Sinnvolle Auto-Entscheidung gesucht

KI-Zusammenfassung

: Soll ein 8,5 Jahre alter, regelmäßig gewarteter Diesel mit 255.000 km trotz mehr als 2.000 € für Getriebeölwechsel, Bremsen und Winterreifen weitergefahren werden oder ist ein junger gebrauchter Mercedes CLA Elektro für etwa 44.000 € sinnvoller? Aus der Community kommt überwiegend die wirtschaftliche Sicht, den Diesel vorerst zu behalten. Wertverlust, Finanzierung, Versicherung und weitere Kosten des E-Autos könnten die aktuellen Verschleißkosten deutlich übersteigen. Für einen Wechsel sprechen in einzelnen Beiträgen vor allem passende Reichweite, Komfort, Design und persönliche Vorlieben. Offen bleibt, wie zuverlässig der Diesel weiterläuft und wie gut Ladepausen zu den langen Autobahnfahrten passen.

Soll ein 8,5 Jahre alter, regelmäßig gewarteter Diesel mit 255.000 km trotz mehr als 2.000 € für Getriebeölwechsel, Bremsen und Winterreifen weitergefahren werden oder ist ein junger gebrauchter Mercedes CLA Elektro für etwa 44.000 € sinnvoller? Aus der Community kommt überwiegend die wirtschaftliche Sicht, den Diesel vorerst zu behalten. Wertverlust, Finanzierung, Versicherung und weitere Kosten des E-Autos könnten die aktuellen Verschleißkosten deutlich übersteigen. Für einen Wechsel sprechen in einzelnen Beiträgen vor allem passende Reichweite, Komfort, Design und persönliche Vorlieben. Offen bleibt, wie zuverlässig der Diesel weiterläuft und wie gut Ladepausen zu den langen Autobahnfahrten passen.

Unsere Finanztip-Empfehlungen zu diesem Thema

Klickst Du auf eine Empfehlung mit *, unterstützt das unsere Arbeit. Finanztip bekommt dann eine Vergütung. Empfehlungen geben wir immer nur redaktionell unabhängig und nach strengen Finanztip-Kriterien. Mehr Infos
  • "Sinnvolle Autoentscheidung gesucht"


    Was im jeweiligen Einzelfall "sinnvoll" ist (objektive Kriterien) oder als "sinnvoll" erachtet und wahrgenommen wird (subjektive Kriterien) dürfte - ganz ähnlich wie beim Thema "private Finanzen" - auch bei dem Thema eine sehr individuelle Angelegenheit sein. Zudem muß das Objektive mit dem Subjektiven nicht immer deckungsgleich sein.

    Hi zusammen, mal ein Gedankenexperiment zu Autos...

    ...

    Und jetzt Feuer frei - 2000+ € in den "alten" Diesel stecken oder umsteigen?

    Daher (siehe oben) kann ich nur meine - ganz persönliche - Herangehens- und Vorgehensweise den Bereich betreffend in drei Sätzen komprimiert nennen:

    Vor dem Hintergrund, daß ich gerne und möglichst das Angenehme (Komfort, Design, Interieur, Haptik, Leistung, Fahrfreude usw.) mit dem Nützlichen (individuelle Mobilität) verbinde, präferiere ich bei solchen Fragen eine Melange aus den beiden genannten Kriterien, die - aus meiner Sicht - den besten Kompromiß bildet. Meiner persönlichen Finanz-Historie geschuldet (Begegnung bzw. Konfrontation mit finanziell prekäre Verhältnisse in der Kinder- und Jugendzeit) empfinde ich es als angenehmen Zusatznutzen, wenn Fahrzeuge einen guten Werterhalt oder sogar Wertsteigerungspotential bieten (so startete damals auch meine Oldtimer-Sammlung). Ein e-Auto (in unserer Radler-Community nicht selten als "silent Killer" bezeichnet ...) käme für mich schon deshalb nicht in Betracht, weil mir das angefangen vom Sound über das fehlende klassische Schaltgetriebe (über die Drehzahl entscheide ich gerne selbst) bis hin zum Werterhalt oder Wertsteigerungspotential nicht zusagt.

    Dein Fall klingt vom Tenor eher so, daß es um ein Erstauto gehen könnte, welches zugleich nicht nur das am häufigsten verwendete sondern auch das einzige Fahrzeug darstellt ... ?

    Das reduziert erfahrungsgemäß die Range der Optionen.

    Bei der Variante

    2000+ € in den "alten" Diesel stecken

    bleibt die Unwägbarkeit, welche Reparaturen oder Instandhaltungen als nächstes anfallen könnten.

    Um nur mal den Aspekt "Antrieb" zu thematisieren

    Das Auto ist ein 8,5 Jahre alter Diesel mit 255 tkm.

    Kann mich noch bestens an Fahrzeuge mit Dieselmotor erinnern

    - habe zum Beispiel eine stets top gepflegte Mercedes G-Klasse (W 460) als "Cabrio" (sprich in der "offenen Variante" - Dieselmotor und Cabrio ist aus meiner Sicht ein No-Go, ein Geländewagen bildet da die Ausnahme von dieser Regel) mit kurzem Radstand mit dem 3,0 Liter Diesel (300 GD) im Bestand, der schon beim Kauf eine Laufleistung von 580.000 km aufwies (3,0 Liter Hubraum bei 88 PS). Was für den Motor überhaupt kein Problem darstellt. Mir sind Protagonisten bekannt mit Laufleistungen (bei diesem Fünfzylinder-Motor Kennung OM 617)) nahe am siebenstelligen Bereich) -

    denen von Herstellerseite im Lastenheft damals Laufleistungen vorgegeben waren, von denen Eigner heutiger Dieselmotoren nur noch träumen können (wenn aus nur 2,0 oder 1,6 Liter Hub 200 oder mehr PS rausgequetscht werden).


    Dir gute Gedanken und danach ebensolche Auto-Entscheidungen ... !

  • Unsere Empfehlungen zu diesem Thema

    Klickst Du auf eine Empfehlung mit *, unterstützt das unsere Arbeit. Finanztip bekommt dann eine Vergütung. Empfehlungen geben wir immer nur redaktionell unabhängig und nach strengen Finanztip-Kriterien. Mehr Infos

    Von unseren Finanztip-Experten getestet

    Was Finanztip ausmacht
    Finanztip Bewertungen
  • wenn Fahrzeuge einen guten Werterhalt oder sogar Wertsteigerungspotential bieten

    Ich glaube, das ist bei einer jährlichen Fahrleistung von mindestens 30.000 km eher nie der Fall, oder?

    Bei der Variante

    bleibt die Unwägbarkeit, welche Reparaturen oder Instandhaltungen als nächstes anfallen könnten.

    Jep, das ist wohl die Variable in der ganzen Fragestellung.

    Fünfzylinder-Motor Kennung OM 617

    Der große Bruder der "Wanderdüne"? Der OM651 aus den letzten Baujahren gilt ebenfalls als zuverlässig.

  • Ökonomisch ist es eindeutig: Auto weiterfahren. Von dort bekommst du keine Absolution für einen emotional gesteuerten Neukauf.

    So geht es mir auch. Ein E-Auto reizt mich schon, ich könnte auch (mit PV) zu Hause von März bis Oktober laden.

    Aber der 20 Jahre alte Fabia meiner Frau läuft ohne Probleme und solange das so ist wird der auch weiter gefahren.

    Wenn der mal wikrlich eine teure Reperatur braucht entscheide ich dann wenn es soweit ist. Vielleicht gibt es bis dahin auch günstige kleine E-Autos

  • Beim Lesen eurer Beiträge ist mir der Gedanke gekommen, dass ich wahrscheinlich auch deswegen angefangen habe zu überlegen, weil gerade vieles zusammen kommt (Getriebeöl, Reifen, Bremsen).

    Den Eindruck habe ich auch. Ich würde mir an der Stelle immer wieder vor Augen führen, dass du als Vielfahrer mit hauptsächlich Langstrecken sehr wenig Grund hast, ein Auto vorzeitig abzugeben. Hohe Laufleistung drückt den Restwert, gleichzeitig hält sich der Verschleiß in Grenzen. Beim neuen Auto bist du nach 2-3 Jahren wieder bei einem sechsstelligen Kilometerstand, mit entsprechendem Wertverlust. Nicht zu vergessen ist auch, dass du dann schnell wieder in größere Wartungsaktionen wie Kühlmittelwechsel läufst. Da kannst du jedes Jahr richtig was ins Auto stecken und kommst noch günstiger raus. Viel wichtiger wäre mir da, dass das Auto zuverlässig bleibt. Neue Reifen oder Bremsen sind planbar und danach hast du wieder für ein paar Jahre Ruhe. Wenn du um 5 Uhr morgens zittern musst, ob das Auto anspringt...

    Und Autobahn ist halt ideal für den Diesel, nicht so ideal für den Stromer. Selbst in Anbetracht der Tatsache, dass der CLA zu den wenigen Autos gehört, bei denen die EV-Database tatsächlich erwartete Verbräuche unter 20kWh ausspuckt...17,5kWh/100km a 40c sind 7c/km zuzüglich 12€ Schutzgeld pro Monat. Oder halt ohne Grundgebühr, z.B. EWE Go, für ~9c/km. Das ist plusminus zum Diesel.

  • Jep, das ist wohl die Variable in der ganzen Fragestellung.

    Die sich aber valide - selbst bei endoskopischer bis mikroskopischer Untersuchung des Auto, des Motors, der Karosserie und bei dem km-Stand - schwerlich klären lassen wird.

    Der große Bruder der "Wanderdüne"? Der OM651 aus den letzten Baujahren gilt ebenfalls als zuverlässig.

    Wenn man denn die Terminologie "Wanderdüne" verwenden mag.

    Mit dem G-Modell jedenfalls harmoniert der Motor sehr gut (Stichworte: Drehmoment und zudem ist ein Geländewagen nicht zum Rasen konzipiert). Der OM 617 gehört für mich motorseitig zum Langlebigsten, was jemals gebaut wurde. Nochmal eine Klasse beispielsweise über den Volvos Baureihe 940/945, Vierzylinder mit 2,3 Liter Hub. Selbst in der Turbo-Variante sind da 500.000 km eher die Regel, als die Ausnahme; wie stets -vernünftiger Umgang mit dem Motor und regelmäßige Wartung vorausgesetzt. Dieser legendäre sog. Redblock im 940/945 ist zudem ein Freiläufer, was in Sachen versäumtem Zahnriemenwechsel dem kapitalen Motorschaden vorbeugt (Kurbelwelle und Nockenwelle laufen dann nicht mehr synchron und dadurch schlagen die Kolben gegen die offenen Ventile, was diese verbiegt und den Motor mechanisch "erledigt").


    Nur am Rande in dem Kontext

    Ich glaube, das ist bei einer jährlichen Fahrleistung von mindestens 30.000 km eher nie der Fall, oder?

    "Nie" der Fall würde ich nicht sagen. Hatte erst im Frühjahr 2025 einen 81er BMW M1 (Baureihe E 26) zu einem sagenhaften Preis verkauft (auf den ich in überschaubarer Zeit eine ziemlich hohe km-Leistung gefahren hatte). Mein Plus lag aber wohl - das gilt ja auch bei andere Assets - im Einkauf.

    Kenne zwei ähnlich gelagerte Fälle aus meinem weiteren Umfeld (Porsche Carrera GT, Porsche 911 R).

    Zugebenermaßen sind das aber seltene Fälle.

    Eine

    "Wanderdüne"

    war übrigens keines der drei genannten Fahrzeuge. Man könnte höchstens den M 1 in Relation zum 911 R und zum Carrera GT als solche bezeichnen. Aber wirklich nur in Relation zu Kraftwagen und Handling-Giganten wie diesen ...

  • Okay, 255.000 km Laufleistung, das ist schon "ein Wort."

    Andererseits erkennbar ein Langstreckenfahrzeug und dazu wohl anständig gewartet.

    Die Fahrzeugmarke kennen wir nicht.

    Sollte es sich dazu noch um ein "Qualitätsauto" handeln, dann würde ich nicht zögern, überschaubare 2k zu investieren.

    Das dürfte nachhaltiger als ein Neuerwerb sein, es wird sich vermutlich rechnen und das Risiko ist überschaubar.

  • Sollte es sich dazu noch um ein "Qualitätsauto" handeln, dann würde ich nicht zögern, überschaubare 2k zu investieren.

    Das dürfte nachhaltiger als ein Neuerwerb sein, es wird sich vermutlich rechnen und das Risiko ist überschaubar.

    Da sind ja auch 4 Winterreifen mit drin. Die müsste er bei einem Neuwagen auch kaufen, plus Felgen.

    Die Bremsen sind Verschleissteile und sagen überhaupt nicht über den Zustand des Fahrzeugs aus.

    Ich würde das alte Auto weiterfahren.

  • Andererseits erkennbar ein Langstreckenfahrzeug und dazu wohl anständig gewartet.

    Ja, regelmäßiger Service ist gemäß Plan gemacht.

    Die Fahrzeugmarke kennen wir nicht.

    Sollte es sich dazu noch um ein "Qualitätsauto" handeln, dann würde ich nicht zögern, überschaubare 2k zu investieren.

    Keine Ahnung, ob ein Mercedes C200 d noch als Qualitätsauto zählt. Über meins kann ich mich nicht beschweren.

  • Sollte es sich dazu noch um ein "Qualitätsauto" handeln

    Die letzten "Qualitätsautos" der besagten Marke liegen - nach meinen Erfahrungen - ziemlich viele Jahre zurück.

    Keine Ahnung, ob ein Mercedes C200 d noch als Qualitätsauto zählt.

    Die letzten "Qualitätsautos" dieser Marke ("wahre" oder "echte" Mercedes) waren - nach meinen Erfahrungen - Baureihe W 124 (Mittelklasse; als Limousine, Coupe und Kombi), Baureihe R 107 (SL; Cabrio) und Baureihe W 126 (Oberklasse; nur Limousine und Coupe) und - mit leichten Abstrichen - W 201 (ab 190 aufwärts; "Baby-Benz"; nur als Limousine).

    Baureihen-Bezeichnung und Karosserie-Varianten aus der Erinnerung; Kundigere mögen das gerne korrigieren

  • Meine bescheidenen Kenntnisse beschränken sich auf die Baureihen /8 und W 123. Dem Kreis der Kundigeren gehöre ich ergo nicht an.

    Mit meinen bescheidenen Kenntnissen ist es diesbezüglich ähnlich bestellt:

    Bin nur Auto-Laie, wenn auch ein an dem Thema Interessierter, mit zudem ein bißchen eigenen Erfahrungen (aufgrund der eigenen automobilen Historie (u. a. in den Anfangsjahren mit einem VW Käfer (*) 1200 L mit 34 PS) und später (beginnend ab Ende der 90er) einer Oldtimersammlung mit kleiner Youngtimer-Beimischung).

    (*) Das L beim VW Käfer 1200 stand - nach meiner Erinnerung - übrigens für Luxus ... Das Auto hatte keine Tankanzeige, sondern wie früher in Flugzeugen, unter dem Armaturenbrett einen Hebel für einen Zusatztank, mit dem beim Beginnen des Stotterns des Motor wegen Benzinmangel 5 Liter aus dem Reservetank freigegeben werden konnten ...

    Apropos

    W 123

    Einen solchen habe ich im Bestand (als T-Modell oder S 123 bezeichnet (erster Kombi von Mercedes überhaupt, meines Wissens) bei mir als 280 TE.

    Nichtsdestoweniger plädiere ich weiterhin für Instandsetzung statt Neuerwerb.

    Unabhängig davon, daß diese Variante in einer klimatischen Gesamtbilanz vermutlich die umweltfreundlichste Lösung darstellen dürfte (alte Auto pflegen sich zum einen nicht "in Luft aufzulösen" und neue Autos pflegen nicht "vom Himmel zu fallen") ...

    ... wird das eine sehr individuelle-subjektive Entscheidung sein - auch vor dem Hintergrund der Imponderabilie und Variablen in Sachen eventueller zukünftiger Reparaturen und Instandhaltungen (siehe schon hier)

    Die sich aber valide - selbst bei endoskopischer bis mikroskopischer Untersuchung des Auto, des Motors, der Karosserie und bei dem km-Stand - schwerlich klären lassen wird.

    Einmal editiert, zuletzt von Sovereign (22. August 2026 um 23:07)

Passende Ratgeber für Dich

Von Finanztip-Experten fundiert recherchiert

Was Finanztip ausmacht
Finanztip Bewertungen