ich habe seit Jahren für unsere Tochter ein Junior Investment Depot bei comdirect. Jetzt wird sie demnächst 18, und ich möchte noch nicht, dass sie über dieses Geld frei verfügen kann. Da wir auch Kunde bei comdirect sind, habe ich mir jetzt ein Zweit Depot angelegt und möchte gerne einen Depotübertrag vom Depot der Tochter auf mein zweites Depot vornehmen, wie kann ich dieses durchführen, ohne unnötige Steuern zu zahlen?ich habe zwar eine Depot Vollmacht, bin aber nicht Depot Eigentümer folglich wäre es ein Gläubigerwechsel.Danke schon mal.
Junior Depot auflösen
-
Diacomo -
29. Dezember 2025 um 13:55 -
Erledigt
-
-
Kater.Ka
29. Dezember 2025 um 14:03 Hat das Thema freigeschaltet. -
Die Kapitalertragssteuer ist Dein kleinstes Problem. Es ist keine gute Idee. Wenn das Geld auf den Namen Deiner Tochter lautet gehört es ihr. Gegen einen Übertrag könnte Deine Tochter vermutlich auch juristisch vorgehen. Formal wäre es eine Schenkung von ihr an Dich und abgesehen von sehr niedrigen Freibeträgen, darfst Du als Erziehungsberechtigter keine Schenkung an Dich selbst veranlassen. Damit setzt Du Dich voll in die Nesseln.
Geschenkt ist geschenkt und wiederholen ist gestohlen
Manchmal ist es gar nicht so günstig, Depots auf den Namen der Kinder einzurichten. Wenn sich größere Summen dort sammeln und das Kind eher zur spätreifen Sorte gehört, kann das Geld schnell weg sein. Manchmal machen sich Eltern aber auch zu viele Sorgen und die Kinder sind erwachsener als Eltern sich das denken.
Statt dem Versuch, das Geld zu übertragen, würde ich eher versuchen so etwas wie eine Abmachung mit ihr zu treffen über welchen Betrag sie gleich verfügen kann und was sie bis zum Alter x aufheben soll. Viel Glück jedenfalls!
-
Ich finde 90 Prozent Aktien hat das sehr gut erklärt, ohne gleich wieder eine Reihe von Gegenfragen zu stellen.
Er hat natürlich recht, wir dürfen auch nicht mal eben die Spardose unserer Kinder oder deren Konto mit 17 plündern nur weil wir der Meinung sind, dass sie jetzt noch nicht soweit sind.
Dies ist ein Teil der zum Erwachsen werden dazu gehört und für euch und uns als Eltern gehört dazu, dass die Kinder nun auch finanziell volljährig sind.
Dein Kind bekommt übrigens auch ein paar Monate vor dem 18ten Geburtstag Post von der Bank, mit dem Hinweis, dass es jetzt vollen Zugriff auf das eigene Konto (inkl.. Historie) bekommt und spätestens ab dem 18ten Geburtstag hast du keinen Zugriff mehr.
Die Sache mit dem Kinderdepot hat allerdings auch einen Vorteil, die Kinder haben einen hohen steuerlichen Freibetrag (12.096€) wenn sie noch kein Einkommen haben und so könntet ihr gegebenenfalls einen hohen Teil der Gewinne steuerfrei realisieren. Wenn sie in der gesetzlichen Krankenversicherung mit euch sind, sollte das Gesamteinkommen die Grenze von 535 monatlich plus Sparerpauschbetrag von 1.000€ für ein Jahr nicht überschritten werden.
-
ich habe seit Jahren für unsere Tochter ein Junior Investment Depot bei comdirect. Jetzt wird sie demnächst 18, und ich möchte noch nicht, dass sie über dieses Geld frei verfügen kann. Da wir auch Kunde bei comdirect sind, habe ich mir jetzt ein Zweit Depot angelegt und möchte gerne einen Depotübertrag vom Depot der Tochter auf mein zweites Depot vornehmen, wie kann ich dieses durchführen, ohne unnötige Steuern zu zahlen?ich habe zwar eine Depot Vollmacht, bin aber nicht Depot Eigentümer folglich wäre es ein Gläubigerwechsel.Danke schon mal.
Keine Ahnung wie man überhaupt auf solche Gedanken kommen kann. Wozu gibt es in Deutschland Gesetze nach denen man mit 18 Jahren volljährig ist?
Wenn die eigenen Eltern kein Vertauen in die Kinder setzen, haben nicht die Kinder etwas falsch gemacht, sondern die Eltern haben mit ihrer "Erziehung" offensichtlich völlig versagt.
Übrigens würde es sich nach meinem Rechtsverständnis um eine Straftat handeln, wenn Eltern Gelder / Wertpapiere o.ä. die sich im Eigentum der Kinder befinden, vor deren 18. Lebensjahr von deren Konten / Depots auf ihr eigenes Konto / Depot umleiten würden.
-
Anders formuliert: du möchtest das Geld, welches deiner Tochter gehört, dir selbst schenken.
Noch dazu ohne Zustimmung deiner Tochter, die von der Existenz des Geldes vielleicht noch nicht einmal weiß.
Klingt irgendwie nach Diebstahl, oder?
-
Übrigens würde es sich nach meinem Rechtsverständnis um eine Straftat handeln, wenn Eltern Gelder / Wertpapiere o.ä. die sich im Eigentum der Kinder befinden, vor deren 18. Lebensjahr von deren Konten / Depots auf ihr eigenes Konto / Depot umleiten würden.
Die Comdirect macht das doch gar nicht mit…..
-
Die Moralpredigt lasse ich mal weg. Wie wäre es mit einem Kompromiss in Form einer Anlage die zwar weiterhin auf die Tochter läuft, aber für einen gewissen Zeitraum nicht (oder zumindest nicht so leicht) zu liquidieren ist? Am ehesten fällt mir dazu ein klassisches Festgeld ein.
-
Klingt irgendwie nach Diebstahl, oder?
Oder Veruntreuung... So oder so, irgendein Straftatbestand wird erfüllt.

-
Jetzt wird sie demnächst 18, und ich möchte noch nicht, dass sie über dieses Geld frei verfügen kann.
Das Problem haben wir immer mal wieder im Forum. Da legen Leute größere Beträge auf den Namen ihres Kindes an und vergessen, dass ein Junior-Depot nicht eine Steuersparmethode ist, sondern vor allem dazu dienen sollte, dem Kind das Thema Finanzen nahezubringen. Und dazu gehört auch, dass man dem Kind beibringt, wie man mit dem Geld umgeht. Noch ist die Tochter nicht 18 und du kannst das Thema nachholen.
Rechtlich ist eh klar...auf dein eigenes Konto umleiten ist nicht erlaubt.
-
„Früher war alles einfacher“

Da hat man ein Sparbuch bespart und dem Kind dann alles oder etwas davon gegeben, wenn die Investitionen für die man vorgesorgt hat tatsächlich angefallen sind (Wohnung, Haus, Studium, Heirat, einen Teil auch zur finanziellen Bildung/selbstverwaltung etc)
Dass es ein eigenes Sparbuch fürs Kind war und nicht auf dem Sparbuch der Eltern lag, diente der Übersichtlichkeit, nicht aber dazu, den 18jährigen Menschen rechtlich über Nacht „zum Millionär“ zu machen.
So reif und finanziell gebildet kann dieser Mensch mit seiner bisherigen geringen Lebenserfahrung und ohne selbst erlebt zu haben wie lange es dauert bis man selbst einen Betrag x angespart hat gar nicht sein, dass er von jetzt auf gleich mehrere zehn- oder sogar hunderttausend Euro alleine verwalten könnte. Das können oft nicht mal Leute die schon wissen, wie hart man sich Geld manchmal erarbeiten muss.
Von daher wundere ich mich schon länger über diese Kinderdepots aus denen man anscheinend nicht mehr rauskommt. -
ich habe seit Jahren für unsere Tochter ein Junior Investment Depot bei comdirect. Jetzt wird sie demnächst 18, und ich möchte noch nicht, dass sie über dieses Geld frei verfügen kann.
Die alte Geschichte. Wenn Du Dich nicht ins Unrecht setzen möchtest, hast Du keine Möglichkeit dazu.
Da wir auch Kunde bei comdirect sind, habe ich mir jetzt ein Zweit Depot angelegt und möchte gerne einen Depotübertrag vom Depot der Tochter auf mein zweites Depot vornehmen, wie kann ich dieses durchführen, ohne unnötige Steuern zu zahlen?
Du gehst mit dieser Frage am besten so um, daß Du das einfach läßt.

Du hast das Geld Deiner Tochter geschenkt und darfst es ihr nun nicht einfach wegnehmen.
Wie wäre es mit einem Kompromiss in Form einer Anlage, die zwar weiterhin auf die Tochter läuft, aber für einen gewissen Zeitraum nicht (oder zumindest nicht so leicht) zu liquidieren ist? Am ehesten fällt mir dazu ein klassisches Festgeld ein.
Es gibt einen Präzedenzfall dazu, in dem Eltern ein 10jähriges Festgeld vereinbart haben, als das Kind 17 1/2 Jahre alt war. Die Bank mußte das rückgängig machen. Ob sich das Eltern-Kind-Verhältnis hinterher erholt hat, ist nicht überliefert.
-
Es gibt einen Präzedenzfall dazu, in dem Eltern ein 10jähriges Festgeld vereinbart haben, als das Kind 17 1/2 Jahre alt war. Die Bank mußte das rückgängig machen. Ob sich das Eltern-Kind-Verhältnis hinterher erholt hat, ist nicht überliefert.
Zudem sind Banken über mehrere deutsche und europäische Regelungen verpflichtet, Vorgänge dieser Art zu unterbinden bzw. die zuständigen Behörden zu informieren.
-
Es gibt einen Präzedenzfall dazu, in dem Eltern ein 10jähriges Festgeld vereinbart haben, als das Kind 17 1/2 Jahre alt war. Die Bank mußte das rückgängig machen. Ob sich das Eltern-Kind-Verhältnis hinterher erholt hat, ist nicht überliefert.
Ich könnte mir vorstellen, dass in dem von dir genannten Präzedenzfall die lange Bindungsdauer ausschlaggebend war. Möglicherweise ist das bei kürzerer Laufzeit anders. Ich möchte aber keinesfalls zu etwas Illegalem raten und ziehe meine Idee daher hiermit zurück.
Du hast das Geld Deiner Tochter geschenkt und darfst es ihr nun nicht einfach wegnehmen.
So ist es.
-
Hat denn bisher mit dem Kind ein Gespräch stattgefunden? Hat man dem Kind vermittelt, wie man mit Geld umgeht (als vorlebendes Vorbild)? Weiss das Kind, wieviel Geld auf es wartet? Man kann auch realistische Bedingungen mit dem Kind besprechen. Wichtig finde ich, dass man nicht sagt: Ich habe für dich Geld angelegt, jetzt bist du erwachsen, aber ich entscheide ob und was damit passiert. Damit sagt man klar: "ich vertraue dir nicht". Und sich gedanklich auch vielleicht davon lösen, dass die eigene Vorstellung, was mit dem Geld zu geschehen hat, nicht unbedingt die "Wahrheit" ist oder das "einzig richtige". Hin und wieder können wir von unseren Kindern auch noch einiges lernen.
-
Ich finde das interessant. Einerseits ist das Elternteil aufgrund der Vollmacht voll berechtigt, das Depot zu verwalten und Geld beliebig zu entnehmen/einzuzahlen. Andererseits lief das Konto doch steuerlich sicher über das Kind.
Handelt es sich dann bei einer EInzahlung auf das Konto automatisch um eine Schenkung?
Müsste das Elternteil dann nicht jede Einzahlung/Abbuchung/Verkauf etc. dem FA melden, da Zinsen oder Gewinn entstanden sein könnten? -
Gute Frage, wir haben vor 17 Jahren einen kleinen ETF Sparplan gestartet (25€). Mittlerweile sind über 30 T€ daraus geworden. Die Einzahlungen waren ja viel geringer, was melde ich denn dem Finanzamt als Schenkung wenn mein Kind nächstes Jahr das gesamte Depot übernimmt?
Aufgrund von Käufen und Wiederanlage um die Freibeträge auszunutzen wäre die Ermittlung der Nettosumme ohne Zinsen nahezu unmöglich und dem Finanzamt kaum vermittelbar.Ich weiß, dass das eher eine theoretische Fragestellung ist.
-
Gute Frage, wir haben vor 17 Jahren einen kleinen ETF Sparplan gestartet (25€). Mittlerweile sind über 30 T€ daraus geworden. Die Einzahlungen waren ja viel geringer, was melde ich denn dem Finanzamt als Schenkung wenn mein Kind nächstes Jahr das gesamte Depot übernimmt?
Aufgrund von Käufen und Wiederanlage um die Freibeträge auszunutzen wäre die Ermittlung der Nettosumme ohne Zinsen nahezu unmöglich und dem Finanzamt kaum vermittelbar.Ich weiß, dass das eher eine theoretische Fragestellung ist.
Wenn das jetzt dein Depot ist und du es verschenkst, dann hat dein Geschenk den Wert zum Geschenkzeitpunkt.
Wenn das Depot von Anfang an schon auf den Namen deines Kindes lief, dann hast du immer nur 300 Euro (25 Euro x 12) pro Jahr geschenkt. Melden musst du in dem Fall nach meinem Verständnis nix.
-
Die Comdirect macht das doch gar nicht mit…..
Da bin ich mir gar nicht sicher, habe auch Juniodepots für meine Kinder bei der Comdirect und das Referenzkonto läuft auf meinen Namen (andere Bank), aber bin auch noch nie auf die Idee gekommen Geld meiner Kinder an mich zu überweisen.
Schön wäre es, wenn die Comdirect da zumindest "doof" nachfrägt.
Gute Frage, wir haben vor 17 Jahren einen kleinen ETF Sparplan gestartet (25€). Mittlerweile sind über 30 T€ daraus geworden. Die Einzahlungen waren ja viel geringer, was melde ich denn dem Finanzamt als Schenkung wenn mein Kind nächstes Jahr das gesamte Depot übernimmt?
Das Depot lief bisher auf Dich, Du schenkst es dem Kind, der Depotwert ist komplett als Senkung zu verstehen. Evtl. zukünftig anfallende Kapitalertragssteuer ist hier egal, ebenso die Schenkungen (Sparrate) von Dir an das Kind - im Normalfall - eine Schenkungsrückforderung wg. Verarmung nach § 528 BGB wird wohl eher der seltene Fall sein.
Handelt es sich dann bei einer EInzahlung auf das Konto automatisch um eine Schenkung?
Müsste das Elternteil dann nicht jede Einzahlung/Abbuchung/Verkauf etc. dem FA melden, da Zinsen oder Gewinn entstanden sein könnten?Es ist definitiv eine Schenkung und grundsätzlich müsste man wohl auch die Schenkung dem Finanzamt mitteilen nach § 30 ErbStG. Faktisch bekommt es das Finanzamt aber nicht mit (anders wir z.B. Übertrag einer Immobilie) und läge sowieso unterhalb des Freibetrages von 400.000 €, ich denke die wollen das gar nicht wissen
, aber so könnte man die Finanzverwaltung auch zuverlässig lähmen
, jeden Monat ein Anschreiben und darin tatsächlich noch andere Steuerereignisse mitteilen und verstecken.
-
Ich finde das interessant. Einerseits ist das Elternteil aufgrund der Vollmacht voll berechtigt, das Depot zu verwalten und Geld beliebig zu entnehmen/einzuzahlen. Andererseits lief das Konto doch steuerlich sicher über das Kind.
Handelt es sich dann bei einer EInzahlung auf das Konto automatisch um eine Schenkung?
Müsste das Elternteil dann nicht jede Einzahlung/Abbuchung/Verkauf etc. dem FA melden, da Zinsen oder Gewinn entstanden sein könnten?Nach dem Buchstaben des Gesetzes ist das so: Wenn Du was verschenkst, muß sowohl der Schenker, als auch der Beschenkte die Schenkung ans Finanzamt melden. Im Gesetz steht keine Untergrenze. Vielleicht sollten wird uns alle peinlich genau an dieses Gesetz halten und die Finanzämter mit Meldungen über Schenkungen eindecken, damit die Obrigkeit merkt, was sie mit diesem Gesetz angerichtet hat.
Faktisch kräht kein Hahn danach. Für übliche Kinderdepotsparraten interessiert sich kein Finanzamt, zumal es einen erheblichen Schenkungsteuerfreibetrag von Eltern zu Kindern gibt (400 T€ in 10 Jahren).
Der hier mal wieder angefragte Plan steht aber auf einem anderen Blatt. Manche Eltern wollen dem volljährig gewordenen Kind die Verfügungsgewalt über das eigene (natürlich geschenkte!) Vermögen zu verwehren, weil sie verhindern möchten, daß das Kind das Geld nach eigenen Vorstellungen verwendet und nicht nach den Vorstellungen der Eltern. Und das geht halt nicht.
-
Manche Eltern wollen dem volljährig gewordenen Kind die Verfügungsgewalt über das eigene (natürlich geschenkte!) Vermögen zu verwehren, weil sie verhindern möchten, daß das Kind das Geld nach eigenen Vorstellungen verwendet und nicht nach den Vorstellungen der Eltern. Und das geht halt nicht.
Genau, aufgrund des Konzeptes eines solchen Depots geht das nicht.
Das Problem scheint zu sein, dass den meisten Eltern diese Konsequenz nicht klar ist wenn sie damit beginnen, ein Kinderdepot zu besparen.
Und dies, obwohl die meisten dieser Eltern bei depotstart bereits älter als 18 Jahre waren.
Das stützt meine Hypothese, dass die meisten 18 jährigen erst recht nicht vollumfänglich zur Vermögensverwaltung in der Lage sind.