Photovoltaik-Förderung

Solaranlage und Batteriespeicher günstig finanzieren

Ines Rutschmann Stand: 02. Dezember 2019
Das Wichtigste in Kürze
  • Verschiedene Programme fördern die Anschaffung von Photovoltaik-Anlagen und Batteriespeichern. Diese können bundesweit gelten oder auf ein einzelnes Bundesland beschränkt sein.
  • Bei der Förderung kann es sich um ein zinsgünstiges Darlehen mit Tilgungszuschuss handeln, nur um einen zinsgünstigen Kredit oder um einen Investitionszuschuss.
  • Die Programme sind meist an Bedingungen geknüpft, beispielsweise hinsichtlich der Betriebsdauer oder des Installationsorts.
  • Den Antrag auf Förderung müssen Sie in der Regel schon stellen, bevor Sie eine Anlage kaufen.
So gehen Sie vor
  • Wenn Sie eine Photovoltaik-Anlage, einen Batteriespeicher oder beides zusammen anschaffen wollen, informieren Sie sich vor dem Kauf über Förderprogramme und zinsgünstige Kredite, beispielsweise in diesem Ratgeber. Die staatliche KfW-Bankengruppe etwa hat zur Finanzierung von Photovoltaik-Anlagen das Programm Erneuerbare Energien 270 aufgelegt.
  • Zudem bietet sich ein Fördermittel-Check beim gemeinnützigen Onlineportal CO2online an: Nach Angabe Ihrer Postleitzahl und Ihres Investitionswunsches bekommen Sie alle infrage kommenden Programme angezeigt.
  • Prüfen Sie, welche Förderprogramme Sie für die geplante Größe Ihrer Anlage überhaupt nutzen können und welches Programm das meiste bringt.
  • Lesen Sie die Bedingungen aufmerksam durch und entscheiden Sie dann, ob Sie einen Förderantrag stellen.

Wollen Sie sich selbst mit Solarstrom versorgen, müssen Sie mehrere Tausend Euro in eine Photovoltaik-Anlage investieren. Für einen Batteriespeicher ist ebenfalls ein vierstelliger Betrag einzuplanen. Der Staat hilft aber bei der Finanzierung: Er gibt zinsgünstige Kredite und Tilgungszuschüsse.

Wie senkt eine Photovoltaik-Anlage die Stromkosten?

Anders als noch vor einigen Jahren erzielen Betreiber einer Photovoltaik-Anlage mit dem Einspeisen vom Solarstrom keine großen Renditen mehr. Denn die Einspeisevergütung hat sich erheblich verringert. Trotzdem rechnet sich ein kleines Solarkraftwerk auf dem Hausdach stark: Denn die selbst erzeugte Kilowattstunde kostet Sie aus einer neuen Anlage im Regelfall nur 10 bis 12 Cent und damit nur knapp ein Drittel des Stroms, den Sie aus der Steckdose beziehen.

Bei richtiger Auslegung können Sie etwa 30 Prozent des Stroms aus einer kleinen Photovoltaik-Anlage direkt verbrauchen. Den Rest können Sie auch weiterhin ins Stromnetz speisen und dafür die Einspeisevergütung beziehen. Diese zahlt Ihnen Ihr Netzbetreiber. 9,87 Cent pro Kilowattstunde erhalten Sie, wenn die Anlage im Januar 2019 in Betrieb geht und maximal 10 Kilowatt Leistung hat. Monat um Monat verringert sich der Einspeisetarif.

Wenn Sie den gesamten Solarstrom ins öffentliche Netz einspeisen, können sich die Einnahmen durch die Einspeisevergütung bei einer vier Kilowatt großen Anlage auf jährlich rund 400 Euro belaufen – über eine Dauer von 20 Jahren.

Der wirtschaftliche Vorteil aus dem Verbrauch des eigenen Stroms ist aber größer: Angenommen, Sie verbrauchen jährlich 4.000 Kilowattstunden, so können Sie Ihren Bedarf zu 30 Prozent mit eigenem Strom decken: 1.200 Kilowattstunden Sonnenstrom verbrauchen Sie direkt und die restlichen 2.800 Kilowattstunden beziehen Sie aus dem Netz. Damit verringern sich zwar Ihre Einnahmen aus dem Stromverkauf auf 280 Euro. Aber im Gegenzug senken Sie Ihre Stromrechnung – um etwa 310 bis 360 Euro pro Jahr. Ersparnis und Einnahmen aus dem Stromverkauf summieren sich brutto auf 590 bis 650 Euro. Steigt der Strompreis in den nächsten Jahren, erhöht sich sogar Ihre Ersparnis.

Um von eigenem Solarstrom zu profitieren, müssen Sie aber zuerst investieren: 1.000 bis 1.400 Euro pro Kilowatt Leistung (netto) sind für eine Photovoltaik-Anlage einzuplanen. Bei vier Kilowatt Leistung sollten Sie daher mit bis zu 5.600 Euro rechnen. Staatliche Förderprogramme helfen, eine solche Investition zu schultern.

Unser Ratgeber informiert Sie sowohl über bundesweite Programme als auch auf einzelne Bundesländer beschränkte. Sie können auch über den Fördermittel-Check des gemeinnützigen Online-Portals CO2online prüfen, welche Fördermittel es für Photovoltaik-Anlagen und Batteriespeicher in Ihrem Wohnort gibt. Auch kommunale Programme sind berücksichtigt.

Geben Sie dazu in die Suchmaske ein, in welchem Haus Sie wohnen und welche Investition Ihnen vorschwebt. Der Fördermittel-Check weist Sie auch auf Zuschüsse hin, die Sie bei der Modernisierung Ihrer Heizung oder bei einer energetischen Sanierung Ihres Hauses in Anspruch nehmen können.

Wie fördert die Bundesregierung den Kauf von Solaranlagen?

Die staatliche KfW-Bankengruppe hat zur Förderung von Photovoltaik-Anlagen das Programm Erneuerbare Energien 270 aufgelegt. Es ermöglicht, Solaranlagen zinsgünstig zu finanzieren, egal wo Sie wohnen – das Programm gilt bundesweit.

Wenn Sie ein solches Darlehen in Anspruch nehmen möchten, müssen Sie die Photovoltaik-Anlage länger als zwölf Monate am Stromnetz betreiben. Gefördert werden neben den reinen Anschaffungskosten die Kosten für Planung, Projektierung und Installation der Anlage. Auch für gebrauchte Anlagen gibt es Kredite, wenn die Anlage entweder noch kein volles Jahr am Netz ist oder wenn Sie die Anlage anschließend so modernisieren, dass sich ihre Leistung erhöht.

Die Förderkredite haben Laufzeiten von fünf, zehn oder zwanzig Jahren. Der effektive Jahreszins beträgt im günstigsten Fall 1,26 Prozent, ist aber abhängig von der Bonität des Antragstellers. Diese ermittelt die Hausbank, über die auch der Kreditvertrag abgeschlossen wird. Auf der Website der KfW finden Sie die aktuellen Konditionen der KfW-Kredite und die Details der Abwicklung.

Wollen Sie das Programm nutzen, wenden Sie sich vor Kauf der Anlage an Ihre Hausbank. Sie reicht Ihren Antrag bei der KfW ein und schließt nach der Bewilligung den Kreditvertrag mit Ihnen.

KfW
Förderbank im Besitz von Bund und Ländern
  • Darlehen für die Errichtung und Erweiterung von Erneuerbaren-Energien-Anlagen
  • Darlehen für Batteriespeicher in Verbindung mit staatlichen Zuschüssen
  • meist günstigere Zinssätze als marktüblich
  • komplette Fremdfinanzierung von Projekten möglich

Welche Zuschüsse gibt es für Batteriespeicher?

Wenn Sie mehr eigenen Solarstrom nutzen wollen, brauchen Sie einen Batteriespeicher. Mit solch einem Gerät im eigenen Haus können Sie sich locker zur Hälfte mit selbst erzeugtem Strom versorgen. Die Preise für die Speicher sind in den vergangenen Jahren zwar stark gefallen. Dennoch kosten die gängigen Geräte für den Hausgebrauch noch immer 3.000 bis 10.000 Euro (netto). Auch hier kann ein Förderprogramm bei der Finanzierung helfen.

Fast sechs Jahre förderte die Bundesrepublik den Kauf von Batteriespeichern. Wer die Förderung nutzen wollte, musste die Anlage über einen Kredit der KfW-Bank finanzieren. Rund 32.500 Kredite und mit diesen verbundene Tilgungszuschüsse bewilligte die KfW. Dies löste Investitionen in Höhe von rund 700 Millionen Euro aus. Die Mittel finanzierten etwa ein Drittel der bis Ende 2018 installierten Batteriespeicher.

Das Programm ist zum Jahresende 2018 abgelaufen – die Bundesregierung hält eine weitere Förderung für überflüssig. Aber es gibt in verschiedenen Bundesländern Programme, über die Sie noch Zuschüsse erhalten können.

Welche Bundesländer bezuschussen Solaranlagen und Speicher?

Bundesländern steht es frei, eigene Förderprogramme aufzulegen. 2019 unterstützt Thüringen den Kauf von Photovoltaik-Anlagen und von Batteriesystemen, um den erzeugten Strom zu speichern. In Sachsen, Berlin, Sachsen-Anhalt, Bayern, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen gibt es Fördermittel nur für Batteriespeicher. Bedingung ist dabei stets, dass die Anlagen im eigenen Bundesland installiert sind. Das bedeutet: Nur wer im entsprechenden Bundesland eigenen Solarstrom verwendet oder verwenden will, kann sich für die Programme bewerben. 

In Thüringen kann der Zuschuss zu einer Photovoltaik-Anlage als auch für einen Batteriespeicher bis zu 25 Prozent der Investition betragen. Egal ist dabei, ob Sie den Speicher zu einer bestehenden Photovoltaik-Anlage hinzufügen oder ob Sie die Photovoltaik-Anlage zusammen mit dem Speicher installieren lassen. Sie können auch für einen Wärmespeicher einen Förderantrag stellen, wenn er dem Eigenverbrauch Ihres Solarstroms dienen soll. Das Investitionsvolumen muss für jedes Projekt mindestens 5.000 Euro betragen.

Bedingung ist zudem, dass Sie einen Großteil des Stroms selbst nutzen. Wollen Sie den Kauf der Photovoltaik-Anlage fördern lassen, sollen Sie mindestens 70 Prozent des erzeugten Solarstroms selbst verbrauchen. Beanspruchen Sie allein die Förderung für einen Batteriespeicher oder Wärmespeicher, müssen Sie nach Installation mindestens 60 Prozent Ihres Solarstroms selbst verbrauchen. Für jeden geförderten Batteriespeicher ist zudem eine Garantie für mindestens acht Jahre vorzulegen. Ihren Förderantrag für das Programm Solar Invest nimmt die Thüringer Aufbaubank entgegen. Auf ihrer Website hat sie entsprechende Formulare eingestellt. Seit Start des Programms im November 2016 bis Ende März 2019 bewilligte die Bank 662 Anträge und bezuschusste die Projekte mit insgesamt rund sechs Millionen Euro. Die meisten Projekte umfassen den Kauf einer Photovoltaik-Anlage mit einem elektrischen oder thermischen Speicher. 

Der Freistaat Sachsen fördert über das Programm Richtlinie Speicher seit Januar 2018 die Anschaffung von Batteriespeichern zur Speicherung von eigenem Solarstrom. Dafür muss Ihr Gerät mindestens zwei Kilowattstunden Speicherkapazität haben, dauerhaft mit dem Stromnetz verbunden sein und dafür sorgen, dass die Photovoltaik-Anlage nur noch mit höchstens 50 Prozent ihrer Leistung Energie ins Stromnetz einspeist.

Wenn Sie einen Speicher mit Blei- oder Lithium-Ionen-Technologie kaufen, können Sie pro Kilowattstunde Speicherkapazität einen Zuschuss von 200 Euro erhalten. Einen zusätzlichen Betrag von 1.000 Euro gibt es, wenn der Speicher zusammen mit der Photovoltaik-Anlage gekauft wird. Wer mit dem Speicher eine Ladestation für ein Elektroauto anschafft, kann auch für diese einen Zuschuss bekommen.

Ihre Förderanträge stellen Sie bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB). Bis Anfang April 2019 bewilligte diese rund 1.100 Anträge. Im Schnitt erhält jeder Antragsteller rund 2.900 Euro Zuschuss.  

Das Programm Progres.NRW in Nordrhein-Westfalen fördert den Kauf von Batteriespeichern, wenn die den Strom erzeugende Photovoltaik-Anlage ebenfalls neu angeschafft wird. Die zweite Bedingung für die Förderung ist, dass die Photovoltaik-Anlage zu keinem Zeitpunkt mit mehr als 50 Prozent ihrer Nennleistung Strom ins öffentliche Stromnetz speist. Dann übernimmt Nordrhein-Westfalen bis zu zehn Prozent der Kosten für Speicher und Batteriemanagementsystem, wenn die Photovoltaik-Anlage eine Leistung von bis zu 30 Kilowatt hat. Bis zu 50 Prozent können es bei größeren Anlagen sein.

Holen Sie zunächst ein Angebot von einem Fachbetrieb über die Installation der Photovoltaik-Anlage samt Speicher ein. Ehe Sie den Betrieb beauftragen, stellen Sie einen Antrag auf Förderung bei der Bezirksregierung Arnsberg. Bis 20. November 2019 muss er dort eingehen. Ist er bewilligt, können Sie das Angebot des Handwerksbetriebs annehmen.

Der Freistaat Bayern hat das 10.000-Häuser-Programm aufgesetzt. Darüber fördert das Bundesland seit August 2019 unter anderem die Anschaffung von Batteriespeichern. Sie können einen Bonus beantragen, wenn Sie mit Erstwohnsitz im eigenen Ein- oder Zweifamilienhaus leben und für dieses einen Speicher zusammen mit einer neuen Photovoltaik-Anlage anschaffen wollen. Die Solarstromanlage muss dabei mindestens 3 Kilowatt Leistung haben und der Speicher mindestens 3 Kilowattstunden Speicherkapazität. Ist das genau der Fall, beträgt der Bonus 500 Euro. Je größer beide Anlagen sind, desto höher fällt der Bonus aus. Maximal gibt es 3.200 Euro – die Photovoltaik-Anlage muss dazu mindestens 30 Kilowatt Leistung haben und die Batterie mindestens 30 Kilowattstunden speichern können. Die Landesregierung lässt gerade noch eine Liste mit förderfähigen Speichertypen erstellen. 

Wollen Sie von dem Bonus profitieren, müssen Sie zunächst Angebote für Speicher und Photovoltaik-Anlage einholen und sich für eines entscheiden. Damit stellen Sie den Antrag auf Förderung. Das Formular ist online auszufüllen. Haben Sie eine E-Mail mit der Eingangsbestätigung Ihres Antrags erhalten, können Sie die Anlagen installieren lassen. 

Im September 2019 hat Sachsen-Anhalt die Förderung von Stromspeichern für Photovoltaik-​Dachanlagen beschlossen. Bis zu 30 Prozent der Kosten für Kauf und Installation des Speicher zahlt das Bundesland – maximal 5.000 Euro. Bedingung ist, dass der Speicher gemeinsam mit einer Photovoltaikanlage angeschafft oder zugleich die Leistung einer bestehenden Dachanlage mindestens verdoppelt wird. Außerdem müssen Sie mindestens die Hälfte des erzeugten Solarstroms selbst verbrauchen und dürfen nur mit höchstens 50 Prozent Nennleistung der Photovoltaikanlage ins öffentliche Stromnetz einspeisen. Einen Förderantrag stellen Sie vor Abschluss eines Vertrags mit dem Installateur beim Landesverwaltungsamt in Halle. Die Fördersumme erhalten Sie nach Inbetriebnahme des Speichers.

Wer in Berlin lebt, kann seit Oktober 2019 einen Zuschuss für den Kauf von Batteriespeichern erhalten. Wollen Sie das Programm noch 2019 nutzen, müssen Sie einen Antrag auf vorzeitigen Maßnahmenbeginn stellen. Denn regulär können Förderanträge erst ab Januar 2020 eingereicht werden. Erst, wenn der vorzeitige Beginn des Vorhabens bewilligt oder ab Januar der Zuwendungsbescheid zugestellt ist, können Sie den Vertrag mit dem Installateur schließen.

Mit der "Stromspeicher-Richtinie" fördert Berlin nur Batteriespeicher, die mit einer neuen Photovoltaikanlage zusammen installiert werden. Es gibt 300 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität; maximal können Antragsteller 15.000 Euro erhalten. Der Speicher muss gegenüber der Solarstromanlage eine bestimmte Mindestgröße haben. Förderanträge sind beim IBB Business Team zu stellen. Eine kostenlose erste Beratung zur Anschaffung von Speichern bietet das staatlich geförderte Solarzentrum Berlin.

Brandenburg fördert seit 1. November 2019 mit dem Kleinspeicher-Programm den Kauf von Batteriespeichern, damit Betreiber von Photovoltaikanlagen ihren Eigenverbrauch erhöhen können. Der Zuschuss beträgt bis zu 30 Prozent der Investitionskosten – abhängig von der Eigenverbrauchsquote.

Einen Antrag auf Förderung können Hauseigentümer über das ILB-Kundenportal stellen, wenn das entsprechende Gebäude ihr Erstwohnsitz ist. Sie müssen sich zu mindestens 50 Prozent selbst mit Solarstrom versorgen können und zugleich mindestens 30 Prozent des eigenen Stroms verbrauchen können. Haben Sie bereits eine Speicherförderung in Brandenburg in den vergangenen Jahren erhalten, sind Sie von einer erneuten Förderung ausgeschlossen. Ebenso, wenn Sie oder Ihr Partner von zu Hause eine gewerbliche Tätigkeit abseits des Betriebs der Photovoltaikanlage ausüben.

Im Juli 2019 endete das Förderprogramm für netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher in Baden-Württemberg. Zwischen März 2018 und Juli 2019 bewilligte die Landeskreditbank des Bundeslandes rund 4.500 Anträge. 

Welche Kommunen fördern Batteriespeicher und PV-Anlagen?

Auch manche Städte fördern die Installation von Photovoltaik-Anlagen und Batteriespeichern oder nur eins von beidem. 

Die Stadt München hat im April 2019 das Förderprogramm Energieeinsparung gestartet. Es unterstützt Einwohner der Stadt unter anderem bei der Anschaffung von Photovoltaik-Anlagen und Batteriespeichern. Für neu installierte, netzgekoppelte Solarstromanlagen gibt es 100 bis 200 Euro je Kilowatt Leistung für die ersten 30 Kilowatt einer Anlage. Für Systeme, die an der Fassade montiert werden, gibt es 300 bis 400 Euro je Kilowatt Leistung. 

Neue, fest installierte Batteriespeicher fördert die Stadt, wenn sie der Eigenversorgung dienen und wenn es sich um Salzwasserbatterien oder Lithium-Ionen-Batterien ohne Kobalt handelt. Außerdem muss die Batterie eine Notstrom-Funktion haben – bei Stromausfall funktioniert dann trotzdem ein Teil des Hausnetzes. Einen Förderantrag stellen Sie online und zwar, ehe Sie ein Installationsunternehmen beauftragen. Sie haben anschließend zwei Jahre Zeit, die Anlage errichten zu lassen. Bis 31. März 2022 können Sie einen Antrag auf Förderung stellen.  

In Münster gibt es seit Juni 2018 ein Förderprogramm zur Anschaffung neuer Batteriespeicher. Für Speicher mit Lithium-Eisen-Phosphat-Zellen können Einwohner der Stadt pauschal 1.000 Euro Zuschuss erhalten. Für Salzwasserbatterien sogar 1.500 Euro. Die Förderung erhalten Sie unter drei Voraussetzungen:

  1. Sie errichten den Speicher zusammen mit einer netzgekoppelten Photovoltaik-Anlage neu,
  2. die Solarstromanlage hat zwischen 5 und 30 Kilowatt Leistung,
  3. Sie speist den erzeugten Strom maximal mit 60 Prozent dieser Leistung ins Netz. 

Den Förderantrag können Sie hier herunterladen. Das Programm läuft bis Ende 2020.

Die Stadt Freiburg fördert über das Programm "Klimafreundlich wohnen" ebenfalls Batteriespeicher aus Lithium-Ionen-Zellen, die gemeinsam mit einer Photovoltaik-Anlage neu angeschafft werden. Bis zu sechs Monate nach Installation können Sie die Förderung beantragen – 150 Euro Zuschuss pro Kilowattstunde Speicherkapazität zahlt die Stadt. Maximal können es 1.500 Euro sein.

Darüber hinaus bietet Freiburg eine kostenlose Beratung für alle, die sich für den Betrieb einer Photovoltaikanlage interessieren. Für Stecker-Solar-Module gibt es eine pauschale Förderung von 200 Euro. Wer sein Dach mit so viel Photovoltaikleistung belegt, dass er seine Wärmeversorgung zu mindestens 15 Prozent mit Solarstrom deckt, kann einen Zuschuss erhalten. Das Erstellen der ersten Steuererklärung zur Solaranlage fördert die Stadt mit 500 Euro. Alle Förderanträge stehen zum Download bereit, sind auszufüllen und an das Umweltschutzamt Freiburg zu senden.

Köln gibt Zuschüsse für die Installation von Photovoltaik-Anlagen bis 30 Kilowatt Leistung. Über das Förderprogramm "Altbausanierung und Energieeffizienz – klimafreundliches Wohnen" zahlt die Stadt pro installiertes Kilowatt 150 Euro, maximal also 4.500 Euro. Bedingung ist unter anderem, dass Sie nach IEC-Norm geprüfte Solarmodule nutzen und der Installationsbetrieb nach den anerkannten Regeln der Technik arbeitet. Den Antrag auf Förderung stellen Sie, nachdem Sie Angebot eingeholt und sich für eines entschieden haben. Nach Bewilligung können Sie die Anlage installieren lassen. Die Fördermittel zahlt die Stadt Köln aber erst nach Inbetriebnahme. Dazu müssen Sie das Inbetriebnahme-Protokoll oder einen Anlagenpass noch einreichen.

Im Förderprogramm für regenerative Energien der Stadt Braunschweig sind die Mittel für das Jahr 2019 bereits ausgeschöpft.

Autor
Ines Rutschmann

Stand: 02. Dezember 2019


* Was der Stern bedeutet:

Wir wollen mit unseren unabhängig recherchierten Empfehlungen möglichst viele Menschen erreichen und ihnen mehr finanzielle Freiheit ermöglichen. Daher sind unsere Inhalte kostenlos im Internet verfügbar. Unsere aufwendige redaktionelle Arbeit finanzieren wir so:

Unsere unabhängigen Experten untersuchen regelmäßig Produkte und Dienstleister. Nur wenn sie dann ein besonders verbraucherfreundliches Angebot empfehlen, kann der entsprechende Anbieter einen Link zu diesem Angebot setzen lassen. Solche Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen (*). Geld erhalten wir, wenn Sie diesen Link z.B. klicken oder beim Anbieter dann einen Vertrag abschließen. Ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet, hat keinerlei Einfluss auf unsere Empfehlungen. Was Ihnen unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Sie als Verbraucher ist.

Mehr zu unserer Arbeitsweise lesen Sie hier.