Photovoltaik-Förderung

Zuschüsse und günstige Kredite für Solaranlage und Batteriespeicher

Ines Rutschmann Stand: 05. Oktober 2020
Das Wichtigste in Kürze
  • Es gibt zinsgünstige Kredite und Zuschüsse beim Kauf von Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern.
  • Viele Förderprogramme für Batteriespeicher sind auf Bundesländer oder Kommunen beschränkt.
  • Eine Förderung ist meist an Bedingungen geknüpft, beispielsweise bei Betriebsdauer, Leistung oder Stromeinspeisung ins öffentliche Netz.
So gehen Sie vor
  • Prüfen Sie, welche Förderprogramme für Sie in Frage kommen – grundsätzlich, aber auch inhaltlich.
  • Beachten Sie: Den Antrag auf Zuschuss für eine Photovoltaikanlage oder einen Batteriespeicher müssen Sie in aller Regel stellen, bevor Sie die Anlage kaufen. Auch um den von uns empfohlenen Kredit bei der KfW müssen Sie sich vor dem Kauf kümmern.
  • Sobald Sie einen Bescheid erhalten, dass Ihr Antrag eingegangen oder bewilligt ist, können Sie in der Regel die Anlage installieren lassen.

Wollen Sie sich selbst mit Solarstrom versorgen, müssen Sie mehrere Tausend Euro in eine Photovoltaikanlage investieren. Für einen Batteriespeicher ist ebenfalls ein vierstelliger Betrag einzuplanen. Der Staat hilft aber bei der Finanzierung: Er gibt zinsgünstige Kredite und Tilgungszuschüsse.

So viel sparen Sie mit einer Photovoltaikanlage

Eine kleine Photovoltaikanlage rechnet sich auf den meisten Hausdächern: Denn eine Kilowattstunde Solarstrom aus einer neuen Anlage kostet Sie nur 10 bis 12 Cent – für Strom aus der Steckdose zahlen Sie etwa das Dreifache.

Rund 30 Prozent des Stroms können Sie gewöhnlich direkt verbrauchen. Angenommen, Sie benötigen jedes Jahr 4.000 Kilowattstunden, kann Ihnen die eigene Solarstromanlage locker 1.200 davon liefern. Ersparnis je nach Wohnort: zwischen 300 und 350 Euro pro Jahr.

Den Solarstrom, den Sie selbst nicht brauchen, können Sie ins Stromnetz einspeisen. Rund 250 Euro zahlt Ihnen der Netzbetreiber für die 2.800 Kilowattstunden. Die sogenannte Einspeisevergütung gilt 20 Jahre lang.

Um von eigenem Solarstrom zu profitieren, müssen Sie aber zuerst investieren: 1.000 bis 1.400 Euro pro Kilowatt Leistung (netto) sind einzuplanen, wenn Sie eine PV-Anlage kaufen. Die Anlage im Beispiel sollte 4 Kilowatt Leistung haben – das sind dann bis zu 5.600 Euro Investitionskosten. Ein kleiner Batteriespeicher kostet zusätzlich mehrere Tausend Euro. Er sorgt dafür, dass Sie mindestens 50 Prozent Ihres Solarstroms selbst nutzen können.

Staatliche Förderprogramme helfen, die Investition zu schultern. Unser Ratgeber informiert Sie über bundesweite Programme und solche, die auf einzelne Bundesländer oder einzelne Kommunen beschränkt sind. Nutzen Sie den Fördermittel-Check des gemeinnützigen Online-Portals CO2online, erhalten Sie auch Hinweise zu Zuschüssen beim Heizungsumbau oder bei der energetischen Sanierung Ihres Hauses.

Welche Förderung gibt es bundesweit für Solaranlagen?

Bundesweit haben Sie Anspruch auf die Einspeisevergütung für Solarstrom, den Sie ins öffentliche Netz speisen. Die Höhe ist einheitlich und verringert sich Monat um Monat. Im Oktober 2020 liegt sie bei 8,64 Cent pro Kilowattstunde und fällt voraussichtlich bis April 2021 unter 8 Cent.

Die Einspeisevergütung ist eine gute Sache, um eine Anlage zur Eigenversorgung zu refinanzieren. Eine kleine Solaranlage allein deswegen zu betreiben, lohnt sich aber kaum – die Erzeugungskosten liegen etwa gleichauf mit der Höhe der Einspeisevergütung.

Günstige Kredite für Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher

Die staatliche KfW-Bankengruppe hat zur Förderung von Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern das Programm Erneuerbare Energien 270 aufgelegt. Es ermöglicht, die Anlagen zinsgünstig zu finanzieren, egal wo Sie wohnen. 2019 erhielten rund 3.500 Antragsteller für PV-Anlagen auf Dächern eine Zusage über Kredite in Höhe von fast 260 Millionen Euro. Die bewilligten Anträge für PV-Anlagen zusammen mit einem Batteriespeicher waren dagegen klein: Es waren 2019 nur zwei.

Sie können ein Darlehen zur Finanzierung einer PV-Anlage allein, mitsamt Batteriespeicher oder nur für einen Batteriespeicher beantragen. Gefördert werden neben den reinen Anschaffungskosten die Kosten für Planung, Projektierung und Installation der Anlage. Auch für gebrauchte Anlagen gibt es Kredite, wenn die Anlage entweder noch kein volles Jahr am Netz ist oder wenn Sie eine ältere Anlage so modernisieren, dass sich ihre Leistung erhöht.

Die Förderkredite haben Laufzeiten von fünf, zehn oder zwanzig Jahren. Der effektive Jahreszins beträgt im günstigsten Fall 1,03 Prozent, ist aber abhängig von der Bonität des Antragstellers. Diese ermittelt die Hausbank, über die auch der Kreditvertrag abgeschlossen wird. Auf der Website der KfW finden Sie die aktuellen Konditionen der KfW-Kredite und die Details der Abwicklung.

Wollen Sie das Programm nutzen, wenden Sie sich vor dem Kauf der Anlage an Ihre Hausbank. Sie reicht Ihren Antrag bei der KfW ein und schließt nach der Bewilligung den Kreditvertrag mit Ihnen.

KfW
Förderbank im Besitz von Bund und Ländern
  • Darlehen für die Errichtung, Erweiterung oder den Erwerb von Photovoltaikanlagen, Batteriespeichern, solarthermischen Anlagen und Biomasseheizanlagen
  • meist günstigere Zinssätze als marktüblich
  • komplette Fremdfinanzierung von Projekten möglich

Welche Bundesländer bezuschussen Solaranlagen und Speicher?

Bundesländern steht es frei, eigene Förderprogramme aufzulegen. Derzeit gibt es aber nur eines, das sowohl den Bau von Photovoltaikanlagen als auch von Batteriespeichern bezuschusst – Thüringen. Möglich ist eine Förderung von PV-Anlagen und Speichern aber auch auf kommunaler Ebene. München unterstützt beispielsweise sowohl die Installation von Solarstromanlagen als auch von Speichern.

Thüringen fördert PV-Anlagen und Speicher – zusammen und getrennt

Thüringen fördert sowohl neue Photovoltaikanlagen in Verbindung mit Batteriespeichern als auch nur die Installation von Batteriespeichern. Die Anlagen müssen sich dabei in Thüringen befinden, mindestens zehn Jahre laufen und der Eigenversorgung dienen.

Errichten Sie eine neue Photovoltaikanlage mitsamt einem Batteriespeicher zur Eigenversorgung, können Sie eine Förderung für die PV-Anlage erhalten. Der Zuschuss beträgt 900 Euro pro Kilowatt Leistung. Bedingung: Die PV-Anlage muss mindestens 1.000 Euro kosten und darf maximal 10 Kilowatt Leistung haben, wenn Sie als Privatperson einen Förderantrag stellen. Beachten Sie zudem: Es werden nur Solarstromanlagen gefördert, die maximal so viel Strom erzeugen können, wie Sie im Schnitt pro Jahr verbrauchen.

Für einen Batteriespeicher – egal ob gemeinsam mit der PV-Anlage angeschafft oder zu einer bestehenden nachgerüstet – gibt es 300 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität. Bedingung ist, dass Sie dank des Speichers mehr als 60 Prozent des eigenen Solarstroms selbst nutzen können. Die Ausgaben für den Speicher müssen ebenfalls mindestens 1.000 Euro betragen.

Ihren Förderantrag für das Programm Solar Invest nimmt die Thüringer Aufbaubank entgegen. Aufgrund der Corona-Krise dauert die Bearbeitung möglicherweise etwas länger als üblich. Formulare finden Sie hier. Drucken Sie diese aus und schicken Sie sie per Brief an die Thüringer Aufbaubank. Haben Sie den Zuwendungsbescheid erhalten, können Sie eine Firma mit der Installation der Anlage beauftragen.

Das Förderprogramm läuft bis Ende 2022. Neben Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern gibt es auch Zuschüsse für thermische Speicher.

Welche Bundesländer bezuschussen nur Batteriespeicher?

In Bayern, Berlin, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein gibt es Fördermittel für Batteriespeicher. Bedingung ist dabei stets, dass die Anlagen mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden und im jeweiligen Bundesland installiert sind. Das bedeutet: Nur wer im entsprechenden Bundesland eigenen Solarstrom verwendet oder verwenden will, kann sich für die Programme bewerben.

Bereits ausgelaufen ist das Förderprogramm für netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher in Baden-Württemberg. Zwischen März 2018 und Juli 2019 bewilligte die Landeskreditbank des Bundeslandes rund 4.500 Anträge.

Sachsen fördert Lithium-Ionen-Batterien und Ladestationen

Der Freistaat Sachsen fördert über das Programm Richtlinie Speicher seit Januar 2018 die Anschaffung von Batteriespeichern zur Speicherung von eigenem Solarstrom. Dabei gilt:

  • der Speicher muss mindestens 2 Kilowattstunden Speicherkapazität haben,
  • die Photovoltaikanlage darf nach Installation des Speichers nur noch mit maximal 50 Prozent ihrer Leistung ins Stromnetz speisen und
  • es darf sich nicht um eine Bleibatterie handeln – diese sind seit Dezember 2019 vom Förderprogramm ausgeschlossen.

Wenn Sie einen Lithium-Ionen-Speicher kaufen, können Sie pro Kilowattstunde Speicherkapazität einen Zuschuss von 200 Euro erhalten. Einen zusätzlichen Betrag von 1.000 Euro gibt es, wenn der Speicher zusammen mit der Photovoltaikanlage gekauft wird. Wer mit dem Speicher eine Ladestation für ein Elektroauto anschafft, kann auch für diese einen Zuschuss bekommen. Andere Speichertechnologien wie Redox-Flow-Batterien oder Salzwasserspeicher fördert Sachsen als Modellvorhaben.

Ihre Förderanträge stellen Sie bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB). Dazu müssen Sie sich auf deren Portal registrieren. Beizulegen ist ein Angebot für einen Speicher, aus dem sich die Netto-Investitionskosten ergeben. Ist der Antrag bei der SAB eingegangen, können Sie das Angebot annehmen und den Speicher installieren lassen.

Zuschüsse für Batterien in Nordrhein-Westfalen

Das Programm Progres.NRW in Nordrhein-Westfalen fördert den Kauf von Batteriespeichern – 200 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität können Sie als Zuschuss erhalten. Maximal darf die Speicherkapazität dabei doppelt so hoch sein wie die Leistung der Solarstromanlage. Und zwei Bedingungen sind stets zu erfüllen:

  • der Speicher ist gemeinsam mit einer Photovoltaikanlage neu anzuschaffen und
  • für den Speicher muss ein Speicherpass vorliegen.

Wollen Sie einen Antrag stellen, dann holen Sie zunächst ein Angebot von einem Fachbetrieb über die Installation der Photovoltaikanlage samt Speicher ein. Beauftragen dürfen Sie den Betrieb aber erst, nachdem Sie einen Antrag auf Förderung bei der Bezirksregierung Arnsberg gestellt und einen Zuwendungsbescheid erhalten haben. Auch ohne Zuwendungsbescheid ist die Auftragsvergabe 2020 möglich – was Sie bei einem solchen vorzeitigen Maßnahmenbeginn zu beachten haben, teilt Ihnen die Behörde per E-Mail mit. Für das Jahr 2020 nimmt die Bezirksregierung Arnsberg Anträge bis 20. November an.

Bayern zahlt Speicherbonus

Der Freistaat Bayern hat das 10.000-Häuser-Programm aufgesetzt. Darüber fördert das Bundesland seit August 2019 unter anderem die Anschaffung von Batteriespeichern. Sie können einen Bonus beantragen, wenn:

  • Sie mit Erstwohnsitz im eigenen Ein- oder Zweifamilienhaus leben,
  • einen Speicher zusammen mit einer Photovoltaikanlage anschaffen wollen,
  • die Solarstromanlage über mindestens 3 Kilowatt Leistung verfügt und
  • der Speicher mindestens 3 Kilowattstunden Speicherkapazität hat.

Ist das alles gegeben, beträgt der Bonus mindestens 500 Euro. Je größer PV-Anlage und Speicher sind, desto höher fällt der Bonus aus. Maximal gibt es 3.200 Euro – die Photovoltaikanlage muss dazu mindestens 30 Kilowatt Leistung haben und die Batterie mindestens 30 Kilowattstunden speichern können. Die Landesregierung will noch eine Liste mit förderfähigen Speichertypen veröffentlichen.

Wollen Sie von dem Bonus profitieren, sollten Sie zunächst wissen, in welcher Größe Sie Speicher und Photovoltaikanlage installieren wollen. Da es Batteriespeicher nicht mit beliebiger Speicherkapazität gibt, sollten Sie sich auf ein Gerät festlegen. Die Daten zur Leistung der Solaranlage und zur Speicherkapazität der Batterie brauchen Sie, um den Antrag auf Förderung zu stellen. Das Formular ist online auszufüllen. Haben Sie eine E-Mail mit der Eingangsbestätigung Ihres Antrags erhalten, können Sie die Anlagen kaufen und installieren lassen.

Sachsen-Anhalt fördert 2021 wieder Speicher und Ladestationen

Im September 2019 hat Sachsen-Anhalt ein Speicherförderprogramm beschlossen. Die Mittel für 2020 sind schon ausgeschöpft – die nächste Vergaberunde ist 2021. Dabei zahlt das Bundesland bis zu 30 Prozent der Kosten für Kauf und Installation des Speichers, maximal 5.000 Euro. Bedingungen sind, dass

  • der Speicher gemeinsam mit einer Photovoltaikanlage angeschafft oder zugleich die Leistung einer bestehenden Dachanlage mindestens verdoppelt wird,
  • der Speicher eine Zeitwertersatzgarantie von mindestens zehn Jahren und eine Speicherkapazität von mindestens 2 Kilowattstunden hat,
  • Sie die Photovoltaikanlage auf einem Dach errichten und diese maximal 30 Kilowatt Leistung hat,
  • Photovoltaikanlage und Speicher in einem Verhältnis von mindestens 1,2 Kilowatt Leistung zu 1 Kilowattstunde Speicherkapazität stehen,
  • Sie mit höchstens 50 Prozent Nennleistung der PV-Anlage ins öffentliche Stromnetz einspeisen und mindestens 50 Prozent des Solarstroms selbst verbrauchen und
  • der Speicher mindestens fünf Jahre installiert bleibt.

Installieren Sie zusätzlich eine Ladestation für Elektrofahrzeuge mit mindestens 3,7 Kilowatt Leistung, gibt es einen einmaligen Bonus von 1.000 Euro.

Einen Förderantrag stellen Sie vor dem Kauf der Anlagen beim Landesverwaltungsamt in Halle. Allerdings sind die Fördermittel für 2020 bereits ausgeschöpft. Der nächste Stichtag für die Antragstellung ist der 31. März 2021. Bereits gestellte Anträge, die 2020 nicht mehr berücksichtigt wurden, wandern in die Vergaberunde für 2021. Die Antragsformulare können Sie hier herunterladen. 

Berlin bezuschusst Speicher

Mit dem Stromspeicher-Förderprogramm bezuschusst das Land Berlin Batteriespeicher. In der aktuellen Corona-Krise müssen Antragsteller mit einer längeren Bearbeitungszeit rechnen. Eine Förderng erhält, wer folgende Bedingungen erfüllt:

  • der Speicher wird zusammen mit einer neuen Photovoltaikanlage installiert,
  • bleibt mindestens drei Jahre in Betrieb und weist eine Zeitwertersatzgarantie von mindestens zehn Jahren auf und
  • die Photovoltaikanlage muss entweder fernsteuerbar sein oder darf mit maximal 50 Prozent ihrer Nennleistung ins Stromnetz einspeisen. Diese Leistungsbegrenzung ist über die gesamte Lebensdauer der PV-Anlage einzuhalten.

Erfüllen Sie die Voraussetzungen, können Sie pro Kilowattstunde Speicherkapazität 300 Euro bekommen. Maximal sind 15.000 Euro möglich, wenn jeder Kilowattstunde Speicherkapazität mindestens 1,2 Kilowatt PV-Leistung gegenüberstehen.

Förderanträge sind beim IBB Business Team zu stellen – bevor Sie die Anlagen gekauft haben. Dazu müssen Sie sich zunächst für das elektronische Antragsverfahren anmelden, können aber alle erforderlichen Unterlagen online hochladen und übermitteln. Eine kostenlose erste Beratung zur Anschaffung von Speichern bietet das vom Land geförderte Solarzentrum Berlin.

Neue Zuschussrunde in Brandenburg noch nicht angelaufen

Brandenburg fördert seit 1. November 2019 mit dem Kleinspeicher-Programm den Kauf von Batteriespeichern, damit Betreiber von Photovoltaikanlagen ihren Eigenverbrauch erhöhen können. Die erste Runde der Antragstellung ist abgeschlossen und die nächste Runde noch nicht angelaufen – sobald sie startet, können Sie einen neuen Förderantrag einreichen.

Ob Sie den Speicher zusammen mit der PV-Anlage kaufen oder ihn zu einer bestehenden Solaranlage nachrüsten, ist egal. Der Zuschuss beträgt 10 bis 30 Prozent der Kosten für den Kauf und die Installation eines Stromspeichers und des zugehörigen Wechselrichters sowie der Geräte zur Anlagenüberwachung – und ist abhängig von der Eigenverbrauchsquote. Maximal können Sie 3.000 Euro erhalten. Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:

  • rein rechnerisch deckt Ihre Photovoltaikanlage mindestens 50 Prozent Ihres Strombedarfs,
  • Sie können mindestens 30 Prozent des eigenen Solarstroms selbst verbrauchen,
  • die Photovoltaikanlage speist mit maximal 50 Prozent ihrer Nennleistung ins Stromnetz ein,
  • Sie wohnen mit Hauptwohnsitz im Gebäude und der Betrieb der PV-Anlage ist die einzige selbstständige Tätigkeit, die von einer Person im Haus ausgeübt wird,
  • der Speicher muss mindestens fünf Jahre installiert bleiben.

Über das ILB-Kundenportal können Sie einen Antrag auf Förderung einreichen. Haben Sie bereits eine Speicherförderung in Brandenburg in den vergangenen Jahren erhalten, sind Sie von einer erneuten Förderung ausgeschlossen.

Rheinland-Pfalz unterstützt Speicherkauf

Über das Solar-Speicher-Programm unterstützt Rheinland-Pfalz Haushalte bei der Anschaffung von Batteriespeichern. Die Förderung können Sie erhalten, wenn

  • Sie den Speicher zusammen mit einer Photovoltaikanlage anschaffen,
  • die Photovoltaikanlage mindestens 5 Kilowatt Leistung hat,
  • der Speicher über mindestens 5 Kilowattstunden Speicherkapazität und eine Zeitwertersatzgarantie von zehn Jahren verfügt und
  • Sie den Speicher mindestens zehn Jahre betreiben.

Pro Kilowattstunde Speicherkapazität zahlt Rheinland-Pfalz einen Zuschuss von 100 Euro – aufgrund der Mindestgröße der Anlage also mindestens 500 Euro. Maximal gibt es 1.000 Euro je Vorhaben.

Ehe Sie einen Auftrag zur Installation einer Anlage erteilen oder diese kaufen, müssen Sie den Förderantrag stellen. Diesen schicken Sie an die Energieagentur Rheinland-Pfalz, am besten auf dem digitalen Weg – aufgrund der Corona-Pandemie arbeiten viele Mitarbeiter der Agentur inzwischen im Homeoffice. Die Antragsunterlagen finden Sie auf der Website der Agentur.

Antragsstopp für Stromspeicher in Schleswig-Holstein

Seit Juni 2020 fördert Schleswig-Holstein Batteriespeicher, die Solarstrom aus einer neuen oder bestehenden Photovoltaikanlage speichern. Seit Ende August besteht allerdings ein Antragsstopp. Die Fördermittel im Programm Klimaschutz für Bürgerinnen und Bürger sind begrenzt. Im Spätherbst 2020 sollen erneut Mittel bereitstehen und Förderanträge neu gestellt werden können.

Wer eine Förderung erhalten will, braucht eine PV-Anlage mit mindestens 5 Kilowatt Leistung. Der geförderte Speicher muss mindestens 3 Kilowattstunden Speicherkapazität aufweisen. Ob es sich um einen Lithium-Ionen-Speicher, eine Redox-Flow-Batterie oder eine Salzwasserbatterie handelt, ist egal.

Wenn Sie wieder einen Förderantrag einreichen können, dann für einen Speicher, den Sie zwischen Januar 2020 und Dezember 2022 angeschafft haben. Der Zuschuss beträgt 800 Euro für den Speicher und 200 Euro für seine Installation. Sie bekommen insgesamt aber höchstens die Hälfte der Kosten für Speicher und Installation erstattet. Errichten Sie die zugehörige PV-Anlage neu, steigt der Zuschuss auf insgesamt 1.200 Euro oder 75 Prozent der Kosten.

Welche Kommunen fördern Anlagen zum Eigenverbrauch?

Manche Städte fördern die Installation von Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern oder nur eins von beidem. Für unsere Übersicht erheben wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Städte sind alphabetisch geordnet.

Fördergelder für kleine PV-Anlagen in Aachen 

Die Installation von kleinen Photovoltaikanlagen auf Hausdächern und an Fassaden in Aachen unterstützt die Stadt seit August 2020. Den Zuschuss gibt es unter folgenden Voraussetzungen:

  • die PV-Anlage hat zwischen 1 und 10 Kilowatt Leistung und
  • es handelt sich um eine neue Anlage, die ans Stromnetz gekoppelt wird.

Wie viel Zuschuss Sie erhalten, richtet sich nach der Leistung der Anlage: Für 1 bis 2 Kilowatt gibt es 500 Euro, bei bis zu 5 Kilowatt 750 Euro und für Anlagen mit bis zu 10 Kilowatt Leistung zahlt Aachen pauschal 1.000 Euro. Den Antrag stellen Sie, bevor Sie einen Kaufvertrag für die Anlage abschließen. Das Antragsformular stellt Aachen auf seiner Internetseite bereit.

Braunschweig unterstützt den Bau von Solaranlagen und Speichern

Braunschweig bezuschusst Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher in der Stadt, wenn Ihnen das Haus oder Grundstück gehört oder Sie es gemietet oder gepachtet haben. Für PV-Anlagen bis 10 Kilowatt Leistung erhalten Sie pauschal 500 Euro, für größere Anlagen 1.000 Euro. Stecker-Solar-Module sind von der Förderung ausgenommen.

Wollen Sie einen Batteriespeicher anschaffen, können Sie einen Zuschuss von pauschal 500 Euro bekommen. Folgende Bedingungen müssen erfüllt sein:

  • der Speicher hat mindestens 3 Kilowattstunden Speicherkapazität,
  • Sie schaffen den Speicher entweder zusammen mit einer neuen PV-Anlage an oder rüsten ihn zu einer seit 2013 in Betrieb gegangenen PV-Anlage nach,
  • der Speicher hat eine Zeitwertersatzgarantie von mindestens zehn Jahren und ist mindestens fünf Jahre lang zu betreiben.

Den Förderantrag stellen Sie, bevor Sie einem Installateur einen Auftrag erteilt haben. Die Formulare sind an den Fachbereich Stadtplanung und Umweltschutz zu senden. Planen Sie eine Anlage zu bauen, dann beeilen Sie sich mit dem Förderantrag: Zuschüsse gibt es nur, so lange der Fördertopf nicht ausgeschöpft ist.

Düsseldorf hilft beim Kauf von PV-Anlagen und Batteriespeichern

Die Installation einer neuen Photovoltaikanlage unterstützt die Stadt Düsseldorf seit April 2020 – auf Neubauten und Altbauten, wenn die Anlage maximal 30 Kilowatt Leistung hat. Auch für eine steckerfertige Solarstromanlage, die Sie an eine Steckdose schließen, erhalten Sie Zuschüsse. Voraussetzung ist, dass die verwendeten Solarmodule nach den geltenden IEC-Normen zertifiziert sind (IEC 61730 sowie IEC 61215 oder IEC 61646) und die technischen Vorgaben beim Anschluss ans Stromnetz eingehalten werden.

Die Höhe des Zuschusses hängt von der Anlagengröße ab. Es gibt

  • bis 1 Kilowatt Leistung: 500 Euro,
  • bis 5 Kilowatt Leistung: 1.000 Euro,
  • bis 10 Kilowatt Leistung: 1.500 Euro und
  • bis 30 Kilowatt Leistung: 7,5 Prozent der Brutto-Investitionskosten.

Wer den Solarstrom als Mieterstrom liefern will, bekommt zusätzlich die notwendige Messtechnik gefördert. 

Wollen Sie zur Photovoltaikanlage auch einen Batteriespeicher anschaffen, zahlt Ihnen Düsseldorf 20 Prozent der Brutto-Investitionskosten – sowohl, wenn Sie beide Anlagen neu anschaffen, als auch wenn Sie den Speicher zu einer seit April 2012 betriebenen PV-Anlage nachrüsten. Die PV-Anlage darf dabei nur maximal 30 Kilowatt Leistung haben. Weitere Bedingungen sind:

  • es werden nur Lithium-Ionen-Systeme gefördert
  • wechselstromseitige Anbindung an die PV-Anlage
  • fachgerechte Installation (Nachweis durch Speicherpass)
  • notwendige Messtechnik zur Erfassung relevanter Strommengen
  • die PV-Anlage darf mit maximal 50 Prozent Nennleistung Strom ins öffentliche Netz speisen

Die Zuschüsse gibt es über das Förderprogramm Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten in Düsseldorf. Einen Antrag stellen Sie, bevor Sie eine Installationsfirma beauftragt oder eine Stecker-Solaranlage gekauft haben. Das Antragsformular stellt das Umweltamt der Stadt auf seiner Internetseite bereit.

Freiburg fördert Speicher, Stecker-Solar-Module und Steuerberatung

Die Stadt Freiburg fördert über das Programm Klimafreundlich wohnen Batteriespeicher aus Lithium-Ionen-Zellen, die gemeinsam mit einer Photovoltaikanlage neu angeschafft werden. 150 Euro Zuschuss pro Kilowattstunde Speicherkapazität zahlt die Stadt, sofern die PV-Anlage mindestens 1,25 Kilowatt Leistung je Kilowattstunde Speicherkapazität hat. Maximal können es 1.500 Euro sein.

Zu beantragen sind die Fördermittel bis zu sechs Monate nach Installation der jeweiligen Anlage. Die Formulare für Förderanträge stehen zum Download bereit, sind auszufüllen und an das Umweltschutzamt Freiburg zu senden. Erst wenn alle Unterlagen vorliegen, bearbeitet die Stadt den Antrag.

Darüber hinaus bietet Freiburg eine kostenlose Beratung für alle, die sich für den Betrieb einer Photovoltaikanlage interessieren. Für Stecker-Solar-Module gibt es eine pauschale Förderung von 200 Euro. Auch wer sein Dach mit so viel Photovoltaik-Leistung belegt, dass er seine Wärmeversorgung zu mindestens 15 Prozent mit Solarstrom deckt, kann einen Zuschuss erhalten – das sind 150 Euro pro Kilowatt Leistung. Maximal können es 1.500 Euro sein. Das Erstellen der ersten Steuererklärung zur Solaranlage fördert die Stadt mit 500 Euro.

Köln reizt Bau von PV-Anlagen an

Köln gibt Zuschüsse für die Installation von Photovoltaikanlagen bis 30 Kilowatt Leistung. Über das Förderprogramm Altbausanierung und Energieeffizienz – klimafreundliches Wohnen zahlt die Stadt pro installiertes Kilowatt 150 Euro, maximal also 4.500 Euro. Bedingung ist unter anderem, dass Sie nach IEC-Norm geprüfte Solarmodule nutzen und der Installationsbetrieb nach den anerkannten Regeln der Technik arbeitet.

Den Antrag auf Förderung stellen Sie, nachdem Sie Angebote eingeholt haben. Nach Bewilligung können Sie die Anlage installieren lassen. Die Fördermittel zahlt die Stadt Köln aber erst nach Inbetriebnahme. Als Nachweis müssen Sie das Inbetriebnahme-Protokoll oder einen Anlagenpass einreichen.

Finanzspritze für PV-Anlagen und Speicher in München

Die Stadt München hat im April 2019 das Förderprogramm Energieeinsparung gestartet. Es unterstützt Einwohner der Stadt unter anderem bei der Anschaffung von Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern.

Für neu installierte, netzgekoppelte Solarstromanlagen gibt es 100 bis 200 Euro je Kilowatt Leistung für die ersten 30 Kilowatt einer Anlage. Für Systeme, die an der Fassade montiert werden, gibt es 300 bis 400 Euro je Kilowatt Leistung.

Neue, fest installierte Batteriespeicher fördert die Stadt, wenn sie der Eigenversorgung dienen und wenn es sich um Salzwasserbatterien oder Lithium-Ionen-Batterien handelt. Außerdem muss die Batterie eine Notstromfunktion haben – bei Stromausfall funktioniert dann trotzdem noch ein Teil des Hausnetzes. Der Zuschuss liegt bei 300 Euro je Kilowattstunde Speicherkapazität – maximal darf es die Hälfte der förderfähigen Investitionskosten sein. Kann die Batterie in den Inselbetrieb schalten und das gesamte Hausnetz unabhängig vom Stromnetz betreiben, gibt es einen Bonus in Höhe von 500 Euro.

Einen Förderantrag stellen Sie online und zwar, ehe Sie ein Installationsunternehmen beauftragen. Sie haben anschließend zwei Jahre Zeit, die Anlage errichten zu lassen. Bis 31. März 2022 können Sie einen Antrag auf Förderung stellen.

Münster bezuschusst Lithium-Ionen-, Salzwasser- und Redox-Flow-Batterien

In Münster gibt es seit Juni 2018 ein Förderprogramm zur Anschaffung neuer Batteriespeicher. Seit Mai 2020 können Einwohner der Stadt für Speicher mit Lithium-Ionen-Zellen pauschal 750 bis 1.500 Euro Zuschuss erhalten. Für Salzwasserbatterien und Redox-Flow-Batterien sogar 1.500 bis 3.000 Euro.

Die Förderung erhalten Sie unter diesen Voraussetzungen:

  • Sie errichten den Speicher zusammen mit einer netzgekoppelten Photovoltaikanlage auf Ihrem Wohngebäude oder auf dem Grundstück Ihres Wohngebäudes,
  • die Solarstromanlage hat zwischen 5 und 30 Kilowatt Leistung und
  • sie speist den erzeugten Strom mit maximal 60 Prozent dieser Leistung ins Netz und
  • der Speicher hat eine Zeitwertersatzgarantie von mindestens zehn Jahren und
  • der Speicher entspricht entweder dem Sicherheitsleitfaden für Lithium-Ionen-Batterien oder der Anwendungsregel VDE-AR-E 2510-50 (für die Sicherheit stationärer Batteriesysteme).

Den Förderantrag können Sie beim Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit herunterladen. Sie reichen ihn schriftlich beim Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung ein – bevor Sie einen Auftrag zur Installation der Anlagen erteilten.

Autor
Ines Rutschmann

Stand: 05. Oktober 2020


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