USA greifen Venezuela an

  • ... und Putin hat ein U-Boot in Marsch gesetzt. Der Tanker befindet sich derzeit in internationalen Gewässern vor Island, man kann es in der MarineTraffic App lokalisieren. Dort taucht das US-amerikanische Küstenwachenboot übrigens nicht auf. Gibts da etwa eine militärische Auseinandersetzung?

  • Der Tanker befindet sich derzeit in internationalen Gewässern vor Island

    Grund soll laut der besagten Eilmeldung Verstöße gegen US-Sanktionen sein. Trump hatte demnach im Dezember eine Blockade gegen sanktionierte Öltanker auf dem Weg von und nach Venezuela angekündigt bzw. verhängt. Das geenterte Schiff hatte sich dieser Blockade entzogen und war vor den Schiffen der US-Küstenwache in einer wochenlangen Verfolgungsjagd geflohen.

    Gibts da etwa eine militärische Auseinandersetzung?

    Unter jedenfalls diesen Protagonisten ("Pitbulls" - siehe Nr. 120) und jedenfalls in der "Liga" (die meines Wissens beiden mit Abstand stärksten Atommächte - gefolgt von China) dürften die Beteiligten mit einer erheblichen Zurückhaltung, Vorsicht und Umsicht agieren, da bei einem "Start" einer militärischen Auseinandersetzung eine Eigendynamik (inkl. Eskalationspotential) stets immanent sprich nicht völlig auszuschließen ist.

  • Die beiden beißwütigen haben hoffentlich jeweils noch vernünftig denkende Leinenhalter im Hintergrund. Wer einen Verteidigungsminister zu einem Kriegsminister ernennt, hat ja eh nicht alle Latten am Zaun und Zar Putin merkt es ja auch nicht mehr.

    BTW: Nun wäre doch auch ein "guter" Zeitpunkt für den Herrn in Peking Formosa heim ins Reich zu holen. Ich verzettel mich....

  • BTW: Nun wäre doch auch ein "guter" Zeitpunkt für den Herrn in Peking Formosa heim ins Reich zu holen. Ich verzettel mich ...

    TSMC produziert die besten Chips der Welt - und diese sind geostrategisch wichtig. Taiwan verbietet (quasi als Lebensversicherung) den Export der jeweils neuesten Chiptechnologie, so sehr The Donald auch barmt. Wenn Rotchina Taiwan besetzt, kommt diese Technologie unter deren Kontrolle. Für die Amis wäre das ein casus belli. The Donald sind die Taiwanesen natürlich herzlich egal, die Chips aber können ihm nicht egal sein. Solange die Taiwanesen ihren Vorsprung in der Chiptechnologie behalten, sind sie sicher vor Rotchina. Sobald man gleich gute Chips anderswo bauen kann, ist der souveräre Staat Taiwan Vergangenheit.

  • Die beiden beißwütigen haben hoffentlich jeweils noch vernünftig denkende Leinenhalter im Hintergrund.

    Auch wenn Herr Trump selbst finanziell nicht ganz mittellos ist, gegen Herrn Putin ist er finanziell gesehen eher ein armes Würstchen. Einfache (Trump) und zweistellige (oder mehr) Milliardäre (Putin) sind selten von Todessehnsüchten getrieben oder sogar bestimmt.

    BTW: Nun wäre doch auch ein "guter" Zeitpunkt für den Herrn in Peking Formosa heim ins Reich zu holen.

    In China pflegt man in Sachen "Zeitpunkten" und großen "Projekten" nicht in Wahlperioden zu denken - sondern in Dekaden oder Jahrhunderten. Über solche Zeiträume ergeben sich auf jeden Fall "günstige" Gelegenheiten.

  • Sobald man gleich gute Chips anderswo bauen kann, ist der souveräre Staat Taiwan Vergangenheit.

    Ergo ist es für die Chinesen wichtig, die eigene Chip-Produktion auf das zumindest annähernd gleiche Niveau zu hieven wie TSMC. Das mag vielleicht sogar noch viele Jahre dauern, aber China hat auch jede Menge Erfahrung in Technologie- und Industriespionage. Würde es den Rotchinesen gelingen von langer Hand Spione im Taiwanesischen High-Tech Sektor zu etablieren...

  • Ergo ist es für die Chinesen wichtig, die eigene Chip-Produktion auf das zumindest annähernd gleiche Niveau zu hieven wie TSMC.

    Das streben nicht nur die Rotchinesen an, sondern sicherlich auch andere. Das ist ein ewiger Wettlauf ohne Ziel. Aktuell haben die Taiwanesen die Nase vorn.

    Das mag vielleicht sogar noch viele Jahre dauern, aber China hat auch jede Menge Erfahrung in Technologie- und Industriespionage. Würde es den Rotchinesen gelingen von langer Hand Spione im Taiwanesischen High-Tech Sektor zu etablieren ...

    Industriespionage gibt es überall auf der Welt, sicherlich gerade auch bei TSMC.

    Wie die Rotchinesen aufholen, ist egal. Es spielt keine Rolle, ob ihre Mittel lauter oder unlauter sind. Auch deutsche Firmen klagen über unsaubere Geschäftspraktiken der Chinesen. Aber bald werden die Chinesen an uns vorbeigezogen sein, dann brauchen sie nicht mehr so viel spionieren, wie sie es jetzt tun.

  • The Donald sind die Taiwanesen natürlich herzlich egal, die Chips aber können ihm nicht egal sein.

    Das gilt bezüglich der Folgen eines Angriffs auf Taiwan oder dessen Annexion seitens China aber nicht nur für Trump sondern auch die die Weltwirtschaft - und ganz besonders für Deutschland.

    Mit dem Unterschied, daß Deutschland jedes Potential eines militärischen Eingreifens fehlt, selbst wenn es denn wollte. Mithin der Unterschied zu Herrn Trump und den USA.


    Da bliebe in dem Fall nur hierauf zu vertrauen oder zu hoffen:

    Unter jedenfalls diesen Protagonisten ("Pitbulls" - siehe Nr. 120) und jedenfalls in der "Liga" (die meines Wissens beiden mit Abstand stärksten Atommächte - gefolgt von China) dürften die Beteiligten mit einer erheblichen Zurückhaltung, Vorsicht und Umsicht agieren, da bei einem "Start" einer militärischen Auseinandersetzung eine Eigendynamik (inkl. Eskalationspotential) stets immanent sprich nicht völlig auszuschließen ist.

  • Was meinst Du, wie die USA das nennen würden, wenn ein ausländisches Militär den US-Präsidenten in Washington kidnappen würde?

    Könntest auch ein konkretes Beispiel bringen: den 11. September.

    Das war natürlich kein Angriff auf die USA, sondern nur die unmittelbare Zerstörung von drei Gebäuden in den USA … :thumbdown::rolleyes::thumbdown:

    Achtung es ist ein großer Unterschied, wenn man schreibt:

    US-Angriff auf Venezuela
    oder
    US-Angriff in Venezuela

    Ich bin immer gern dabei, wenn es darum geht, Sprache genauzunehmen, v.a. unsere deutsche Sprache, die unfassbar exakt sein kann, wenn man es denn kann und wenn man will. Das hier ist aber kein philosophischer Diskurs, wo die Sprache auf so einem Niveau verwendet wird.

  • Wenn Rotchina Taiwan besetzt

    sind sie sicher vor Rotchina.

    nicht nur die Rotchinesen

    Wie die Rotchinesen aufholen

    Wir haben verstanden: Rotchina. Inhaltlich hilft das Etikett aber wenig – außer dabei, jeden Satz unnötig zu färben. Vielleicht einmal China schreiben und die Argumente sprechen lassen?

  • War da nicht mal was mit "Es gibt nur ein China" oder war das doch Rudi Völler :)

    PRC "Peoples Republic of China"

    Taiwan nennt sich übrigens "Republik China"

    Mein Mandarin ist grad etwas flüchtig :D wo hier doch sprachliche Präzision gefordert wurde.

  • Die Beschränkung der Wiederwahl wurde 1951 eingeführt, davor war es freiwillig und im Fall FDR sicher dem Krieg geschuldet.

    Danke für die Info. Seitdem ist es aber Teil der US-Verfassung (22nd amendment). Ich finde es bemerkenswert (oder vielleicht auch nicht?), daß ein US-Präsident, der selbst mal wieder mit Verfassungsbruch flirtet, dem Kriegspräsidenten Selensky vorwirft, keine Wahlen in seinem Land abzuhalten (und sich auch selbst somit nicht zur Wahl zu stellen). Ich glaube nicht, daß die Ukraine aktuell in der Verfassung ist, eine Wahl abhalten zu können.

  • Eben die Tagesschau angesehen: Trump will den Rüstungsetat um 50% auf 1.5 Billionen US-Dollar aufstocken und spricht von "gefährlichen Zeiten".

    Na wenn das kein klares Signal ist...

    Der Haushalt muß durch den Kongreß, der aktuelle Übergangshaushalt reicht bis zum 30. Januar. Wir dürfen gespannt sein. Schon im letzten Herbst hatten wir den längsten "Shutdown" der US-Geschichte. Vielleicht dauert es diesmal noch etwas länger.

    Im Grunde ist es sinnvoll, daß Regierungsangestellte Ahnung haben von dem, was sie tun, das ist in vielen Positionen sogar wichtiger als ihre eventuelle parteipolitische Ausrichtung. Loyalität zum aktuellen Autokraten als einziges Einstellungskriterium gewährleistet keinen einen funktionierenden Staatsapparat.

  • Im Grunde ist es sinnvoll, daß Regierungsangestellte Ahnung haben von dem, was sie tun, das ist in vielen Positionen sogar wichtiger als ihre eventuelle parteipolitische Ausrichtung.

    So sollte es zumindest sein ...

    Loyalität zum aktuellen Autokraten als einziges Einstellungskriterium gewährleistet keinen einen funktionierenden Staatsapparat.

    Hoffentlich läßt sich da eine alte und häufig gemachte Erfahrung aus Consulting-Zeiten nicht auf diesen Bereich der Staatsführung übertragen:

    Erstklassige Entscheider scharen erstklassige Mitarbeiter oder Berater um sich - zweitklassige Entscheider eher dritt- oder viertklassige.