Bitcoin wird "Status eines Gold-Ersatzes" erreichen

  • 1 + 4

    Punkt 1 sagt aus meiner Sicht nichts anderes, als dass sich viele Menschen erst dann ernsthaft mit komplexeren Themen wie Geld, Systemfragen oder eben Bitcoin beschäftigen, wenn sie dafür Zeit und Ruhe haben – und nicht mitten im Alltagsstress zwischen Job, Familie und Verpflichtungen. Das ist imo eine ziemlich banale Beobachtung, die auf viele Themen zutrifft. Das würde ich so unterschreiben, ganz ohne Pathos.

    Punkt 4 beschreibt im Kern eine Verschiebung des Zeithorizonts. Wer sich intensiver mit Bitcoin beschäftigt, denkt häufig langfristiger: macht deswegen mehr Sport, mehr Fokus auf Gesundheit, bewussteres Leben, weil man möglichst lange etwas von einer hoffentlich guten Zukunft haben möchte und da helfen solche Veränderungen (zumindest statistisch ;) ). – Für mich kann ich dies bestätigen.

    Das heißt aber ausdrücklich nicht, dass man automatisch sportlicher, gesünder oder „besser“ wird, nur weil man Bitcoin kauft. Das wäre absurd. Es geht eher um die innere Perspektive, mit der man durchs Leben geht. Bitcoin ist hier eher ein Auslöser für solche Gedanken, nicht deren Ursache und schon gar keine Art von Erleuchtungsversprechen.

    Aber so interpretiert eben jeder anders, aber vielleicht konnte ich noch einen anderen Ansatz liefern :)

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Punkt 1 sagt aus meiner Sicht nichts anderes, als dass sich viele Menschen erst dann ernsthaft mit komplexeren Themen wie Geld, Systemfragen oder eben Bitcoin beschäftigen, wenn sie dafür Zeit und Ruhe haben – und nicht mitten im Alltagsstress zwischen Job, Familie und Verpflichtungen. Das ist imo eine ziemlich banale Beobachtung, die auf viele Themen zutrifft. Das würde ich so unterschreiben, ganz ohne Pathos.

    Punkt 4 beschreibt im Kern eine Verschiebung des Zeithorizonts. Wer sich intensiver mit Bitcoin beschäftigt, denkt häufig langfristiger: macht deswegen mehr Sport, mehr Fokus auf Gesundheit, bewussteres Leben, weil man möglichst lange etwas von einer hoffentlich guten Zukunft haben möchte und da helfen solche Veränderungen (zumindest statistisch ;) ). – Für mich kann ich dies bestätigen.

    Das heißt aber ausdrücklich nicht, dass man automatisch sportlicher, gesünder oder „besser“ wird, nur weil man Bitcoin kauft. Das wäre absurd. Es geht eher um die innere Perspektive, mit der man durchs Leben geht. Bitcoin ist hier eher ein Auslöser für solche Gedanken, nicht deren Ursache und schon gar keine Art von Erleuchtungsversprechen.

    Aber so interpretiert eben jeder anders, aber vielleicht konnte ich noch einen anderen Ansatz liefern :)

    Nein Punkt 1 des Artikels beschreibt nichts Banales, wie dass man bloß Zeit haben muss. Es ist die bedeutsame Rede von mentaler Bandbreite nach Einschnitten beispielsweise Coronainfektionen und Krankheiten. Wenn von solchen „Einschnitten“ die Rede sind lebensverändernden Erlebnissen gemeint, kein bloßes Zeit haben.

    4. ja und? man wird optimistischer, lebt gesünder, denkt an Familie etc. Bitcoin als Auslöser nicht als Ursache dieser positiven Entwicklung. Das soll keine Parallele zur positiven Entwicklung sein die ich dank bspw. Scientology nehmen kann?

    Die klebrige Freundlichkeit mit der man in die Sekte eingeladen wird ist auch sehr ähnlich. Aber gut, ich glaube das war es bei Tupperware auch. Muss ja so sein, sonst macht ja niemand mit.

  • Die klebrige Freundlichkeit mit der man in die Sekte eingeladen wird ist auch sehr ähnlich. Aber gut, ich glaube das war es bei Tupperware auch. Muss ja so sein, sonst macht ja niemand mit.

    In der Logik würde aber jemand ganz oben sitzen, wie eben bei einem Schneeballsystem, der davon profitieren würde, dass man „seine Bitcoin“ abkauft. Das trifft aber nicht zu. Bitcoin ist ein technisches Protokoll, ein dezentrales Netzwerk. Es ist Bitcoin egal, ob du dabei bist oder nicht, dadurch läuft das Netzwerk nicht besser oder schlechter. Du kannst dich frei entscheiden, ob du Teilnehmer sein möchtest oder nicht. Du kannst dem Netzwerk jederzeit beitreten und es auch jederzeit wieder verlassen.

    Bitcoin schafft es gerade dadurch, dass es außerhalb bestehender Institutionen funktioniert, eine Wahlmöglichkeit zu bieten – nicht eine Verpflichtung. Ob man diese Option nutzt oder nicht, bleibt komplett dem Einzelnen überlassen.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • In der Logik würde aber jemand ganz oben sitzen, wie eben bei einem Schneeballsystem, der davon profitieren würde, dass man „seine Bitcoin“ abkauft. Das trifft aber nicht zu. Bitcoin ist ein technisches Protokoll, ein dezentrales Netzwerk. Es ist Bitcoin egal, ob du dabei bist oder nicht, dadurch läuft das Netzwerk nicht besser oder schlechter. Du kannst dich frei entscheiden, ob du Teilnehmer sein möchtest oder nicht. Du kannst dem Netzwerk jederzeit beitreten und es auch jederzeit wieder verlassen.

    Bitcoin schafft es gerade dadurch, dass es außerhalb bestehender Institutionen funktioniert, eine Wahlmöglichkeit zu bieten – nicht eine Verpflichtung. Ob man diese Option nutzt oder nicht, bleibt komplett dem Einzelnen überlassen.

    Natürlich ist „es“ (was auch immer) bitcoin egal. Bitcoin ist ja bloß ein Ding.

    Wenn niemand das Ding haben (kaufen) will hat der, der das Ding bereits besitzt einen Nachteil, weil der Besitz seinen Wert verloren hat. Daher ist es dem Besitzer des Dings nicht egal ob es noch jemand anderer besitzen will.

  • Wenn niemand das Ding haben (kaufen) will hat der, der das Ding bereits besitzt einen Nachteil, weil der Besitz seinen Wert verloren hat. Daher ist es dem Besitzer des Dings nicht egal ob es noch jemand anderer besitzen will.

    Aber das gilt doch für jedes Asset auf der Welt, egal ob Gold, Aktien, Immobilien usw. :/

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Aber das gilt doch für jedes Asset auf der Welt, egal ob Gold, Aktien, Immobilien usw. :/


    Ein wesentlicher Unterschied ist, dass genügend Leute die etablierten Assets haben wollen, da muss nicht missioniert werden (wir kamen zu diesem Punkt der Dusjussion ja wegen der von mir ins Spiel gebrachten klebrigen Freundlichkeit).

    Bei den Assets bei denen noch keine vollständige Adoption erfolgt ist und es ein Narrativ statt Erfahrungen mit dem Asset gibt, brauchts diese Rattenfängerei eben noch.

    Ein wesentlicher Unterschied zwischen bspw. Immobilien und. Bitcoin ist allerdings auch der, dass wir Immobilien tatsächlich alle brauchen um darin zu wohnen. Die Unterschiede zu anderen Assets spare ich mir - einerseits wegen der späten Stunde, andererseits aber auch weil ich kein Interesse daran habe endlos weiterzuerklären warum ich kein Intetesse am gratis Persönlichkeitstest habe den man mir in der fussgängerzone aufdrängen will (das versteht nur die lebenserfahrene Geberation)


  • Ein wesentlicher Unterschied ist, dass genügend Leute die etablierten Assets haben wollen, da muss nicht missioniert werden (wir kamen zu diesem Punkt der Dusjussion ja wegen der von mir ins Spiel gebrachten klebrigen Freundlichkeit).

    Bei den Assets bei denen noch keine vollständige Adoption erfolgt ist und es ein Narrativ statt Erfahrungen mit dem Asset gibt, brauchts diese Rattenfängerei eben noch.

    Ein wesentlicher Unterschied zwischen bspw. Immobilien und. Bitcoin ist allerdings auch der, dass wir Immobilien tatsächlich alle brauchen um darin zu wohnen. Die Unterschiede zu anderen Assets spare ich mir - einerseits wegen der späten Stunde, andererseits aber auch weil ich kein Interesse daran habe endlos weiterzuerklären warum ich kein Intetesse am gratis Persönlichkeitstest habe den man mir in der fussgängerzone aufdrängen will (das versteht nur die lebenserfahrene Geberation)

    Ich verstehe deine Perspektive. Gerade mit Lebenserfahrung reagiert man sensibel auf alles, was nach „Missionierung“ oder Verkaufsrhetorik klingt. Das ist eher ein gutes Zeichen als ein Makel. Trotzdem möchte ich ein paar andere Blickwinkel anbieten, nicht um zu überzeugen, sondern um das Bild zu vervollständigen.

    Dass wir Immobilien brauchen, ist richtig. Aber wir brauchen nicht zwingend Immobilien als Anlageklasse. Genau hier wird es interessant: Bitcoin konkurriert nicht mit dem Wohnen, sondern eher mit Geld, Sparformen und Wertspeichern. Ob wir diese Fähigkeiten brauchen oder nicht, muss jeder selber entscheiden, aber man kann Bitcoin nicht pauschal den Nutzen absprechen.

    Außerdem: Bitcoin will niemanden überzeugen müssen. Es ist optional. Wer keinen Nutzen darin sieht, verliert nichts, indem er es ignoriert. Das unterscheidet es fundamental von Sekten, Vertriebssystemen oder auch staatlichen Zwangsmodellen. Wenn morgen niemand mehr über Bitcoin sprechen würde, liefe das Netzwerk trotzdem weiter – genau das Gegenteil von Rattenfängerei.

    Vielleicht hilft dieser Gedanke als Perspektivwechsel: Nicht „Warum reden die so komisch darüber?“, sondern: Warum löst ein rein technisches, freiwilliges System so starke emotionale Reaktionen aus – auf beiden Seiten?

    Wenn man mag, kann man dort tiefer graben. Wenn nicht, ist das völlig legitim. Bitcoin verlangt keine Zustimmung, kein Mitmachen und schon gar keinen Persönlichkeitstest. Es liegt einfach da – und wartet ab, ob jemand irgendwann einen eigenen, ganz persönlichen Nutzen darin erkennt oder eben nicht.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Wenn morgen niemand mehr über Bitcoin sprechen würde, liefe das Netzwerk trotzdem weiter – genau das Gegenteil von Rattenfängerei.

    Das sehe ich anders.

    Die anonymen Oligarchen und Hintermänner von Bitcoin sind für ihren Profit und ihr Geschäftsmodell zwingend auf Abnehmer angewiesen, die ihnen diese Coins wieder abkaufen - und zwar möglichst teuer. Sonst schauen sie in die Röhre.

    Auch das „Netzwerk“ hängt davon ab, dass es immer neue Käufer gibt, denn die sog. „Miner“ dahinter haben Milliarden in teure Serverfarmen investiert und haben hohe Energiekosten. Sie würden pleite gehen, wenn der Kurs dauerhaft einbräche.

    Auch die Handelsplätze und Miner bekommen nur dann ihre gewünschten Transaktionsgebühren, wenn es ständig ausreichend Umsatz gibt.

    Insoweit sehe ich mehr Ähnlichkeiten mit Tupperware, Rheumadecken oder Scientology als mit Gold.

    Juweliere und Zahnärzte reichen den Goldpreis nur durch. Sie verdienen an einer Dienstleistung, die vom Goldpreis unabhängig ist. Sie können sogar auf andere Materialien umsteigen.

    Bitcoin muss ständig angepriesen und „vertrieben“ werden - sonst bricht das dahinterstehende Geschäftsmodell zusammen.

  • Juweliere und Zahnärzte reichen den Goldpreis nur durch. Sie verdienen an einer Dienstleistung, die vom Goldpreis unabhängig ist. Sie können sogar auf andere Materialien umsteigen.

    Zahnärzte? Jedes Angebot und jede Nachfrage beeinflusst ja den Preis … das nennt sich „Markt“. Würde ab heute niemand mehr Goldschmuck kaufen und alle ihren ganzen Goldschmuck verkaufen wollen - was meinst Du, hätte das einen Einfluss auf den Preis oder würden die Juweliere und Schmuckhändler den Preis nur durchreichen? Und von daher auch: Was meinst Du denn, welcher Goldanteil für die Zahnmedizin verwendet wird, und inwiefern dies den Goldpreis beeinflusst?

    Mich nervt der missionarische, von oben herab und arrogant klingende Ton mancher Bitcoin-Befürworter, die meinen, das Licht gesehen zu haben, und alle anderen seien dümmlich. Hier im Forum scheinen mir teils aber eher die Bitcoin-Gegner geradezu hasserfüllt missionarisch unterwegs zu sein und mit Verschwörungstheorien zu arbeiten …

  • Das kann man so aber nicht stehen lassen. Bitcoin ist technisch so gebaut, dass es sich automatisch an Marktbedingungen anpasst. Wenn der Preis fällt, werden ineffiziente Miner unrentabel und scheiden aus, stimmt. Und das ist gut so. Dieser Mechanismus führt zwangsläufig dazu, dass die günstigste Energie genutzt werden muss, die zur Verfügung steht (in der Regel ist dies nachhaltige Energie). In diesem Zusammenhang ist ein Mechanismus im Bitcoin-Protokoll vorhanden, der die Difficulty senkt (also die Schwierigkeit für Miner Aufgaben zu lösen, damit sie den Block-Reward erhalten), wenn unprofitable Miner aus dem Markt ausscheiden, und Mining wird für kleinere oder effizientere Akteure wieder möglich. Im Extremfall könnte man technisch wieder bei einem Niveau wie 2015 landen, als Mining mit überschaubarer Hardware zu Hause machbar war. Das Netzwerk würde weiterlaufen.

    (privates Mining: 2015)


    (Miningfarm 2025)

    Dass einzelne Miner, Börsen oder Dienstleister wirtschaftlich darauf angewiesen sind, dass Nachfrage besteht, ist normale Marktlogik. Das gilt genauso für Gold: Fällt der Goldpreis, schließen Minen, Händler passen sich an, Geschäftsmodelle verschwinden. Trotzdem würde niemand daraus schließen, dass Gold ein Schneeballsystem ist.

    Der entscheidende Unterschied ist: Der Markt regelt das ohne Eingriffe. Es gibt keine Rettung, keine Subvention, keine zentrale Stelle, die eingreifen muss. Akteure kommen und gehen, das Protokoll bleibt. Bitcoin braucht daher keinen „Vertrieb“, um zu existieren – nur Teilnehmer, die freiwillig mitmachen.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Heute Nacht lagen wir bei unter 75k Dollar. Das ist tiefer als April oder?

    Kurzzeitig ja, wir waren kurz unter dem Niveau vom April, sind aber ziemlich schnell wieder zurückgekommen. Im Moment sieht es so aus, als würden die 75 k$ erst einmal halten. Der US-Markt hat allerdings noch nicht geöffnet, da kann also noch Bewegung reinkommen.

    Sollten die 75 k$ nachhaltig fallen, gibt es darunter relativ wenig starke Unterstützungen. Dann wären 60 k$ oder im Extremfall sogar 50 k$ durchaus möglich. Das wäre aber weder dramatisch noch ungewöhnlich für Bitcoin. In dem Szenario lägen wir bei einer Korrektur von etwa 50–60 %, und genau solche Rücksetzer hat Bitcoin in früheren 4-Jahres-Zyklen mehrfach gezeigt.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Genau das habe ich gesagt. 😂

    Nicht wirklich, du hast irgendwelche Verschwörungstheorien in den Raum geworfen:

    Die anonymen Oligarchen und Hintermänner von Bitcoin sind für ihren Profit und ihr Geschäftsmodell zwingend auf Abnehmer angewiesen, die ihnen diese Coins wieder abkaufen - und zwar möglichst teuer. Sonst schauen sie in die Röhre.

    Wer sollen denn diese „Hintermänner“ von Bitcoin sein? Es gibt keine ...

    Bitcoin muss ständig angepriesen und „vertrieben“ werden - sonst bricht das dahinterstehende Geschäftsmodell zusammen.

    Es gibt kein Geschäftsmodell. – Alle deine (falschen) Annahmen lassen sich 1 zu 1 auf Gold übertragen.

    Bitcoin muss ständig angepriesen und „vertrieben“ werden - sonst bricht das dahinterstehende Geschäftsmodell zusammen.

    Das stimmt nicht. Der Bitcoinpreis resultiert aus dem Angebot und der Nachfrage. Steigt das Angebot bei konstanter Nachfrage, sinkt der Preis, steigt die Nachfrage bei konstantem Angebot, steigt der Preis. – Bei Gold ist es identisch. Bei Aktien und Immobilien auch. Auf jedem Markt ist es so ...

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Verschwörungstheorien…

    Wer sollen diese „Hintermänner“ von Bitcoin sein? Es gibt keine ...

    Es gibt kein Geschäftsmodell….

    Guckst Du hier - stellvertretend für diverse andere Nachrichten der letzten 12 Monate:

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    www.politico.com
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