Bitcoin wird "Status eines Gold-Ersatzes" erreichen

  • Mal wieder ein neuangemeldeter User, der in seinem 1. Beitrag gleich Werbung für BTC

    „Werbung“ für BTC nicht okay! – „Werbung“ für Gold okay. :):S:(

    Man sollte den Thread hier umgehend schließen, dieses Teufelszeug Bitcoin muss verboten werden!


    Die Link zu seiner Website war in der Signatur

    Warum wurde aber der Post gelöscht? Inhaltlich war er doch sehr gut und fachlich korrekt. Hätte man nicht das Profil editieren müssen?

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

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    06.08.2026 - Bitcoin

  • Der bloße Besitz von Gold verbraucht überhaupt keine Energie. Der Handel für Privatanleger findet überwiegend analog statt, selbst im globalen Handel ist der Energieverbrauch minimal

    Dennoch musste das Gold erst einmal aus der Erde geholt und in seine Barren/Münzen/Schmuck Form gebracht werden. Die Mehrheit aller Goldbestände befindet sich in irgendwelchen Recht gut abgesicherten Tresoren, wobei die deutschen glaube ich extrem viel Gold zu hause Bunkern.

    Aber nur um das mal Klarzustellen: Alleine die Goldförderung hat einen jährlichen Energieverbrauch der es problemlos mit Bitcoin aufnehmen kann. Das ist zugegeben auch der mit Abstand größte Posten, aber das Argument Gold verbrauche keine Energie und bei Bitcoin ist der Energieverbrauch ja ach so böse, ist schlichtweg kompletter Unfug.

    Dazu kommen noch die ganzen anderen netten Begleiterscheinungen von Gold wie der hohe CO2 Ausstoß und die wirklich extremen Mengen giftigen Abraums. Wir reden von ca. 20 Tonnen giftigen Schutt für einen simplen Ehering. Dazu Unmengen Quecksilber, hoher Wasserverbrauch etc...

    Verglichen damit, dass Gold nun echt nicht viel kann außer viel wiegen und hübsch auszusehen, ist das ne ziemlich miese Bilanz.

    Ich will nicht behaupten, dass Gold das schlechtere Investment ist. Völlig andere Baustelle. Aber Unfug lasse ich ungern so stehen.

    Ps: der Energieverbrauch des Bankensektors liegt im übrigen weit jenseits von BTC. Komplett andere Dimension.

  • Hast mit vielem Recht, dennoch ist der Energieverbrauch von BTC egal wie man es dreht oder wendet eindeutig nicht positiv.

  • Ich will nicht behaupten, dass Gold das schlechtere Investment ist. Völlig andere Baustelle. Aber Unfug lasse ich ungern so stehen.

    Ps: der Energieverbrauch des Bankensektors liegt im übrigen weit jenseits von BTC. Komplett andere Dimension.

    Deine Meinung in allen Ehren, aber bevor Du das Wort "Unfug" in den Mund nimmst, solltest Du nicht Äpfel und Birnen vergleichen. Da geht nämlich der ökonomische Unfug erst los:

    Der Marktwert des gesamten weltweiten Goldbestandes beträgt in etwa das 10-fache des Wertes aller Bitcoins bei annähernd ähnlichem oder leicht höheren Energieverbrauch aller Goldminen und Goldaufbereitungen sowie Transport (von neu geschüftem Gold).

    Die KI spuckt folgende Werte pro 1.000 Mrd. USD Marktwert aus:
    - Gold: 7,8 TWh/Bio. USD
    - Bitcoin: 52 TWh/Bio. USD

    Bitcoin benötigt also derzeit ungefähr 6- bis 7-mal mehr Energie pro gespeichertem Dollar Werteinheit als Gold. Vom Bankensektor erst gar nicht zu reden...

    Und der Krügerrand oder Maple Leaf von 1995 verbrauchen heute überhaupt keine Energie mehr, genauso wenig wie Barren aus dieser Zeit oder Omas Goldschmuck.

    Die Goldförderung könnte jederzeit eingestellt oder verboten werden, ohne die Rolle von Gold als Wertspeicher zu gefährden.

    Bitcoin MUSS dagegen dauerhaft Energie verbrauchen, weil das Netzwerk anders nicht gesichert werden kann und sonst zusammenbräche. Der "Bug" ist damit anders als beim Gold systemimmanent und niemals abstellbar.

  • Die Goldförderung könnte jederzeit eingestellt oder verboten werden, ohne die Rolle von Gold als Wertspeicher zu gefährden.

    Rein theoretische Position ohne praktische Relevanz. Kein Argument.

    Bitcoin benötigt also derzeit ungefähr 6- bis 7-mal mehr Energie pro gespeichertem Dollar Werteinheit als Gold. Vom Bankensektor erst gar nicht zu reden..

    Kann man als Argument nennen, aber man muss es auch zu Ende denken. Wenn der Goldwert steigt, steigt die Goldförderung, steigt der Energieverbrauch, steigt die Umweltverschmutzung. Rechnest du den Schaden den die Goldförderung anrichtet mit einen sieht die Gleichung schon heute deutlich anders aus.

    Bei BTC gibt es so gut wie keinen Zusammenhang zwischen Energieverbrauch und der Menge neu erzeugter BTCs. Ebenso gibt es keinen relevanten Zusammenhang zwischen der Menge an Transaktionen und dem Energieverbrauch. Ein zwingender Zusammenhang zwischen "gespeichertem Dollar als Werteinheit" und Energieverbrauch existiert ebenso nicht.

    Prinzipiell könnte BTC rein technisch auch das tausendfache an Wert bei 1% des aktuellen Energieverbrauchs speichern.... Es wäre bloß keine besonders erstrebenswerte Situation.

    Der Energieverbrauch des BTC Netzwerks sollte hoch genug sein, um erfolgreiche Angriffe extrem unrealistisch zu machen. that's it. Wäre BTC so viel wert wie alles am Markt verfügbare Gold wäre ein höherer Energieverbrauch als heute wohl wünschenswert... Zumindest bei der derzeit verwendeten Technologie.

    Insgesamt wäre eine Quantencomputer sichere Variante mit noch höher spezialisierter Hardware ohne brauchbaren anderen Anwendungsfall zum Mining wünschenswert.... Und es gibt durchaus Wege dahin.

    Zudem musst du mitdenken, dass wir bei BTC von einem funktionierendem skalierbaren Transaktionsnetzwerk und Speicher System reden. Bei Gold haben wir Handel und Lager Kosten im Vergleich völlig ausgeklammert.

    Dein letzter Punkt ist auch quatsch. Der "Bug" wird bei Gold auf absehbare Zeit definitiv nicht abgestellt. Bitcoin hingegen ist Software und kann sich selbstverständlich ändern.

  • Sollte Bitcoin langfristig im Vergleich zu Gold schneller wachsen und sich die Marktkapitalisierung erhöhen, verteilt sich der Energieverbrauch auf einen deutlich größeren gespeicherten Wert. Deshalb ist die Kennzahl „Energie pro gespeichertem Dollar“ keine Konstante, sondern verändert sich mit der Adoption.

    Darüber hinaus wird die Gewinnung von Gold tendenziell immer schwieriger, was mit größeren Kosten, größerem Energiebedarf und größerer Umweltverschmutzung einhergeht. Bitcoin dagegen wird tendenziell immer sauberer, wenn man sich die Entwicklung des Energiemixes näher anschaut.

    Am Ende stellt sich nur die Frage, ob ein globales, dezentrales und zensurresistentes Geldnetzwerk den dafür notwendigen Energieeinsatz wert ist oder nicht? Darüber kann man unterschiedlicher Meinung sein.

    Zu Thema Energie und Bitcoin wurde ja schon einiges geschrieben:

    Einundzwanzig
    5. Juli 2026 um 17:46

    Und wer immer noch der Meinung ist, dass der Energieverbrauch von Bitcoin ein „Bug“ sein soll, der hat Bitcoin eben einfach nicht verstanden, sorry. Proof-of-Work wurde ganz bewusst in das Protokoll integriert, es ist die grundlegende Basis, ansonsten wäre Bitcoin schon lange tot.

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  • Hast mit vielem Recht, dennoch ist der Energieverbrauch von BTC egal wie man es dreht oder wendet eindeutig nicht positiv

    Stimmt. Jedoch ist Energieverbrauch bei so ziemlich allem nicht positiv. Die richtige Frage ist ob der Energieverbrauch in einen vertretbaren Verhältnis zum nutzen steht. Ein Punkt den man durchaus debattieren kann.

  • Ich habe zufällig nen coole Kanal gefunden, auf dem Hans Maggi mit dem Fahrrad durch entlegene Gebiete in West-Afrika fährt. Losgelöst von der Gold-Thematik lohnenswert zu schauen :)

    Zum Thema Gold: So sieht die Förderung teilweise aus. Ist für mich unerklärlich, wie man sowas komplett ausblenden kann (ab 26:55 min):

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    Ergänzend zum Thema BTC-Mining ein paar Fakten: https://nachhaltigkeit-mit-kopf.de/finanzen/bitcoin-stromverbrauch/

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Und wer immer noch der Meinung ist, dass der Energieverbrauch von Bitcoin ein „Bug“ sein soll, der hat Bitcoin eben einfach nicht verstanden, sorry. Proof-of-Work wurde ganz bewusst in das Protokoll integriert, es ist die grundlegende Basis, ansonsten wäre Bitcoin schon lange tot.

    Mach doch mal eine Grenzwertbetrachtung. Wenn alle Bitcoin geschürft sind, was passiert dann?

    Das Problem bei diesem Konstrukt ist eben, dass Mining und Transaktionen nicht unabhängig voneinander sind. Transaktionen finden nur statt, weil man als "Belohnung" für einen Block einen Bitcoin erhält. Das Geschäftsmodell ist eben, dass die Kosten für das Mining durch die geschürften Bitcoin wieder hereinkommen müssen. Sind alle Bitcoin entstanden, hat niemand mehr einen Anreiz, für viel Geld irgendwelche Hashes zu berechnen. Bitcoin sieht natürlich auch vor, dass Transaktionsgebühren gezahlt werden können. Man kann sich aber ungefähr vorstellen, wie hoch diese sein müssten. Die dürfen dann wohl irgendwo im 3-4stelligen Dollar-Bereich liegen.

  • Mach doch mal eine Grenzwertbetrachtung. Wenn alle Bitcoin geschürft sind, was passiert dann?

    Das Problem bei diesem Konstrukt ist eben, dass Mining und Transaktionen nicht unabhängig voneinander sind. Transaktionen finden nur statt, weil man als "Belohnung" für einen Block einen Bitcoin erhält. Das Geschäftsmodell ist eben, dass die Kosten für das Mining durch die geschürften Bitcoin wieder hereinkommen müssen. Sind alle Bitcoin entstanden, hat niemand mehr einen Anreiz, für viel Geld irgendwelche Hashes zu berechnen. Bitcoin sieht natürlich auch vor, dass Transaktionsgebühren gezahlt werden können. Man kann sich aber ungefähr vorstellen, wie hoch diese sein müssten. Die dürfen dann wohl irgendwo im 3-4stelligen Dollar-Bereich liegen.

    Darauf wird es langfristig tatsächlich hinauslaufen. Wenn alle Bitcoin geschürft sind, werden die Miner ausschließlich über die Transaktionsgebühren finanziert. Das war von Anfang an so vorgesehen.

    Das funktioniert allerdings nur unter der Annahme, dass Bitcoin weiter adoptiert wird und entsprechend genügend wirtschaftliche Aktivität auf oder rund um dem Netzwerk stattfindet. Sollte sich Bitcoin langfristig als digitaler Wertspeicher und Wertanker etablieren, ist es aus meiner Sicht durchaus plausibel, dass Nutzer bereit sind, für die Sicherheit dieses Netzwerks zu bezahlen.

    Wie hoch die Gebühren dann tatsächlich sein werden, weiß heute niemand. Außerdem findet ein Großteil der Transaktionen bereits heute auf Second-Layer-Lösungen (z. B. Lightning) statt. Auf der Blockchain selbst werden langfristig vermutlich eher die besonders werthaltigen Transaktionen abgewickelt. Genau deshalb muss auch nicht jeder Kaffeekauf direkt auf der Bitcoin-Blockchain landen.

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  • Bin für den Bitcoin nicht so zuversichtlich aus 2 Gründen. Als Währung taugt er nicht, da keine Anleihen begeben werden können (eben das hat ihn initial beflügelt).

    Durch Quantencomputer kann die Verschlüsslung gebrochen werden, nicht mehr krypto.

    Kann noch eine Weile laufen, aber irgendwann ist Schluss!

  • Kann noch eine Weile laufen, aber irgendwann ist Schluss!

    Bitcoin ist Software und kann grundsätzlich quantensicher programmiert werden. Aktuell besteht dafür allerdings kein Anlass. Langfristig wird es aber passieren. Nach heutigem Stand dürfte das auf einen Hard Fork hinauslaufen.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Wenn Bitcoin tatsächlich durch Quantencomputing gefährdet ist, hätten wir zu diesem Zeitpunkt ganz andere Probleme auf der Welt, oder? So würde ich das momentan sehen.

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    Meine Beiträge sind als Impulse zu verstehen, um sich selbst zu informieren.

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