Aktuelle Pläne zu Sozialabgaben vs. ETF Sparen

  • PS: Du hast immer noch nicht definiert, was ein 'Reicher' in Deinen Augen ist bzw. ab welchem Vermögen jemand für Dich als 'reich' gilt?

    Da gibt es viele Definitionen, spielt aber ja eigentlich auch keine Rolle. Der Charme ist ja das wer mehr Kapitalerträge hat proportional mehr zur Finanzierung der Gesundheitsversorgung beitragen würde. Es gibt keinen Schwellenwert nur für Reiche oder nur für Arme, daher bedarf es auch keiner Definition..

    Indikatoren wären Privatversicherungen, Privatschule, Privatuni, privater Sicherheitsdienst, generell alle die sich einen schwachen demokratischen Staat leisten können oder sogar davon profitieren würden (ein schwacher Staat kann keine Steuern bei komplexeren Steuersparmodellen eintreiben) und nicht regulierend eingreiffen wenn der "freie" Markt (mit auffällig vielen lokalen oder globalen Monopolen^^=Renditeturbo) zusehr wütet.

  • Dieser Millionär ist in deinen Augen nicht reich? Warum nicht und was ist er in deinen Augen? :/

    Und ist das ohne oder mit Wert der Rente?

    Es kommt immer darauf an. Wenn ich bei meinem Beispiel des 65 jährigen Unternehmerehepaares ohne Rentenansprüche bleibe, sind 1 Mio. € Vermögen nicht wirklich viel.

    Die 1 Mio. reicht bei konservativer Anlage für 30 Jahre bei anfangs 2.800€/Monat. Also auf jedem Fall nicht reich.
    Klar, mit Aktien lassen sich andere Renditen erzielen. Aber da besteht eben das Risiko frühzeitig Pleite zu gehen. Will man das Risiko eingehen, wenn man keine sichere Einkommensbasis hat?

    Wenn ich mit 25 1 Mio. € Vermögen habe und noch 30-40 Jahre Zeit bis sich etwas davon benötige ist das schon eine ganze andere Nummer.

  • Da gibt es viele Definitionen, spielt aber ja eigentlich auch keine Rolle. Der Charme ist ja das wer mehr Kapitalerträge hat proportional mehr zur Finanzierung der Gesundheitsversorgung beitragen würde. Es gibt keinen Schwellenwert nur für Reiche oder nur für Arme, daher bedarf es auch keiner Definition..

    Es gibt eine gute Definition: Und zwar das steuerpflichtige Einkommen. Wer ein hohes steuerpflichtiges Einkommen hat zahlt höhere Steuern! Und woher das steuerpflichtige Einkommen kommt spielt keine Rolle. Egal ob aus Erwerbsarbeit, Vermietung oder Kapitalerträgen.
    Da braucht es keine Extra 'Gesundheitsabgabe nur auf Kapitalerträge'.

    Und wenn die SPD meint, dass Sie von 'reichen' Leuten mehr Geld braucht, dann müssen Sie einfach die Steuern erhöhen oder die Steuerschlupflöcher für 'reiche' Menschen schließen.
    So einfach ist das!

  • ... alle die sich einen schwachen demokratischen Staat leisten können

    (nachträglich gefettet von mir)

    Zum Realitätsbezug:

    Bei einer hierzulande erreichten Staatsquote von rund 50% ...? ^^ Da ist de facto ein Großteil des Weges zum Sozialismus (ein in praxi bewährtes und daher weltweit anerkanntes Erfolgsmodell ... <X) längst und bereits zurückgelegt ... :rolleyes:

    ein schwacher Staat kann keine Steuern bei komplexeren Steuersparmodellen eintreiben

    Zum Realitätsbezug:

    Es gab hierzulande noch in gar nicht so ferner Vergangenheit einen Rekord an Steuereinnahmen nach dem anderen.

    Erst mit dem ab 2014 einsetzenden sukzessiven Absturz der internationalen Wettbewerbsfähigkeit (von einstigen Top-Platzierungen auf Ränge "unter ferner liefen") begann sich das hierzulande zu ändern.

    Inzwischen prägen die längste Rezession und Stagnation in Deutschland seit Ende des 2. Weltkriegs, jahrelange Rekord-Nettokapitalabflüsse, Rekord-Staatliche-Neuverschuldung, flächendeckende Firmeninsolvenzen, eine bereits deutliche gestiegen Arbeitslosigkeit usw. das Bild.

    An was das wohl liegen könnte und was das wohl für die Steuereinnahmen bei parallel steigenden Kosten für Arbeitslosigkeit und steigenden Zinskosten (Rekord-Neuverschuldung) bedeuten könnte ... ? :rolleyes:


    War sonst noch was ... ? Ach ja ... in dem Kontext

    Indikatoren wären Privatversicherungen, Privatschule, Privatuni, privater Sicherheitsdienst ..

    Korrespondierend zur bereits eingeführten Einheitswährung (Euro) könnten da vielleicht die staatliche Einheitskrankenkasse, die staatliche Einheitsschule, die staatliche Einheitsrentenversicherung etc. pp. die ideale Lösung sein ...


    Dir weiter ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen ... !

  • Und wenn die SPD meint, dass Sie von 'reichen' Leuten mehr Geld braucht, dann müssen Sie einfach die Steuern erhöhen oder die Steuerschlupflöcher für 'reiche' Menschen schließen.
    So einfach ist das!

    So einfach ist das halt nicht. Wirklich Reiche haben entsprechenden Gestaltungsspielraum, ob und wie Gewinne anfallen. Und im Zweifelsfall wird halt das Unternehmen verlagert bzw. gar nicht mehr investiert. Deshalb redet man von den Reichen und schröpft die Mittelschicht.

    Aber das Problem mit der SPD dürfte sich mittelfristig eh von selbst erledigen. Mittlerweile ist sie meist nur noch dritt- bis viertstärkste Partei und dieses Jahr könnte sie das erste Mal Bekanntschaft mit der 5% Hürde machen...

  • Ich habe nun nur einen Teil der Kommentare gelesen. Möchte aber meine Meinung mal mitteilen, auch wenn ich nicht die Meinung der Mehrheit hier im Board vertrete.

    In Zeiten der klammen Krankenkassen- und Pflegekassen-Finanzen halte ich eigentlich den Vorschlag, dass ALLE Einkunftsarten verbeitragt werden, für sinnvoll und gerecht. Denn warum soll ein vollzeitbeschäftigter Arbeiter höhere GKV-/SPV-Beiträge zahlen als jemand, der reich geerbt hat und in erster Linie von den Kapitaleinkünften aus seinem Vermögen lebt. Meiner Meinung nach sollten bei der Verbeitragung alle Einkunftsarten gleichgestellt werden, also z. B. Gehalt/Lohn, Renten, Zinsen und andere Kapitaleinkünfte, Mieteinnahmen und sonstige Spekulationsgewinne. Niemandem wird dadurch etwas von dem Kapital (Finanz- oder Humankapital) genommen, das man investiert hat. Aber jedem wird ein bestimmter Prozentsatz aus den generierten Erträgen genommen.

    Und bevor ich nun eine Diskussionswelle anstoße: Ja, mir ist klar, dass es Menschen gibt, die seit Jahrzehnten fürs Alter vorsorgen, indem sie sicherstellen, dass sie im Alter über Mieteinnahmen und/oder Kapitaleinkünfte ihren Lebensunterhalt bestreiten können (z. B. Selbständige). Mir ist auch klar, dass es genügend Menschen gibt, deren Rentenansprüche so gering sind, dass sie sich nebenbei etwas aufbauen mussten (z. B. ETF-Depot). Hier sollten dann irgendwelche Lösungen (z. B. angemessene Freibeträge) geschaffen werden, dass die Einschnitte für diese Personen nicht zu groß sind.

    Ziel sollte sein, dass die Beitragssätze noch vor dem Zuschlagen des demographischen Effekts stabilisiert werden. Denn sollten die Beitragssätze weiter steigen, wird das gerade den Geringverdienern und älteren Personen mit geringer Rente immer mehr weh tun.

    Leider erschwert es das Nebeneinander von PKV und GKV auch, dass manche vielleicht guten Vorschläge für die Einnahmenseite erst gar nicht auf den Tisch kommen oder bis zum Ende gedacht werden. Hätten wir ein einheitliches Gesundheitssystem, dann würde meiner Meinung auch nichts dagegen sprechen, dass die BBG abgeschafft wird.

    Und ja, in unserem Gesundheitssystem sollte man vor allem auch auf der Ausgabenseite Verbesserungen schaffen. Unser Gesundheitssystem ist ineffizient (teilweise Überversorgung, hoher Verwaltungsaufwand auch durch PKV-/GKV-Strukturen, fehlende Digitalisierung, fehlende Präventionsmaßnahmen) und das drittteuerste (nach USA und Kanada) auf der Welt.

    Meiner Meinung nach sollten auf beiden Seiten Verbesserungen eingeführt werden: auf der Eingaben- und Ausgabenseite.

  • Meiner Meinung nach sollten auf beiden Seiten Verbesserungen eingeführt werden: auf der Eingaben- und Ausgabenseite.

    Verbesserungen auf jeden Fall. Leuten egal mit bisschen, mittel oder sehr reich noch mehr wegzunehmen finde ich grotest in Anbetracht der deutschen Steuereinnahmen.

    Es klingt immer so leicht. Aber warum nicht den anstrengenden Weg bestreiten und das Land attraktiver für die Unternehmen und damit auch Mitarbeitern Menschen, die einen echten Mehrwert liefern, gestalten? Oft ist der leichte Weg nicht der richtige...

    Es ist doch absolut irre, dass ein Unternehmer, selbst bei der kleinsten GmbH, kaum in der Lage ist, seine eigene Buchhaltung korrekt zu führen. Buch z.B. mal Baulohn, das verweigern inzwischen selbst viele externe Dienstleister, weil es sehr komplex ist.

    Für mich gehören Entbürokratisierung für alle und Entlastung der KMU ganz nach oben, um dieses Land zu retten. Dann würden viele Jobs im öffentlchen Dienst entfallen und diese Menschen müssten in der Realwirtschaft arbeiten und würden zu aktiven Steuerzahlern werden.

    Denn ein attraktives Land, dass Leistung belohnt und Innovation nicht verhindert, lockt auch fähige Menschen an.

    Eine Verstaatlichung und/oder Vereinheitlichung der Krankenkasse finde ich grundsätzlich zwar gut (genau wie die andere kritische Bereiche wie z.B. Energie), aber natürlich müsste eine Vorkehrung getroffen werden, um den (nicht falschen) Gegenargumenten wie das Thema Wettwerb z.B. gerecht zu werden. Beispielsweise dadurch, dass nur Unternehmer aus der Realwirtschaft mit 25+ Jahren Erfahrung in den Führungsetagen einzug finden können.

    Natürlich müssen aber auch noch einige Schlupflöcher gestopft werden, wie ich auch schon in #116 exemplarisch aufgezeigt habe.

  • Interessant finde ich ja auch, wo in einst darniederliegenden Ökonomien mit goßem wirtchaftlichen Erfolg Entbürokratisierungen und Senkungen bei SV und Steuern durchgeführt wurden.

    Allein, in den Regierungen Deutschlands will man NICHTS davon wissen. Bloß kein Erfolgsmodell des Auslands kopieren, denn wir sind die Schlausten und können alles besser.

    Gelähmt von der Angst vor Erfolg lieber immer weiter so machen und auf ein Wunder hoffen.

    Für diese Politik werde ich mich niemals verwenden.

  • Bloß kein Erfolgsmodell des Auslands kopieren, denn wir sind die Schlausten und können alles besser.

    Das ist eine Aussage, die ich auch immer wieder im Kopf habe. Warum schaut man nicht mal "über den Tellerrand", also in andere Länder, was die gut machen und was bei uns schlecht läuft. Und die Politiker sollten dann auch wirklich mal ihre Worte in Taten umsetzen, also nicht nur sagen, dass es "keine Denkverbote" geben darf. Sie sollten dann auch mal Ideen auf den Tisch legen, die zeigen, dass man keine Denkverbote hat. Also richtige Reformvorschläge!

  • Das ist eine Aussage, die ich auch immer wieder im Kopf habe. Warum schaut man nicht mal "über den Tellerrand", also in andere Länder, was die gut machen und was bei uns schlecht läuft. Und die Politiker sollten dann auch wirklich mal ihre Worte in Taten umsetzen, also nicht nur sagen, dass es "keine Denkverbote" geben darf. Sie sollten dann auch mal Ideen auf den Tisch legen, die zeigen, dass man keine Denkverbote hat. Also richtige Reformvorschläge!

    Das ist vollkommen richtig. Man muss es aber natürlich immer im Gesamten betrachten. Manche Dinge funktionieren in andern Ländern schlicht besser, weil sie z.B. Bodenschätze haben oder auch andere Besteuerung.

    Ungarn hat z.B. einer der einfachen Steuersysteme der EU. Was alleine der einheitliche Steuersatz auf die Einkommenssteuer für eine Vereinfachung darstellt, das wäre eine Gefahr für die deutschen Beamten und auch Steuerberater. Die Debatte über den Vorteil eines progressiven Steuersystems möchte ich hier nicht führen, mir ging es bei dem Beispiel nur um ein schlankes System (was aber natürlich auch seine Nachteile mit sich bringt).

    Aber das Leitbild sollte eigentlich immer sein, dass ein halbwegs gebildeter Bürger in der Lage sein sollte, sich selber vor Gericht zu vertreten und seine Steuererklärung zu machen (und zu verstehen). Beides schaffen inzwischen nicht mal mehr die Spezialisten bzw. benötigt es sogar oft schon deren Weiterentwicklung: die spezialisierten Spezialisten :D

    Auch das ausfüllen des Rentenbescheids schafft kein normaler Rentner mehr. Das kann doch nicht sein.

  • Was ich mir vorstellen kann wäre die KESt. zu erhöhen auf 30-35% und im Gegenzug den Freibetrag ordentlich anzuheben (auf ~10.000€ regelmäßig inflationsangepasst). Müsste man sich ausrechnen was dabei rum kommt. So wären auf jeden Fall die meisten Kleinsparer von der Erhöhung ausgenommen. Alles andere wäre aber nicht managebar daher mache ich mir da momentan wenig Sorgen.

    Herr Harbeck hatte ja bereits diesen Vorschlag gemacht ohne Freibeträge zu nennen. Fiskalisch würden allerdings nur deutlich geringere Freibeträge als 10000 Euro Sinn machen. Angenommen 30% und Freibetrag 2000 - 3000€. Das Problem ist, dass Freiträge fast nie angepasst werden.

    Meine Ansicht: 25% plus Soli ist bereits hoch. Keine weitere Erhöhung!

    Was sollte ich sonst jemand sagen, der mit einem ETF Sparplan fürs Alter vorsorgt?

    Es ist auch keine Lösung Sparer in Versicherungs- verträge zu nötigen (Halbeinkünfteverfahren).
    Die Provisionen sind einfach zu hoch.

  • Vor allem sind es ja bei denen auch nur je 500.000 Euro.

    Klar,
    aber ich kenne solche Menschen. Selbständige Handwerker, die Frau hat Jahrzehntelang die Büroarbeit auf Nebenjob/Minijob gemacht. 2 kleine Wohnungen die vermietet werden. Ein paar alte private Renten-/Lebensversicherungen und Minianspruch an die GRV.
    Und nun kommt die SPD mit der Idee aus dem Bau die Mieteinkünfte/Kapitalerträge für die GKV zu verbeitragen. Insgesamt grob 1 Mio. € Vermögen. Was meinst Du was die Beiden denken?

    Klar kann und soll die Politik zukunftsfähige Konzepte erarbeiten. Dann aber bitte unter Nennung konkreter Zahlen und möglicher Freibeträge. Aber nein, man hat was raus und testet erstmal den Shitstorm. :/

    PS: Und selbst bei 1 Mio.€ für eine Person wäre die pot. 'Rente' daraus auch nicht wirklich hoch (sofern keine weiteren Altersbezüge vorhanden sind).

    Denn warum soll ein vollzeitbeschäftigter Arbeiter höhere GKV-/SPV-Beiträge zahlen als jemand, der reich geerbt hat und in erster Linie von den Kapitaleinkünften aus seinem Vermögen lebt. Meiner Meinung nach sollten bei der Verbeitragung alle Einkunftsarten gleichgestellt werden, also z. B. Gehalt/Lohn, Renten, Zinsen und andere Kapitaleinkünfte, Mieteinnahmen und sonstige Spekulationsgewinne. Niemandem wird dadurch etwas von dem Kapital (Finanz- oder Humankapital) genommen, das man investiert hat. Aber jedem wird ein bestimmter Prozentsatz aus den generierten Erträgen genommen.

    Weil es ein Steuersystem gibt. Und wenn jemand 50.000€ Jahreseinkommen erzielt, bezahlt er darauf Steuern. Und wenn jemand nur von Mieteinnahmen/Kapitalerträgen lebt, zahlt er eben auf diese 50.000€ Erträge Steuern.

    Und das jetzt mit Beiträgen zur Sozialversicherung vermischen zu wollen ist extremst kompliziert. Einfach weil zunächst mal die Frage im Raum steht, wie man überhaupt KV versichert ist.
    Das freiwillige Mitglied in der GKV zahlt auf alle Einkünfte KV-Beiträge. Soll der jetzt nochmal einen extra Beitrag nur auf seine Miet-/Kapitalerträge zahlen?
    Der PKV-Versicherte zahlt gar keine Beiträge zur GKV. Soll nun aber Beiträge zahlen. Bekommt der dann auch einen Anspruch auf Leistungen? Ist ja schließlich eine Solzialversicherung. Oder nennt die SPD es deswegen Gesundheitsabgabe, weil eine Abgabe keinen Versicherungsanspruch bietet?
    Und das Mitglied der KvdR zahlt nur auf die Rente(n) Beiträge zu GKV. Miet-/Kapitalerträge spielen bisher gar keine Rolle. Teilweise auch wieder mit Freibeträgen auf bAV-Renten.

    Und nun versuch diesen bunten Flickenteppich auch nur halbwegs Verfassungskonform zusammen zu bekommen.:/
    Viel Spaß!
    Da ist die steuerliche Lösung wesentlich einfacher umsetzbar, wenn man denn auch konsequent in der Umsetzung ist. Wer viel verdient, zahlt höhere Steuern. That's it!
    Dann muss die Politik halt viele der Möglichkeiten abschaffen/eindämmen ein hohes Einkommen klein zu rechnen.
    Ich hätte auch kein Problem damit, dass auf Kapitalerträge wieder der persönliche Steuersatz angewandt wird. Hatten wir ja auch schon und wurde aus guten Gründen durch die Einführung der KeSt. abgeschafft.
    Evtl. wäre das heute im Zeitalter der besseren elektronischen Nachverfolgbarkeit ja einfacher als früher? :/

  • Allein, in den Regierungen Deutschlands will man NICHTS davon wissen. Bloß kein Erfolgsmodell des Auslands kopieren, denn wir sind die Schlausten und können alles besser.

    Gelähmt von der Angst vor Erfolg lieber immer weiter so machen und auf ein Wunder hoffen.

    Für diese Politik werde ich mich niemals verwenden.

    Kurzer Rechtspopulistischer Rhetorikcheck (Beitrag erhält volle Punktzahl)

    Das „Geisterfahrer-Narrativ“ (oder Sonderweg-Rhetorik)

    Dies ist die wohl präziseste Bezeichnung für das Argument, Deutschland mache als einziges Land alles falsch. Die Strategie besteht darin, eine Isolation Deutschlands zu behaupten, um die aktuelle Politik als irrational und gefährlich darzustellen.

    Kern: Die Inszenierung eines „deutschen Sonderwegs“, der im Gegensatz zum vermeintlich vernünftigen Rest der Welt steht.

  • Meine Ansicht: 25% plus Soli ist bereits hoch. Keine weitere Erhöhung!

    Wer blockt sollte bitte grundsätzlich immer Alternativen bennen um die steigenden Kosten der Gesundheitsversorgung zu decken. Also z.B. Leistungskürzungen (Elend und Tod für ärmere), realistische Einsparungen durch Effizienzsteigerungen (sinnvoll aber wird nicht reichen) oder alternative Einnahmequellen

  • Da hier allgemein der "Blick über den Tellerrand" empfohlen wird:

    "Ab 2028 sollen Anleger in den Niederlanden jährlich bereits auf tatsächliche Wertzuwächse Steuern zahlen – auch ohne Verkauf. Das Modell gilt als europäischer Präzedenzfall. Droht deutschen Anlegern das gleiche Schicksal?" Quelle: Börsen-Zeitung via Focus

    Gewinne besteuern, die noch gar nicht realisiert wurde?
    Klingt bisschen nach Vorabpauschale.
    Droht uns nicht - Haben wir bereits.

  • Leistungskürzungen (Elend und Tod für ärmere)

    Müssen wir immer gleich unter die Schwarzmaler gehen? Nicht jede Behandlung ist sinnvoll und nicht jede Behandlung muss zwingend von der Solidargemeinschaft getragen werden. Die Streichung von Globuli auf Rezept wird das Gesundheitssystem sicherlich nicht retten, wäre aber garantiert Teil jedes ernsthaften Reformprogramms. Ein großer Teil der Kosten lässt sich auch gut durch Eigenbeteiligung für Kleinkram reduzieren. Eine Inspiration könnte hier beispielsweise Singapur sein, wo der Kleinkram privat gezahlt werden muss und für teure Behandlungen (z.B. Krebs) die Allgemeinheit einspringt.