GRV ungleich Investment

  • Was haltet ihr von dem Kommentar hier?

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    Bzw. die Sendung bei Markus Lanz im Original

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    Sind wirtschaftliche Leistungen und Erfolge, die die Babyboomer wesentlich mit erwirtschaftet haben, am Rentensystem GRV vorbeigegangen?

  • Von dem Kommentar halte ich nichts.
    Das Podium bei Lanz (und dessen eigene Ansichten zur Finanzwelt) ist nicht zielführend.

    Einfach mal dieses Buch von 2025 lesen:

    Unverdiente Ungleichheit - Martyna Linartas | Rowohlt Verlag
    Noch nie gab es so viel Reichtum – und das ist ein Problem für uns alle! In kaum einem anderen westlichen Land ist Vermögen so ungleich verteilt wie in bei…
    www.rowohlt.de
  • Hier noch zwei Links, um die Liste der Diskussionsteilnehmer dieser Sendung zu haben und ggf. weiter nach deren Veröffentlichungen recherchieren zu können:

    Ökonomen fordern Kurswechsel bei Rente und Pflege
    Bei "Lanz" warnt Siems vor einem Rentensystem zu Lasten der Jüngeren. Peichl und Klüsener verlangen tiefgreifende Reformen für alle Generationen.
    www.zdfheute.de
    Lanz bleibt bei Diskussion um die Rente nur eine düstere Prognose
    Bei Markus Lanz treffen Experten aufeinander, um die Rentenkrise und die Zukunft des Sozialsystems zu diskutieren. Gibt es eine Lösung für alle?
    www.morgenpost.de
  • Wobei ich das eh nicht so ganz verstehe. Was spricht dagegen, den Soldaten einfach während seiner Dienstzeit in der GRV zu versichern und fertig? Warum warten bis der Soldat aus dem Dienst ausscheidet? So hoch sind die Verluste der Bundeswehr nicht, dass man hier nennenswert was spart

    Möglicherweise, weil manche Soldaten in Ihrer Zeit bei der Bundeswehr zu Berufssoldaten werden? :/ Ist zwar prozentual nur ein geringer Anteil, aber würde wahrscheinlich einen hohen Aufwand nach sich ziehen, wenn man die bereits gezahlten Rentenbeiträge wieder zurückholen wollte.

    Wäre ja nur ein weiteres Argument dafür eine Altersvorsorgekasse für alle Bürger zu schaffen. Wenn alle in ein System einzahlen gibt es keine Sonderfälle. ;)

  • Was haltet ihr von dem Kommentar hier?

    Der das Ganze "präsentiert" sieht für mich fast aus wie Maurice Höfgen ... ?- der seit Jahren für die "Modern Monetary Theory" (MMT) trommelt (habe in meinem Leben relativ viel gelesen, größeren Unsinn - um die Formulierung Stuss zu vermeiden - aber nur ganz selten. Und mit monetärer Ökonomik sowie der Geld-, Währungs- und Finanzgeschichte hatte ich mich immerhin ein wenig beschäftigt).

    Stefan Schulz ist meines Wissens kein Ökonom - sondern Soziologe. Und produziert seit Jahren zusammen mit Wolfgang M. Schmitt einen Podcast. Schmitt ist ein Autor marxistischer Denkrichtung.

    Einfach mal dieses Buch von 2025 lesen:

    Das Lesen mag noch "einfach" sein (wenn auch nur schwer erträglich) ... Die Umsetzung dürfte das Problem sein, denn wie können Menschen gezwungen werden in einem bestimmten Land zu investieren ... ? Oder Hochqualifizierte ausgerechnet dort zu arbeiten ... ?

    Die Dame (Martyna Linartas) ist ebenfalls keine Ökonomin. Meines Wissens hat sie Politikwissenschaften studiert und trommelt seit Jahren für noch mehr Umverteilung via noch höherer Steuern und Abgaben.

    Würden derartige Ansätze in einem bereits Höchststeuer- und ebensolchem Abgabenland wie Deutschland - u. a. mit einer bereits seit sehr vielen Jahren international längst nicht mehr wettbewerbsfähigen Unternehmensbesteuerung und einer seit ebenfalls gut 10 Jahren international abgestürzten Wettbewerbsfähigkeit - umgesetzt, würden die Rekord-Nettokapitalabflüsse aus Deutschland in dreistelliger Milliardenhöhe per annum der vergangenen Jahre im Vergleich dazu wie ein Kindergeburtstag wirken.

    Wer davon wohl am ehesten betroffen wäre und wer darunter wohl am meisten leiden würde ... ?


    Solche Links und Quellen ausgerechnet in einem Finanz-Forum können immerhin als eine "Überraschung" bezeichnet werden. Vielleicht sollte hier (Rubrik: Gesprächsecke) ein passender Strang eröffnet werden. Tenor: "Einführung in den Marxismus" beispielsweise ... :)

  • Möglicherweise, weil manche Soldaten in Ihrer Zeit bei der Bundeswehr zu Berufssoldaten werden? :/ Ist zwar prozentual nur ein geringer Anteil, aber würde wahrscheinlich einen hohen Aufwand nach sich ziehen, wenn man die bereits gezahlten Rentenbeiträge wieder zurückholen wollte.

    Wäre ja nur ein weiteres Argument dafür eine Altersvorsorgekasse für alle Bürger zu schaffen. Wenn alle in ein System einzahlen gibt es keine Sonderfälle. ;)

    Die Beiträge würden nicht zurückgeholt werden. Der Berufssoldat hätte dann ggf. einen Rentenanspruch und einen Versorgungsanspruch, wobei später ggf. eine Anrechnung erfolgen würde.

  • Wobei ich das eh nicht so ganz verstehe. Was spricht dagegen, den Soldaten einfach während seiner Dienstzeit in der GRV zu versichern und fertig? Warum warten bis der Soldat aus dem Dienst ausscheidet? So hoch sind die Verluste der Bundeswehr nicht, dass man hier nennenswert was spart

    Von mir kommt die Regelung nicht, ich habe sie gefunden, nicht erfunden! :saint:

  • Stefan Schulz ist meines Wissens kein Ökonom - sondern Soziologe. Und produziert seit Jahren zusammen mit Wolfgang M. Schmitt einen Podcast. Schmitt ist ein Autor marxistischer Denkrichtung.

    ...

    Solche Links und Quellen ausgerechnet in einem Finanz-Forum können immerhin als eine "Überraschung" bezeichnet werden. Vielleicht sollte hier (Rubrik: Gesprächsecke) ein passender Strang eröffnet werden. Tenor: "Einführung in den Marxismus" beispielsweise ... :)

    Kann er inhaltlich nicht trotzdem einen validen Punkt gemacht haben?

    Wie war das letztens in "Petra Kelly - Act Now!"? :

    "Ein kluges Wort und schon ist man Kommunist."

    :)

  • Ich habe das damals zufällig gesehen und fand die Aussage von Stefan Schulz bemerkenswert

    Er hat sinngemäß gesagt, dass die Einkommen der abhängig Beschäftigten in den letzten Jahrzehnten (er nennt auch einen Zeitraum,hab ich vergessen) nicht mit der Entwicklung der gesamten Volkswirtschaft mitgehalten hätten, hätten sie es getan, wäre die Rentenkasse deutlich voller.

    Dass Frau Siems von Springer darauf steil gegangen ist, war absehbar.

  • Ich habe das damals zufällig gesehen und fand die Aussage von Stefan Schulz bemerkenswert

    Er hat sinngemäß gesagt, dass die Einkommen der abhängig Beschäftigten in den letzten Jahrzehnten (er nennt auch einen Zeitraum,hab ich vergessen) nicht mit der Entwicklung der gesamten Volkswirtschaft mitgehalten hätten, hätten sie es getan, wäre die Rentenkasse deutlich voller.

    Die Rentenkasse wird in einem Umlagesystem nicht 'voller'!:rolleyes: Es würde dann höhere Rentenansprüche geben, da die Menschen mehr eingezahlt hätten. Möglicherweise würde der aktuelle Steuerzuschuss zur Rentenkasse geringer ausfallen.

    Es ist und bleibt eine Tatsache, dass man nur das verteilen kann was erwirtschaftet wird/wurde. In den nächsten 10 Jahren steigt die Zahl der Rentenempfänger deutlich überproportional gegenüber der Zahl der nachkommenden Berufseinsteiger. Der Kuchen im Umlagesystem wird also kleiner werden.
    Die Frage ist nun, wie man diesen kleineren Kuchen 'gerecht' unter den Rentenempfängern verteilt und/oder weitere Kuchenkrümel von außerhalb des Umlagesystems dazu holt (z.B. über Steuern).

  • Die Rentenkasse wird in einem Umlagesystem nicht 'voller'!:rolleyes: Es würde dann höhere Rentenansprüche geben, da die Menschen mehr eingezahlt hätten. Möglicherweise würde der aktuelle Steuerzuschuss zur Rentenkasse geringer ausfallen.

    Es ist und bleibt eine Tatsache, dass man nur das verteilen kann was erwirtschaftet wird/wurde. In den nächsten 10 Jahren steigt die Zahl der Rentenempfänger deutlich überproportional gegenüber der Zahl der nachkommenden Berufseinsteiger. Der Kuchen im Umlagesystem wird also kleiner werden.
    Die Frage ist nun, wie man diesen kleineren Kuchen 'gerecht' unter den Rentenempfängern verteilt und/oder weitere Kuchenkrümel von außerhalb des Umlagesystems dazu holt (z.B. über Steuern).

    Ich bin für die Kuchenkrümel

    NICHTLUSTIG-Cartoon: BROT
    Kennst Du schon den NICHTLUSTIG-Cartoon 'BROT' von Joscha Sauer? Jetzt angucken!
    joscha.com
  • Er hat sinngemäß gesagt, dass die Einkommen der abhängig Beschäftigten in den letzten Jahrzehnten (er nennt auch einen Zeitraum,hab ich vergessen) nicht mit der Entwicklung der gesamten Volkswirtschaft mitgehalten hätten, hätten sie es getan, wäre die Rentenkasse deutlich voller.

    (nachträglich gefettet von mir)

    ???

    Mal unterstellt, der erste Teil der These würde überhaupt stimmen - wie sollte selbst bei deutlich höherem Einkommen der abhängig Beschäftigten in der Vergangenheit bei einem solchen lediglich "von der Hand in den Mund-System" (vornehm-subtiler formuliert Umlageverfahren) die "Rentenkasse deutlich voller sein", da das, was reinkommt stets und sofort wieder ausgeschüttet wird ... ?

    Die Rentenkasse (nur um Deine Formulierung zu verwenden) ist nur ein "Kapitalumschlagplatz" und keine "Kapitalsammelstelle", die Vermögen akkumuliert, indem die Einlagen (in dem Fall die Beiträge) gebündelt und langfristig auf den Kapitalmärkten angelegt werden. Sprich vereinfacht und eingedampft: Was reinkommt, wird sofort wieder ausgeschüttet. Die sogenannte Schwankungsreserve der GRV (heißt heute, glaube ich, im Modern-Sprech Nachhaltigkeitsreserve - oder so ähnlich zumindest) dürfte lächerliche 1 bis 2 Monate betragen (früher oftmals nur Tage oder Wochen).

  • Die Rentenkasse wird in einem Umlagesystem nicht 'voller'! :rolleyes: Es würde dann höhere Rentenansprüche geben, da die Menschen mehr eingezahlt hätten. Möglicherweise würde der aktuelle Steuerzuschuss zur Rentenkasse geringer ausfallen.

    Es ist und bleibt eine Tatsache, dass man nur das verteilen kann was erwirtschaftet wird/wurde. In den nächsten 10 Jahren steigt die Zahl der Rentenempfänger deutlich überproportional gegenüber der Zahl der nachkommenden Berufseinsteiger. Der Kuchen im Umlagesystem wird also kleiner werden.
    Die Frage ist nun, wie man diesen kleineren Kuchen 'gerecht' unter den Rentenempfängern verteilt und/oder weitere Kuchenkrümel von außerhalb des Umlagesystems dazu holt (z.B. über Steuern).

    Nunja, natürlich führen höhere Einzahlungen zu höheren Renten, das scheint ja auch für diesen Herrn Gunkel ein grundsätzliches Problem zu sein. Den Steuerzuschuss verringern zu können, wäre doch schonmal ein positiver Effekt. Wobei der, wenn er denn wirklich alle Leistungen abfedern soll, für die keine Beiträge bezahlt wurden, eh noch viel zu gering ist.

    Vielleicht habe ich mich nicht ganz exakt ausgedrückt, ich weiß natürlich um das Umlagesystem.