PV-Anlage mit 70+

KI-Zusammenfassung

: Lohnt sich eine Photovoltaikanlage für Tante und Onkel mit 70 und 73 Jahren, rund 3.000 kWh Stromverbrauch und bis zu 20.000 € Budget? Das Dach ist groß und nach Ost-West ausgerichtet, Wärmepumpe und E-Auto sind derzeit nicht geplant.

Lohnt sich eine Photovoltaikanlage für Tante und Onkel mit 70 und 73 Jahren, rund 3.000 kWh Stromverbrauch und bis zu 20.000 € Budget? Das Dach ist groß und nach Ost-West ausgerichtet, Wärmepumpe und E-Auto sind derzeit nicht geplant.

  • Mehrere Beiträge sehen eine große PV-Anlage wegen niedrigem Eigenverbrauch und langer Amortisation finanziell eher kritisch, andere beziehen Ökologie und Immobilienwert ein.
  • In der Community wird ein Balkonkraftwerk ohne Speicher oft als günstigere Alternative genannt, während das konkrete Angebot wegen Preis, 750 € Anmeldung und 50 % Anzahlung kritisch gesehen wird.

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  • Du verbrauchst für e-Auto UND WP nur 2500kwH/a?

    das glaube ich auch

    Die 2500 kWh beziehen sich auf das Auto. Für WP kommen 3500 kWh hinzu.

    Zum einen muss man auf seinem Haus erst einmal 22 kWp unterbringen und zum anderen entstehen für die 29k Opportunitätskosten. Dann sieht es alles nicht mehr so toll aus.

    Nicht falsch verstehen ich habe auch eine kleine 2,5 kWp-Anlage mit 2,2 kWh-Ac Speicher, aber bei 3000 kWh Jahresverbrauch und über 70 Jahre alt, wie im Ursprungsbeitrag genannt, würde ich mir darüber keine Sekunde mehr Gedanken machen.

    Ich habe aber auch nicht nach 25 Jahren mein Dach neu decken lassen.

  • Müsste für jede Ladung im Ort rumlaufen. Das wäre mir zu nervig/anstrengend. Dazu kommt noch, dass die 2 Säulen natürlich auch belegt sein können wenn ich laden möchte.

    Hinzu kommen bei uns noch Wärmepumpe und Klimaanlage als Großverbraucher.


    Edit: ich würde in dem genannten Szenario übrigens auch keine PV empfehlen, nicht dass hier ein falscher Eindruck entsteht!

  • Müsste für jede Ladung im Ort rumlaufen. Das wäre mir zu nervig/anstrengend. Dazu kommt noch, dass die 2 Säulen natürlich auch belegt sein können wenn ich laden möchte.

    Hinzu kommen bei uns noch Wärmepumpe und Klimaanlage als Großverbraucher.


    Edit: ich würde in dem genannten Szenario übrigens auch keine PV empfehlen, nicht dass hier ein falscher Eindruck entsteht!

    Ich lade auch zuhause, wie geschrieben mit separatem Zähler für WP und Auto. Öffentliches Laden ist vielfach noch zu teuer, leider.

  • Eine Wallbox kannst du ja auch ohne PV installieren und dann kostet dich der Strom ~35ct. Was die Armortisation der PV Anlage nur wegen dem e-Auto noch weiter verschiebt. Also e-Auto alleine ist kein Grund für eine PV. Das es Freude bereitet "kostenlos" aufzuladen, glaube ich allerdings gerne.

  • wir sind in der gleichen Situation, kinderlos, Anfang 70, gleiche Verbrauchsdaten für Strom / Gas. Investition zu tätigen wäre finanziell kein Problem. Unser Hauselektriker (hat selbst PV-Anlage, 40 Jahre Berufserfahrung) hat uns massiv abgeraten. Nichts machen, Hauserbe bekäme die Investition nie wieder raus beim Verkauf. Dann bleibt das Geld lieber im ETF und wir reduzieren den Stromverbrauch. Fakt = wäre "rausgeschmissenes Geld" also NEVER

    Und der ökologische Aspekt ist vollkommen egal? Weil Strom aus der Steckdose kommt und man schon immer mit Gas geheizt hat?

  • Na ja, eine 10 Jahre alte Gasanlage (wie im Ursprungsbeitrag genannt) gegen WP zu tauschen macht aus ökologischer Sicht auch wenig Sinn (Vollkostenrechnung).

    Natürlich ist es aus ökologischer Sicht sinnvoll, die Verbrennen fossiler Rohstoffe möglichst stark zu reduzieren. Zudem habe ich das Gefühl, dass du den Unterschied zwischen "ökologisch" und "ökonomisch" nicht kennst.
    Abgesehen davon, habe ich auch nicht dem Threadersteller (mit seiner vor zehn Jahren erneuerten Heizung) geantwortet.

  • Natürlich ist es aus ökologischer Sicht sinnvoll, die Verbrennen fossiler Rohstoffe möglichst stark zu reduzieren. Zudem habe ich das Gefühl, dass du den Unterschied zwischen "ökologisch" und "ökonomisch" nicht kennst.
    Abgesehen davon, habe ich auch nicht dem Threadersteller (mit seiner vor zehn Jahren erneuerten Heizung) geantwortet.

    Du solltest mal sachlich bleiben. Horst schrieb:

    wir sind in der gleichen Situation, kinderlos, Anfang 70, gleiche Verbrauchsdaten für Strom / Gas

    Also kann man eventuell von ähnlichen Rahmenbedingungen ausgehen. Es macht keinen Sinn, weder aus wirtschaftlichen noch oder Umweltschutzgründen eine junge Anlage zu tauschen. Diese Anlage hat in der Fertigung, Transport, Installation bereits einen Fußabdruck hinterlassen.

  • wir sind in der gleichen Situation, kinderlos, Anfang 70, gleiche Verbrauchsdaten für Strom / Gas

    Also kann man eventuell von ähnlichen Rahmenbedingungen ausgehen.

    Das ist reine Spekulation. Zumal ich ja auch nirgendwo gefordert habe, dass man sofort die alte Gasheizung rausreißen soll. Aber eine PV-Anlage ist eine gute Voraussetzung für den späteren Umstieg auf eine Wärmepumpe und zumindest beim Strom kann man somit den Anteil an EE erhöhen.

    Zitat

    Es macht keinen Sinn, weder aus wirtschaftlichen noch oder Umweltschutzgründen eine junge Anlage zu tauschen. Diese Anlage hat in der Fertigung, Transport, Installation bereits einen Fußabdruck hinterlassen.

    Dieses Argument kommt häufig, ist aber in der Regel nicht valide bzw. der Aspekt wird komplett überschätzt. Aber das ist halt typisch: Sollen halt irgendwelche anderen Leute etwas gegen den Klimawandel unternehmen - Hauptsache nicht ich, obwohl ich die finanziellen Mittel dazu hätte.

  • Das ist reine Spekulation. Zumal ich ja auch nirgendwo gefordert habe, dass man sofort die alte Gasheizung rausreißen soll. Aber eine PV-Anlage ist eine gute Voraussetzung für den späteren Umstieg auf eine Wärmepumpe und zumindest beim Strom kann man somit den Anteil an EE erhöhen.

    Dieses Argument kommt häufig, ist aber in der Regel nicht valide bzw. der Aspekt wird komplett überschätzt. Aber das ist halt typisch: Sollen halt irgendwelche anderen Leute etwas gegen den Klimawandel unternehmen - Hauptsache nicht ich, obwohl ich die finanziellen Mittel dazu hätte.

    Umweltschutz ist vielschichtig und nicht auf WP, PV und E-Auto eingeschränkt. Vielleicht bewirtschaftet Horst eine 3000qm Blühwiese, Spült sein Klo mit Regenwasser und betreibt so Umweltschutz. Es ist reine Spekulation und gehört auch nicht mehr zum Thema.

  • Es ist reine Spekulation und gehört auch nicht mehr zum Thema.

    Die Spekulation kam von dir. Und es gehört in meinen Augen sehr wohl zum Thema, dass man Entscheidungen, die in diesen Bereich gehen, nicht allein von einem finanziellen Aspekt her betrachten sollte - erst Recht, wenn das Geld nicht wirklich knapp ist.

  • Heute kam die Frage von meinem Onkel: „Sein Traum: vollkommen autark zu sein.“

    Ist es möglich, mit einer PV-Anlage, einer Wärmepumpe und einem E-Auto das ganze Jahr über vollkommen autark zu sein, also keinen Strom aus dem öffentlichen Netz beziehen zu müssen?

  • Heute kam die Frage von meinem Onkel: „Sein Traum: vollkommen autark zu sein.“

    Ist es möglich, mit einer PV-Anlage, einer Wärmepumpe und einem E-Auto das ganze Jahr über vollkommen autark zu sein, also keinen Strom aus dem öffentlichen Netz beziehen zu müssen?

    Nein, kannste vergessen. Die PV liefert das meiste im Sommer, die Wärmepumpe verbraucht das meiste im Winter. Es gibt zwar lokale Speicher, aber die können den Strom nicht ein halbes Jahr lang einspeichern. Dazu sind die Speicherverluste zu hoch.

  • Nein, kannste vergessen. Die PV liefert das meiste im Sommer, die Wärmepumpe verbraucht das meiste im Winter. Es gibt zwar lokale Speicher, aber die können den Strom nicht ein halbes Jahr lang einspeichern. Dazu sind die Speicherverluste zu hoch.

    Naja, das ist schon etwas übertrieben. Auch im Winter erzeugen PV-Anlagen Strom; bei stark bedecktem Himmel aber vielleicht nur mit 10% der maximalen Leistung und das zudem nur wenige Stunden am Tag, da die Tage "kürzer" sind. Aber es ist in der Tat so, dass 100% Autarkie das ganze Jahr über nicht wirtschaftlich machbar ist. 80% kann gut erreichen, alles darüber ist schwer. Vor allem für das Heizen benötigt man dann andere Lösungen als eine klassische Wärmepumpe. Und das Auto dürfte man auch nur laden, wenn auch im Winter die Sonne scheint.

  • 80% kann gut erreichen, alles darüber ist schwer.

    Schön wär's ... aber trotz Speicher und halbem Dach voller Module kriegen wir das im Winter nicht hin und oft auch im Frühjahr und Herbst nicht. Vielleicht schaffen das Leute, die ihre Wäsche woanders waschen und sich nur per Lieferservice oder kalte Küche ernähren? Und wir haben noch nicht einmal eine Wärmepumpe oder ein E-Auto.
    Rückblickend gesehen wird sich angesichts unseres Alters die Anlage wohl nicht amortisieren.

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