Aktienquote vs. Cash aktuell

  • Ich bin 70 und habe mir einreden lassen, dass ich auf Sicherheit setzen muss. Alles Mist. Ich bin Kursschwankungen gewohnt und kann damit umgehen, darum verkaufe ich die Geldmarkt Produkte und gehe wieder in Etfs.

    Richtig starkes Mindset für eine 70-jährige (ich nehme an du bist weiblich wegen deines Namens)! Davon können sich viele etwas abschneiden. 👏👌

    Meine Mutter macht nur das "bombensichere" Festgeld bei der Sparkasse. Und meine Schwiegermutter hat noch nicht mal ihr eigenes Girokonto, nur ein Gemeinschaftskonto mit ihrem Mann, der sich um alles kümmert. Beide sind auch um die 70.

  • Ich bin Freiberufler und Mitte 50. Meine Ehefrau und ich haben ca. 45 % unseres liquiden Vermögens in Welt-ETF angelegt und das erst seit etwa 18 Monaten Dank Finanztip. Der Cash Teil ist zu ca. 45 % auf verschiedene Banken und Konten mit 1-2 jährigem Festgeld und zu ca. 10 % Tagesgeld verteilt. Cash ist so hoch, dass wir davon deutlich mehr als 10 Jahre unseren Lebensstandard halten können ohne irgendwelche zusätzlichen Einnahmen. Auch wenn mein „Geschäft“ seit vielen Jahren gut läuft, ist auch heute noch meine irrationale Angst da, dass ab „Morgen“ plötzlich keine neue Mandanten mehr zu mir kommen und der wirtschaftliche Abstieg / Absturz kommt. Andere Selbständige kennen das Gefühl vielleicht.

    Wir fühlen uns mit dieser Mischung aktuell wohl. Ich hoffe ein potentieller 50 % Crash des ETF Depots würde meine Frau nicht zur Mörderin an mir werden lassen, denn das mit dem Aussitzen habe ich ihr theoretisch lang und breit erklärt 8).

    Aktuell gehen monatliche Sparpläne in Welt ETF, Cash wird erstmal nicht mehr relevant erhöht. Eventuell soll 2026 frei werdendes Festgeld als Einmalanlage in ETF und dann der Cash Teil wieder angespart werden.

  • LIeber Lassons

    Die Vorbereitung Deiner Ehefrau für schwierige Börsenzeiten ist lobenswert.

    Allerdings ist es ein gewaltiger Unterschied ob man einen möglichen starken Kursrückgang nur theoretisch erklärt bekommt und dann in Anbetracht der inzwischen bekannten nachträglichen positiven Kursentwicklung in der Theorie ZUSTIMMT

    Spannend wird es wenn dann tatsächlich dieses Ereignis mal wirkilch eintritt. Die Kurse fallen scheinbar ins Bodenlose und die Preisse steht nicht: Jetzt Aktien kaufen, sondern.....

    ..."diesmal ist alles Anders...."

    Erst dann zeigt sich ob die Schulung Deiner Ehefrau für diesen Zeitpunkt wirklich erfolgreich war oder doch nicht, wenn es darauf ankommt.

    Berichte uns mal beim nächsten größeren Kursrückgang ab 25% auf breiter Front....

    Viele Grüße McProfit

  • Nette Geschichte. Was genau ist nun Deine Frage oder Dein Problem?

  • Ich hoffe ein potentieller 50 % Crash des ETF Depots würde meine Frau nicht zur Mörderin an mir werden lassen

    Erst dann zeigt sich ob die Schulung Deiner Ehefrau für diesen Zeitpunkt wirklich erfolgreich war oder doch nicht, wenn es darauf ankommt.

    Berichte uns mal beim nächsten größeren Kursrückgang ab 25% auf breiter Front....

    Womöglich kann Lassons dann aber nicht mehr berichten? :/

  • Spannend wird es wenn dann tatsächlich dieses Ereignis mal wirkilch eintritt. Die Kurse fallen scheinbar ins Bodenlose und die Preisse steht nicht: Jetzt Aktien kaufen, sondern.....

    Ich stimme McProfit aber aus eigener Erfahrung mit Börsencrashs zu, insbesondere der Finanzkrise 2008 ff. Es bedarf dann wirklich einer gehörigen Portion Mut, aus sicheren Anlagen in Aktien umzuschichten.
    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis eben größer als in der Theorie ;)

  • Ich hatte durch den Trump Crash zumindest gut -30% bis sogar -40% bei meinen Aktien, ich war in Kauflaune, leider hatte ich aber einen Monat davor schon mein ganzes Geld investiert.

    Das freut mich für dich. Aber warst du auch in der Finanzkrise investiert? Ich war es, und zwar mit annähernd 100% Aktienquote, und auch damals bereits ausschließlich in ETFs. Glaub mir, das war brutal. Dagegen war der Trump Crash bestenfalls ein laues Lüftchen. Wenn dein Portfolio nach einem Jahr 55% im Minus und gleichzeitig die Finanzwelt am Abgrund steht. Heute weiss ich, dass es gerade so nochmal gut gegangen ist. Damals wusste ich das nicht.

  • Ich hab die Finanz Krise 2008 an der Börse auch mitgemacht, war nicht schön, allerdings war zu diesem Zeitpunkt mein invest zum Vergleich heute noch recht klein.

    Ich hab damals während der Krise aber einige gute Käufe getätigt :)

  • Damals war ich halt noch nicht investiert. Mache erst seit knapp 3 Jahren mit.

    Aber verkaufen wenn es nach unten geht werde ich definitiv nicht, niemals. Bloß Jahrelanges aushalten und Depot im Minus ist mental natürlich hart und alles andere als schön, logisch.

  • Wenn du heute nicht mehr in diese Aktien investieren würdest, lautet der einzig richtige Rat: Verkaufen und in was anderes investieren.

    Stimmt, das habe ich mit zwei anderen Aktien schon gemacht. Hier warte ich noch die WM ab und die Auswirkungen von Veränderungen aus diesem Jahr.

    Sehr hilfreich bei der Entscheidungsfindung waren die Posts der alten Hasen zu Verlusttöpfen.

  • 2008 standen die Finanzunternehmen am Abgrund. Es haben wirklich große Banken gewackelt und ohne Eingreifen der Notenbanken (whatever it takes) hätte das ein schlimmes Blutbad geben können. So ist nur eine von den großen Banken umgefallen und das war schlimm genug. Ich bin damals in Sachwerte geflüchtet. Das schien mir noch das sicherste.

    Ein Rückgang von 40 % in einer Aktie kann man nicht ansatzweise vergleichen mit der Finanzkrise. Bin nicht scharf darauf, ähnliches noch mal zu erleben. Ich bin mir nicht sicher ob ich den gleichen Mut nochmals hätte.