenkung der Vergütung bis Februar 2024 auszusetzen. Danach soll sich die Vergütung nur noch im halbjährlichen Rhythmus verringern. Den Satz von 6,93 Cent pro Kilowattstunde erhältst Du dabei bis Ende 2022 nur, wenn Du Deinem Netzbetreiber nach Inkrafttreten der gesetzlichen Änderung mitteilst, eine PV-Anlage zur Eigenversorgung kaufen zu wollen. Für Anlagen, die ab 2023 in Betrieb gehen, soll dann einheitlich der Satz von 6,93 Cent pro Kilowattstunde gelten.

Nach dem Gesetzentwurf soll es künftig zudem eigene Vergütungssätze für die Volleinspeisung von Solarstrom geben - nämlich 13,8 Cent pro Kilowattstunde bis 10 Kilowatt Leistung und 11,3 Cent pro Kilowattstunde bis 100 Kilowatt Leistung. Die Volleinspeisung dürfte sich damit in der Regel stärker lohnen als die Eigenversorgung. Planst Du gerade eine Anlage oder hast Du sie schon gekauft, kannst Du trotzdem die neuen Sätze nach Inkrafttreten beanspruchen. Du darfst die PV-Anlage lediglich noch nicht in Betrieb genommen haben und musst Deinen Netzbetreiber informieren, dass Du eine PV-Anlage zur Volleinspeisung errichtet hast. Bei der Gelegenheit kannst Du zugleich einen Termin zum Netzanschluss vereinbaren.

Günstige Kredite für Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen und Batteriespeicher

Die staatliche KfW-Bankengruppe hat zur Förderung von Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen und Batteriespeichern das Programm Erneuerbare Energien 270 aufgelegt. Es ermöglicht, die Anlagen zinsgünstig zu finanzieren, egal wo Du wohnst. 2020 erhielten rund 4.400 Antragsteller für PV-Anlagen auf Dächern eine Zusage über Kredite in Höhe von rund 250 Millionen Euro. Dagegen wurden nur 229 Anträge für Batteriespeicher bewilligt und 3 Millionen Euro dafür investiert. 

Du kannst ein Darlehen zur Finanzierung einer PV-Anlage allein, mitsamt Batteriespeicher oder nur für einen Batteriespeicher beantragen. Gefördert werden neben den reinen Anschaffungskosten auch die Kosten für Planung, Projektierung und Installation der Anlage. Auch für gebrauchte Anlagen gibt es Kredite, wenn die Anlage entweder noch kein volles Jahr am Netz ist oder wenn Du eine ältere Anlage so modernisierst, dass sich ihre Leistung erhöht.

Die Förderkredite haben Laufzeiten von fünf, zehn oder zwanzig Jahren. Der effektive Jahreszins beträgt im günstigsten Fall 1,75 Prozent, ist aber abhängig von der Dauer der Zinsbindung sowie von der Bonität des Antragstellers. Letztere ermittelt die Hausbank, über die auch der Kreditvertrag abgeschlossen wird. Auf der Website der KfW findest Du die aktuellen Konditionen der KfW-Kredite und die Details der Abwicklung.

Willst Du das Programm nutzen, wende Dich vor dem Kauf der Anlage an Deine Hausbank. Sie reicht Deinen Antrag bei der KfW ein und schließt nach der Bewilligung den Kreditvertrag mit Dir. Kreditinstitute, die das Programm 270 unterstützen, sind etwa einige Sparkassen, die Commerzbank und die Deutsche Bank (ab 25.000 Euro Kreditvolumen).

KfW
Förderbank im Besitz von Bund und Ländern
  • Darlehen für die Errichtung, Erweiterung oder den Erwerb von Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen, Batteriespeichern, solarthermischen Anlagen und Biomasseheizanlagen
  • meist günstigere Zinssätze als marktüblich
  • komplette Fremdfinanzierung von Projekten möglich

Welche Bundesländer bezuschussen Solaranlagen und Speicher?

Bundesländern steht es frei, eigene Förderprogramme aufzulegen. Es gibt aber nur eines in Thüringen, das sowohl den Bau von Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen mit einem Batteriespeicher als auch nur die Installation von Speichern unterstützt. Ab 1. April 2022 konnten hier neue Förderanträge gestellt werden - am 4. April stoppte das Land die Annahme neuer Anträge bereits wieder, weil bereits so viele Anträge eingegangen waren. 

Möglich ist über Solar Invest eine Förderung von PV-Anlagen und Speichern darüber hinaus auf kommunaler Ebene – mehrere Großstädte bezuschussen den Bau von PV-Anlagen. 

Förderstopp ­in Thüringen seit 4. April 2022

Thüringen fördert sowohl neue Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen in Verbindung mit Batteriespeichern als auch nur die Installation von Batteriespeichern. Die Anlagen müssen sich dabei in Thüringen befinden und der Eigenversorgung mit Solarstrom dienen. Seit 4. April 2022 besteht wieder ein Antragsstopp. 

Hast Du einen Antrag gestellt, erhältst Du die Förderung, wenn Du eine neue Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge mitsamt einem Batteriespeicher errichtest und mindestens 60 Prozent des erzeugten Solarstroms selbst verbrauchst. Der Zuschuss für natürliche Personen beträgt

  • 900 Euro pro Kilowatt Leistung für Anlagen bis 4 Kilowatt Leistung und
  • 4.000 Euro für Anlagen ab 5 Kilowatt Leistung.

Für einen Batteriespeicher – egal ob gemeinsam mit der PV-Anlage angeschafft oder zu einer bestehenden nachgerüstet – gibt es 200 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität, wenn der Speicher maximal 10 Kilowattstunden Speicherkapazität hat. Bei größeren Geräten beträgt der Zuschuss bis zu 20 Prozent der Investitionssumme. Die Ausgaben für den Speicher müssen mindestens 1.000 Euro betragen.

Förderanträge für das Programm Solar Invest hat die Thüringer Aufbaubank entgegen genommen. Hast Du den Zuwendungsbescheid erhalten, kannst Du eine Firma mit der Installation der Anlage beauftragen.

Neben Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen und Batteriespeichern gibt es auch Zuschüsse für thermische Speicher.

Welche Bundesländer bezuschussen nur Batteriespeicher?

In Bayern gibt es Fördermittel für Batteriespeicher. Die bereitgestellten Gelder sind dabei begrenzt. Wenn Du schnell bist, hast Du die besten Chancen, von Zuschüssen zu profitieren. In Sachsen sind die Fördermittel für 2022 bereits vergeben. In Baden-Württemberg, Berlin, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein gab es Förderprogramme, die ausgelaufen oder deren Mittel komplett vergeben sind. Zuletzt stellte Nordrhein-Westfalen die Speicherförderung für Privatleute zum 1. April 2022 ein.

Bedingung ist bei jedem Förderprogramm, dass die Anlagen mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden und im jeweiligen Bundesland installiert sind. Das bedeutet: Nur wer im entsprechenden Bundesland eigenen Solarstrom verwenden will, kann sich für die Programme bewerben.

Bayern zahlt Speicherbonus

Der Freistaat Bayern hat das 10.000-Häuser-Programm aufgesetzt. Darüber fördert das Bundesland seit August 2019 unter anderem die Anschaffung von Batteriespeichern. Seit 1. Februar 2022 kannst Du einen Bonus beantragen, wenn:

  • Du mit Erstwohnsitz im eigenen Ein- oder Zweifamilienhaus lebst,
  • einen Speicher zusammen mit einer Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge anschaffen willst,
  • die Solarstromanlage über mindestens 5 Kilowatt Leistung verfügt und
  • der Speicher mindestens 5 Kilowattstunden Speicherkapazität hat.

Ist das alles gegeben, beträgt der Bonus mindestens 500 Euro. Je größer PV-Anlage und Speicher sind, desto höher fällt der Bonus aus. Maximal gibt es 2.375 Euro – die Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge muss dazu mindestens 30 Kilowatt Leistung haben und die Batterie mindestens 30 Kilowattstunden speichern können. Eine Liste förderfähiger Speichergeräte gibt es auch.

Willst Du von dem Bonus profitieren, solltest Du zunächst wissen, in welcher Größe Du Speicher und Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge installieren willst. Da es Batteriespeicher nicht mit beliebiger Speicherkapazität gibt, solltest Du Dich auf ein Gerät festlegen. Die Daten zur Leistung der Solaranlage und zur Speicherkapazität der Batterie brauchst Du, um den Antrag auf Förderung zu stellen. Das Formular ist online auszufüllen. Hast Du eine E-Mail mit der Eingangsbestätigung Deines Antrags erhalten, kannst Du die Anlagen kaufen und installieren lassen.

Erneuter Förderstopp in Sachsen für Batterien und Ladestationen

Der Freistaat Sachsen fördert über das Programm Richtlinie Speicher seit 2018 die Anschaffung von Batteriespeichern zur Speicherung von eigenem Solarstrom. Die für das Jahr 2022 bereitgestellten Mittel waren binnen kurzer Zeit ausgeschöpft. Seit 14. Februar 2022 besteht wieder ein Antragsstopp. Bis dahin eingegegangene Anträge werden noch bearbeitet.

Wer von Fördermitteln profitieren will, muss folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • der Speicher muss mehr als 10 Kilowattstunden Speicherkapazität haben oder in Verbindung mit einer Wallbox mehr als 8 Kilowattstunden Speicherkapazität,
  • der Speicher muss dauerhaft mit einer Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge verbunden und netzgekoppelt betrieben werden und
  • die Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge muss ab 2. Januar 2020 um mindestens 5 auf 9 Kilowatt Leistung erweitert oder mit mindestens 9 Kilowatt Leistung neu errichtet worden sein.

Für einen Batteriespeicher kannst Du zunächst einen Sockelbeitrag von 500 Euro und dazu 200 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität erhalten - aufgrund der vorgeschriebenen Mindestgröße des Speichers bedeutet das mehr als 2.500 Euro Zuschuss minimal. Einen zusätzlichen Betrag von 500 Euro gibt es, wenn der Speicher zusammen mit der Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge gekauft wurde. Wer mit dem Speicher eine Ladestation für ein Elektroauto anschafft, bekommt auch für diese einen Zuschuss. 

Welche Kommunen fördern Anlagen zum Eigenverbrauch?

Einige Städte fördern die Installation von Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen und Batteriespeichern oder nur eins von beidem. Für unsere Übersicht erheben wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Städte sind alphabetisch geordnet.

Fördergelder für kleine PV-Anlagen in Aachen 

Die Installation von kleinen Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen auf Hausdächern und an Fassaden in Aachen unterstützt die Stadt seit August 2020. Den Zuschuss gibt es unter folgenden Voraussetzungen:

  • die PV-Anlage hat zwischen 1 und 10 Kilowatt Leistung und
  • es handelt sich um eine neue Anlage, die ans Stromnetz gekoppelt wird.

Wie viel Zuschuss Du erhältst, richtet sich nach der Leistung der Anlage: Für 1 bis 2 Kilowatt gibt es 500 Euro, bei bis zu 5 Kilowatt 750 Euro und für Anlagen mit bis zu 10 Kilowatt Leistung zahlt Aachen pauschal 1.000 Euro. Den Antrag stellst Du, bevor Du einen Kaufvertrag für die Anlage abschließt. Das Antragsformular stellt Aachen auf seiner Internetseite bereit.

Neue Fördermittel in Braunschweig seit April

Braunschweig bezuschusst Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen und Batteriespeicher in der Stadt, wenn Dir das Haus oder Grundstück gehört oder Du es gemietet oder gepachtet hast. Im Herbst 2021 waren die Fördermittel für das abgelaufene ausgeschöpft; seit April können wieder neue Anträge gestellt werden. Wer zuvor im Jahr 2022 eine PV-Anlage mit Speicher errichtet hat, kann auch rückwirkend den Antrag stellen. 

Folgende Fördersätze gelten 2022:

  • Für PV-Anlagen zwischen 1 bis 10 Kilowatt Leistung pauschal 700 Euro.
  • Für PV-Anlagen ab 10 bis 15 Kilowatt Leistung pauschal 1.100 Euro. 
  • Für PV-Anlagen ab 15 Kilowatt Leistung pauschal 1.500 Euro
  • Mieterstromanlagen fördert Braunschweig pauschal mit 2.000 Euro sowie zusätzlich 200 Euro pro installiertem Kilowatt Leistung.
  • Für Fassadenanlagen und für PVT-Module (kombinierte Photovoltaik- und solarthermische Module) gibt es zusätzlich einen Bonus in Höhe von 500 Euro pro Kilowatt Leistung. 

Willst Du einen Batteriespeicher zu einer bestehenden Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge nachrüsten, kannst Du 500 Euro erhalten. Folgende Bedingungen gelten dabei:

  • der Speicher hat eine Zeitwertersatzgarantie von mindestens zehn Jahren und
  • verfügt über mindestens 3 Kilowattstunden Speicherkapazität.

Den Förderantrag kannst Du stellen, wenn Du bereits einen Auftrag erteilt hast oder dieses noch planst. Begonnen haben muss die Baumaßnahme aber 2022 und abgeschlossen sein muss sie bis 31. Dezember 2022. Die Formulare sind an den Fachbereich Stadtplanung und Umweltschutz zu senden. 

Düsseldorf hilft beim Kauf von PV-Anlagen und Batteriespeichern

Die Installation einer neuen Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge unterstützt die Stadt Düsseldorf seit April 2020 – auf Neubauten und Altbauten, wenn die Anlage maximal 30 Kilowatt Leistung hat. Auch für eine steckerfertige Solarstromanlage, die Du an eine Steckdose schließt, erhältst Du Zuschüsse. Voraussetzung ist, dass die verwendeten Solarmodule nach den geltenden IEC-Normen zertifiziert sind (IEC 61730 sowie IEC 61215 oder IEC 61646) und die technischen Vorgaben beim Anschluss ans Stromnetz eingehalten werden.

Die Höhe des Zuschusses hängt von der Anlagengröße ab. Es gibt

  • bis 1 Kilowatt Leistung (steckerfertige PV-Anlage): 700 Euro,
  • bis 5 Kilowatt Leistung: 1.300 Euro,
  • bis 10 Kilowatt Leistung: 2.000 Euro und
  • bis 30 Kilowatt Leistung: 10 Prozent der anrechenbaren Brutto-Investitionskosten.

Wer den Solarstrom als Mieterstrom liefern will, bekommt zusätzlich die notwendige Messtechnik gefördert. 

Willst Du zur Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge auch einen Batteriespeicher anschaffen, zahlt Dir Düsseldorf 20 Prozent der Brutto-Investitionskosten – sowohl, wenn Du beide Anlagen neu anschaffst, als auch wenn Du den Speicher zu einer seit April 2012 betriebenen PV-Anlage nachrüstest. Die PV-Anlage darf dabei nur maximal 30 Kilowatt Leistung haben. Weitere Bedingungen sind:

  • es werden nur Lithium-Ionen-Systeme gefördert
  • wechselstromseitige Anbindung an die PV-Anlage
  • fachgerechte Installation (Nachweis durch Speicherpass)
  • notwendige Messtechnik zur Erfassung relevanter Strommengen
  • die PV-Anlage darf mit maximal 50 Prozent Nennleistung Strom ins öffentliche Netz speisen

Die Zuschüsse gibt es über das Förderprogramm Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten in Düsseldorf. Einen Antrag stellst Du, bevor Du eine Installationsfirma beauftragst oder eine Stecker-Solaranlage gekauft hast. Das Antragsformular stellt das Umweltamt der Stadt auf seiner Internetseite bereit.

Freiburg fördert Speicher, Stecker-Solar-Module und Steuerberatung

Die Stadt Freiburg fördert über das Programm Klimafreundlich wohnen Batteriespeicher aus Lithium-Ionen-Zellen, die gemeinsam mit einer Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge neu angeschafft werden. 150 Euro Zuschuss pro Kilowattstunde Speicherkapazität zahlt die Stadt, sofern die PV-Anlage mindestens 1,25 Kilowatt Leistung je Kilowattstunde Speicherkapazität hat. Maximal können es 1.500 Euro sein.

Zu beantragen sind die Fördermittel bis zu sechs Monate nach Installation der jeweiligen Anlage. Die Formulare für Förderanträge stehen zum Download bereit, sind auszufüllen und an das Umweltschutzamt Freiburg zu senden. Erst wenn alle Unterlagen vorliegen, bearbeitet die Stadt den Antrag.

Darüber hinaus bietet Freiburg eine kostenlose Beratung für alle, die sich für den Betrieb einer Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge interessieren. Für Stecker-Solar-Module gibt es bis zu 200 Euro für den Anschluss an eine Wieland-Steckdose. Auch wer sein Dach mit so viel Photovoltaik-Leistung belegt, dass er seine Wärmeversorgung zu mindestens 15 Prozent mit Solarstrom deckt, kann einen Zuschuss erhalten – das sind 150 Euro pro Kilowatt Leistung. Maximal können es 1.500 Euro sein. Das Erstellen der ersten Steu­er­er­klä­rung zur Solaranlage fördert die Stadt mit 500 Euro.

Köln reizt Bau von PV-Anlagen an

Köln gibt Zuschüsse für die Installation von Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen bis 50 Kilowatt Leistung. Über das Förderprogramm Gebäudesanierung und erneuerbare Energien zahlt die Stadt pro installiertes Kilowatt 250 Euro. Bedingung ist unter anderem, dass Du nach IEC-Norm geprüfte Solarmodule nutzt und der Installationsbetrieb nach den anerkannten Regeln der Technik arbeitet. Für einen Batteriespeicher, den Du in Verbindung mit einer PV-Anlage installierst, gibt es 150 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität. Ein Antragsteller erhält maximal 30.000 Euro Zuschuss im Jahr und maximal 60 Prozent der Investitionskosten.

Den Antrag auf Förderung stellst Du online und zwar ehe Du einen Auftrag erteilt hast. Nach Bewilligung kannst Du die Anlage installieren lassen. 

Finanzspritze für PV-Anlagen und Speicher in München

Die Stadt München hat im April 2019 das Förderprogramm Energieeinsparung gestartet. Es unterstützt Einwohner der Stadt unter anderem bei der Anschaffung von Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen und Batteriespeichern.

Für neu installierte, netzgekoppelte Solarstromanlagen gibt es 100 bis 200 Euro je Kilowatt Leistung für die ersten 30 Kilowatt einer Anlage. Für Systeme, die an der Fassade montiert werden, gibt es 300 bis 400 Euro je Kilowatt Leistung.

Einen Förderantrag stellst Du online und zwar, ehe Du ein Installationsunternehmen beauftragst. Du hast anschließend zwei Jahre Zeit, die Anlage errichten zu lassen. Der Anfang 2022 erklärte Antragsstopp zum 31. März 2022 wurde wieder aufgehoben.

Münster fördert Lithium-Ionen-, Salzwasser- und Redox-Flow-Batterien

In Münster gibt es seit Juni 2018 ein Förderprogramm zur Anschaffung neuer Batteriespeicher. Seit Mai 2020 können Einwohner der Stadt für Speicher mit Lithium-Ionen-Zellen pauschal 750 bis 1.500 Euro Zuschuss erhalten. Für Salzwasserbatterien und Redox-Flow-Batterien sogar 1.500 bis 3.000 Euro.

Die Förderung erhältst Du unter diesen Voraussetzungen:

  • Du errichtest den Speicher zusammen mit einer netzgekoppelten Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge auf Deinem Wohngebäude oder auf dem Grundstück Deines Wohngebäudes,
  • die Solarstromanlage hat zwischen 5 und 30 Kilowatt Leistung und
  • sie speist den erzeugten Strom mit maximal 60 Prozent dieser Leistung ins Netz und
  • der Speicher hat eine Zeitwertersatzgarantie von mindestens zehn Jahren und
  • der Speicher entspricht entweder dem Sicherheitsleitfaden für Lithium-Ionen-Batterien oder der Anwendungsregel VDE-AR-E 2510-50 (für die Sicherheit stationärer Batteriesysteme).

Den Förderantrag kannst Du beim Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit herunterladen. Du reichst ihn schriftlich beim Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung ein – bevor Du einen Auftrag zur Installation der Anlagen erteilst.

Münster fördert darüber hinaus die Installation von Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen an Hausfassaden, auf Mehrfamilienhäusern und begrünten Dächern. Pro Kilowatt erstmals installierter Leistung gibt es 300 Euro.

Stuttgart unterstützt Bau von PV-Anlagen, Speichern und Wallboxen

Die Stadt Stuttgart hat im November 2020 die Solaroffensive ins Leben gerufen. Darüber zahlt sie Zuschüsse bei der Errichtung von Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen an und auf Gebäuden, wenn Du das Haus mietest oder pachtest oder es Dir gehört. Bist Du Mieter oder Pächter benötigst Du natürlich noch das Einverständnis des Eigentümers, ehe Du eine Anlage errichtest. Gefördert werden dabei nicht die Kosten für die Komponenten der PV-Anlage wie Module, Wechselrichter oder Unterkonstruktion, sondern notwendige Arbeiten, um die Anlage installieren zu können. Dazu gehören etwa

  • Kosten für das Gerüst,
  • einen neuen Zählerschrank,
  • Blitzschutz oder
  • die Ertüchtigung des Dachs, damit es die Anlage sicher trägt.

Pro Kilowatt installierter PV-Leistung übernimmt die Stadt 50 Prozent der förderfähigen Kosten. Maximal sind 350 Euro für Dachanlagen drin und 450 Euro für Anlagen an der Fassade oder über einer Grünfläche auf dem Dach. Die Fördergelder erhältst Du dabei nicht, wenn Du der Solarpflicht in Baden-Württemberg unterliegst.

Den Anschluss von Stecker-Solar-Anlagen fördert Stuttgart pauschal mit 100 Euro. Stromspeicher mit bis zu 300 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität, wenn Du den Speicher gemeinsam mit einer PV-Anlage anschaffst und die Kapazität des Speichers maximal 80 Prozent der Leistung der PV-Anlage entspricht. 1.000 Euro Zuschuss kannst Du erhalten, wenn Du eine Wallbox anschaffst und dazu die notwendigen Elektrokabel noch legen lassen musst. Die Wallbox selbst wird nicht gefördert.

Den Förderantrag stellst Du beim Amt für Umweltschutz, bevor Du einen Kaufvertrag schließt. Die Formulare stehen online bereit.

Wiesbaden fördert PV-Anlagen und Batteriespeicher

Über das Förderprogramm „Solaranlagen" bezuschusst die Stadt Wiesbaden neue Photovoltaik-Anlagen mit und ohne Batteriespeicher, die Du im Stadtgebiet errichtest. Sowohl als Hauseigentümer als auch als Mieter des Dachs kannst Du die Fördermittel erhalten. Bedingung: Ein Fachbetrieb errichtet die Anlage. Die Zuschüsse sind nach Größe der PV-Anlagen und Batterien gestaffelt. Du erhältst pauschal

  • 300 Euro für PV-Anlagen bis 3 Kilowatt Leistung
  • 400 Euro für PV-Anlagen bis 6 Kilowatt Leistung
  • 500 Euro für PV-Anlagen größer 6 Kilowatt Leistung
  • 300 Euro für Speicher mit bis zu 3 Kilowattstunden Speicherkapazität
  • 400 Euro für Speicher mit bis zu 6 Kilowattstunden Speicherkapazität
  • 500 Euro für Speicher mit mehr als 6 Kilowattstunden Speicherkapazität

Auch den Umbau des Zählerkastens fördert die Stadt pauschal mit 250 Euro, wenn dies zum Setzen eines Einspeisezählers notwendig ist.

Ehe Du einen Auftrag zur Installation erteilst, musst Du den Förderantrag bei der Klimaschutzagentur Wiesbaden einreichen und dann warten, bis Du eine Bestätigung erhältst. Innerhalb von neun Monaten ist die Anlage zu installieren und dies nachzuweisen. Anschließend kannst Du die Förderzusage erhalten. Die Anlage ist mindestens zehn Jahr lang zu betreiben.

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