Eigentumswohnung ohne Eigenkapital

  • Daher mal die Frage hier in die Runde: Wer von den vorstehenden Tippgebern ist überzeugter Mieter??

    Suchst du den Maulwurf oder das Trojanische Pferd? Tipps kann hier jeder geben. Der TE wird sich seine Meinung schon bilden. Das Spektrum der Möglichkeiten ist auf alle Fälle größer als der Tunnel, in dem sich jeder mit seinen Erfahrungen bis neunmalklugen Ratschlägen und erhobenen Zeigefingern bewegt.

  • Ich bin überzeugter Mieter. Wir zahlen allerdings in Niedersachsen momentan deutlich weniger Miete als weiter südlich. Bei dem Wohnungsangebot würde ich eventuell schwach werden wenn alles passt.

    Allerdings würde ich das Ganze in der aktuellen Lage nicht ohne vernünftige Eigenkapital Decke angehen.

    Lieber etwas zur Miete suchen und das EK ansparen. Dauert doch bei euch nicht lang und ihr seid noch jung. Wer weiß was sich in der Zeit dann noch ergibt.

    Das Argument, dass man das Geld dem Vermieter in den Rachen wirft ist übrigens auch Murks. Dazu hat sogar mal Finanztip was gemacht. Wenn ihr wirklich weiter raus wollt, sollte sich dort auch ein günstiges Mietobjekt finden lassen. Eure Ansprüche an die neue Wohnung sind ja überschaubar.

    Wir sind jetzt mit fast 40 Jahren soweit, dass wir gar nicht mehr kaufen wollen. Der Wunsch war aber da. wir haben dann relativ schnell die Entscheidung getroffen das Geld lieber am Aktienmarkt anzulegen und abzuwarten. Bei einer guten Gelegenheit und guten Kursen würden wir dann eventuell zuschlagen. Die Gelegenheiten kamen mittlerweile öfter aber wir schlugen nie zu. Nun ist das Thema begraben auch wenn es aktuell (gute Kurse) sich wieder anbieten würde.

  • Ich hatte geschrieben, dass wir beide im Homeoffice arbeiten und meine Partnerin gelegentlich mal einen Bürotag macht

    Ich bin zu 100% im Home Office und gebe mal folgende Punkte zu bedenken:

    - einer von euren 3 Räumen wird auf jeden Fall als Arbeitszimmer draufgehen. Abhängig von der Firma kann es auch nicht erlaubt sein, dass ihr beide in einem Raum arbeitet. Denn auch der Partner ist betriebsfremd

    - Wenn man mit so viel Home Office plant, sollte das unbedingt vertraglich abgesichert sein. Sonst kann es ganz schnell passieren, dass du 3 Mal die Woche ins Büro beordert wird

    - für Home Office muss man der Typ sein. Keine Kantine, kein Gequassel an der Kaffeemaschine mit Kollegen....und wenn ihr beide den ganzen Tag aufeinander hockt, kann das auch anstrengend sein


    Zum Umzug an sich ist auch zu bedenken, dass euer soziales Umfeld dann weit weg ist und das Freizeitangebot auf dem Land recht eingeschränkt ist. Einfach mal mit Freunden treffen...fahren. Mal ins Kino, Disko, was weiß ich,...fahren. Da reißt man schnell eine Menge Kilometer runter und Sprit bzw. Strom sind beim Auto bei weitem nicht der größte Kostenpunkt.


    Aber tut, was ihr nicht lassen könnt. Du hast dir in den Kopf gesetzt, diese Wohnung zu kaufen und bist gegenüber Input resistent.

  • Aber tut, was ihr nicht lassen könnt. Du hast dir in den Kopf gesetzt, diese Wohnung zu kaufen und bist gegenüber Input resistent.

    Was soll diese passiv-aggressive Abwertung? Andere haben eben andere Kriterien als du. Der TE hat netterweise auch Entwicklungen von Überlegungen dargestellt. Jetzt sich immer wieder einzelne Körner herauszupicken ist billig. Für mich wäre ein 0%-Kauf auch nichts. Wir hatten hinreichend angespart. Aber ein junger Kollege mir gegenüber hat es gemacht. Und es funktioniert für ihn - teuer in der Großstadt. Wo wer leben will und welche Funktionenen der nahe Wohnbereich haben muss, ist wirklich jedermanns eigene Sache.

  • ...und wenn ihr beide den ganzen Tag aufeinander hockt, kann das auch anstrengend sein

    Oh ja, dieses Argument ist bisher noch gar nicht gekommen, aber auf jeden Fall bedenkenswert. Beim Göttergatten und mir geht es gut, aber wir sitzen in verschiedenen Stockwerken und begegnen uns tagsüber hauptsächlich in der Küche.
    Und Erfahrungswert nach Umzug von der Großstadt ins Kaff: Abendliche Fahrten in die Großstadt verkneift man sich mehr und mehr, weil mühselig. Also hockt man noch mehr aufeinander, sofern man sich nicht im Kaff engagiert.

  • Hier wird die Frage "Kauf oder Miete" bei jeder Änderung der Lebensumstände (Job, Familie, private Projekte) jeweils aufs neue knallhart wirtschaftlich durchgerechnet.

    Emotionale Aspekte spielen keine Rolle, wirklich nur Geld und die Praktikabilität im Alltag.

    Aktueller Status: Sowohl als auch. ;)

  • Suchst du den Maulwurf oder das Trojanische Pferd?

    Auch wenn Du diese Frage an Hornie gestellt hattest: Das kann ich mir bei ihm nicht vorstellen.

    Der TE wird sich seine Meinung schon bilden.

    (nachträglich gefettet von mir)

    Ein bißchen fiel es mir teilweise schwer mich des Eindrucks zu erwehren, daß er sich zum "Ob" schon seine Meinung gebildet hatte und es ihm schwerpunktmäßig nur noch um das "Wie" der Umsetzung (Finanzierung) gehen könnte.

    Das Spektrum der Möglichkeiten ist auf alle Fälle größer als der Tunnel, in dem sich jeder mit seinen Erfahrungen bis neunmalklugen Ratschlägen und erhobenen Zeigefingern bewegt.

    Ob sich das mit dem "Tunnel aus eigenen Erfahrungen" so verhält, vermag ich nicht zu beurteilen. Auf jeden Fall dürfte so ein "Erfahrungstunnel" immer noch besser sein als gar keine Erfahrungen. Der TE hat - offensichtlich oder sicherlich - noch gar keine Immobilie(n) erworben und finanziert.

    Geht es um eine in Relation bedeutsame Angelegenheit finde ich, ganz persönlich, es zumindest begrüßenswert, wenn zuvor wenigstens ein Hauch Eigenrecherche betrieben wurde. Dann würde wohl kaum vom "Bankberater" gesprochen werden oder ausgerechnet in der Konstellation ein "Vorausdarlehen mit Bausparkombi" in Erwägung gezogen werden. Zudem ist ein Minimum an kurzer Eigenrecherche auch dabei hilfreich die Anmerkungen und Vorschläge anderer (fremder Dritter) besser verstehen und auch einordnen zu können.

  • Der TE hat - offensichtlich oder sicherlich - noch gar keine Immobilie(n) erworben und finanziert.

    Es gibt immer ein erstes Mal.

    Geht es um eine in Relation bedeutsame Angelegenheit finde ich, ganz persönlich, es zumindest begrüßenswert, wenn zuvor wenigstens ein Hauch Eigenrecherche betrieben wurde. Dann würde wohl kaum vom "Bankberater" gesprochen werden oder ausgerechnet in der Konstellation ein "Vorausdarlehen mit Bausparkombi" in Erwägung gezogen werden. Zudem ist ein Minimum an kurzer Eigenrecherche auch dabei hilfreich die Anmerkungen und Vorschläge anderer (fremder Dritter) besser verstehen und auch einordnen zu können.

    Vielleicht ist es auch eine Erkenntnis für den TE, nicht mehr frühzeitig solch ein Forum als Hilfe zu benutzen. Man wird seziert und gegrillt.

    Zum Schutz von Neulingen sollte das Wort Bankberater verboten werden. Man sieht ja, ansonsten stürzen sich die Krähen auf die Nuss.

  • Vielleicht ist es auch eine Erkenntnis für den TE, nicht mehr frühzeitig solch ein Forum als Hilfe zu benutzen. Man wird seziert und gegrillt.

    Oja. Da fragt jemand ob die angebote Finanzierung sinnvoll ist und bekommt dann erklärt, dass alle seine bisherigen Entscheidungen in seinem Leben 💩 waren.


    Gut gemeint ist eben nicht gut gemacht.

    electricfix liest du noch mit, oder bist du von den geballten Lebensweisheiten schon erschlagen?

  • Man wird seziert und gegrillt.

    Das wird im Auge des Betrachters liegen. :)

    In Bereichen, in denen ich mir - für teures Geld übrigens - Rat und Beratung einkaufen muß, empfinde ich das als sehr nützlich, hilfreich und mir dienlich.

    Also das genaue Gegenteil von "seziert und gegrillt" werden ...

    Zum Schutz von Neulingen sollte das Wort Bankberater verboten werden.

    "Verbote" liegen nicht so auf meiner Linie. :)

    Es wäre aber der Sache dienlich (gewesen), wenn unsere Obrigkeit im Sinne des mündigen Bürgers und aufgeklärten Verbrauchers für etwas mehr Transparenz in Sachen "objektive Beratung, Bankberater, Kosten und Gebühren, provisions- oder margengetriebener Finanzprodukteverkauf" etc. pp. gesorgt hätte.


    Vermutlich auch ein Problem dabei, daß schon konstruktionsbedingt (Fiat-Money-System) Banken und Versicherungen mit Staaten im selben "Bettchen" liegen und kuscheln. Banken und Versicherungen saugen sich - verstärkt durch die staatliche Regulatorik - mit Staatsschulden voll (Staatsanleihen) und der Staat schafft den Raum für deren Geschäfte gerade auch im Bereich Retail-Banking. Wissen beide (Staat und Banken) nicht mehr so recht weiter, kommt schon mal die staatliche Notenbank und druckt ein paar frische Billiönchen ...

  • Da fragt jemand, ob die angebotene Finanzierung sinnvoll ist

    Sie ist es offenkundig nicht.

    ... und bekommt dann erklärt, dass alle seine bisherigen Entscheidungen in seinem Leben 💩 waren.

    Man ist in der Ausbildung, hat das erste Mal etwas Geld, also muß gleich eine Luxuskarre auf Kredit her. Man möchte eine eigene Wohnung und wählt dann gleich ein geräumiges Luxusappartement. Das kann man machen, denn jeder darf mit seinem Geld machen, was er möchte.

    Nur sollte er dann nicht jammern, daß er leider bisher nichts sparen konnte.

    Ich halte es für durchaus nützlich, daß andere Leute einem das sagen, wenn man es schon selbst nicht erkennt.

  • Nur sollte er dann nicht jammern, daß er leider bisher nichts sparen konnte.

    Ich halte es für durchaus nützlich, daß andere Leute einem das sagen, wenn man es schon selbst nicht erkennt.

    Hattest du vergessen, dir für dieses Jahr die Kombination von Besserwissen mit mehr Respekt vorzunehmen? 😅

  • Erst einmal danke an alle, die hier so viel Zeit in Antworten gesteckt haben. Einige Punkte, wie das soziale Umfeld etc. sind natürlich wichtig. Aktuell spielt sich unser soziales Umfeld aber knapp 100km weit von uns weg ab, da wir damals weggezogen sind.
    Das Geld-fressende Auto ist schon längst weg, da es nach den vielen Investitionen zum Totalschaden gekommen ist - der Kredit war da noch nicht abbezahlt, daher auch kein Verkauf möglich. Auszahlung der Versicherung war deutlich niedriger, als die Restschuld.


    Nach reiflicher Überlegung und noch ein paar Kalkulationen sind wir nun zu folgender Kalkulation gekommen:

    - Anzahlung / „Eigenkapital“: 12.000€

    - Renovierung + Immobilie ca 99.900€


    Die Anzahlung / Eigenkapital erhalten wir von meinen Eltern zinsfrei geliehen, die hatten das selbst vorgeschlagen. Immobilie und Renovierung läuft über KFW124 -> 89.900€ für die Immo und 10.000€ für Instandsetzung (Material). Das EK kommt somit für die Kaufnebenkosten auf.
    Der „Berater“ auf Honorarbasis hätte und den teuren Kredit aber auch nicht selbst vertraglich fest gemacht. Er hat nur verglichen und mit uns alles Durchgerechnet und Förderprogramme ausgesucht. Das war die „einfachste“ aber auch teuerste Lösung, die er uns vorgeschlagen hatte nach der aktuellen Situation, ohne sich die Zahlung von Eigenkapital über Eltern/Geschwister anzusehen.
    Das mit der Konstellation KFW124 + 10.000€ EK hatte er uns vorher schon vorgelegt, da hatte ich aber nicht damit gerechnet, dass meine Eltern mal „eben“ 10k auf der hohen Kante haben und ehrlich gesagt wollte ich sie auch nicht „anpumpen“ - kratzt ja irgendwie schon am Ego (bei mir zumindest).

  • Ihr solltet nicht vergessen euch noch anwaltlich beraten zu lassen, wie ihr das ganze als nicht verheiratetes Paar verteilen wollt. Wenn ihr nicht wirklich bei allem genau 50/50 machen könnt oder wollt, kann das nicht einfach werden. Wenigstens ist der Gesantbetrag in diesem Fall relativ niedrig.

  • Das mit der Konstellation KFW124 + 10.000€ EK hatte er uns vorher schon vorgelegt, da hatte ich aber nicht damit gerechnet, dass meine Eltern mal „eben“ 10k auf der hohen Kante haben und ehrlich gesagt wollte ich sie auch nicht „anpumpen“ - kratzt ja irgendwie schon am Ego (bei mir zumindest).

    Nimms und arbeite am Ego. 😉 In anderen Ländern ist es üblich, dass Eltern ihren Kindern Wohneigentum fertig mit ins Leben geben.

  • Ich bin bekennender Immobilienbefürworter.

    Allerdings finde ich die Wohnung extrem günstig und würde mir noch einmal Gedanken machen, warum das so ist und warum die Interessenten dem Verkäufer nicht die Bude einrennen.

    Im Umkehrschluss kann das auch bedeuten, dass ihr die Wohnung ggf. auch nicht angemessen verkaufen könnt.

    Wieviele Einheiten sind denn in dem Haus? Und wieviel Rücklagen gibt es? Habe ich 7000 Euro richtig im Kopf?

    Das ist nicht viel, warum ist das so wenig, können die anderen Eigentümer nicht mehr zahlen? Was ist wenn größere Reparaturen nötig sind und folglich über Sonderumlagen finanziert werden müssen? Ob ihr das wuppen könnt, ist eine Frage, ob die Miteigentümer das hinbekommen, die andere.

    Hast du dir die Protokolle der letzten WEG-Versammlungen angesehen? Gibt es Streitigkeiten oder gar Klagen?