Saidis Podcast ist da!

  • Hallo zusammen,

    der neue Podcast ist da. Ein Interessentes Thema:

    „Eskalierendes Commitment“ bezeichnet ein psychologisches Phänomen, bei dem Menschen oder Organisationen trotz klarer Anzeichen des Scheiterns weiterhin an einer Entscheidung, einem Projekt oder einer Investition festhalten – oft sogar noch mehr Ressourcen investieren.

    Typische Ursachen: Verlustaversion: Man will bereits investierte Zeit/Geld nicht „verloren geben“. Rechtfertigungsdruck: Man möchte vor anderen nicht zugeben, dass die Entscheidung falsch war. Überoptimismus: Hoffnung, dass sich der Trend doch noch zum Guten wendet. Sozialer Druck: Team oder Vorgesetzte erwarten Fortführung.

    Ein Unternehmen investiert weiter in ein Produkt, das am Markt floppt. Jemand bleibt in einer unglücklichen Beziehung, „weil man ja schon so viel investiert hat“. Ein Staat setzt einen erfolglosen Krieg fort, um nicht „nachzugeben“.

    Was tun: Klare Abbruchkriterien festlegen, Fehlerkultur fördern, Regelmäßig überprüfen.

    LG

  • Hallo zusammen,

    der neue Podcast #275 mit einer genialen Definition des Zinseszinsefektes:

    Niemand sieht es kommen, bis der Wäschekorb überläuft.

    Genauso funktioniert der Zinseszins.

    Ein einzelnes Shirt macht noch keine Wäsche, zwei auch nicht. Aber nach einer Woche beginnt das Stapeln, und der Haufen wächst exponentiell. Irgendwann stehst du vor einem textilen Mount Everest und fragst dich: „Wie konnte das passieren?“

    Klein fängt es an, groß eskaliert, schwer zu stoppen.

    LG

  • Hallo zusammen,

    das größte Märchen ist für mich definitiv: Sparen reicht. Klar, „momentan“ sind die Zinsen oft niedriger als die Information. Aber wenn ich langfristig denke, dann sind Welt Aktien-ETFs für mich viel effektiver. Die bringen im Schnitt 6 Rendite pro Jahr. Einfach auf dem Konto zu sparen, bringt mir nicht viel – vor allem, wenn die Inflation ständig höher ist. Geduld und der richtige Plan machen den Unterschied.

    LG

  • Hallo zusammen,

    der neue Podcast #275 mit einer genialen Definition des Zinseszinsefektes:

    Niemand sieht es kommen, bis der Wäschekorb überläuft.

    Genauso funktioniert der Zinseszins.

    Ein einzelnes Shirt macht noch keine Wäsche, zwei auch nicht. Aber nach einer Woche beginnt das Stapeln, und der Haufen wächst exponentiell. Irgendwann stehst du vor einem textilen Mount Everest und fragst dich: „Wie konnte das passieren?“

    Aus ökonomischer Sicht ist der Wäschekorb-Vergleich zwar nett, aber eher pädagogisches Storytelling als eine „geniale Definition“. Er zeigt korrekt, dass Menschen exponentielles Wachstum schlecht intuitiv erfassen – ein bekanntes Thema der Verhaltensökonomik.

    Streng genommen wächst ein Wäschehaufen jedoch linear (außer die T-Shirts vermehren sich heimlich), während Zinseszins aus einer klaren mathematischen Rekursion entsteht: Erträge werden reinvestiert, Punkt. „Niemand sieht es kommen“ liegt also weniger am Zinseszins selbst als an menschlicher Wahrnehmung.

    Als Metapher sympathisch, als Definition unpräzise. In der Wissenschaft bleibt man dann doch lieber bei
    K_t = K_0(1+r)^t – die läuft wenigstens nicht über.

    Lieber Adrian, diese freundliche Antwort kommt nicht von einer KI sondern von meiner Frau am Brunch-Essenstisch. Sie hat beruflich mit Verhaltensökonomie zu tun und hat für dich auch gleich die Anregung mit den Sockenpaaren, die immer wieder entweder komplett oder teilweise beim Waschen verschwinden.

    Eine Anregung für den nächsten Podcast:

    „Die geniale Erklärung von verborgenen Kosten eines ETF mittels des Sockenparadoxons“

    TD gehört auch dazu…

    Schöne Weihnachten !

  • Hallo zusammen,

    die Frage stellen sich viele: doch Langfristig vorteilhaft: Thesaurierende ETFs können besonders für eine langfristige Strategie von Vorteil sein, wenn du deine Erträge maximieren willst, ohne dich ständig um die Wiederanlage kümmern zu müssen. Steuerlich Überlegungen sind „nur“ nachrangig Interessent.

    LG

  • Thesaurierende ETFs können besonders für eine langfristige Strategie von Vorteil sein, wenn du deine Erträge maximieren willst, ohne dich ständig um die Wiederanlage kümmern zu müssen. Steuerlich Überlegungen sind „nur“ nachrangig Interessent.

    Das scheint bei manchen wie ein religiöses Dogma zu sein…

    Schon mal an das „Entsparen“ im Alter gedacht ?

    „Dr. Achim Weiss , Notfall bei Adrian, bitte übernehmen Sie !“

  • Hallo zusammen,

    die Frage stellen sich viele: doch Langfristig vorteilhaft: Thesaurierende ETFs können besonders für eine langfristige Strategie von Vorteil sein, wenn du deine Erträge maximieren willst, ohne dich ständig um die Wiederanlage kümmern zu müssen. Steuerlich Überlegungen sind „nur“ nachrangig Interessent.

    LG

    Ich hab jetzt immer noch nicht verstanden, was das mit dem Zinseszins zu tun hat...

    Aber lassen wir das lieber.

  • Hallo zusammen,

    der neue Podcast #275 mit einer genialen Definition des Zinseszinsefektes:

    Niemand sieht es kommen, bis der Wäschekorb überläuft.

    Genauso funktioniert der Zinseszins.

    Ein einzelnes Shirt macht noch keine Wäsche, zwei auch nicht. Aber nach einer Woche beginnt das Stapeln, und der Haufen wächst exponentiell. Irgendwann stehst du vor einem textilen Mount Everest und fragst dich: „Wie konnte das passieren?“

    Klein fängt es an, groß eskaliert, schwer zu stoppen.

    LG

    Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich. Oder so ähnlich. Der Mount Everest ist 8848 m hoch. Nehmen wir vereinfacht an, ein Shirt hätte eine Höhe von 1 cm, müsste man 884800 Shirts übereinander stapeln. Das allein könnte schon wegen der üblichen Raumhöhe in Häusern von ca. 2,50 m schwierig werden. Man müsste es also draußen machen. Nebensächlichkeiten wie eine entsprechende lange Leiter oder Ausrüstung, um Kälte und Sauerstoffmangel zu trotzen, sollen an dieser Stelle vernachlässigt werden.

    Ein einfacher Stapel dieser Höhe wird mit Sicherheit instabil sein. Zur Gewährleistung der Stabilität wäre es angeraten, die Shirts in Form einer Pyramide zu stapeln. Der Einfachheit halber nehmen wir an, dass die Grundseiten dieser Pyramide der Höhe entsprechenen. Auch hier wollen wir vernachlässigen, dass man dafür ein Grundstück mit einer Größe von ca. 78 km2 benötigte, da die Kosten hierfür sehr stark variieren, je nachdem, ob man sich in der Wüste Gobi oder im Kanton Aargau befindet. Um nun zu bestimmen, wie viele Shirts man zum Füllen einer solchen Pyramide benötigt, nehmen wir an, dass ein Shirt einen Rauminhalt von 50cmx50cmx1cm benötigt. Das Volumen der Pyramide beträgt ca. 231 Mio. m3, das eines Shirts 0,0025 m3. Damit benötigt man ca. 92 Mrd. Shirts.

    Die schlaue KI berichtet, dass die jährliche Produktion von T-Shirts, hier gleichgesetzt mit dem Begriff "Shirts", ca. 8,3 Mrd. beträgt. Also würde man die globale Produktion von etwas mehr als 11 Jahren benötigen. Der Wert einer Jahresproduktion wird mit ca. 47 Mrd. US$, was aktuell ca. 40 Mrd. EUR entspricht, angegeben. Der Wert der in der angenommenen Pyramide gestapelten Shirts betrüge also ca. 440 Mrd. EUR, was ungefähr dem deutschen Bundeshaushalt entspricht.

    Man erkennt also: die Wirklichkeit, sobald man sie quantitativ betrachtet, hält einige Überraschungen bereit.

  • Niemand sieht es kommen, bis der Wäschekorb überläuft.

    Genauso funktioniert der Zinseszins.

    Ein einzelnes Shirt macht noch keine Wäsche, zwei auch nicht. Aber nach einer Woche beginnt das Stapeln, und der Haufen wächst exponentiell. Irgendwann stehst du vor einem textilen Mount Everest und fragst dich: „Wie konnte das passieren?“

    Damit ist das Rennen um den schiefsten Vergleich des Jahres endgültig entschieden. Herzlichen Glückwunsch!