Wie reagiert ihr mit euren Geldanlagen auf Trumps Mega Zölle?

  • Der amerikanische Konsument soll mehr bezahlen, um Europa dafür zu bestrafen, dass es nicht will, dass der Ami Grönland annektiert?

    Solange wir Grönland mit amerikanischen Geldbörsen verteidigen, wäre ich mit meinem gesamten Gratis-Mut dabei. =O:/:rolleyes:8o

    Die Bayerische Versorgungskammer hilft gerne etwas aus:

    https://www.focus.de/politik/deutschland/bayerische-rentenkasse-versenkt-millionen-und-hat-nun-trump-anwalt-am-hals_aeb08980-0859-487c-98b8-69dc4f05f403.html

    Nach Millionen-Verlusten: Versorgungskammer droht neuer Ärger
    Die Bayerische Versorgungskammer steckt in einem Finanzskandal. Sie ist die größte öffentlich-rechtliche Pensionskasse mit fast drei Millionen Versicherten.…
    www.br.de
  • Die Finanztip-Redaktion bastelt sicher an einem Sondernewsletter.

    Der ist auch nötig. Denn der Satz aus dem Freitag-Newsletter kann es wohl nicht gewesen sein:

    „Mit einem weltweiten Aktien-ETF hast Du das zu spüren bekommen. Denn darin stecken jede Menge Aktien, die in Dollar notieren und umgerechnet in Euro weniger wert geworden sind.“

  • Die Finanztip-Redaktion bastelt sicher an einem Sondernewsletter.

    Der ist auch nötig. Denn der Satz aus dem Freitag-Newsletter kann es wohl nicht gewesen sein:

    „Mit einem weltweiten Aktien-ETF hast Du das zu spüren bekommen. Denn darin stecken jede Menge Aktien, die in Dollar notieren und umgerechnet in Euro weniger wert geworden sind.“

    Du meinst es fehlt eine ausführliche Beschreibung/Erläuterung von Währungsririken? So wie hier z.B.?

    Währungsrisiko von ETFs richtig erfassen
    ETFs auf Titel außerhalb der Eurozone sind immer einem Währungsrisiko ausgesetzt. Wir zeigen dir, was du beim Währungsrisiko von ETFs beachten solltest und wie…
    www.justetf.com

    Oder meinst Du, dass es solche Risiken nicht gibt?

  • Die Empfehlungen in diesen Thread lauteten ja: aussitzen, Sparplan laufen lassen.
    Hat sich für euch etwas daran geändert?

    Nein.

    Ich könnte mir vorstellen, daß diese Zolldrohungen mittlerweile eingepreist sind, sie somit die Börse ziemlich unbeeindruckt lassen.

    Jeder weiß mittlerweile, daß Trump unberechenbar ist und sich alle Naselang eine neue Spinnerei einfallen läßt. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, daß seine Zollkeule ihre Wirkung bereits verloren hat. In allen Lieferverträgen dürfte mittlerweile eine passende Klausel stehen, daß der zum Lieferzeitpunkt gültige Zoll vom Kunden zu bezahlen ist. Das wird jetzt einfach nur fakturiert. Ändert sich der Prozentsatz, wird mit dem neuen Prozentsatz abgerechnet. Zölle verschlechtern zwar die Handelsposition des jeweiligen ausländischen Lieferanten, in aller Regel wird aber der Kunde den Zoll bezahlen und nicht der Lieferant. Das merken die amerikanischen Verbraucher bereits, fraglich ist, ob es ihnen schon klar ist, wer ihnen die Preissteigerungen eingebrockt hat.

    Ich habe von der Einsicht des amerikanischen Durchschnittswählers nicht die höchste Meinung. Trump hetzt gegen Schwarze und haut frauenfeindliche Sprüche raus, da würde ich als schwarze amerikanische Wählerin doch niemals mein Kreuz hinter seinem Namen machen. Verblüffend viele amerikanische schwarze Wählerinnen haben es aber doch getan.

    Trump ist Immobilienmogul im amerikanischen Markt, von internationalen Handelsbeziehungen hat er offensichtlich keine Ahnung. Und die in seiner Entourage Ahnung haben und ihn auf seinen Irrtum hinweisen könnten, halten das Maul, weil sie ihren Job nicht verlieren wollen. Klassische Verhältnisse halt im Umfeld eines Diktators.

    Wir können ihn nicht ändern. Wir werden sehen, was passiert. Einen Einbruch wie im letzten März erwarte ich jedenfalls nicht.

  • Hallo zusammen,

    wie Finanztip m.E. das Thema Währungsrisiko bei ETFs erklärt, weil das oft unterschätzt wird.
    Sobald ich in ETFs investiere, die nicht nur europäische Aktien enthalten, spiele ich automatisch auch auf dem Währungsmarkt mit. Das merkt man nicht sofort, wirkt sich aber direkt auf die Rendite aus.

    Auch wenn ich meinen ETF ganz normal in Euro kaufe, stecken darin häufig Aktien, die in US-Dollar, Yen oder anderen Währungen notieren. Verändert sich der Wechselkurs zwischen Euro und diesen Währungen, verändert sich auch der Wert meines Investments in Euro. Das passiert unabhängig davon, ob die Aktien selbst steigen oder fallen.

    Ein klassisches Beispiel ist ein Welt-ETF mit hohem US-Anteil. Steigen die US-Aktien, der Dollar verliert aber gegenüber dem Euro an Wert, dann kommt bei mir in Euro gerechnet weniger Rendite an. Umgekehrt kann ein stärkerer Dollar meine Rendite erhöhen, selbst wenn die Aktienkurse nur seitwärts laufen.

    Gerade bei breit gestreuten ETFs ist das wichtig zu wissen, weil ein großer Teil der Unternehmen aus den USA kommt. Damit hängt ein erheblicher Teil der Wertentwicklung nicht nur von den Aktienmärkten ab, sondern auch von der Entwicklung des Dollar-Euro-Kurses.

    Ich habe auch gelernt, dass Währungsrisiken nicht automatisch schlecht sind. Sie können die Rendite schmälern, aber genauso gut verbessern. Im Grunde sind sie ein normaler Bestandteil internationaler Geldanlage und gehören zur globalen Streuung dazu.

    Wichtig fand ich außerdem die Erkenntnis, dass die Fondswährung kaum eine Rolle spielt. Ob ein ETF in Euro oder Dollar geführt wird, ist hauptsächlich eine rechnerische Sache. Entscheidend ist allein, in welchen Währungen die Unternehmen im ETF wirtschaften und an welchen Börsen sie gehandelt werden.

    Es gibt zwar ETFs mit Währungsabsicherung, die Wechselkursschwankungen ausgleichen sollen, diese kosten aber mehr. Für langfristiges Investieren halte ich das eher für unnötig, weil sich Währungsschwankungen über lange Zeiträume häufig ausgleichen, während die höheren Kosten dauerhaft bleiben.

    Also: Ich muss mir des Währungsrisikos bewusst sein, aber keine Angst davor haben. Wenn ich langfristig und breit gestreut investiere, ist das völlig normal und gehört einfach dazu. Viel wichtiger sind Geduld, Diversifikation und niedrige laufende Kosten.

    LG

  • Der amerikanische Konsument soll mehr bezahlen, um Europa dafür zu bestrafen, dass es nicht will, dass der Ami Grönland annektiert?

    Solange wir Grönland mit amerikanischen Geldbörsen verteidigen, wäre ich mit meinem gesamten Gratis-Mut dabei. =O:/:rolleyes:8o

    Ja, was nur wenn der amerikanische Konsument, das europäische Produkt daraufhin nicht mehr oder deutlich weniger kauft, weil es einfach zu teuer ist? Dann ist dieser Mut schnell nicht mehr gratis. Einpreisen kann man eine erwartbare Entwicklung, aber Unberechenbarkeit nur schwer.

  • Ich bin ja durchaus für gepflegten Zynismus zu haben, aber das ist nun wirklich das Geschmackloseste, was ich seit Langem gelesen habe.

    Da war nichts zynisch gemeint. Das einige durch das Recht Casinos zu betreiben sehr viel Geld verdienen ist eine Tatsache. Vielleicht ist das sogar eine Art Reparation für das, was in der Geschichte passiert ist. Und die Frage, ob sie damit als Gemeinschaft glücklich geworden sind, ist einfach das, was es ist: eine Frage, die ich nicht beantworten kann.

  • Mein innigster Wunsch wäre, dass sich Europa endlich stärker gegen ihn stellt. Ich befürchte aber halt, dass das nicht passieren wird ...

    Wenigstens Deutschland hätte mal ein oder zwei seiner Flugzeugträger beispielsweise vor Grönland auftauchen lassen können, um Präsenz und Stärke zu zeigen ...


    Der Name des EU-Verteidigungsministers oder der EU-Verteidigungsministerin fällt mir gerade nicht ein ... nur eine EU-Außenbeauftragte und EU-Kommissare ...


    Nur am Rande aber in dem Kontext und der guten Ordnung halber

    ... dass sich Europa ...

    Europa ist ein Erdteil, der sich über das westliche Fünftel der eurasischen Landmasse erstreckt. Das mit riesigem Abstand flächenmäßig größte Land in Europa ist Russland mit seinem europäischen Teil, in dem mit Abstand der größte Teil seiner Bevölkerung lebt. Daß sich also ausgerechnet Putin direkt gegen Trump stellt mag Dein "innigster Wunsch" sein, erscheint mir aber eher sehr unwahrscheinlich. Zum einen wäre das für Putin ernsthaft gefährlich und zum anderen scheinen beide eine ganz ähnlich imperiale Linie zu verfolgen.

    Meintest Du mit "Europa" vielleicht EWR, EU, UEFA oder Eurozone ... ?

  • Ja, was nur wenn der amerikanische Konsument, das europäische Produkt daraufhin nicht mehr oder deutlich weniger kauft, weil es einfach zu teuer ist? Dann ist dieser Mut schnell nicht mehr gratis. Einpreisen kann man eine erwartbare Entwicklung, aber Unberechenbarkeit nur schwer.

    Das findet ja jetzt schon real statt. Verschiedenste Produkte werden einfach ausgelistet, weil sich der Kauf durch den Händler für ihn nicht mehr lohnt.

  • Ja, was nur wenn der amerikanische Konsument, das europäische Produkt daraufhin nicht mehr oder deutlich weniger kauft, weil es einfach zu teuer ist? Dann ist dieser Mut schnell nicht mehr gratis. Einpreisen kann man eine erwartbare Entwicklung, aber Unberechenbarkeit nur schwer.

    Mit welchem Recht haben wir denn die Vermutung bzw. Erwartung entwickelt, dass der Ami immer bei uns kauft?

    Es gab in der Vergangenheit übrigens schon Ausfuhrbeschränkungen in Polizeistaaten.

  • So langsam glaube ich, nur noch ein liberal‑demokratischer Umsturz kann den USA und damit auch uns helfen. Selbst wenn der Wählerwillen, angefangen bei den Midterms, kippen sollte, traue ich MAGA einen Coup zu - in 2021 haben die das ja schon mal versucht.

  • König Donalds neueste Idee (aus Die Zeit).

    "US-Präsident Trump plant Medien zufolge einen neuen Friedensrat als mögliche UN-Alternative. Wer als Staat teilnehmen will, soll eine Milliarde Dollar zahlen."

    ...

    "Entscheidungen sollen mit einfacher Mehrheit gefasst werden. Allerdings müsste der Vorsitzende – also Trump – alle Beschlüsse genehmigen. Der jeweilige Vorsitzende solle auch über seine Nachfolge entscheiden, heiße es. Dies würde garantieren, dass die USA den Vorsitz nie abgeben müssten."

    Ich glaube meine Ansicht bzgl. Weltherrschaft muss ich nochmal überdenken.

  • Dieser Thread ist jetzt schon bald ein Jahr alt, Anfang April 2025 wurde er gestartet.

    Ich mache immer noch das gleiche wie die letzten Jahre: Einfach jeden Monat meinen Sparplan laufen lassen!

    Was auf der Welt passiert, weiß man ohnehin nicht vorher. Und wie es sich auf die Börse auswirkt erst recht nicht. Gefühlt bricht gerade die Weltordnung, wie wir sie die letzten Jahrzehnte kannten, auseinander, es brennt an allen Ecken und Enden, und trotzdem (oder deswegen?) steigen die Kurse von Höchststand zu Höchststand. Ich persönlich fände ja etwas mehr Pessimismus angebracht, aber die Märkte sehen das offenbar anders, warum auch immer.

    Ein Grund mehr, gar nicht erst nach persönlichen Befindlichkeiten zu investieren, umzuschichten oder sonst aktiv ins Depot einzugreifen, sondern eindach stumpf passiv weiter den Sparplan laufen lassen.

  • Hallo zusammen,

    für mich ist das eine schöne Bestätigung, warum ich Gefühle und Tageslaunen konsequent aus meiner Geldanlage raushalte. Statt ständig zu überlegen, ob ich jetzt etwas ändern müsste, lasse ich meine Investitionen einfach entspannt weiterlaufen.
    (Welt ETF).
    Passiv bleiben ist für mich keine Bequemlichkeit, sondern Disziplin – und am Ende meist die klügere Entscheidung. Mein Job ist investiert zu sein, der Markt macht den Rest.

    LG

  • Nunja, ich halte im Moment eigentlich zu viel im Tagesgeld, aber irgendwas lässt mich zögern, gerade jetzt den Aktienanteil zu erhöhen, obwohl das eigentlich angesagt wäre, das geht mir jetzt schon ein paar Wochen so. Passiv investieren ja, aber blind dabei sein will ich auch nicht.