Photovoltaik-Förderung

Diese Zuschüsse gibt es für Deine Photovoltaik-Anlage

Benjamin Weigl
Finanztip-Experte für Energie

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Vergütung für Solarstrom aus neuen PV-Anlagen ist im Juli 2022 gestiegen – für Eigenverbraucher als auch Volleinspeiser.
  • Wenn Du eine Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge und einen Batteriespeicher kaufen willst, bekommst Du zinsgünstige Kredite und Zuschüsse.
  • Förderprogramme für Batteriespeicher sind auf Bundesländer oder Kommunen beschränkt.
  • Eine Förderung ist meist an Bedingungen geknüpft, beispielsweise bei der Betriebsdauer, Leistung oder Stromeinspeisung ins öffentliche Netz.

So gehst Du vor

  • Prüfe, welche Förderprogramme für Dich in Frage kommen.
  • Beachte: Den Antrag auf Zuschuss für eine Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge oder einen Batteriespeicher musst Du häufig stellen, bevor Du die Anlage kaufst. Hast Du einen Förderbescheid erhalten, kannst Du dann den Kaufvertrag abschließen.
  • Auch um den von uns emp­foh­lenen Kredit bei der KfW musst Du Dich vor dem Kauf kümmern.

Willst Du Dich selbst mit Solarstrom versorgen oder ihn verkaufen, musst Du mehrere Tausend Euro in eine Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge investieren. Für einen Batteriespeicher zur Eigenversorgung ist ebenfalls ein vierstelliger Betrag einzuplanen. Der Staat hilft Dir aber bei der Finanzierung: Er gibt zinsgünstige Kredite und Tilgungszuschüsse.

So viel sparst Du mit einer Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge

Eine kleine Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge rechnet sich auf den meisten Hausdächern: Entweder, weil Du den Strom gewinnbringend ins öffentliche Stromnetz einspeist oder weil Du Deinen Strom teilweise selbst nutzt und so Kosten sparst. Eine Kilowattstunde Solarstrom aus einer preiswerten neuen Anlage kostet Dich nur 12 bis 16 Cent – für Strom aus der Steckdose zahlst Du das Dreifache.

Rund 30 Prozent des Stroms kannst Du direkt verbrauchen. Angenommen, Du benötigst jedes Jahr 4.000 Kilowattstunden, dann kann Dir die eigene Solarstromanlage locker 1.200 davon liefern. Ersparnis: Etwa 350 Euro pro Jahr, je nachdem, wieviel Du für den Strom aus dem öffentlichen Netz zahlst. Weil die Sonnenstunden über das Jahr stark schwanken, wirst Du nur schwer das ganze Jahr Deinen eigenen Strom vollständig verbrauchen können. Im Sommer wirst Du mehr Strom ins öffentliche Netz einspeisen als im Winter.

Den Solarstrom, den Du nicht selbst verbrauchst, kannst Du ins Stromnetz einspeisen. Rund 230 Euro zahlt Dir der Netzbetreiber für die 2.800 Kilowattstunden seit 30. Juli 2022, vorbehaltlich einer noch ausstehenden Zustimmung der Europäischen Kommission zu dem im Juli geänderten Erneuerbare-Energien-Gesetz, in dem die Einspeisevergütung fixiert ist. Diese gilt 20 Jahre lang. Speist Du die 4.000 Kilowattstunden komplett ein, erhältst Du 520 Euro. 

Um von eigenem Solarstrom zu profitieren, musst Du aber zuerst investieren: Mindestens 1.200 Euro pro Kilowatt Leistung (netto) sind einzuplanen, wenn Du eine PV-Anlage kaufst. Dabei gilt: Je kleiner die Anlage ist, desto höher sind die Kosten. Ab 10 Kilowatt Leistung können die Anlagen 1.200 Euro oder auch weniger pro Kilowatt Leistung kosten. Sind sie kleiner, ist es eher mehr.

Mehr als 1.600 Euro pro Kilowatt solltest Du aber für eine Anlage zur Eigenversorgung nicht zahlen. Die Anlage im Beispiel sollte 4 Kilowatt Leistung haben – dann betragen die Investitionskosten etwa 6.000 Euro. Ein kleiner Batteriespeicher kostet zusätzlich mehrere Tausend Euro. Er sorgt dafür, dass Du mindestens 50 Prozent Deines Solarstroms selbst nutzen kannst.

Willst Du Deinen Strom komplett einspeisen, machst Du umso mehr Gewinn, je günstiger Du kaufst und je niedriger Deine Betriebskosten sind.

Mehr dazu im Ratgeber PV-Anlage kaufen

  • Hole mehrere Angebote für eine PV-Anlage ein und vergleiche diese.
  • Über eine Portalabfrage erhältst Du Kontakt zu mehreren Installationsfirmen gleichzeitig. Wir empfehlen selfmade-energy und photovoltaik-angebotsvergleich
  • Prüfe, ob ein Angebot für dich wirtschaftlich ist. Wie Du dazu vorgehst, erfährst Du im Ratgeber.
  • Liegt Dir nach einer Portalabfrage kein wirtschaftliches Angebot vor, hole weitere Angebote ein.

Zum Ratgeber

Staatliche Förderprogramme helfen Dir, die Investition zu schultern. Unser Ratgeber informiert Dich über bundesweite Programme und solche, die auf einzelne Bundesländer oder einzelne Kommunen beschränkt sind. Nutzt Du den Fördermittel-Check des gemeinnützigen Online-Portals CO2online, erhältst Du auch Hinweise zu Zuschüssen beim Heizungsumbau oder bei der energetischen Sanierung Deines Hauses.

Welche Förderung gibt es bundesweit für Solaranlagen?

Bundesweit hast Du Anspruch auf die Einspeisevergütung für Solarstrom, den Du ins öffentliche Netz speist. Für Anlagen bis 10 Kilowatt Leistung, die nach dem 29. Juli 2022 in Betrieb gehen, bekommst Du 8,2 Cent pro Kilowattstunde. Der Netzbetreiber vergütet Dir den jeweiligen Satz für Deinen Strom 20 Jahre lang.

Bis 40 Kilowatt Leistung liegt der Vergütungssatz künftig bei 7,1 Cent und bis ein Megawatt bei 5,8 Cent pro Kilowattstunde. Die Sätze gelten für alle Anlagen, die bis Januar 2024 in Betrieb gehen. Danach soll sich die Vergütung nur noch im halbjährlichen Rhythmus verringern.

Außerdem gibt es seit 30. Juli 2022 eigene Vergütungssätze für die Volleinspeisung von Solarstrom – nämlich 13 Cent pro Kilowattstunde bis 10 Kilowatt Leistung und 10,9 Cent pro Kilowattstunde bis 100 Kilowatt Leistung. Die Sätze erhöhen sich noch einmal um jeweils 0,4 Cent pro Kilowattstunde, wenn Du Dir einen Abnehmer für den eingespeisten Strom suchst, einen sogenannten Direktvermarkter. Die Volleinspeisung dürfte sich damit in der Regel stärker lohnen als die Eigenversorgung. 

Günstige Kredite für Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen und Batteriespeicher

Die staatliche KfW-Bankengruppe hat zur Förderung von Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen und Batteriespeichern das Programm Erneuerbare Energien 270 aufgelegt. Es ermöglicht, die Anlagen zinsgünstig zu finanzieren, egal wo Du wohnst. 2021 erhielten rund 6.400 Antragsteller für PV-Anlagen auf Dächern eine Zusage über Kredite in Höhe von rund 300 Millionen Euro.

Du kannst ein Darlehen zur Finanzierung einer PV-Anlage allein, mitsamt Batteriespeicher oder nur für einen Batteriespeicher beantragen. Gefördert werden neben den reinen An­schaf­fungs­kos­ten auch die Kosten für Planung, Projektierung und Installation der Anlage. Auch für gebrauchte Anlagen gibt es Kredite, wenn die Anlage entweder noch kein volles Jahr am Netz ist oder wenn Du eine ältere Anlage so modernisierst, dass sich ihre Leistung erhöht.

Die Förderkredite haben Laufzeiten zwischen fünf und 30 Jahren. Der effektive Jahreszins beträgt im August 2022 im günstigsten Fall 2,46 Prozent, ist aber abhängig von der Dauer der Zinsbindung sowie von der Bonität des Antragstellers. Letztere ermittelt die Hausbank, über die auch der Kreditvertrag abgeschlossen wird. Auf der Website der KfW findest Du die aktuellen Konditionen der KfW-Kredite und die Details der Abwicklung.

Willst Du das Programm nutzen, wende Dich vor dem Kauf der Anlage an Deine Hausbank. Sie reicht Deinen Antrag bei der KfW ein und schließt nach der Bewilligung den Kreditvertrag mit Dir. Kreditinstitute, die das Programm 270 unterstützen, sind etwa einige Sparkassen, die Commerzbank und die Deutsche Bank (ab 25.000 Euro Kreditvolumen).

KfW
Förderbank im Besitz von Bund und Ländern
  • Darlehen für die Errichtung, Erweiterung oder den Erwerb von Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen, Batteriespeichern, solarthermischen Anlagen und Biomasseheizanlagen
  • meist günstigere Zinssätze als marktüblich
  • komplette Fremdfinanzierung von Projekten möglich
Zum Anbieter

Welche Bundesländer fördern Solaranlagen und Speicher?

Bundesländern steht es frei, eigene Förderprogramme aufzulegen. Die meisten Bundesländer (Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein) förderten in der Vergangenheit vor allem die Anschaffung von Batteriespeichern. Diese Programme sind aber bis auf eines in Thüringen und eines in Berlin ausgelaufen. Dafür gibt es aber auch Programme auf kommunaler Ebene – mehrere Großstädte bezuschussen den Bau von PV-Anlagen.

Bedingung ist bei jedem Förderprogramm, dass die Anlagen mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden und im jeweiligen Bundesland installiert sind. Das bedeutet: Nur wer im entsprechenden Bundesland eigenen Solarstrom verwenden will, kann sich für die Programme bewerben.

Berlin fördert ab September 2022 PV-Anlagen und Speicher

Der Berliner Senat hat im Juli 2022 das Solar-Plus-Programm beschlossen. Ab 1. September kannst Du einen Förderantrag stellen. Bezuschusst wird der Kauf eines Batteriespeichers und einen Teil der Mehrkosten von Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen, die statt auf dem Dach an der Fassade oder an denkmalgeschützten Häusern installiert werden. Diese Fördersätze gibt es:

  • Speicher in Ein- oder Zweifamilienhäusern: 300 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität, maximal 15.000 Euro
  • Speicher in Mehrfamilienhäusern: bis zu 65 Prozent der Kosten für Anschaffung und Installation, maximal 30.000 Euro
  • PV-Anlage auf denkmalgeschütztem Gebäude: bis zu 65 Prozent der Mehrkosten gegenüber den Kosten für ein nicht denkmalgeschütztes Gebäude
  • PV-Fassadenanlage auf Bestandsgebäude: bis zu 65 Prozent der Mehrkosten gegenüber einer Aufdachanlage

Darüber hinaus fördert das Programm die Erstberatung beim Steuerberater pauschal mit 226,10 Euro, die Erstellung eines Dachgutachtens und die Kosten für den Umbau von Messplätzen wie den Einbau eines neuen Zählerschranks.

Antragsberechtigt bist Du als Hauseigentümer. Gehört Dir eine Wohnung, kann Deine Hausverwaltung den Antrag stellen. Ab 1. September nimmt die Investitionsbank Berlin-Brandenburg (IBB) Anträge in Papierform entgegen. Anschließend kannst den Kaufvertrag eingehen. Ab November soll ein Online-Portal zur Beantragung von Mitteln bereitstehen. 

Förderstopp ­in Thüringen seit 4. April 2022

Thüringen fördert sowohl neue Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen in Verbindung mit Batteriespeichern als auch nur die Installation von Batteriespeichern. Die Anlagen müssen sich dabei in Thüringen befinden und der Eigenversorgung mit Solarstrom dienen. Seit 4. April 2022 besteht wieder ein Antragsstopp. Sobald neue Mittel eingestellt sind, geht es weiter.

Hast Du bis Anfang April 2022 einen Antrag gestellt, erhältst Du die Förderung, wenn Du eine neue Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge mitsamt einem Batteriespeicher errichtest und mindestens 60 Prozent des erzeugten Solarstroms selbst verbrauchst. Der Zuschuss für natürliche Personen beträgt

  • 900 Euro pro Kilowatt Leistung für Anlagen bis 4 Kilowatt Leistung und
  • 4.000 Euro für Anlagen ab 5 Kilowatt Leistung.

Für einen Batteriespeicher – egal ob gemeinsam mit der PV-Anlage angeschafft oder zu einer bestehenden nachgerüstet – gibt es 200 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität, wenn der Speicher maximal 10 Kilowattstunden Speicherkapazität hat. Bei größeren Geräten beträgt der Zuschuss bis zu 20 Prozent der Investitionssumme. Die Ausgaben für den Speicher müssen mindestens 1.000 Euro betragen.

Förderanträge für das Programm Solar Invest hat die Thüringer Aufbaubank entgegengenommen. Hast Du den Zuwendungsbescheid erhalten, kannst Du eine Firma mit der Installation der Anlage beauftragen. Neben Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen und Batteriespeichern gibt es auch Zuschüsse für thermische Speicher.

Finanztip – jetzt auch als App!

Finanzen kannst Du selbst – und mit unserer App ab jetzt noch besser: Wir liefern Dir täglich die wichtigsten Infos, Nachrichten und Schnäppchen für Dein Geld.

Hol Dir die App

Welche Kommunen fördern Anlagen zum Eigenverbrauch?

Einige Städte fördern die Installation von Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen und Batteriespeichern oder nur eins von beidem. Für unsere Übersicht erheben wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Städte sind alphabetisch geordnet.

Fördergelder für kleine PV-Anlagen in Aachen 

Die Installation von kleinen Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen auf Hausdächern und an Fassaden in Aachen unterstützt die Stadt seit August 2020. Den Zuschuss gibt es unter folgenden Voraussetzungen:

  • Die PV-Anlage hat zwischen 1 und 10 Kilowatt Leistung und
  • es handelt sich um eine neue Anlage, die ans Stromnetz gekoppelt wird.

Wie viel Zuschuss Du erhältst, richtet sich nach der Leistung der Anlage: Für 1 bis 2 Kilowatt gibt es 500 Euro, bei bis zu 5 Kilowatt 750 Euro und für Anlagen mit bis zu 10 Kilowatt Leistung zahlt Aachen pauschal 1.000 Euro. Den Antrag stellst Du, bevor Du einen Kaufvertrag für die Anlage abschließt. Das Antragsformular stellt Aachen auf seiner Internetseite bereit.

Zuschüsse für Balkonanlagen und netzgekoppelte Systeme in Bonn

Mit der Förderung „Photovoltaik” will die Stadt Bonn den Ausbau von PV-Anlagen im Stadtgebiet vorantreiben. Und zwar sowohl Systeme, die auf einem Dach oder an der Fassade montiert und mit dem Stromnetz direkt verbunden sind, als auch kleinere Balkonanlagen. Die Förderhöhe beträgt

  • für netzgekoppelte Anlagen bis 30 Kilowatt Leistung 100 Euro pro Kilowatt und
  • für Stecker-Solargeräte 50 Euro pro Modul.

Wird das Dach zusätzlich begrünt, gibt es einen Bonus von 50 Euro pro Kilowatt. Bei PV-Anlagen auf Mehrfamilienhäusern zur Versorgung der Mieter mit Solarstrom erhöht sich die Förderung um 100 Euro pro Kilowatt Leistung.

Die Förderung beantragst Du, ehe Du einen Vertrag mit einem Installationsunternehmen eingehst. Du reichst Dein Dir vorliegendes Angebot gemeinsam mit dem Antrag beim Programmbüro klimaneutrales Bonn ein. Den Antrag kannst Du im Internet herunterladen.

Antragsstopp in Braunschweig

Braunschweig bezuschusst Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen und Batteriespeicher in der Stadt, wenn Dir das Haus oder Grundstück gehört oder Du es gemietet oder gepachtet hast. Bis Sommer 2022 sind so viele Anträge eingegangen, dass keine weiteren in diesem Jahr noch angenommen werden. Die Stadt plant, das Förderprogramm 2023 weiterzuführen.

Folgende Fördersätze gelten 2022:

  • Für PV-Anlagen zwischen 1 bis 10 Kilowatt Leistung pauschal 700 Euro.
  • Für PV-Anlagen ab 10 bis 15 Kilowatt Leistung pauschal 1.100 Euro.
  • Für PV-Anlagen ab 15 Kilowatt Leistung pauschal 1.500 Euro.
  • Mieterstromanlagen fördert Braunschweig pauschal mit 2.000 Euro sowie mit zusätzlich 200 Euro pro installiertem Kilowatt Leistung.
  • Für Fassadenanlagen und für PVT-Module (kombinierte Photovoltaik- und solarthermische Module) gibt es zusätzlich einen Bonus in Höhe von 500 Euro pro Kilowatt Leistung.

Rüstest Du einen Batteriespeicher zu einer bestehenden Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge nach, kannst Du 500 Euro erhalten. Folgende Bedingungen gelten dabei:

  • Der Speicher hat eine Zeitwertersatzgarantie von mindestens zehn Jahren und
  • verfügt über mindestens 3 Kilowattstunden Speicherkapazität.

Den Förderantrag konntest Du 2022 stellen, nachdem Du einen Auftrag erteilt hattest oder dies plantest. Abgeschlossen sein muss die Errichtung der Anlage aber bis 31. Dezember 2022. Die Formulare sind an den Fachbereich Stadtplanung und Umweltschutz zu senden.

Düsseldorf hilft beim Kauf von PV-Anlagen und Batteriespeichern

Die Installation einer neuen Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge unterstützt die Stadt Düsseldorf seit April 2020 – auf Neubauten und Altbauten, wenn die Anlage maximal 30 Kilowatt Leistung hat. Auch für eine steckerfertige Solarstromanlage, die Du an eine Steckdose schließt, erhältst Du Zuschüsse. Voraussetzung ist, dass die verwendeten Solarmodule nach den geltenden IEC-Normen zertifiziert sind (IEC 61730 sowie IEC 61215 oder IEC 61646) und die technischen Vorgaben beim Anschluss ans Stromnetz eingehalten werden.

Die Höhe des Zuschusses hängt von der Anlagengröße ab. Es gibt

  • bis 1 Kilowatt Leistung (steckerfertige PV-Anlage) 700 Euro,
  • bis 5 Kilowatt Leistung 1.300 Euro,
  • bis 10 Kilowatt Leistung 2.000 Euro und
  • bis 30 Kilowatt Leistung 10 Prozent der anrechenbaren Brutto-Investitionskosten.

Wer den Solarstrom als Mieterstrom liefern will, bekommt zusätzlich die notwendige Messtechnik gefördert. 

Willst Du zur Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge auch einen Batteriespeicher anschaffen, zahlt Dir Düsseldorf 20 Prozent der Brutto-Investitionskosten – sowohl, wenn Du beide Anlagen neu anschaffst, als auch wenn Du den Speicher zu einer seit April 2012 betriebenen PV-Anlage nachrüstest. Die PV-Anlage darf dabei nur maximal 30 Kilowatt Leistung haben. Weitere Bedingungen sind:

  • es werden nur Lithium-Ionen-Systeme gefördert
  • wechselstromseitige Anbindung an die PV-Anlage
  • fachgerechte Installation (Nachweis durch Speicherpass)
  • notwendige Messtechnik zur Erfassung relevanter Strommengen
  • die PV-Anlage darf mit maximal 50 Prozent Nennleistung Strom ins öffentliche Netz speisen

Die Zuschüsse gibt es über das Förderprogramm Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten in Düsseldorf. Einen Antrag stellst Du, bevor Du eine Installationsfirma beauftragst oder eine Stecker-Solaranlage gekauft hast. Das Antragsformular stellt das Umweltamt der Stadt auf seiner Internetseite bereit.

Essen hat Fördermittel für Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen ausgeschöpft

Die Stadt Essen hat das Anfang 2022 mit einem Fördertopf von 500.000 Euro gestartete und im Juli 2022 um weitere 300.000 Euro ergänzte Förderprogramm für 2022 geschlossen. Sämtliche Fördermittel wurden ausgeschöpft. In Essen konntest Du eine Förderung für netzgekoppelte Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen erhalten. Kauf und Installation unterstützte die Stadt in dieser Höhe:

  • 500 Euro für Anlagen mit 1 bis 2 Kilowatt Leistung,
  • 750 Euro für Anlagen mit mehr als 2 bis 5 Kilowatt Leistung,
  • 1.000 Euro für Anlagen mit mehr als 5 und bis 10 Kilowatt Leistung sowie
  • 100 Euro pro Kilowatt Leistung bei Anlagen mit mehr als 10 und bis 40 Kilowatt Leistung.

Für eine PV-Anlage auf einem Gründach oder an einer Fassade gab es einen Bonus von zusätzlich 100 Euro pro Kilowatt Leistung.

Freiburg fördert Speicher, Stecker-Solar-Module und Steuerberatung

Die Stadt Freiburg fördert über das Programm Klimafreundlich wohnen Batteriespeicher aus Lithium-Ionen-Zellen, die gemeinsam mit einer Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge neu angeschafft werden. 150 Euro Zuschuss pro Kilowattstunde Speicherkapazität zahlt die Stadt, sofern die PV-Anlage mindestens 1,25 Kilowatt Leistung je Kilowattstunde Speicherkapazität hat. Maximal können es 1.500 Euro sein.

Zu beantragen sind die Fördermittel bis zu sechs Monate nach Installation der jeweiligen Anlage. Die Formulare für Förderanträge stehen zum Download bereit, sind auszufüllen und an das Umweltschutzamt Freiburg zu senden. Erst wenn alle Unterlagen vorliegen, bearbeitet die Stadt den Antrag.

Darüber hinaus bietet Freiburg eine kostenlose Beratung für alle, die sich für den Betrieb einer Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge interessieren. Für Stecker-Solar-Module gibt es bis zu 200 Euro für den Anschluss an eine Wieland-Steckdose. Auch wer sein Dach mit so viel Photovoltaik-Leistung belegt, dass er seine Wärmeversorgung zu mindestens 15 Prozent mit Solarstrom deckt, kann einen Zuschuss erhalten – das sind 150 Euro pro Kilowatt Leistung. Maximal können es 1.500 Euro sein. Das Erstellen der ersten Steu­er­er­klä­rung zur Solaranlage fördert die Stadt mit 500 Euro.

Köln reizt Bau von PV-Anlagen an

Köln gibt Zuschüsse für die Installation von Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen bis 50 Kilowatt Leistung. Über das Förderprogramm Gebäudesanierung und erneuerbare Energien zahlt die Stadt pro installiertem Kilowatt 250 Euro. Bedingung ist unter anderem, dass Du nach IEC-Norm geprüfte Solarmodule nutzt und der Installationsbetrieb nach den anerkannten Regeln der Technik arbeitet. Für einen Batteriespeicher, den Du in Verbindung mit einer PV-Anlage installierst, gibt es 150 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität. Ein Antragsteller erhält maximal 30.000 Euro Zuschuss im Jahr und maximal 60 Prozent der Investitionskosten.

Den Antrag auf Förderung stellst Du online und zwar, ehe Du einen Auftrag erteilt hast. Nach Bewilligung kannst Du die Anlage installieren lassen. 

Finanzspritze für PV-Anlagen in München

Die Stadt München hat im April 2019 das Förderprogramm Energieeinsparung (FES) gestartet. Es unterstützt Einwohner der Stadt unter anderem bei der Anschaffung von Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen. Förderanträge können noch bis 4. Oktober 2022 gestellt werden. Ein anderes Förderprogramm löst das auslaufende FES ab. Das FES beinhaltet folgende Fördersätze:

Für neu installierte, netzgekoppelte Solarstromanlagen gibt es folgende Zuschüsse:

  • 200 Euro je Kilowatt Leistung für die ersten 10 Kilowatt der Anlage und
  • 100 Euro für jedes weitere Kilowatt Leistung bis insgesamt 30 Kilowatt.

Die Anlage kann dabei auch mehr als 30 Kilowatt Leistung betragen. Gefördert werden aber nur die ersten 30 Kilowatt. Maximal zahlt die Stadt München damit 4.000 Euro für eine Dachanlage. Für Anlagen, die an die Hausfassade montiert werden, gibt es zu den genannten Fördersätzen einen Zuschlag von 200 Euro pro Kilowatt. Für denkmalgeschützte Häuser 3.000 Euro, unabhängig von der Größe des PV-Systems.

Einen Förderantrag stellst Du online und zwar, ehe Du ein Installationsunternehmen beauftragst. Du hast anschließend zwei Jahre Zeit, die Anlage errichten zu lassen.

Das Nachfolgeprogramm zum FES, das Förderprogramm Klimaneutrale Gebäude (FKG), ist bereits Ende Juli 2022 in Kraft getreten. Neben der energetischen Sanierung von Gebäuden, dem Einbau von solarthermischen Anlagne und Wärmepumpen wird die Installation von netzgekoppelten und steckerfertigen PV-Anlagen gefördert:

  • netzgekoppelte PV-Anlagen auf Wohngebäuden: 300 Euro pro Kilowatt Leistung (ab Juli 2023 sinkt der Fördersatz alle sechs Monate)
  • Zuschlag für Anlagen auf denkmalgeschützen Häusern und dachintegrierte Anlagen: 400 Euro pro Kilowatt Leistung 
  • Zuschlag beim Kauf von Glas-Glas-Modulen: 50 Euro pro Kilowatt Leistung
  • Zuschlag bei Kombination mit einem Gründach: 100 Euro pro Kilowatt Leistung
  • Steckbare PV-Anlagen bis 600 Watt Leistung: 40 Cent pro Watt Leistung, maximal 50 Prozent der Investitionskosten 

Einen Förderantrag kannst Du ausschließlich online über ein Förderportal stellen. Sobald Du eine E-Mail erhältst, die Dir die Reservierung von Fördermitteln bestätigt, kannst Du einen Kaufvertrag eingehen.

Münster unterbricht Antragsannahme für Batteriespeicher ab Juli

In Münster gibt es seit Juni 2018 ein Förderprogramm zur Anschaffung neuer Batteriespeicher. Seit Mai 2020 können Einwohner der Stadt für Speicher mit Lithium-Ionen-Zellen pauschal 750 bis 1.500 Euro Zuschuss erhalten. Für Salzwasserbatterien und Redox-Flow-Batterien sogar 1.500 bis 3.000 Euro. Wer 2022 profitieren wollte, konnte bis 30. Juni einen Antrag einreichen. Seit Juli besteht ein Förderstopp.

Die Förderung erhältst Du unter diesen Voraussetzungen:

  • Du errichtest den Speicher zusammen mit einer netzgekoppelten Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge auf Deinem Wohngebäude oder auf dem Grundstück Deines Wohngebäudes,
  • die Solarstromanlage hat zwischen 5 und 30 Kilowatt Leistung und
  • sie speist den erzeugten Strom mit maximal 60 Prozent dieser Leistung ins Netz und
  • der Speicher hat eine Zeitwertersatzgarantie von mindestens zehn Jahren und
  • der Speicher entspricht entweder dem Sicherheitsleitfaden für Lithium-Ionen-Batterien oder der Anwendungsregel VDE-AR-E 2510-50 (für die Sicherheit stationärer Batteriesysteme).

Den Förderantrag konntest Du bis Ende Juni beim Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit herunterladen und schriftlich beim Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung einreichen – bevor Du einen Auftrag zur Installation der Anlagen erteilt hast. Das Förderprogramm soll nach der Unterbrechung fortgeführt werden.

Münster fördert auch die Installation von Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen an Hausfassaden, auf Mehrfamilienhäusern und begrünten Dächern. Pro Kilowatt erstmals installierter Leistung gab es bisher 300 Euro.

Stuttgart unterstützt Bau von PV-Anlagen, Speichern und Wallboxen

Die Stadt Stuttgart hat im November 2020 die Solaroffensive ins Leben gerufen. Darüber zahlt sie Zuschüsse bei der Errichtung von Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen an und auf Gebäuden, wenn Du das Haus mietest oder pachtest oder es Dir gehört. Bist Du Mieter oder Pächter, benötigst Du natürlich noch das Einverständnis des Eigentümers, ehe Du eine Anlage errichtest. Gefördert werden dabei nicht die Kosten für die Komponenten der PV-Anlage wie Module, Wechselrichter oder Unterkonstruktion, sondern notwendige Arbeiten, um die Anlage installieren zu können. Dazu gehören etwa

  • Kosten für das Gerüst,
  • einen neuen Zählerschrank,
  • Blitzschutz oder
  • die Ertüchtigung des Dachs, damit es die Anlage sicher trägt.

Pro Kilowatt installierter PV-Leistung übernimmt die Stadt 50 Prozent der förderfähigen Kosten. Maximal sind 350 Euro für Dachanlagen drin und 450 Euro für Anlagen an der Fassade oder über einer Grünfläche auf dem Dach. Die Fördergelder erhältst Du dabei nicht, wenn Du der Solarpflicht in Baden-Württemberg unterliegst.

Den Anschluss von Stecker-Solar-Anlagen fördert Stuttgart pauschal mit 100 Euro. Stromspeicher mit bis zu 300 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität, wenn Du den Speicher gemeinsam mit einer PV-Anlage anschaffst und die Kapazität des Speichers maximal 80 Prozent der Leistung der PV-Anlage entspricht. 1.000 Euro Zuschuss kannst Du erhalten, wenn Du eine Wallbox anschaffst und dazu die notwendigen Elektrokabel noch legen lassen musst. Die Wallbox selbst wird nicht gefördert.

Den Förderantrag stellst Du beim Amt für Umweltschutz, bevor Du einen Kaufvertrag schließt. Die Formulare stehen online bereit.

Wiesbaden fördert PV-Anlagen und Batteriespeicher

Über das Förderprogramm „Solaranlagen” bezuschusst die Stadt Wiesbaden neue Photovoltaik-Anlagen mit und ohne Batteriespeicher, die Du im Stadtgebiet errichtest. Sowohl als Hauseigentümer als auch als Mieter des Dachs kannst Du die Fördermittel erhalten. Bedingung: Ein Fachbetrieb errichtet die Anlage. Die Zuschüsse sind nach Größe der PV-Anlagen und Batterien gestaffelt. Du erhältst pauschal

  • 300 Euro für PV-Anlagen bis 3 Kilowatt Leistung,
  • 400 Euro für PV-Anlagen bis 6 Kilowatt Leistung,
  • 500 Euro für PV-Anlagen größer 6 Kilowatt Leistung,
  • 300 Euro für Speicher mit bis zu 3 Kilowattstunden Speicherkapazität,
  • 400 Euro für Speicher mit bis zu 6 Kilowattstunden Speicherkapazität oder
  • 500 Euro für Speicher mit mehr als 6 Kilowattstunden Speicherkapazität.

Auch den Umbau des Zählerkastens fördert die Stadt pauschal mit 250 Euro, wenn dies zum Setzen eines Einspeisezählers notwendig ist.

Ehe Du einen Auftrag zur Installation erteilst, musst Du den Förderantrag bei der Klimaschutzagentur Wiesbaden einreichen und dann warten, bis Du eine Bestätigung erhältst. Innerhalb von neun Monaten ist die Anlage zu installieren und dies nachzuweisen. Anschließend kannst Du die Förderzusage erhalten. Die Anlage ist mindestens zehn Jahre lang zu betreiben.

Autor
Ines Rutschmann

* Was der Stern bedeutet:

Finanztip gehört zu 100 Prozent der gemeinnützigen Finanztip Stiftung. Die hat den Auftrag, die Finanzbildung in Deutschland zu fördern. Alle Gewinne, die Finanztip ausschüttet, gehen an die Stiftung und werden dort für gemeinnützige Projekte verwendet – wie etwa unsere Bildungsinitiative Finanztip Schule.

Wir wollen mit unseren Emp­feh­lungen möglichst vielen Menschen helfen, ihre Finanzen selber zu machen. Daher sind unsere Inhalte kostenlos im Netz verfügbar. Wir finanzieren unsere aufwändige Arbeit mit sogenannten Affiliate Links. Diese Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen (*).

Bei Finanztip handhaben wir Affiliate Links aber anders als andere Websites. Wir verlinken ausschließlich auf Produkte, die vorher von unserer unabhängigen Experten-Redaktion emp­foh­len wurden. Nur dann kann der entsprechende Anbieter einen Link zu diesem Angebot setzen lassen. Geld bekommen wir, wenn Du auf einen solchen Link klickst oder beim Anbieter einen Vertrag abschließt.

Ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet, hat keinerlei Einfluss auf unsere Emp­feh­lungen. Was Dir unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Verbraucher ist.

Mehr Informationen über unsere Arbeitsweise findest Du auf unserer Über-uns-Seite.