Edelmetalle: Bin ich verrückt ?

  • Hä du als Großmeister der Volkswirtschaft und zertifizierter Leistungsträger musst mir doch sagen können wo all das Geld hingeht? Gelsenkirchens Bankfächer oder doch Starnbergersee, Taunus, Prenzlberg, Habecks Offshorekonten?

    "Hä" (nur um mich Deiner Sprache zu bedienen):

    Im Morgengrauen des Neujahrtages in ein Internet-Forum begeben - um dann einen solchen Beitrag samt Zuschreibungen zu verfassen ... Und eine Frage zum dritten Mal zu wiederholen ... Hoffentlich hat da dem Neujahrsmorgen nicht gegraut ... ?

    Der besagte Beitrag sprich für sich selbst und für Dich.


    Daher nur drei kurze Anmerkungen:

    Für meinen Teil stehe ich der Verantwortungsethik deutlich näher als der Gesinnungsethik.

    Ausgerechnet in einem Land wie Deutschland man könnte fast sagen den Tenor der "Internationalen" anzustimmen, scheint mir wenig sinnvoll und wenig zielführend.

    In dem Kontext:

    zertifizierter Leistungsträger

    Angefangen vom bezahlten Leistungssport bis zur selbständigen Tätigkeit über insgesamt fünf Jahrzehnte hinweg: "Zertifikate" hatte nie geholfen - sondern nur die generierten Resultate und Ergebnisse.

    Vielleicht ein für Dich hilfreicher Ansatz ... ?


    Dir nichtsdestotrotz weiter ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen !

  • Quizfrage: nehmen wir an ein Gesundheitsminister kauft von Steuergeldern ein mieses Produkt für 1Mrd €. Der Wert des Produkts liegt bei 10 Mio€. Der Großleistungträger (Unternehmer) muss dem klein Leistungsträger (dem Gesundheitsminister) eine Vermittlungsgebühr von 1Mio Euro zahlen.

    Wo ist nun das Geld?

    a) beim fiesfaulen Bürgergeldempfänger

    b) bei den Angestellten der Wokismbehörde für Blumenschutz & Demokratie

    c) die beiden Leistungträger teilen sich das Geld auf. 1Mio an den Minister und 989 Mio vor Steuern an den Großleistungsträger. Der Großleistungsträger muss darauf Steuern zahlen und jammert über die hohen Steuern.

  • Wenn die arbeitende Bevölkerung alleine die Mittel für die Infrastruktur zur Verfügung stellen soll

    Hab ich nicht geschrieben.


    ein fauler Millionär

    Sind Millionäre in der Regel faul?


    Das hat absolut nichts mit Neid und Missgunst zu tun!

    Doch eigentlich schon.


    Milliardäre steuerfrei stellen zu wollen kann ich jedenfalls nur als böse Satire verstehen!

    Schöner Klimax :) Hab ich so aber auch nicht geschrieben. – Aber: Ist es nicht eher als „böse Satire“ zu verstehen, einen Staat und seine zunehmende Übergriffigkeit zu verteidigen, die kein absehbares Ende hat, weil das System genau so angelegt ist? In der aktuellen Konstellation wird die Abgabenlast zwangsläufig weiter steigen, sofern nicht ganz grundlegende Dinge verändert werden. Wie kann man sowas gutheißen?

    Und ist es nicht ebenso eine Form von „böser Satire“, einen Staat zu verteidigen, der daran gescheitert ist, eine verlässliche Altersvorsorge sicherzustellen, während der Bürger faktisch gezwungen wird, sein Geld in riskantere Anlageklassen zu investieren, um die Inflation zu schlagen – eine Inflation, die wiederum politisch begünstigt wird?

    Am Ende alles eine Frage der Perspektive.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Feldhamster


    Da Du Deine Quizfrage nur in dem Raum gestellt und nicht an mich adressiert hast, werde ich darauf nicht antworten. Um der Wahrheit die Ehre zu geben, ich hätte aller Wahrscheinlichkeit darauf auch nicht geantwortet, wenn Du die Quizfrage explizit an mich adressiert hättest.

    Was Dein Quiz samt ausgewähltem Einzelfall mit dem Strangthema (Tenor: "Edelmetalle und deren Anteil im Portfolio") und/oder mit dem Fiat-Money-System im Allgemeinen, dem Experiment einer Einheitswährung im Speziellen, dem Umgang der Politik und der staatlichen Notenbank damit etc. pp. zu tun hat, erschließt sich mir nicht (ansatzweise).

    Höhere Mächte mögen Dir Dein - noch dazu von einem Einzelfall abgeleitetes - nach meinem Dafürhalten extrem simples Schwarz-Weiß-Weltbild erhalten.


    Dir nichtsdestotrotz weiter ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen !

  • Die Antwort ist übrigens c. Das Geld ist ja nicht weg es hat ja nur wer anders ;)

    Quizfragen in den Raum zu stellen, die man dann selbst beantwortet, entfaltet einen speziellen Charme ...

    Ganz so übrigens wie mit großen Teilen meines Einkommens nach Steuer, indirekten Steuern, Gebühren und Inflation. Dieses "Geld ist ja nicht weg, es hat jetzt nur wer anders" - nämlich der Staat.

    Und das ist nicht von einem "Einzelfalls" abgeleitet sondern der Regelfall - so man nicht in der Gesamtschau Netto-Transferempfänger ist.


    Dir weiter ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen !

  • Also meine Frage an euch, wird es nicht mal Zeit die in die Jahre gekommene Empfehlung von 5-10% im Portfolio mal zu überdenken und mal Empfehlungen in Richtung 30% zu geben.

    Back to start...

    Ich habe in den letzten 8 Jahren neben meinen "Altbeständen" an Gold und Silber meine Schatulle auf nun etwas mehr als 50% des Gesamtinvests aufgestockt und bin über den Ertrags Zuwachs mehr als glücklich. Während mei ETF Portfolio seit 2025 mehr oder weniger seitwärts vor sich hindümpelt steichen die Edelmetalle fette Gewinne ein.

  • ich hoffe mal das im bereich silber die rally mit den gewinn mitnahmen und einer kleinen korrektur des kurses, die rally vorerst vorbei ist, eigetnlich warte ich nämlich noch auf eine deutsche sammler münze (Weihnachten - Heilige Drei Könige), die im Dezember erscheinen hätte sollen, und aufgrund des massiven kursanstiegs vorerst verschoben wurde... ist die letzte aus der reihe...

  • Steuern sind keine Strafe für falsches Verhalten, sondern eine Notwendigkeit. Sie finanzieren die Grundlagen für die Erwirtschaftung von Gewinnen.

    Aus aktuellem Anlass:

    EZB unter Druck: Chefin kassiert unglaubliches Monster-Gehalt
    Ein Bericht der „Financial Times“ bringt die Europäische Zentralbank unter Druck. Im Zentrum steht das tatsächliche Gehalt von…
    www.oe24.at

    Dafür zahlst du Steuern ;)

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Dafür zahlst du Steuern

    Das höre ich zum ersten Mal, dass die EZB jetzt aus Steuermitteln finanziert werden soll. Davon steht auch im Artikel nichts. Quelle?

    Aber es ist schon verrückt. Wenn die Dame später in einer nur mittelmäßigen Bank einen Vorstandsposten übernimmt, kann sie sicherlich sofort ihr Gehalt verdoppeln.

    Auf der anderen Seite ist es sehr fraglich, ob die EZB besseres Personal bekommen würde, wenn sie nur durchschnittliche "Beamtengehälter" zahlen würde.

  • Auf der anderen Seite ist es sehr fraglich, ob die EZB besseres Personal bekommen würde

    Ja, sehr fraglich...

    Christine Lagarde: Gericht spricht IWF-Chefin schuldig
    IWF-Chefin Christine Lagarde ist in einem Strafprozess für schuldig befunden worden, erhält aber wegen ihrer "Persönlichkeit" keine Strafe. Das Urteil könnte…
    www.spiegel.de

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Billig (sowohl das Gehalt als auch der Artikel).

    Gemessen an ihrer Verantwortung ist das nichts.

    Als Vorstand einer Großbank würde sie ein x-faches bekommen.

    Ja keine Ahnung. – Vorher wurde doch geschrieben, dass Millionäre faul seien ... ich weiß es doch auch nicht.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Aus aktuellem Anlass: EZB unter Druck: Chefin kassiert unglaubliches Monster-Gehalt Ein Bericht der „Financial Times“ bringt die Europäische Zentralbank unter Druck. Im Zentrum steht das tatsächliche Gehalt von… http://www.oe24.at

    Für jemand, der in der Finanz-Community tätig ist noch dazu nicht mal mit einer Banklehre ... doch ein recht ordentliches Einkommen :)

    Auch und insbesondere vor dem Hintergrund des damaligen gerichtlichen Schuldspruchs des "fahrlässigen Umgangs mit Steuergeld" als immerhin französische Finanzministerin.

    In dem Kontext aus dem Jahr 2023:

    Wenn eine Juristin ohne Banklehre Präsidentin der EZB und damit der höchsten Geldbehörde werden kann - dann muß doch auch ein Banker ohne juristisches Studium Vorsitzender Richter des Bundesverfassungsgerichtes und damit des höchsten Gerichts werden können ?

    Einige von mir befragte Banker (ohne Studium der Jurisprudenz) meinten aber ausdrücklich sie hätten keine Chance auf den Vorsitz beim BVerfG.

    Komisch ...

    =O

  • Für jemand, der in der Finanz-Community tätig ist noch dazu nicht mal mit einer Banklehre ... doch ein recht ordentliches Einkommen :)

    Auch und insbesondere vor dem Hintergrund des damaligen gerichtlichen Schuldspruchs des "fahrlässigen Umgangs mit Steuergeld" als immerhin französische Finanzministerin.

    In dem Kontext aus dem Jahr 2023:

    =O

    Naja, die EZB ist ja im Grunde eine Art Behörde, die den Bankensektor reguliert. Da finde ich es wenig verwunderlich, dass man so etwas jemanden mit juristischem oder VWL-Background machen lässt. Klar ist, dass das viel Geld ist und auch nicht in Ordnung, dass es keine Transparenz gibt. Andererseits ist es im Vergleich zum privaten Sektor wiederum auch gar nicht mal so üppig (Deutsche Bank: mehr als das Zehnfache). Und im Verhältnis zu den Staatshaushalten von 21 westlichen Ländern (es geht ja darum, warum Steuern auf Erträge, auch solche aus Edelmetallen, kein Raub sind) ist es irrelevant: Das sind gut 3,50 Meter deutsche Autobahn z.B.

  • Naja, die EZB ist ja im Grunde eine Art Behörde, die den Bankensektor reguliert.

    (nachträglich gefettet von mir)

    Ich dachte die primäre und originäre Hauptaufgabe der EZB als EU-Behörde sei die Sicherung der Preisniveaustabilität sprich der Kaufkraftstabilität der ihr anvertrauten Währung Euro (siehe zum Mandat der EZB im "Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union" (AEUV) den Art. 119 Abs. 2 sowie Art. 127 Abs. 1) ... ?

    Da finde ich es wenig verwunderlich, dass man so etwas jemanden mit juristischem oder VWL-Background machen lässt.

    Zum einen hätte ich wenigstens ein Banklehre und/oder einen Hauch Erfahrung mit Geldpolitik ganz angebracht gefunden (*) und zum anderen auch eine etwas andere persönliche Vorgeschichte (Schuldurteil des französischen Gerichts "fahrlässiger Umgang mit Steuergeldern" in ihrer Zeit als Finanzministerin).

    (*) Gleich zu Beginn ihrer Amtszeit als EZB-Präsidentin hatte sich Frau Lagarde coram publico den Klops geleistet, sich dahingehend einzulassen, die "EZB kaufe keine Anleihen, um den Euro zu stabilisieren " und es "sei nicht Aufgabe der EZB sich um die ZIns-Spreads bei den Staatsanleihen diverser Euroländer zu kümmern" - worauf diese Spreads sofort anfingen stark zu steigen. Am Thema Interessierte sind hier vor Ort fast vom Stuhl gekippt ... Inklusive meiner Wenigkeit. Philip R. Lane (Chefvolkswirt der EZB) gab danach wochenlang Interviews, um den verbalen Murks (präziser Stuss die real existierende EZB betreffend) seitens Frau Lagarde wieder glattzubügeln und einzufangen.

    Seitdem liest Madame vom Blatt oder Prompter ab ...

  • Ich dachte die primäre und originäre Hauptaufgabe der EZB als EU-Behörde sei die Sicherung der Preisniveaustabilität sprich der Kaufkraftstabilität der ihr anvertrauten Währung Euro (siehe zum Mandat der EZB im "Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union" (AEUV) den Art. 119 Abs. 2 sowie Art. 127 Abs. 1) ...

    Seit 2014 übt die EZB die zentrale Bankenaufsicht im Einheitlichen Aufsichtsmechanismus aus und überwacht über 100 Großbanken direkt sowie alle anderen Banken im EU Raum indirekt. Ich bin, was das angeht, kein Experte, weiß aber, dass damit weitreichende Eingriffsbefugnisse einhergehen. Damit ist die EZB einer der mächtigsten staatlichen Akteure im Finanzsektor. deren Führung aus meiner Sicht eher politisches Verständnis als eine Lehre am Bankschalter voraussetzt. Jeder soll öffentliche Akteure für so unfähig halten wie er oder sie will, aber: Einer ehemaligen Finanzministerin grundsätzlich abzusprechen, einen "Hauch von Ahnung von Geldmarktpolitik" zu haben, ist absurd.

  • deren Führung aus meiner Sicht eher politisches Verständnis als eine Lehre am Bankschalter voraussetzt.

    Deren Führung setzt aus meiner Sicht das Verständnis der monetären Ökonomik, der monetäre Faktoren (wie Zinssätze und Geldmenge) und insbesondere der Geldpolitik und deren Wirkungen (auf die gesamte Wirtschaft, Inflation, Investitionen, Arbeitsmarkt, Sparer, Vermögenspreise usw.) voraus. Ebenso die Kenntnis der dieser Währung (Euro) zugrundeliegenden EU-Verträge (Vertrag von Maastricht und Maastricht-Kriterien und dem "Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) beispielsweise) und den Willen diesen zur Geltung zu verhelfen sowie die Bereitschaft diese Verträge auch selbst einzuhalten und auch für die Einhaltung dieser Verträge der beteiligten Länder zu sorgen.

    Von der Arbeit am "Bankschalter" war in meinem diesbezüglichen Beitrag (Nr. 157) keine Rede und selbst schon nur eine Banklehre geht über die Arbeit am Bankschalter weit hinaus.

    Einer ehemaligen Finanzministerin grundsätzlich abzusprechen, einen "Hauch von Ahnung von Geldmarktpolitik" zu haben, ist absurd.

    Wie in Nr. 157 ebenfalls zu lesen ist, hatte ich nur meine diesbezüglichen Erwartungen in Sachen Qualifikation und Erfahrungen an einen Präsident oder eine Präsidentin einer EZB erwähnt.

    Für die "Absurdität" hatte Madame Lagarde selbst gesorgt; siehe schon hier:

    Gleich zu Beginn ihrer Amtszeit als EZB-Präsidentin hatte sich Frau Lagarde coram publico den Klops geleistet, sich dahingehend einzulassen, die "EZB kaufe keine Anleihen, um den Euro zu stabilisieren " und es "sei nicht Aufgabe der EZB sich um die ZIns-Spreads bei den Staatsanleihen diverser Euroländer zu kümmern" - worauf diese Spreads sofort anfingen stark zu steigen. Am Thema Interessierte sind hier vor Ort fast vom Stuhl gekippt ... Inklusive meiner Wenigkeit. Philip R. Lane (Chefvolkswirt der EZB) gab danach wochenlang Interviews, um den verbalen Murks (präziser Stuss die real existierende EZB betreffend) seitens Frau Lagarde wieder glattzubügeln und einzufangen.

    Seitdem liest Madame vom Blatt oder Prompter ab ...

    Das zeugte jedenfalls von einer völligen Unkenntnis der realen Lage und Situation einer EZB.

  • Einer ehemaligen Finanzministerin grundsätzlich abzusprechen, einen "Hauch von Ahnung von Geldmarktpolitik" zu haben, ist absurd.

    Finanzminister wird man nicht, weil man irgend etwas von Finanzpolitik versteht. Da brauche ich mir nur den deutschen Finanzminister anzusehen. Inzwischen dürfte fachliche Qualifikation eher hinderlich sein, um in ein Ministeramt zu kommen. Ich kann mich da z.B. an eine Außenministerin erinnern, die Russland mal eben den Krieg erklärt hat, oder an einen Wirtschaftsminister, der seine eigenen Vorstellungen vom Begriff "Insolvenz" hatte.