Beiträge AV-Depot

  • Liebe Community,

    ich verstehe nicht ganz, ob die jährlichen Einzahlungen ins (ab 2027) geplante AV-Depot bei 1800€ gedeckelt sind oder ob man durchaus auch mehr einzahlen dürfte, aber nur bis 1800€ Steuervorteile gewährt werden.


    Falls man tatsächlich nicht mehr als 1800€ jährlich einzahlen DARF, wäre es dann sinnvoll, dieses und nächstes Jahr noch in seinen alten Riester einzuzahlen, damit beim Übertrag ins neue AV-Depot schon mal mehr Geld als Grundstock im Depot liegt?


    Vielen lieben Dank und frohe Weihnachten!! 🎄

  • Kater.Ka 23. Dezember 2025 um 15:07

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Deine Frage stellt sich in meinen Augen unabhängig von dem im ersten Absatz behandelten Thema. Davon abgesehen würde es mich wundern, wenn es wirklich verboten wäre, mehr als 1800 EUR jährlich einzuzahlen.

    Meine Meinung dazu: wenn bei deinem aktuellen Vertrag das Verhältnis von Eigenbeitrag zu Förderung gut ist (musst Du am Ende selbst beurteilen) und/oder dein Vertrag eine ordentliche Rendite erwirtschaftet, kann es sinnvoll sein, vor der Umstellung noch einzuzahlen. Ein gewisser Faktor wird auch sein, wie attraktiv die kommenden Produkte sein werden und ob sich somit eine Umstellung überhaupt lohnt. Man darf gespannt sein...

    Dein Text liest sich für mich so, als würde dein aktueller Riestervertrag ruhen (und folglich nicht sonderlich attraktiv in Sachen Rendite sein). Ich habe ebenfalls einen ruhenden Vertrag, auch wenn der noch zu den besser performenden Riesterverträgen gehört. Dennoch würde ich wohl eher ggfs. überschüssiges Geld in "freie" ETFs anlegen. Das lässt einfach mehr Handlungsspielraum.

  • Vielen Dank für deine Antwort!

    Im Prinzip sehe ich beide Themen schon in einem Zusammenhang: In der Finanztip-App gewinnt man den Eindruck, dass mehr als 1800€ Einzahlung pro Jahr nicht möglich wären (siehe z.B. den Screenshot unten).
    Und wenn dem tatsächlich so wäre, dann wäre es ja eine Überlegung wert, in den (momentan in der Tat quasi ruhenden) Riester für 2025 und 2026 noch mal viel einzuzahlen, weil man nach einer etwaigen Überführung bzw. Umwandlung des Riester in das neue AV-Depot nicht mehr die Chance hätte, höhere Beiträge zu leisten als 1800€ p.a. 🤷🏻‍♂️

  • Hätte, wäre, wenn... Eine wirklich vernünftige Antwort kann man hierauf erst dann geben, wenn die Rechtsänderungen zum Altersvorsorgedepot tatsächlich und endgültig beschlossen sind und die Finanzbranche dann auch entsprechende Angebote macht.

  • ich verstehe nicht ganz, ob die jährlichen Einzahlungen ins (ab 2027) geplante AV-Depot bei 1800€ gedeckelt sind oder ob man durchaus auch mehr einzahlen dürfte, aber nur bis 1800€ Steuervorteile gewährt werden.

    Im Referententwurf heißt es auf Seite 20 f.:

    Zitat

    Ein Altersvorsorgevertrag im Sinne dieses Gesetzes liegt vor, wenn zwi-
    schen dem Anbieter und einer natürlichen Person (Vertragspartner) eine Verein-
    barung in deutscher Sprache geschlossen wird, (…)

    5. in der die jährliche Einzahlung der Altersvorsorgebeiträge auf den in § 10a
    Absatz 1 des Einkommensteuergesetzes bestimmten Höchstbetrag begrenzt
    wird

    Und auf Seite 63:

    Zitat

    Der Höchstbetrag wird für die Veranlagungszeiträume ab 2027 auf 1 800 Euro festgelegt.

    Liebe Community,

    Falls man tatsächlich nicht mehr als 1800€ jährlich einzahlen DARF, wäre es dann sinnvoll, dieses und nächstes Jahr noch in seinen alten Riester einzuzahlen, damit beim Übertrag ins neue AV-Depot schon mal mehr Geld als Grundstock im Depot liegt?

    Das würde ich nicht machen, dazu ist ja tatsächlich noch gar nichts bekannt. Lieber in den ETF-Sparplan, sofern vorhanden

  • Liebe Community,

    ich verstehe nicht ganz, ob die jährlichen Einzahlungen ins (ab 2027) geplante AV-Depot bei 1800€ gedeckelt sind oder ob man durchaus auch mehr einzahlen dürfte, aber nur bis 1800€ Steuervorteile gewährt werden.


    Falls man tatsächlich nicht mehr als 1800€ jährlich einzahlen DARF, wäre es dann sinnvoll, dieses und nächstes Jahr noch in seinen alten Riester einzuzahlen, damit beim Übertrag ins neue AV-Depot schon mal mehr Geld als Grundstock im Depot liegt?


    Vielen lieben Dank und frohe Weihnachten!! 🎄

    Hallo.

    Warten wir das Gesetz doch einfach ab. Es besteht kein Grund zur Eile. Zudem sollte man die Altersvorsorge bzw. den Vermögensaufbau nicht von einer eventuellen Förderkulisse abhängig machen. (Der Bums muss sich schon selber tragen, auch ohne Förderung.) Riester war schon immer nur ein Mosaikstein in der Altersvorsorge, nie eine tragende Wand. Das wird bei der Nachfolge nicht anders sein. Also führt am "freien" ETF-Sparen kaum ein Weg vorbei.

  • Das Altersvorsorgedepot startet, so es denn kommt, ja erst in 2027. Auf Basis der jetzigen Informationslage würde ich einen bestehenden Riester-Vertrag nicht kündigen, sondern beitragsfrei stellen. Deshalb aber umgekehrt gleich noch für 2025 in einen bestehenden Vertrag etwas, oder sogar über die genannte Grenze hinaus einzuzahlen, halte ich für gewagt. Ende nächsten Jahres kann man das dann evtl. für 2026 machen. Bis dahin sollte Klarheit herrschen.

  • Ich wünsche mir auch dieses Jahre wieder eine große und klare Kristallkugel. Ich brauche sie einfach! Gerade hier für dieses Forum, wo so viele mit enormer Hartnäckigkeit nach ungelegten Eiern fragen.

    Letztes Jahr habe ich tatsächlich eine große Kugel bekommen. Ich war schon ganz glücklich und wähnte mich am Ziel meiner Träume. Aber dann habe ich festgestellt, daß der Weihnachtsmann sich offenbar vertan hat: Statt einer Kristallkugel war das eine ganz banale Schneekugel. :( Ok: Das Schneegestöber, das man damit erzeugen kann, ist wirklich beeindruckend. Aber halt nicht das, was ich eigentlich wollte.

    Heute ist Heiliger Abend, und ich bin schon ganz gespannt auf die Bescherung. Vielleicht wird es ja dieses Jahr etwas mit der ersehnten Kristallkugel! :)

    Falls wir uns vorher nicht mehr sehen: Ich wünsche allen Mitlesern hier schöne und geruhsame Weihnachten.

  • das Problem beim zukünftigen Altersvorsorge Depot ist doch dass man auf realisierte Gewinne, nicht die 19% Kapitalsteuer zahlt, wie beim "normalen" ETF Depot, sondern die viel höhere Einkommenssteuer.

    Diese Art der Besteuerung hat doch auch diese klassische betriebliche Altersvorsorge, bei der man auf die Auszahlungen neben den üblichen Kapitalsteuern, auch noch die Krankenlassenbeiträge abgezogen bekommt.

  • Heute ist Heiliger Abend, und ich bin schon ganz gespannt auf die Bescherung. Vielleicht wird es ja dieses Jahr etwas mit der ersehnten Kristallkugel!

    Mist! Es hat nicht geklappt mit der Kristallkugel. Ich habe zwar wieder eine schöne Kugel bekommen, aber auch das war wieder eine Schneekugel, wenngleich mit einem anderen Motiv. Sehr schön, schneit wunderbar - aber kann halt wieder nicht hellsehen. Meine Antworten werden also im kommenden Jahr auch nicht besser werden. :(

    Das Problem beim zukünftigen Altersvorsorgedepot ist doch, dass man auf realisierte Gewinne, nicht die 19% Kapitalsteuer zahlt, wie beim "normalen" ETF-Depot, sondern die viel höhere Einkommenssteuer.

    Erstmal gibt es keine Kapitalsteuer, sondern allenfalls eine Kapitalertragsteuer oder Abgeltungsteuer und zweitens beträgt diese 25% plus Soli und nicht 19%.

    Irgendwelche Altersvorsorgeprodukte sollen erst im Ruhestand abgerufen werden, und da haben nicht viele Rentner einen Steuersatz über 25%. Also nix viel höher.

    Diese Art der Besteuerung hat doch auch diese klassische betriebliche Altersvorsorge, bei der man auf die Auszahlungen neben den üblichen Kapitalsteuern, auch noch die Krankenkassenbeiträge abgezogen bekommt.

    Mal so, mal so. Sofern die Beiträge von der Steuer abgesetzt werden konnten, ist es völlig in Ordnung, daß die Auszahlungen versteuert werden. Das nennt man nachgelagerte Besteuerung. Sollten die Beiträge sozialversicherungsfrei gewesen sein, ist es in Ordnung, daß die Auszahlungen verbeitragt werden. Zu kritisieren ist lediglich die Deutsche Rentenversicherung. Wer Rentenpunkte nachkauft, kann diese Ausgabe von der Steuer absetzen, bekommt aber halt keine Sozialversicherungsbeiträge zurück. Im Ruhestand werden gesetzliche Renten aber versteuert und verbeitragt.

    Aber ok. Jetzt kommt das neue, tolle Altersvorsorgedepot, mit dem wird das alles besser.

    :)

  • Erstmal gibt es keine Kapitalsteuer, sondern allenfalls eine Kapitalertragsteuer oder Abgeltungsteuer und zweitens beträgt diese 25% plus Soli und nicht 19%.

    Irgendwelche Altersvorsorgeprodukte sollen erst im Ruhestand abgerufen werden, und da haben nicht viele Rentner einen Steuersatz über 25%. Also nix viel höher.

    25% Steuern bei Auszahlung eines normalen ETFs ist falsch, weil noch 30% Gewinnsteuerbefreiung dazugerechnet werden, was dann 19% ergibt.


    bei der bAV kommen die fetten Krankenkassenbeiträge dazu. Die Rechnung will ich sehen bei der das neue Vorsorgedepot unterm Strich mehr Rendite bringt als das normale ETF Depot, bei dem bei Auszahlung nur 19% Gewinnsteuer und keine Krankenkassenbeiträge abgezogen werden.

  • Klingt für mich nicht erstrebenswert.

    - nicht flexibel, komm nicht vorher an das Geld ran (Immobilienkauf, vorzeitige private Rente, ungeplante Ausgaben /Lebensumstände / Krankheit)

    - Steuerlast höher, keine 18,5%

    - für mich zu spät, ich möchte nur noch 5-10 Jahre einzahlen, hab das meiste Geld schon im (flexiblen) ETF

  • Kein ******* hat gesagt, dass das Altersvorsorgedepot den ungeförderten ETF-Sparplan ersetzen oder besser als dieser sein soll. Es soll die Nachfolge von Riester antreten, wobei Riester ja auch nur eine mutwilig in die gesetzliche Rentenversicherung geschlagene Kerbe auffüllen sollte.

    Niemand sollte versuchen nur mit Bauschaum eine tragende Wand hochzuziehen.

    Das Altervorsorgedepot ist nicht erdacht worden, um die Bedarfe des durchschnittlichen Finanztip-Community-Mitglieds abzudecken, sondern um Karla Kleinsparerin und Bernd Bausparvertrag ein Vehikel für die Vorsorge an die Hand zu geben.

  • Das Altervorsorgedepot ist nicht erdacht worden, um die Bedarfe des durchschnittlichen Finanztip-Community-Mitglieds abzudecken, sondern um Karla Kleinsparerin und Bernd Bausparvertrag ein Vehikel für die Vorsorge an die Hand zu geben.

    Bin gespannt was dabei raus kommt. Bisher habe ich mich nicht mit Riester beschäftigt. Aber mit 3-4 Kindern könnte es sich eventuell lohnen, zumindest <= 100€ monatlich einzuzahlen... Je nachdem, ob man das später auch stunden oder die Rate auf Minimum reduzieren kann, wenn sie Zulagen langsam auslaufen.

  • Ich habe übrigens inzwischen die Antwort gefunden:

    Laut bisherigem Entwurf wird die jährliche Einzahlung in einen Altersvorsorgevertrag auf einen Höchstbetrag von 6.840 Euro begrenzt. Einzahlen darf man also durchaus mehr, allerdings werden eben nur bis zu 1.800 Euro zuzüglich Zulageanspruch im Rahmen des Sonderausgabenabzugs gefördert.


    Frohe Weihnachten an alle ☺️🎄

  • Ich habe übrigens inzwischen die Antwort gefunden:

    Laut bisherigem Entwurf wird die jährliche Einzahlung in einen Altersvorsorgevertrag auf einen Höchstbetrag von 6.840 Euro begrenzt. Einzahlen darf man also durchaus mehr, allerdings werden eben nur bis zu 1.800 Euro zuzüglich Zulageanspruch im Rahmen des Sonderausgabenabzugs gefördert.


    Frohe Weihnachten an alle ☺️🎄

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