Bitcoin wird "Status eines Gold-Ersatzes" erreichen

  • Das „Digitales Gold“-Narrativ von Bitcoin ist durch die Marktgeschichte schlicht nicht gedeckt. In Krisen ist Bitcoin gerade nicht stabil geblieben, sondern wie ein typisches Risikoasset massiv gefallen. Auch während hoher Inflation zeigte sich eben kein verlässlicher Schutzmechanismus. Gold schwankte, Bitcoin kollabierte.
    Gleichzeitig verhält sich Bitcoin regelmäßig wie ein High-Beta-Tech-Wert. Besonders auffällig ist die zeitweise hohe Korrelation zu Software- und Wachstumsaktien: Steigen Zinsen oder sinkt Liquidität, fallen beide. Kommt Risk-On zurück, steigen beide. Das spricht für eine klare makroökonomische Einordnung als liquditätsgetriebenes Risikoasset, nicht als defensiver Wertspeicher.
    Hinzu kommt ein strukturelles Problem für das „digitale Gold“-Narrativ: Wer die Eigenschaften von Gold digital abbilden will, kann inzwischen auf tokenisiertes, physisch hinterlegtes Gold zurückgreifen. Dieses vereint die Liquidität der Blockchain mit dem realen, historisch gewachsenen Vertrauensvorschuss von Gold. Bitcoin dagegen fordert diesen Vertrauensvorschuss erst ein, ohne ihn historisch oder funktional belegt zu haben.
    Empirisch ist Bitcoin daher ohne Zweifel kein digitales Gold, sondern ein volatiles High-Risk-Asset mit deutlicher Nähe zu Tech- und Softwarewerten.


    (Etwas unkoordiniert einer KI diktiert, die daraus einen vorzeigbaren Post gemacht hat 😉)

  • Und wer gibt die Token raus?

    Die Frage „Wer gibt die Token raus?“ klingt dramatisch, zielt aber am Kern vorbei.
    Gold ist seit Jahrtausenden gesellschaftlich akzeptierter Wertspeicher. Dieser Vertrauensvorschuss ist historisch gewachsen, kulturell verankert und ökonomisch erprobt. Menschen halten Gold nicht wegen Dezentralisierungsideologie, sondern weil es seit Menschengedenken als werthaltig gilt. Zentralisierung war dabei nie das relevante Kriterium. Tokenisiertes, physisch hinterlegtes Gold baut auf genau diesem realen und geprüften Fundament auf. Es digitalisiert einen bestehenden Wertspeicher, es erfindet ihn nicht neu.
    Bitcoin hingegen versucht, denselben Status zu beanspruchen, ohne diese historische Einbettung und ohne vergleichbares Stabilitätsverhalten in Krisen. Das ist kein Upgrade von Gold, sondern ein völlig anderes Risikoprofil.
    Das ist wie Urlaub und Kino zu vergleichen. Beides kostet Geld, aber es ist weder die gleiche Liga noch derselbe Zweck.
    Gold steht für bewährte Vermögenssicherung. Bitcoin steht für hochvolatiles Technologie-Exposure. Wer so tut, als sei das austauschbar, verwechselt Kategorie mit Wunschdenken.
    In den letzten Jahren, aber vor allem in der Anfangszeit, war BTC für Longholder hoch profitabel, ganz wie es einem High Risk Asset geziemt. Ob das auch weiterhin so ist, bleibt abzuwarten.

  • Die Frage „Wer gibt die Token raus?“ klingt dramatisch, zielt aber am Kern vorbei.

    Die Frage ist doch logisch folgend. Was ist daran dramatisch? Kann man die nicht einfach mit z. B. Paxos Trust Company (Emittent von PAX Gold), Tether Limited (Emittent von Tether Gold) und weitere Emittenten beantworten?

  • Mal eine Frage zu der Diskussion in dem anderen Thread:

    Einundzwanzig
    12. Februar 2026 um 20:40

    Die Frage passt aber besser hier hin, als in den anderen Thread:

    Auf welcher Rechtsgrundlage werden eigentlich Bitcoins besteuert, wenn sie doch eigentlich das Ziel haben, sich ausserhalb des "normalen" Banken- und Finanzsystems zu bewegen? Müssten sie damit nicht eher allenfalls als "Konsumgüter" eingestuft werden? Die Einfassung in die Besteuergung nimmt ihnen doch einen wesentlichen Teil des vorgesehenen Charakters(?) Die Staaten und deren Finanzämter erzwingen doch damit eine "Einpressung" in das vorhandene Banken- und Finanzsystem - oder?

  • Auf welcher Rechtsgrundlage werden eigentlich Bitcoins besteuert, wenn sie doch eigentlich das Ziel haben, sich ausserhalb des "normalen" Banken- und Finanzsystems zu bewegen? Müssten sie damit nicht eher allenfalls als "Konsumgüter" eingestuft werden? Die Einfassung in die Besteuergung nimmt ihnen doch einen wesentlichen Teil des vorgesehenen Charakters(?) Die Staaten und deren Finanzämter erzwingen doch damit eine "Einpressung" in das vorhandene Banken- und Finanzsystem - oder?

    Die Frage ist etwas seltsam. Wenn jemand meint, sich dem staatlichen Besteuerungssystem entziehen zu müssen oder zu dürfen, wird der Staat sicher keine Rücksicht darauf nehmen. Wie BTC verstanden werden soll, muss den Stast nicht interessieren. Im Augenblick sind Veräußerungsgewinne innerhalb eines Jahres steuerpflichtig, darüber hinaus nicht. Ein ziemliches Privileg, noch, sofern man es hinbekomnt und will, Gewinne zu realisieren.

  • Die Frage ist etwas seltsam. Wenn jemand meint, sich dem staatlichen Besteuerungssystem entziehen zu müssen oder zu dürfen, wird der Staat sicher keine Rücksicht darauf nehmen. Wie BTC verstanden werden soll, muss den Stast nicht interessieren. Im Augenblick sind Veräußerungsgewinne innerhalb eines Jahres steuerpflichtig, darüber hinaus nicht. Ein ziemliches Privileg, noch, sofern man es hinbekomnt und will, Gewinne zu realisieren.

    Gilt das auch für alte Weinflaschen und rare Pokemon-Karten?

  • Gilt das auch für alte Weinflaschen und rare Pokemon-Karten?

    Manchmal sollte man bestehende Regeln auch mal laufen lassen, Immos sind ja nach 10 Jahren Haltedauer auch steuerfrei. Ich sehe das ja bei Gold,,ebenfalls nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei, jetzt nach den Kurssprüngen der letzten zwei Jahre kommen die Politiker aus allen Ecken gekrochen und wollen am Gewinn mitprofitieren, als davor Gold 20 Jahre und mehr seitwärts lief hat das keinen interessiert, wenn Gold jetzt wieder 10 oder 20 Jahre seitwärts läuft haben wir dann aber wieder ein ineffizientes Bürokratiemonster geschaffen das mehr kostet als einbringt. Aber bei vielen Politikern oder Beamten ist der Neidfaktor deutlich höher ausgebildet als Grundwissen in wirtschaftlichen Dingen. Das ist wie bei uns die Vorabsteuerpauschale oder wie in den Niederlanden die geplante Gewinnabgabe auf nicht realisierte Kapitalgewinne, würde man das erst bei Veräusserung kassieren wären die Gewinne für den Kapitalbesitzer und den Fiskus einiges Höher, da bei therausierenden ETFs zum Beispiel die Endsumme einiges höher wäre durch den Zinseszinseffekt, aber Excel gibt es in Amtsstuben wohl auch nicht.

  • Die Frage „Wer gibt die Token raus?“ klingt dramatisch, zielt aber am Kern vorbei.
    Gold ist seit Jahrtausenden gesellschaftlich akzeptierter Wertspeicher. Dieser Vertrauensvorschuss ist historisch gewachsen, kulturell verankert und ökonomisch erprobt. Menschen halten Gold nicht wegen Dezentralisierungsideologie, sondern weil es seit Menschengedenken als werthaltig gilt. Zentralisierung war dabei nie das relevante Kriterium. Tokenisiertes, physisch hinterlegtes Gold baut auf genau diesem realen und geprüften Fundament auf. Es digitalisiert einen bestehenden Wertspeicher, es erfindet ihn nicht neu.
    Bitcoin hingegen versucht, denselben Status zu beanspruchen, ohne diese historische Einbettung und ohne vergleichbares Stabilitätsverhalten in Krisen. Das ist kein Upgrade von Gold, sondern ein völlig anderes Risikoprofil.
    Das ist wie Urlaub und Kino zu vergleichen. Beides kostet Geld, aber es ist weder die gleiche Liga noch derselbe Zweck.
    Gold steht für bewährte Vermögenssicherung. Bitcoin steht für hochvolatiles Technologie-Exposure. Wer so tut, als sei das austauschbar, verwechselt Kategorie mit Wunschdenken.
    In den letzten Jahren, aber vor allem in der Anfangszeit, war BTC für Longholder hoch profitabel, ganz wie es einem High Risk Asset geziemt. Ob das auch weiterhin so ist, bleibt abzuwarten.

    Die KI hat den Kern der Problematik nicht verstanden. Welche fundamentalen Eigenschaften ( Pepekeke ) Gold hat, weiß ich und die stelle ich auch gar nicht infrage. Es geht um die Implementierung der Token. Diese lösen kein Problem: Derivate bzw. Papiergold sind nicht anderes und lassen sich bereits heute problemlos bei jedem Neobroker handeln. Tokenisierung hat keinen zentralen Vorteil. Dadurch wird Gold weiterhin abhängig vom Emittenten oder Altcoin-Projekten. Du musst diesen Emittenten vertrauen. Und genau dieses Problem löst Bitcoin, du musst niemandem vertrauen. – Das wollen die Leute, die auf Altcoins wie Ethereum, Solana, Ripple und wie sie alle heißen setzen, aber nicht verstehen.

    Bei allen Projekten können im Hintergrund Regeln geändert werden (Ethereum hat bspw. das „Proof of Work“ Prinzip einfach so in „Proof of Stake“ verändert). Dadurch haben beim PoS-Prinzip große Coin-Besitzer strukturell mehr Einfluss auf die Blockvalidierung. Darüber hinaus laufen diese Projekte nicht stabil. Das Ethereum- oder Solana-Netzwerk musste in der Vergangenheit schon häufiger vom Entwicklerteam neu gestartet werden. Wie soll man solchen zentralisierten Projekten vertrauen? Dann kannst du genauso gut weiterhin bei deinem Neobroker bleiben.

    Zudem stellt sich die Frage, auf welcher Blockchain sollen die Token denn überhaupt laufen? Eine eigene? Auf bestehenden? Wer entscheidet das? Und warum? Was passiert, wenn das Projekt einfach geschlossen wird? Oder verboten wird? – All das kann bei Bitcoin nicht passieren, zumindest nicht in letzter Konsequenz. Du behältst IMMER deine Souveränität. Eine zentrale Voraussetzung für ein digitales Äquivalent zu Gold.

    https://www.btc-echo.de/schlagzeilen/n…-solana-206809/

    https://de.finance.yahoo.com/nachrichten/so…-193931127.html

    https://bravenewcoin.com/de/insights/bu…reum-blockchain

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Auf welcher Rechtsgrundlage werden eigentlich Bitcoins besteuert, wenn sie doch eigentlich das Ziel haben, sich ausserhalb des "normalen" Banken- und Finanzsystems zu bewegen? Müssten sie damit nicht eher allenfalls als "Konsumgüter" eingestuft werden? Die Einfassung in die Besteuergung nimmt ihnen doch einen wesentlichen Teil des vorgesehenen Charakters(?) Die Staaten und deren Finanzämter erzwingen doch damit eine "Einpressung" in das vorhandene Banken- und Finanzsystem - oder?

    In Deutschland werden Bitcoin steuerlich als „sonstige Wirtschaftsgüter“ behandelt. Die Rechtsgrundlage ergibt sich aus § 23 EStG (private Veräußerungsgeschäfte). – Langfristig wird der Staat sich bedienen, davon gehe ich aus. Aktuell läuft man der Technologie hinterher und hat gar keinen blassen Schimmer, was da auf uns zukommt bzw. wie man Kryptowährungen im Allgemeinen einordnen soll. Das ist in anderen Ländern anders: Die USA stufen Bitcoin bspw. als „Commodity" (Rohstoff / Ware) ein. Alle anderen Kryptowährungen stufen sie dagegen als „Security“ (Wertpapier) ein. Von dieser Trägheit profitieren gerade die Langzeithalter in Deutschland. Quasi eine Steueroase, muss man wirklich sagen.

    Man kann nur hoffen, dass aktuelle Besitzer zumindest in Zukunft Bestandschutz genießen dürfen, wenn eine Besteuerung kommen sollte.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • In Deutschland werden Bitcoin steuerlich als „sonstige Wirtschaftsgüter“ behandelt. Die Rechtsgrundlage ergibt sich aus § 23 EStG (private Veräußerungsgeschäfte). – Langfristig wird der Staat sich bedienen, davon gehe ich aus. Aktuell läuft man der Technologie hinterher und hat gar keinen blassen Schimmer, was da auf uns zukommt bzw. wie man Kryptowährungen im Allgemeinen einordnen soll. Das ist in anderen Ländern anders: Die USA stufen Bitcoin bspw. als „Commodity" (Rohstoff / Ware) ein. Alle anderen Kryptowährungen stufen sie dagegen als „Security“ (Wertpapier) ein. Von dieser Trägheit profitieren gerade die Langzeithalter in Deutschland. Quasi eine Steueroase, muss man wirklich sagen.

    Man kann nur hoffen, dass aktuelle Besitzer zumindest in Zukunft Bestandschutz genießen dürfen, wenn eine Besteuerung kommen sollte.

    Eine Besteuerung könnte sich als schwierig erweisen. Hat man in D die Bitcoins bei einer Börse liegen, kann man die verpflichten, die KESt. direkt einzuziehen. Im Ausland hilft der AIA, durch den ausländische Erträge an die deutschen Behörden gemeldet werden. Soweit ich weiß, gilt das aber nur für Banken, nicht für irgendwelche Kryptobörsen. Vielleicht gibt es ja auch Kryptobörsen, die sich formal in Ländern befinden, die nicht am AIA teilnehmen. Wenn ich dort Bitcoin mit Gewinn verkaufe und mir den Ertrag selbst auf ein deutsches Konto überweise, sieht das Finanzamt das nicht. Das größte Problem dabei dürfte sein, dass da wohl die Bank in D auf Überweisungen aus verdächtigen Ländern aufmerksam werden würde und die Behörden informiert. Aber auch dafür könnte man sicher einen Workaround finden.

    Bestandschutz? Den gab es mal vor langer Zeit. Spätestens als die Regierung Schröder/Fischer seinerzeit einfach mal entschieden hat, auf die Erträge bereits bestehender KLV-Verträge Sozialabgaben zu erheben, gibt es so etwas nicht mehr.

  • Bestandschutz? Den gab es mal vor langer Zeit. Spätestens als die Regierung Schröder/Fischer seinerzeit einfach mal entschieden hat, auf die Erträge bereits bestehender KLV-Verträge Sozialabgaben zu erheben, gibt es so etwas nicht mehr.

    Ich meinte im Sinne von Beständen, die man bereits vor Stichtag X – falls eine Besteuerung kommen sollte –, besitzt. So ist es doch auch mit Aktien*, die man bereits länger hält. – Sowas könnte ich mir vorstellen. Daher immer fleißig Käufe dokumentieren!

    *In Deutschland gibt es für Aktien, die vor dem 1. Januar 2009 erworben wurden, einen umfassenden Bestandsschutz (sog. „Altbestände“). Diese Regelung bedeutet, dass Gewinne aus dem Verkauf solcher Aktien auch nach Einführung der Abgeltungsteuer im Jahr 2009 steuerfrei bleibe.

    Falls sowas irgendwann auch für Gold kommen sollte, könnte selbiges gelten.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Die Frage ist doch logisch folgend. Was ist daran dramatisch? Kann man die nicht einfach mit z. B. Paxos Trust Company (Emittent von PAX Gold), Tether Limited (Emittent von Tether Gold) und weitere Emittenten beantworten?

    Das würde aber die Frage nicht beantworten, weil ein Bitcoinmacimalist nicht wissen will, wer speziell tokenisiertes Gold herausgibt, das weiß er ja eh, sondern er zielt auf die Zentralisierung an. Darum geht es ja in meiner Antwort um genau das.

  • Ich wäre ja für eine Art Vorabpauschale für grundsätzlich alle Assets.
    Warum soll denn nur der geneigte Ein-ETF-Anleger diese entrichten müssen, warum nicht auch der Sparer, der BC, Gold oder andere Werte hält?

    Vielleicht solltest du dafür kämpfen das du dich besser fühlst und andere nicht auch noch schlechter......

    Les dazu mal meine Einlassung in #3688

  • Die KI hat den Kern der Problematik nicht verstanden. Welche fundamentalen Eigenschaften ( Pepekeke ) Gold hat, weiß ich und die stelle ich auch gar nicht infrage. Es geht um die Implementierung der Token. Diese lösen kein Problem: Derivate bzw. Papiergold sind nicht anderes und lassen sich bereits heute problemlos bei jedem Neobroker handeln. Tokenisierung hat keinen zentralen Vorteil. Dadurch wird Gold weiterhin abhängig vom Emittenten oder Altcoin-Projekten. Du musst diesen Emittenten vertrauen. Und genau dieses Problem löst Bitcoin, du musst niemandem vertrauen. – Das wollen die Leute, die auf Altcoins wie Ethereum, Solana, Ripple und wie sie alle heißen setzen, aber nicht verstehen.

    Bei allen Projekten können im Hintergrund Regeln geändert werden (Ethereum hat bspw. das „Proof of Work“ Prinzip einfach so in „Proof of Stake“ verändert). Dadurch haben beim PoS-Prinzip große Coin-Besitzer strukturell mehr Einfluss auf die Blockvalidierung. Darüber hinaus laufen diese Projekte nicht stabil. Das Ethereum- oder Solana-Netzwerk musste in der Vergangenheit schon häufiger vom Entwicklerteam neu gestartet werden. Wie soll man solchen zentralisierten Projekten vertrauen? Dann kannst du genauso gut weiterhin bei deinem Neobroker bleiben.

    Dieses ewige „Aber wer gibt die Token raus?“ soll wie ein Totschlagargument wirken, ist es aber nicht. Außerhalb der Maximalisten-Bubble interessiert diese Zentralisierungsfrage kaum jemanden. Gold ist seit Jahrtausenden Wertspeicher. Nicht, weil es maximal dezentral ist, sondern weil es sich historisch bewährt hat. Staaten halten es, Zentralbanken halten es, Privatleute kaufen, lagern und verkaufen es problemlos. Es funktioniert, und zwar ohne ideologisches Begleitprogramm. Tokenisiertes Gold digitalisiert dieses bestehende Vertrauen, mehr nicht. Es ersetzt keine Religion, es optimiert Infrastruktur. Die Frage nach dem Emittenten ist im Alltag für 99 % der Anleger kein Showstopper, sonst dürfte niemand Aktien, ETFs oder Anleihen besitzen.
    Bitcoin dagegen wird als „digitales Gold“ verkauft, verhält sich aber wie ein High-Risk-Tech-Asset. Wenn Liquidität rausgeht, fällt es wie Softwareaktien. Wenn Risk-On läuft, steigt es wie Softwareaktien. Das ist kein Wertspeicherprofil, das ist Beta auf Risiko. Gold ist Vermögensversicherung. Bitcoin ist spekulatives Technologie-Exposure mit monetärer Ideologie. Beides kann man gut oder schlecht finden. Aber so zu tun, als sei das aktuell oder irgendwann in der Zukunft austauschbar, ist ungefähr so logisch wie eben Urlaub mit Kino zu vergleichen. Kann man beides mögen? Klar. Ist es dasselbe? Nein.

  • Ich wäre ja für eine Art Vorabpauschale für grundsätzlich alle Assets.
    Warum soll denn nur der geneigte Ein-ETF-Anleger diese entrichten müssen, warum nicht auch der Sparer, der BC, Gold oder andere Werte hält?

    Das machen die Niederlande und arbeiten gerade an einer Überarbeitung des Verfahrens. Siehe den anderen Thread hier:

    Einundzwanzig
    12. Februar 2026 um 20:40
  • Tim92 Vielleicht begründest du deine Ablehnung, anstatt mir nur stumpf einen Daumen abwärts zu schenken!?

    Versteh ich auch nicht zahlen schon knapp 70% und ist dann noch für mehr Steuern, klingt fast so wie die aktuelle Regierung.

    Wieso soll ich mir freiwillig noch mehr ins Bein schneiden oder es abhaken ?

    Sorry ein Staat kann auch mit 2 Ministerien überleben und 10% MwSt und fertig. Da braucht man nicht 75-100% des deutschen Haushalts für den ÖD.

    Bitte die verschiedenen Assetklassen und Steuerarten nicht verwechseln Sam. :)

    panem et circenses

    "Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh."