„Einfache“ Tabelle oder Programm zur Finanz-/Kontenübersicht?

  • Hallo liebes Forum,

    ich gehöre zu den vorsichtigsten Neueinsteigern, die ein Girokonto, Tagesgeld, eine Festgeldfinanztreppe und ein kleines ETF Depot haben. Ich habe spät angefangen und habe noch 1-2 Jahre bis zur Rente. Die Finanztreppe und wechselnde Tagesgeldzinsen haben mittlerweile doch dazu geführt, dass auch ich mehrere Konten bei verschiedenen Banken habe. Ich versuche mit einer Exceltabelle den Überblick zu behalten-bin aber leider auch keine Tabellenexperte. Habt Ihr vielleicht einen Tipp für mich wo ich eine gute Tabelle finden kann oder eine einfache App (iOS) die ich zur Übersicht nutzen kann um Fälligkeiten, Umschichtungen, Finanztreppenstufen, Zinssätze und Freistellungsaufträge im Überblick zu halten?
    :?:

    Danke für Eure Rückmeldung und die Schwarmintelligenz😉

  • Wenn du es mit einer App (geht auch über Website/Browser am Desktop) verknüpfen willst, könntest du dir die CoPilot App von Finanzfluss anschauen. Ich nutze sie selber für Depots/Konten. Einige können automatisch Import werden und manche nicht. Man kann es natürlich auch nur händisch befüllen.

  • Wenn du es mit einer App (geht auch über Website/Browser am Desktop) verknüpfen willst, könntest du dir die CoPilot App von Finanzfluss anschauen. Ich nutze sie selber für Depots/Konten. Einige können automatisch Import werden und manche nicht. Man kann es natürlich auch nur händisch befüllen.

    Bei all diesen Finanzübersicht-Apps gibt man dem Betreiber Zugriff auf sein Online-Banking, die somit sämtliche Buchungen auslesen können. Aus meiner Sicht der Datenschutz-GAU. Aber es machen wohl viele, weil es ja "so schön bequem" ist. Wie heißt es doch in den gebetsmühlenartig wiederholten Sicherheitswarnungen von Banken und Sparkassen: "Geben Sie niemals die Zugangsdaten zu Ihrem Online-Banking weiter." Es muss wohl einen Grund für diese Warnungen geben.

  • Ich verwende auch Excel als Basis für ein Haushaltsbuch. In einem Reiter habe ich alle Einzelposten die ich monatlich aktualisiere (per csv-Export aus dem Online Banking). Zusätzlich ordne ich sie dann festen Kategorien zu. Dabei unterscheide ich zwischen Haupt- und Unterkategorien. In einer Hilfsspalte transformiere ich das Buchungsdatum per Formel in Kalenderjahrmonat. Die gesamte Tabelle werte ich dann mittels Pivottabelle aus und lasse mir so z.B. die monatlichen Ausgaben je Kategorie anzeigen.

  • Auch wenn du mehrere Konten bei verschiedenen Banken hast, so dürfte die Anzahl doch den niedrigen zweistelligen Bereich nicht überschreiten. Um die paar Konten mit den dazugehörigen Daten zu verwalten, braucht man kein Excel-Experte zu sein. Um den Überblick zu behalten, welches Festgeld wie lange zu welchem Zinssatz läuft, reichen wenige Einträge, die man manuell pflegt. Großartige Berechnungen braucht man da nicht.

    Auch ich habe mehrere Konten bei verschiedenen Banken zu verwalten. Dafür verwende ich WISO Mein Geld auf dem PC, das kostet kleines Geld, ca. 50 EUR/Jahr bei sehr gutem Support. Diese Variante hat den Vorteil, dass die Daten lokal bei mir bleiben und ich nicht irgendeinem Dienstleister Zugriff auf meine Konten geben muss. Finanzangelegenheiten halte ich grundsätzlich aus Sicherheitsgründen von mobilen Geräten wie einem Smartphone oder Tablet fern.

  • Bei all diesen Finanzübersicht-Apps gibt man dem Betreiber Zugriff auf sein Online-Banking, die somit sämtliche Buchungen auslesen können. Aus meiner Sicht der Datenschutz-GAU. Aber es machen wohl viele, weil es ja "so schön bequem" ist. Wie heißt es doch in den gebetsmühlenartig wiederholten Sicherheitswarnungen von Banken und Sparkassen: "Geben Sie niemals die Zugangsdaten zu Ihrem Online-Banking weiter." Es muss wohl einen Grund für diese Warnungen geben.

    Bei Finanzfluss kann man auch nur händisch Daten eintragen ohne Zugangsdaten zu verwenden.

  • Hallo liebes Forum,

    ich gehöre zu den vorsichtigsten Neueinsteigern, die ein Girokonto, Tagesgeld, eine Festgeldfinanztreppe und ein kleines ETF Depot haben. Ich habe spät angefangen und habe noch 1-2 Jahre bis zur Rente. Die Finanztreppe und wechselnde Tagesgeldzinsen haben mittlerweile doch dazu geführt, dass auch ich mehrere Konten bei verschiedenen Banken habe. Ich versuche mit einer Exceltabelle den Überblick zu behalten-bin aber leider auch keine Tabellenexperte. Habt Ihr vielleicht einen Tipp für mich wo ich eine gute Tabelle finden kann oder eine einfache App (iOS) die ich zur Übersicht nutzen kann um Fälligkeiten, Umschichtungen, Finanztreppenstufen, Zinssätze und Freistellungsaufträge im Überblick zu halten?
    :?:

    Danke für Eure Rückmeldung und die Schwarmintelligenz😉

    Hallo.

    Das klingt aber jetzt nach einer Aufgabe, die auch auf einem Blatt DIN A4 zu lösen wäre.

    Daher sollte Excel den Zweck auch erfüllen.

  • Hallo Zusammen,

    vielen Dank für die schnellen Antworten. Ich hätte trotzdem noch einige Rückfragen:

    1. Exceltabelle: scheint eine ausreichende Lösung zu sein, manuell befüllen wird sicherlich auch gehen. Weiß trotzdem jemand wo ich funktionierende Templates finden kann ? Meine Tabelle ist auf Dauer nicht wirklich schlau erstellt, gerade wenn man auch die Entwicklungen sehen und verstehen will. Ich habe mir vorher Gedanken gemacht kann es aber nicht in eine gescheite Tabelle übersetzen- von Pivot ganz zu schweigen (fände ich cool, kriege ich aber nicht hin)

    2. Ich habe keinen PC mehr und mache alles auf einem iPad und eigentlich auch in Numbers.
    3. Geht WISO Mein Geld auch auf dem iPad

    4. Es geht nicht darum eine „kostenlose“ Lösung zu finden, sondern eine, für mich, praktikable

    Danke, auch für weiteren Input !

  • Bei all diesen Finanzübersicht-Apps gibt man dem Betreiber Zugriff auf sein Online-Banking, die somit sämtliche Buchungen auslesen können.

    Das ist ja der Sinn solcher Apps. Ohne diese Funktionalität wären sie praktisch wertlos. Aber man kann ja entscheiden, ob man sich eine App(likation) welche nur auf dem eigenen Rechner läuft und keine Cloud-Dienste involviert.

    Zitat

    Wie heißt es doch in den gebetsmühlenartig wiederholten Sicherheitswarnungen von Banken und Sparkassen: "Geben Sie niemals die Zugangsdaten zu Ihrem Online-Banking weiter." Es muss wohl einen Grund für diese Warnungen geben.

    In Zeiten von PSD2 ist diese pauschale Warnung unsinnig. In PSD2 ist extra definiert, dass es legitime Dienste geben darf, welche Konten abfragen können. Für das Ausführen von Zahlungen ist dann wieder eine starke Authentifizierung nötig.

  • In Zeiten von PSD2 ist diese pauschale Warnung unsinnig. In PSD2 ist extra definiert, dass es legitime Dienste geben darf, welche Konten abfragen können. Für das Ausführen von Zahlungen ist dann wieder eine starke Authentifizierung nötig.

    Nur weil es die PSD2-Richtlinie so definiert, muss es ja keine gute Sache sein. Ich halte das eher für das Durchsetzen von Interessen der Fintech-Lobby. Ohne diese Regelung wäre ein Großteil ihres Geschäftsmodells hinfällig.

    Den meisten, die solche Dienste nutzen, dürfte gar nicht klar sein, dass sie ihr Privatleben in großen Teilen offenlegen für ein paar Glasperlen. Ob diese jetzt darin bestehen, dass man ein paar hübsche Gimmicks benutzen darf oder im Falle von Banken wie C24 ein Prozent Zinsen auf sein Konto bekommt.

  • Bei all diesen Finanzübersicht-Apps gibt man dem Betreiber Zugriff auf sein Online-Banking, die somit sämtliche Buchungen auslesen können.

    Das ist ja der Sinn solcher Apps. Ohne diese Funktionalität wären sie praktisch wertlos. Aber man kann ja entscheiden, ob man sich eine App(likation) welche nur auf dem eigenen Rechner läuft und keine Cloud-Dienste involviert.

    Eine App, die statistische Depotauswertungen macht, braucht dafür unvermeidlich Daten. Ob ich die selber eintippe oder übertrage oder ob die App die Daten selber von den Konten holt, ist für die Statistik egal. Wenn ich selber hole und eintippe, ist das unbequemer, als wenn der Automat das macht - aber ich weiß dann, welche Daten geflossen sind. Eine App kann trotzdem nach Hause telefonieren - mein Uralt-Excel tut das nicht.

    Wenn man irgendwelche Vermögensstatistiken haben möchte, kommt man mit den vier Grundrechenarten ziemlich weit - in denen sollte man aber zugegebenermaßen sicher sein.

    PS: Ja, ich weiß, daß ich in diesen PSD2-Zeiten Dienstleistern Lesezugang zu meinen Konten gewähren darf. Das möchte ich aber nicht. Lieber etwas unbequemer und dafür nicht ausspioniert.

  • Numbers auf IPad funktioniert für mich seit mehreren Jahren gut. Datei ist über die Jahre gewachsen, aber Numbers bietet für mich für das Tracking und die Erfolgskontrolle alles benötigte, was ich im Berufsleben sonst mit Excel machen würde (weil durch Arbeitgeber zur Verfügung gestellt), sowohl tabellarisch als auch in graphischer Form. Ist halt die Frage, was konkret du machen möchtest. Templates kenne ich keine, aber ich habe auch keine gesucht. Externen Apps Zugriff auf meine Konten zu geben, ist für mich bislang nicht erwünscht.

  • Vielleicht noch ein Vorschlag: du hast angedeutet, dass du schon konkrete Vorstellungen hast, was du in der Tabelle darstellen / berechnet haben möchtest. Stell doch einfach mit der Tabellenfunktion eine Beispieltabelle hier ein, in der du die berechneten Zellen leer lässt bzw. inhaltlich beschreibst, was du erreichen möchtest. Ich bin mir sicher, dass hier viele weiterhelfen können. Excel und Numbers sind in der benötigten Basisfunktionalität nicht so unterschiedlich.

    Und noch ein Wort zur Ermunterung: wenn du dich traust, deine Finanzen selber in die Hand zu nehmen, trau dir ruhig zu, das mit einem Tabellenkalkulationsprogramm deiner Wahl zu tracken. Das kann ja mit der Zeit wachsen, wenn man mehr und mehr den Dreh raus hat.

  • Nur weil es die PSD2-Richtlinie so definiert, muss es ja keine gute Sache sein. Ich halte das eher für das Durchsetzen von Interessen der Fintech-Lobby. Ohne diese Regelung wäre ein Großteil ihres Geschäftsmodells hinfällig.

    Ich habe das Gefühl, du redest bewusst an meinen Argumenten vorbei.

    Multibanking-Apps bzw. Apps die in diese Richtung gehen, sind letztendlich ja ein echtes Kundenbedürfnis. Und es gab sie auch schon vor der PSD2-Richtlinie.

    Auf den Rest meiner Argumente gehst du leider nicht ein, denn es gibt eben solche und solche Apps…nämlich auch solche mit rein lokaler Datenhaltung, welche direkt die Banken abfragen und auch nicht nach Hause telefonieren. Letzteres kann ich in meinem Heimnetz problemlos überprüfen, dank PiHole als lokalem DNS-Resolver.

  • Ich habe mir vorher Gedanken gemacht kann es aber nicht in eine gescheite Tabelle übersetzen- von Pivot ganz zu schweigen (fände ich cool, kriege ich aber nicht hin)

    Da kann dir zur Not auf die KI bei helfen. ach dir in Ruhe Gedanken, was du abbilden möchtest.


    2. Ich habe keinen PC mehr und mache alles auf einem iPad und eigentlich auch in Numbers.

    Ob nun Excel oder Numbers, viele Funktionen überschneiden sich, wenn ggf. teilweise mit anderer Namensgebung.


    3. Geht WISO Mein Geld auch auf dem iPad

    Ja, ab iPadOS 9.0


    4. Es geht nicht darum eine „kostenlose“ Lösung zu finden, sondern eine, für mich, praktikable

    Die praktikabelste Lösung wird du nur selber finden können.