Aktuelle Pläne zu Sozialabgaben vs. ETF Sparen

  • muss man nicht davon ausgehen, dass Bezieher von Mieteinnahmen aufgrund der Sozialabgaben nicht dann einfach die Miete erhöhen werden? Die Mieter werden sich freuen.

    Davon muss man nur dann ausgehen, wenn man die Marktwirtschaft in seinen Grundzügen verstanden hat. Das ist durchaus bei der SPD bei einigen der Fall. Deshalb hat man ja die Mietpreisbremse eingeführt.

    Das bedeutet letztlich:

    Entweder gelingt es, diese Abgaben auf die Miete aufzuschlagen oder man muss sich fragen, wer eigentlich noch Wohnraum schaffen soll und warum?

  • Der mächtigen Lobby der nicht-reichen entkommt keiner Muhahhahaha.

    Definiere Du doch bitte zunächst mal, wer Deiner Meinung nach in die Gruppe der 'Reichen' gehört? Jeder der 1% , 10%, 20%, 100%, 500% mehr im Monat hat wie ein Bürgergeldempfänger?

    Was die SPD aktuell vorschlägt zielt eben nicht auf die reichsten x% der Bevölkerung, sondern auf ALLE die es sich irgendwie erlauben können etwas zu sparen/investieren. Die SPD nennt ja auch ganz bewusst keine Freibeträge.
    Warum schlägt die SPD nicht zunächst mal vor z.B. ALLE Vermögensarten in Deutschland gleich zu besteuern?
    Hier wird seitens der SPD bewusst das Bild des reichen Aktionärs geschürt, der leistungslos in der Hängematte liegt und seine Kapitalerträge verprasst. Das entspricht aber kaum der Realität. Zunehmend sparen weite Teile der Bürger für Ihr Altersvorsorge in privaten Depots an.

    Es ist einfach unredlich seit 30 Jahren JEDEM zu empfehlen private Vorsorge zu betreiben (steht sogar in der jährlichen Renteninformation!) und dann mitten im Spiel anzufangen den Leuten einen Teil Ihrer Altersersparnisse wieder wegnehmen zu wollen.
    Und wohlgemerkt: Es geht mir nicht um eine generelle Kritik an einer möglichen höheren Besteuerung von Kapitalerträgen, sondern darum, dass die geplante 'Gesundheitsabgabe auf Kapitalerträge' unabhängig von der tatsächlichen Steuerlast erhoben werden soll.

  • Da wird es doch garantiert Freibeträge geben. Ich jedenfalls traue der jeweiligen Bundesregierung schon zu, dieses Thema mitzudenken.

    Aber Fakt ist doch einfach, dass es nicht sein kann, dass alleine der Faktor Arbeit weiterhin die Last der Sozialabgaben alleine trägt. Es wäre in meinen Augen nur fair, wenn Dividenden, Mieteinnahmen etc auch dazu beitragen würden. Und nein, ich meine nicht Oma Erna, die ihre mickrige Rente mit ein wenig Ertrag aus ihrem ETF-Sparplan ausbessert, oder Opa Ernst, der in einem sanierungsbedürftigen Eigenheim lebt und eine kleine Miete aus der Einliegerwohnung generiert. (ein rein objektiver persönlicher Einwurf von mir, der zugegeben auch leicht am Thema vorbeigeht: mein Arbeitgeber hat einen Eigentümerwechsel hinter sich, Übertragung von der Gründergeneration auf die Junioren, da wurden zweistellige Millionenwerte vererbt/verschenkt, festgesetzte Steuer: 0,00€. Da läuft in meinen Augen definitiv was schief.)

    Aber man sieht ja schon hier, wie schwer es ist, sich diesem Thema zu nähern. Weder ist das Bild des "reichen Aktionärs der leistungslos in der Hängematte liegt und seine Kapitalerträge verprasst" richtig, noch will die SPD (oder sonst wer) uns die Altersvorsorge wegnehmen.

    Da werden Narrative bedient, die einfach nur die Ängste schüren sollen, die der entsprechende Seite ins Bild passen.

    Ich würde mir wünschen, würde mal jemand mit einem konkreten Vorschlag (mit Zahlen, Fakten, Freibeträgen etc) um die Ecke kommen, und nicht immer mit so nebulösen Vorschlägen wie jetzt die Sozialkommission der SPD. Dann könnte man mal über die Sache an sich reden.

  • Eazy im Großen uns Ganzen haben kapitalreichere Menschen mehr Kapitalerträge als kapitalarme. Erträge aus weiteren Formen und Verwahrformen von Kapital (Immobilien, Gold, Stiftungen etc) dürfen im nächsten Schritt aber selbstverständlich auch ihren Beitrag zum Erhalt unsere Gesellschaft (Grundlage um überhaupt Gewinne zu machen) beitragen. Steuertricks für kapitalreiche gehören freilich abgeschafft. 100% Gerechtigkeit gibts natürlich nicht. Freibeträge sind sicher sinnvoll und nur noch nicht Thema weil ja noch überhaupt gar nicht umgesetzt und eine Umsetzung generell unrealistisch ist (Wahlkampfgetöse)

  • Es gibt auch bittere Wahrheiten in Deutschland auf die man nicht wieder sofort reflexartig reagieren muss:

    Ungefähr die Hälfte der Erwachsenen hat GAR NICHTS an Vermögen.

    Ein weiterer bedeutender Teil der Erwachsenen lebt zumindest so in den Tag hinein, das so eine Art „Notgroschen“ da ist. Mehr bleibt aber aufgrund der Umstände und der Art der Lebensführung (ganz heikles Thema) nicht übrig.

    Da läufts quasi nichts mit Altersvorsorge.
    Mit etwas „Glück“ wird denen von der Finanzindustrie in Gestalt der Kreissparkassen, Volksbanken und Finanzvertriebe Geld aus der Tasche gezogen, das später Gebühren - und Inflationsgeschädigt zum Rentenbeginn als Nasenwasser wieder auftaucht.

    Belastet werden durch alle Ideen immer nur die, die irgendwas haben.

  • Es ist einfach unredlich seit 30 Jahren JEDEM zu empfehlen private Vorsorge zu betreiben (steht sogar in der jährlichen Renteninformation!) und dann mitten im Spiel anzufangen den Leuten einen Teil Ihrer Altersersparnisse wieder wegnehmen zu wollen.

    (nachträglich gefettet von mir)

    War das denn beispielsweise damals (2004 - unter Rot/Grün mit dem GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) - oder so ähnlich zumindest den Namen betreffend) anders - als mitten im Spiel die Regeln geändert wurden und die bAV für die GKV verbeitragt wurde ... ?

    Erinnere mich noch gut an damalige Aussagen von Betroffenen:

    "Hätte ich das vorher gewußt, die bAV hätte ich nie abgeschlossen", "ein Witz bezüglich der Planungssicherheit für die Altersvorsorge", "wie in einer Bananenrepublik" usw. usw. ...

    Damals bildeten sich diverse Initiativen davon Betroffener.

    Es dauerte meines Wissens aber bis zum Jahr 2020 für eine minimale Nachbesserung seitens des Gesetzebers (seitdem soll diesbezüglich wenigstens ein kleiner Freibetrag gelten).


    Für Staaten (auch für Notenbanken) gilt im Ernstfall "Not kennt kein Gebot". Bei exogen ausgelösten Krisen, Schocks, Katastrophen usw. verständlich und nachvollziehbar. Bei aber durch eigenes Handeln bzw. Nichthandeln (Unterlassen, obwohl Handeln längst zwingend geboten ist) ausgelösten massiven Problemen ein eher fragwürdiges Verhalten - auch bezüglich der Signale, Nebenwirkungen und Kollateralschäden.

    Nichtsdestotrotz - nach meinen langjährigen Beobachtungen und Erfahrungen - durchaus ein zu den politischen Usancen gehörendes Procedere.

  • Erträge aus weiteren Formen und Verwahrformen von Kapital (Immobilien, Gold, Stiftungen etc) dürfen im nächsten Schritt aber selbstverständlich auch ihren Beitrag zum Erhalt unsere Gesellschaft (Grundlage um überhaupt Gewinne zu machen) beitragen. Steuertricks für kapitalreiche gehören freilich abgeschafft.

    Na, da sind wir uns ausnahmsweise doch mal einig. Dann soll die Politik doch einfach dafür sorgen, dass diese Klientel Ihren Anteil an Steuern auch zahlt und diese Steuertricks abschafft. :/
    Dafür könnte die SPD ja mal Vorschläge machen.

    PS: Du hast immer noch nicht definiert, was ein 'Reicher' in Deinen Augen ist bzw. ab welchem Vermögen jemand für Dich als 'reich' gilt? ;)

  • Reich…..schwierig.

    Endlose Debatten. Ich nehme da auch absichtlich „überreich“ dazu.

    In Deutschland gibt es keine offizielle Grenze für „reich“ oder „überreich“. „Reich“ wird in Studien oft ab etwa dem doppelten Medianeinkommen oder den obersten Vermögensprozenten angesetzt.

    Dagegen meint „überreich“ extreme Vermögenskonzentrationen und steht nicht für einen bestimmten Lebensstandard.

    Aktuell wäre die deutsche Familie mit zwei Kindern aus der TV-Werbung mit einem Monatseinkommen von ungefähr 8000 € netto(Kindergeld kommt dann noch dazu) als „reich“ anzusehen.

    Ein Single wäre da etwa ab 5700 € dabei.

    Die ganze Diskussion, bringt aber in der Realität nichts, weil die gerade genannte Familie sich überhaupt nicht als reich empfindet.

    Ein DINK-Paar mit abgezahlter Eigentumswohnung würde sagen: uns geht’s ganz gut, aber wir sind nicht reich.

  • Ich finde es erstaunlich, dass sich die Diskussionen (auch hier) zumeist um Gestaltungsideen auf der Einnahmenseite dreht. Das Ausgabenproblem ist offensichtlich. Die politisch Verantwortlichen möchten dieses unangenehme Thema offenbar lieber Wettbewerbern überlassen - auch wenn es dann oft auf populistischer Ebene weiter diskutiert wird.

  • 100% Gerechtigkeit gibts natürlich nicht.

    Echt jetzt ... ?

    Unabhängig von der schlichten Tatsache, daß es zig Definitionen von (vermeintlicher) "Gerechtigkeit" gibt ...

    Die These, daß es im Leben "gerecht" zugeht, hat mir gegenüber noch niemand ernsthaft vertreten (dazu kommt noch, daß wahrscheinlich zig Definitionen von Gerechtigkeit - ohnehin ein normativer Begriff - existieren; es gibt vom Ansatz her soziale Gerechtigkeit, Bedarfsgerechtigkeit, Leistungsgerechtigkeit, Einkommens- oder Verteilungsgerechtigkeit, Chancengerechtigkeit , Regelgerechtigkeit (Justizbereich; gleiches Recht für alle) usw.

    Hierzulande tut man sich ja schon mit der Generationengerechtigkeit schwer ...

    Ist es Dir möglich (Stichwort: Realitätsbezug) - vor dem Hintergrund einer internationalisierten und in weiten Teilen globalisierten Welt - für einige Momente den Gedanken zuzulassen, daß Länder (als Standorte) in einem gewissen bis ausgeprägten Wettbewerb (abgebildet durch den Grad der internationalen Wettbewerbsfähigkeit) mit anderen Ländern (als Standorte) stehen ... ?

    Die Rahmenbedingungen von Standorten sozusagen.

    Weder können Unternehmen (Unternehmer) und/oder Gründer noch Kapital und qualifizierte Kräfte und/oder qualifizierte Zuwanderer gezwungen werden ihr Unternehmen in einem bestimmten Land zu führen und/oder zu gründen noch kann Kapital und/oder qualifizierte Zuwanderer gezwungen werden in einem bestimmten Land zu arbeiten.

    Kommt es beispielsweise in einem Land (Beispiel: Deutschland) seit Jahren zu Rekord-Nettokapitalabflüssen in dreistelliger Milliardenhöhe per annum, wäre dies - für mich jedenfalls - ein Grund über die Rahmenbedingungen hierzulande nachzudenken ...

    Der Ansatz dies mit Zwang zu erreichen (sprich zu erzwingen) hat erfahrungsgemäß gegenteilige Wirkung. Der Hebel liegt vielmehr im Setzen von attraktiven Rahmenbedingungen (Anreize).


    Dir weiter ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen !

  • Ich finde es erstaunlich, dass sich die Diskussionen (auch hier) zumeist um Gestaltungsideen auf der Einnahmenseite dreht. Das Ausgabenproblem ist offensichtlich. Die politisch Verantwortlichen möchten dieses unangenehme Thema offenbar lieber Wettbewerbern überlassen - auch wenn es dann oft auf populistischer Ebene weiter diskutiert wird.

    Naja, wenn ich mir ansehe was derzeit als Reformvorschläge durch die Öffentlichkeit geistert, kann ich das nicht vollständig bestätigen, man hört von

    • Recht auf Teilzeit
    • Kosten der Zahnbehandlung
    • Unfallversicherung der Arbeitswege
    • Reform Arbeitszeitgesetzt
    • unbezahlte Krankentage
    • usw...
  • Aktuell wäre die deutsche Familie mit zwei Kindern aus der TV-Werbung mit einem Monatseinkommen von ungefähr 8000 € netto(Kindergeld kommt dann noch dazu) als „reich“ anzusehen.

    Ein Single wäre da etwa ab 5700 € dabei.

    Es mag auch eine Rolle spielen, wo man lebt. Insbesondere was das Thema Immobilie angeht spielt es eine Rolle, ob ich in Hamburg oder in Flensburg lebe. Sprich bei gleichem Einkommen, hat der Flensburger noch die Möglichkeit sich eine Immobilie in der Stadt zu erwerben, der Hamburger hingegen nicht.
    Ich denke mal, dass es ähnlich in vielen anderen Regionen Deutschlands aussieht. Die reine Einkommenshöhe ist ein eher schlechter Maßstab um Reichtum zu definieren zu wollen.

    Und auch ein dickes Depot ist eine Null-Aussage. Wenn ein 65-jähriges Unternehmerehepaar 1 Mio. € Vermögen hat und allein davon Ihren Ruhestand finanzieren muss, ist das etwas völlig anderes als wenn ein 25-jähriger durch Vermögensübertragung von Eltern/Großeltern ein 1 Mio. € geschenkt bekommt.

    Leider fällt es den meisten Menschen schwer überhaupt den Unterschied zu erkennen. Für sehr viele Menschen ist derjenige mit 1 Mio. €-Vermögen 'reich'. Und zwar völlig unabhängig davon woher das Geld kommt und wofür es vorgesehen ist. :rolleyes:

  • Es mag auch eine Rolle spielen, wo man lebt.

    Das - also der Wohnort - dürfte eher eine ganz erhebliche Rolle spielen. Angefangen von den Mieten bis zu den sonstigen Lebenshaltungskosten.

    Ein Single wäre da etwa ab 5700 € dabei.

    Da kann man ja mal dem besagten Single erklären, der neu hier in die Stadt kommt (sprich keinem durch Altmietvertrag geschützten Bestandsmieter - oder, wie es jüngst der Sohn eines Bekannten sagte "Meinen alten Mietvertrag samt phlegmatischem Vermieter sehe ich längst als Vermögenswert" und "ziehe nicht mehr um, wenn ich nicht muß" ...) und sich als Mieter eine auch nur halbwegs nette Bleibe in halbwegs guter Lage suchen will.

    Der oder die dürfte bei der Terminologie "reich" - je nach Naturell - Lachen, den Kopf schütteln oder gar nix mehr sagen.

    Es mag auch eine Rolle spielen, wo man lebt.

    In München beispielsweise sieht das nochmal ein bißchen anders aus.

    Jüngst zufällig mitbekommen: Kompakte 2-ZKBB um die 65 qm (ohne Garage oder Stellplatz) in München (Schwabing) für 2.100 € kalt.

    Auch die weiteren Lebenshaltungskosten dürften in solchen Städten (München, Frankfurt am Main, Hamburg usw.) höher sein, als im bundesdeutschen Durchschnitt und erst recht als in Duisburg, Pirmasens, Chemnitz oder dem Kyffhäuserkreis.

  • Sieht man auch schön am Weltweiten oder EU Vermögensvergleich. Die stärkste Wirtschaftskraft der EU liegt traurig weit hinten, was das pro Kopf-Vermögen betrifft.

    Mir fehlen in der Politik die Diskussionen ums Sparen. Da gäbe es doch so einige Themen, wodurch sehr schnell sehr viel Geld gespart werden könnte, aber die Politik möchte sich ja selber nicht abschaffen ;)

    In Deutschland gibt es keine offizielle Grenze für „reich“ oder „überreich“. „Reich“ wird in Studien oft ab etwa dem doppelten Medianeinkommen oder den obersten Vermögensprozenten angesetzt.

    Es ist auch ein sehr subjektiver Begriff.

    Wenn jemand in einem sehr hohen Vermögen aufgewachsen ist und der Privatjet zum alltäglichen Leben gehört, dann kann ich nachvollziehen, dass diese Person das als "normal" sieht und ich missgönne es auch nicht - im Gegenteil. Ich hoffe aber, dass derjenige versteht und weiß, dass dies nicht die Norm ist und alle anderen Gleich behandelt. Aus meiner Perspektive ist so jemand reich, ja. Und ich hoffe, dass er sehr viel konsumiert, weil das schafft viele Arbeitsplätze und Einnahmen für den Staat. :thumbup:

    Was soll schon überreich sein? Den Begriff finde ich Quatsch, weil es etwas negatives suggeriert (übertrieben). Und dabei geht es ja eher bei den ganzen Diskussionen, dass jemand ZU reich ist. Wenn jemand 100 Millionen im Jahr verdient, aber 99 davon verkonsumiert, dann mag das zwar ein opulentes Leben sein, aber was ist daran schlecht?

    Falsch ist für mich, wenn jemand viel Geld hat und damit bewusst versucht außerhalb der Gesetze zu Leben. Da würde ich eine negative Bezeichnung von Reich ansetzen.

    Dazu bedarf es aber auch nicht 500 Mio. auf dem Konto. Das können auch Kleinigkeiten sein (sieht man gerne in Großstädten): da parken dicke Autos gerne auf Behindertenparkplätzen, Zebrastreifen etc. frei nach dem Motto: "schlepp ihn doch ab, juckt mich nicht." Für solch ein Verhalten reichen auch 1 Mio (oder gar weniger, kommt aufs Auto an ;-)). Es ist also Individuell.

    Und es macht für mich auch einen Unterschied, ob ein Unternehmen versucht bisschen Steuern zu sparen oder ob Konzerne/Familienunternehmen bewusst Grauzonen (oder legale Konstrukte) ausnutzen um GAR keine Steuer zu zahlen - in dieser Sphäre agieren halt weniger die KMU, welche aber meist die Leidtragenden der politischen Handlungen sind.

    Das man dort einen Riegel vorschieben möchte, das unterstütze ich. Denn nur weil etwas möglich ist, sollte man es nicht umbedingt tun. Genau das gleiche bei Inhaber großer Vermögen, die dann per Midi-/Minijob sich günstig die GKV leisten.

    Aber Hand aufs Herz, wieviele Leute füllen die Einkommenssteuererklärung zu 100% juristisch korrekt aus? Ist man deswegen ein Steuerhinterzieher? Juristisch ist die Sache eindeutig, gesellschaftlich würde da wahrscheinlich nicht so die große Moralkeule geschwungen werden.

  • Natürlich sind immer nur solche Ausgaben gemeint, von denen man selber nicht profitiert.

    Wenn der Kanzler heute in einer Sonder-Pressekonferenz /Konferenz bekannt geben würde, dass die Renten der deutschen Rentenversicherung zum 1. Juli 2026 nur um 2,5 % steigen werden…..

    Aua: das tut so richtig weh.

    Und zwar natürlich auch den gesetzlichen Krankenkassen und der Pflegeversicherung. Dann nimmt sie nämlich weniger ein als geplant.