Wie reagiert ihr mit euren Geldanlagen auf Trumps Mega Zölle?

  • Was ist denn die Alternative? Alles in Aktien?

    Wenn man es sich finanziell wie mental leisten kann ist das in der Tat langfristig die beste Option.
    Nur wer kann das von sich behaupten?

    Auf dem Bankkonto liegen lassen, mit noch mieserer Verzinsung?

    Bei mir liegt in der Tat eine für meine Verhältnisse hohe Summe auf einem Tagesgeldkonto. Aber das nehme ich in Kauf, da ich das für meinen ruhigen Schlaf benötige.

  • Hallo zusammen,

    stimmt, die können nahe an 100 Prozent kommen.

    Doch auch die tragen zumindestens Verantwortung für sich selbst. Alles auf eine Karte geht nicht wirklich.

    LG

    Ich denke für die meisten ist in Sachen Geldanlage das Wort "alles" mit "nahezu 100%" identisch.

    ich persönlich habe das vor. Immobilie verkaufen und alles in breitgefächerter-ETF. ca 1000-2000€ halte ich auf dem Konto wegen Abbuchungen. Was soll in meinem Leben kaputt gehen was sich nicht durch den Betrag kaufen lässt? (Auto ist bei mir ein 0815-billig gebraucht Auto)

    Im schlimmsten imaginären Fall: ich erleide einen schweren Schicksalsschlag X und brauch 50k....dann verkauf ich Aktien.

  • Was ist denn die Alternative? Alles in Aktien? Auf dem Bankkonto liegen lassen, mit noch mieserer Verzinsung?

    Das hängt von deinen Zielen ab. Wenn ich jetzt 20 Millionen im Lotto gewinnen würde, dann sehe ich wenig Sinn darin, große Beträge zu realen Nullzinsen anzulegen. Selbst mit einer Entnahme von einer halben Million pro Jahr (und was macht man mit dem ganzen Geld?) wären das gerade 2,5%

  • es ist vor allem ein ganz ANDERES Rendite/Risiko Verhältnis..

    Ich denke das ist deine subjektive Meinung. Die Daten geben das nicht her.

    Zitat von Taust

    Die Summe aller eingetretenen Risiken (positiv wie negativ) ergibt dann die Gesamtrendite und da ist mein Ziel eben eine möglichst durchgängige Rendite zu bekommen damit der Gesamtwert eben nicht so stark schwankt wie bei 90% Aktien.

    Du hast mit 50% Aktien / 30% Immobilien / 10% Gold / 10% BTC ein Portfolio aus 100% risikobehafteten Assets und hoffst, dass diese nicht korrelieren werden. Bei Aktien und BTC ist das nachweislich nicht der Fall. Ganz im Gegenteil. BTC bricht meistens um das Doppelte ein, wenn Börsenkrise ist. Bei Immobilien kann das sein, muss aber nicht. Ich persönlich gehe davon aus, dass deutsche Immobilien in den kommenden 20 Jahren nicht nur sehr schlecht rentieren werden, sondern auch als Hedge ausfallen werden. Und ob Gold die 4000 Dollar im Crash halten wird, wenn Kapital benötigt wird, darf bezweifelt werden. Es wäre nicht das erste mal das Gold als Hedge ausfällt. Problematisch ist vor allem, dass deine ,,alternativen" Assets eventuell sehr lange unten bleiben (mehrere Jahrzehnte sind durchaus möglich). Diese Wahrscheinlichkeit ist bei Aktien sehr gering.

    Ich denke, dass du dir beim Risiko was vormachst und viel riskanter unterwegs bist, als du glaubst. Eine Erhöhung von risikoarmen Assets wie kurzlaufende deutsche Staatsanleihen wäre für euer Risikoprofil besser.

    Zitat von Taust

    Ein Teil der Rendite kommt vom Einkauf, der größere, ggf größte, von der Entwicklung des Grundstücks/Objekts (Neubau/Erweiterung/Sanierung) und der dritte von externen Faktoren, die man teils nicht (Zinsentwicklung) und teils nur begrenzt beeinflussen kann,

    Aber der Einkauf und die Entwicklung ist doch eine Vergangenheitsbetrachtung. Das steckt ja in den (hohen) Preisen drin, die du heute abrufen kannst. Wenn du Risiko und Rendite von einer Einzelimmobilie in München mit einem globalen Immo-ETF vergleichen willst, musst du ja die Daten von heute nehmen und die Renditeerwartung für die Zukunft berechnen. Welche Hebel als Unternehmer hast du denn ab jetzt? Wenn du mit der heutigen Mietrendite bezogen auf den heutigen Preis, nach Instandhaltung die Inflation nicht schlägst, ist doch der einzige Treiber die Preisentwicklung. Und die hast du ja ab jetzt nicht mehr in der Hand, oder? Was machst du, wenn deutsche Immobilien wir im letzten Jahrhundert 40 Jahre an Wert verlieren?:/ Oder willst du weiter aktiv neue Immobilien/Grunstücke erwerben und vermarkten?

    Zitat von Taust

    Die "Greifbarkeit" des Wertes hat vor allen den Vorteil dass man viel leichter daran festhält als Ihn im Preis-Rücksetzer doch zu verkaufen

    Da gehe ich mit. Dieser emotionale (leicht irrationale) Punkt ist nicht zu unterschätzen. Insbesondere wenn man eine risikoaverse Frau zu Hause hat.

  • Was ist denn die Alternative? Alles in Aktien?

    Das hängt eigentlich nur von zwei Dingen ab: Deiner emotionalen Stabilität und deiner Entnahmerate.

    Wem die Börsenentwicklung schlichtweg egal ist und immer nur zwischen 0 und 2% entnimmt, braucht außer einem Aktien-ETF keine weiteren Anlagen. Dabei kann die Person in Bullenmärkten trotzdem deutlich mehr als 2% entnehmen, aber man sollte darauf nicht angewiesen sein (in Bärenmärkten).

    Ein Rentner zum Beispiel, der auch ohne Depot gut leben kann. Der braucht keine risikoarmen Assets, wenn er es mental aushält.

  • Auf keinen Fall. Das ist ein Branchen-Aktien-Fonds. Der korreliert mehr mit Aktien, als mit Immo-Anlagen. Ich wüsste nicht, warum man diese Branche übergewichten sollte.

    Bist du dir da sicher? Das würde ja bedeuten, dass die von den Immobilienunternehmen gehaltenen Immobilien deutlich stärker schwanken als die von privaten Investoren gehaltenen Häuser. Sind die Gründe dafür nicht eher in kurzfristigen Anomalien und einer falschen oder fehlenden Bepreisung bei Privatinvestoren zu finden? :/

  • Wobei sich die Frage stellt, ob dieser Rentner dann überhaupt irgendwelche Assets braucht. Egal ob risikoarm/risikoreich.

    ,,Brauchen" ist immer ein sehr relativer Begriff. Was braucht man schon? In der Praxis dürften doch einige Rentner ihre Grundbedürfnisse aus der GRV und einer betrieblichen Rente decken können. Und meistens sind dann auch Rücklagen da. Wer es sich dann emotional zutraut, kann das in den Markt geben.

    Meiner Erfahrung nach haben viele Privatpersonen eine ganz erheblich Abneigung gegen unregelmäßig hohes Einkommen. Also Schwankungen. Ganz egal, ob sie bereits genügend Rente haben oder nicht. Der Betrag darüber hinaus wird dann trotzdem nochmal dreifach und vierfach abgesichert. Das wurde dem Angestellten und Beamten halt über die Jahrzehnte eingebrannt: Der Lohn kommt ein Mal im Monat und der ist eigentlich immer gleich.

    Dabei kann es auch Spaß machen. Wenn man genug Rente hat und das Depot als Bonus sieht: Warum nicht in guten Zeiten einen drauf machen und in schlechten Zeiten ,,nur" an den Bodensee fahren?

  • In dem Kontext

    Ich persönlich gehe davon aus, dass deutsche Immobilien in den kommenden 20 Jahren nicht nur sehr schlecht rentieren werden, sondern auch als Hedge ausfallen werden.

    interessiert

    meine Wenigkeit als Finanz-Laie

    , der u. a. auch ein bißchen Geld in "deutsche Immobilien" geschoben hatte, ganz besonders Deine fundierte Einschätzung als auch diesbezüglicher Experte und Fachmann:

    Sind mit Deiner Aussage unbebaute Grundstücke oder kleinere Gewerbe-Immobilien (Ärzte- und Anwaltspraxen, Ladenlokale, Supermärkte) oder größere Gewerbe-Immobilien (Bürogebäude, Einkaufszentren, Industrie- und Gewerbeparks inkl. Logistik-Immobilien, Hotelkomplexe) oder Wohn-Immobilien oder Spezial-Immobilien (z. B. Pflege-Immobilien, Altenheime) gemeint ? Oder alle diese Segmente ?

    Und gilt diese Deine Aussage die Standorte betreffend besonders für ländliche Regionen oder Kleinstädte oder Großstädte oder Ballungsgebiete oder Universitätsstädte oder Ferienregionen ? Oder für alle diese Standorte ?

  • Was ist denn die Alternative? Alles in Aktien? Auf dem Bankkonto liegen lassen, mit noch mieserer Verzinsung?

    Nunja, Aktien-ETFs haben zwar immer eine mehr oder weniger ausgeprägte Volatilität, aber letztlich zeigen die Kurven ja doch im Schnitt nach oben, der ETF macht also prinzipiell Gewinn.

    Bestimmt gibt es auch bei Aktien-ETFs da Ausnahmen von dieser Regel, aber die halten sich wahrscheinlich nicht sehr lange im Markt - schätze ich mal.

    Ich bin Renter und mit 75% in ETFs und mit 25% in realem Gold investiert.
    Dass ich also keine Sparbücher, Geldmarktfonds, Tages- bzw. Festgeldkonten besitze, macht mir überhaupt keine Bauchschmerzen - im Gegenteil!

    Es war lustig zu beobachten, wie die Kurse letzten Freitag runtergerauscht sind, weil die Orange im Oval Office mal wieder mit der 100%-Zollkeule Richtung China gewunken hat, nur um Montags drauf erneut kräftig nach oben zu starten weil sich der Orangenmann doch nochmal beruhigt hat.

    Dieses Hin- und Her (oder auf und ab) ist doch absolut nichts neues und auch ohne Anlagehorizont von 20 und mehr Jahren lässt sich so die Inflation (nach Steuern) mehr als ausgleichen.

  • Ich denke das ist deine subjektive Meinung. Die Daten geben das nicht her.

    für mich schon, vor allem eben funktionieren Immobilien sogar noch länger als Gold als langfristiger Werterhalt nach Inflation. Diesen Beweis werden Staatsanleihen nie erbringen und nie leisten und wenn Du noch 3 Sternchen an die AAA klebst. Können sie auch nicht, Grund und Boden ist wie Gold (und eben auch BTC) erst mal nicht vermehrbar. Begrenztheit des Assets ist ein zentraler Punkt für die Funktion als Wertspeicher. Staatsanleihen sind beliebig vermehrbar und damit können sie eben auch komplett wertlos werden, deswegen sind sie für mich nur als kurzfristige Aufbewahrungsmöglichkeit geeignet um Liquidität sicher zustellen, aber nicht als langfristiges Investment für Werterhalt. Du antwortest ja auch nie darauf, was Du konkret machst, wenn sie mal schlechter gerated werden sollten und ein höheres Ausfallrisiko bekommen. Was machst Du denn dann mit den 500k?

    Du hast mit 50% Aktien / 30% Immobilien / 10% Gold / 10% BTC ein Portfolio aus 100% risikobehafteten Assets und hoffst, dass diese nicht korrelieren werden.

    warum bemühst Du denn hier nicht Deine historischen Daten. Natürlich müssen die nicht "nicht korrelieren", aber es gibt überhaupt erst mal eine Wahrscheinlichkeit dass sie es nicht tun und historisch war das eben oft so.

    Bei Aktien und BTC ist das nachweislich nicht der Fall. Ganz im Gegenteil. BTC bricht meistens um das Doppelte ein, wenn Börsenkrise ist.

    BTC wird aber meiner Meinung dahin kommen (und wenn es mit dem Tempo der Akzeptanz so weitergeht sehr schnell), aktuell bietet es eher noch Renditechancen als damit die Schwankungen der Aktien durch "Unkorrelation" zu glätten, aber langfristig sehe ich ein Verhalten bei BTC wie bei Gold. Hier verschiebt sich also das Verhalten über die Zeit für mich bei diesem noch jungen Asset. Ob es so kommt wird man sehen, aktuell weiß man schlicht nicht was es wird und wie lange es dem einen (Aktien) oder eher dem anderen (Gold) folgt.
    Es ist halt ein rel. neues Asset, das nochmal ein anderes Risikoprofil ins Depot bringt.

    Bei Immobilien kann das sein, muss aber nicht. Ich persönlich gehe davon aus, dass deutsche Immobilien in den kommenden 20 Jahren nicht nur sehr schlecht rentieren werden, sondern auch als Hedge ausfallen werden.

    woher nimmst Du diese Information? Kennst Du die Zinsentwicklung der Zukunft, kennst Du die Arten der Krisen die kommen usw.? Woher nimmst Du dieses Wissen? Bauchgefühl, Wunsch, guten Hellseher zur Hand?

    Genauso gut könnte ich sagen, im internationalen Vergleich mit London, Paris, Mailand, SanFrancisco etc. ist München noch spotbillig für Investoren und die Preisrally der letzten Jahre war nur ein Aufholen ggü den schlechten Jahren vorher aber es ist noch lange nicht die Grenze. Apple, Google, Microsoft uva. kommen nach München, bauen Ihre Kapazitäten hier stark aus und ziehen viele sehr gut verdienende Menschen an (ich selbst hatte in der Erstvermietung diverse "Relocation Manger" da, die genau für dieses Klientel mieten wollten. Da spielt Geld keine Rolle, das zahlt sogar oft der AG)

    Wohnraumknappheit wird auch nicht schnell weggehen und Bevölkerung wird weiter stark wachsen hier im Ballungsraum...

    Aber: Ich weiß es schlicht nicht was kommt, was man auch hier weiß, dass es historisch eben oft unkorreliert zu Aktien rentiert hat, halt wieder ein Asset mehr das mit den anderen zu einer Wahrscheinlichkeit x nicht korreliert.

    Zudem: ich habe aktuell lieber Münchner Wohnimmobilien als "weitweite", denn da sind wieder zum guten Teil die Amis im Spiel, die viel riskanter/kürzer finanzieren als wir hier und aktuell auch wieder extreme Preise haben. Da ist die nächste Krise im Anmarsch bei denen...

    Wenn du Risiko und Rendite von einer Einzelimmobilie in München mit einem globalen Immo-ETF vergleichen willst, musst du ja die Daten von heute nehmen und die Renditeerwartung für die Zukunft berechnen. Welche Hebel als Unternehmer hast du denn ab jetzt?

    Sonderabschreibung in 6-stelliger Höhe und einen großen Kredithebel bei 0,7% Zinsen fest auf 20a vielleicht?

    Und ob Gold die 4000 Dollar im Crash halten wird, wenn Kapital benötigt wird, darf bezweifelt werden. Es wäre nicht das erste mal das Gold als Hedge ausfällt. Problematisch ist vor allem, dass deine ,,alternativen" Assets eventuell sehr lange unten bleiben (mehrere Jahrzehnte sind durchaus möglich). Diese Wahrscheinlichkeit ist bei Aktien sehr gering.

    das kann gut sein, dass Gold fällt, dass Immos fallen, dass Aktien fallen, das BTC fällt...oder auch steigen, kann alles sein, auch für 15a...aber eben sehr unwahrscheinlich dass alle zusammen immer das gleiche tun. Ich betrachte die Summe und nicht wie Du jedes Einzelne.
    Du willst jetzt hoffentlich nicht diskutieren, ob Gold und Münchner Immos die Renditekurve die letzten Jahrzehnte glättet haben, oder doch? In quasi jeder größeren Krise 2001/2008/2020 haben diese Assets Stabilität gebracht ggü rein Aktien.

    Zum x-ten mal: ICH will DICH nicht überzeugen, Du kannst das machen wie Du meinst. Wenn Dir die Schwankungen und das konzentrierte Risiko des Aktienmarktes egal sind, sowohl vom Kapitalbedarf als auch emotional, dann mach. Ich habe andere Ziele und andere Anforderungen an mein Vermögen, also mach ich das anders eben mit dem Ziel, weniger Schwankung und Ausfallrisiko im Vermögen zu haben und es nach Steuern und Inflation möglichst durchgängig zu erhalten. Warum Du mich unbedingt von Deinem Weg überzeugen willst weiß ich nicht.

  • Ich bin Renter und mit 75% in ETFs und mit 25% in realem Gold investiert.
    Dass ich also keine Sparbücher, Geldmarktfonds, Tages- bzw. Festgeldkonten besitze, macht mir überhaupt keine Bauchschmerzen - im Gegenteil! ....Dieses Hin- und Her (oder auf und ab) ist doch absolut nichts neues und auch ohne Anlagehorizont von 20 und mehr Jahren lässt sich so die Inflation (nach Steuern) mehr als ausgleichen.

    Hut ab! Mit 75% Aktienquote gehört du als Rentner zu den absoluten ,,daredevils" in diesem kapitalismusfeindlichen Land.

    Wer das Thema rational betrachtet und sich ein bisschen überlegt woher die Wertschöpfung eines Landes kommt, landet eigentlich immer bei einer sehr hohen (oder maximal möglichen) Quote an Unternehmensbeteiligungen im Vermögen. Und wer sich dann über die eigenen begrenzen Fähigkeiten nichts vor macht, streut breit und global. Das dieses Thema sogar in der relativ finanzaffinen Blase namens ,,Finanztip" so kontrovers diskutiert wird, stimmt mich ehrlich gesagt nicht besonders positiv was die (zukünftige) Finanzbildung und Sicherheit der Rentensysteme anbelangt.

    Ich persönlich gehe übrigens davon aus, dass wir auch weiterhin sehr heftige Kurzrücksetzer an den Börsen sehen werden und das deren Häufigkeit zunehmen wird. Ich denke allerdings, dass die Zeiträume bis zum nächsten ATH nicht mehr so lang sein werden. Dafür ist der Druck aus der wählenden Bevölkerung zu hoch. Insbesondere in den USA.

  • Wohnraumknappheit wird auch nicht schnell weggehen und Bevölkerung wird weiter stark wachsen hier im Ballungsraum...

    Das hat man viele Jahrzehnte auch über japanische Immobilien und die Bevölkerung dort erzählt. Und der Markt dort hatte im Gegensatz zu viele Märkten sogar den ,,Vorteil" von sehr, sehr begrenzter Landfläche. Was die letzten 40 Jahre passiert ist und noch passiert, brauche ich dir ja nicht erzählen.

    Die zukünftige Wohnflächennachfrage vorherzusagen ist nicht ganz einfach. Bei der Demografie, die wir momentan haben, würde ich mich aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Um die aufzufangen benötigen wir qualifizierten Zuzug in einer Größenordnung, den es es in der Geschichte dieses Landes noch nie gab. Auch in den Ballungsräumen. Ob der jemals stattfinden wird, hängt von vielen Faktoren ab. Nicht zuletzt von der politischen und wirtschaftlichen Situation. Beides keine sehr prickelnden Themen.

    Fakt ist und bleibt, dass deutsche Immobilien in der Breite (auch in München) bis auf wenige Jahre vor 2023 einen eher schlechten track record und Vermieter (unverständlicherweise) einen miserablen Stand haben. Gesellschaftlich wie politisch.

    Ich sehe schwarz für diesen Markt und denke, dass man sich als deutscher Bürger, zumindest bei der Vermögensallokation, so weit wie möglich weg von Deutschland bewegen und lokale Klumpen so gut es geht vermeiden sollte. Durch euer Eigenheim und die GRV seid ihr ohnehin ziemlich stark in dieses Land ,,investiert". Ich würde diese Konzentration nicht weiter erhöhen. Du siehst das anders. Das unterscheidet uns. Deine Argumentation hat mich auf jeden Fall nicht überzeugt.

    Missionieren möchte ich dich nicht. Ich möchte dir eine andere Sichtweise aufzeigen und dir erklären, dass eine Möglichkeit besteht, dass du und deine Frau das Thema ,,Risiko" nicht richtig bewertet habt.